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Europa darf sich wieder mal auf allerlei kuriose Darbietungen beim diesjährigen Eurovision Song Contest freuen. Allen voran der irische Beitrag: Ein singender Truthahn mit Begleitband.
Dublin/Madrid (vac) - Was ihre Beiträge für den Eurovision Song Contest betrifft, so zeigten sich die Deutschen in der Vergangenheit einigermaßen kreativ: Vom lebenden Nussecken-Werbeträger über Fernsehmoderatoren, die sich selbst in 70er Disco-Glam-Anzüge hüllten, bis hin zu DSDS-Ausscheiderinnen, die keinen einzigen Ton trafen, zierten doch einige Kuriositäten die Teilnehmer-Liste.
Dieses Jahr müssen sich die Deutschen beim Vorentscheid am 6. März mit weniger originellen Kandidaten begnügen. No Angels, Marquess oder Karolin Fortenbacher dürften ihre Teilnahme zu 100% ernst meinen. Für die Skurrilitäten müssen diesmal andere Länder sorgen.
Dabei dürfte der irische Teilnehmer ganz vorne liegen. Die Bewohner der Grünen Insel schicken einen singenden Truthahn ins Rennen. Dustin The Turkey, der übrigens vor seiner Teilnahme am irischen Grand Prix-Vorentscheid schon drei Platten veröffentlicht hat, soll beim Song Contest in Belgrad eifrig seine Federn zum Beat schütteln.
Schlimmer als 2007 kann es mit dem Vogelvieh zumindest nicht kommen: Dervish belegte damals mit "I Can't Stop The Spring" den verdienten letzten Platz für Irland. Einer ähnlichen Blamage will man dieses Jahr also mit heiserem Vogel-Gekrächze und Textzeilen wie "Schüttelt eure europäischen Hände und europäischen Füße, wackelt in der Luft zum Truthahn-Beat. Irland zwölf Punkte!" vorbeugen.
Dustin The Turkey mit "Irelande Douze Pointe":
Wer weiß, vielleicht geht die Strategie ja auf. Schließlich fungierte das Kuriositäten-Kabinett Eurovision Song Contest in den letzten Jahren schon mehrere Male als Karrieresprungbrett für schräge Künstler, ruft man sich zumindest eine finnische Monster-Rockband oder einen ukrainischen Transvestiten ins Gedächtnis.
Auch andere europäische Länder haben ihre musikalischen Repräsentanten schon bestimmt: Mazedonien setzt auf Folklore-Rap, die Ukraine auf Italo-Disco-Hits, Estland wird wahrscheinlich eher weniger als mehr erfolgreich versuchen, mit den drei untersetzten, hüftschwingenden Ulknudeln und fahnenschwingenden Cheerleadern von Kreisiraadio möglichst viele Punkte zu holen.
Die Spanier mühen sich derweil damit ab, ihren Kandidaten über eine Online-Abstimmung zu erwählen. Über Myspace kann jeder potentielle Grand Prix-Kandidat einen Song zur Wahl stellen.
Der rege klickenden Internetgemeinde verdankt man den momentanen Favoriten für die Eurovision Song Contest-Teilnahme: Ein Rentner namens Antonio Gonzaléz, der eine, mit Elektrobeats unterlegte Liebesschnulze über eine mysteriöse Radfahrerin nuschelt. Ob "El Gato" tatsächlich das Rennen machen wird, ist noch unklar. Trotzdem: Langweilig sollte es beim Grand Prix 2008 kaum zugehen.
Hach, ich freu mich drauf! Nur schade, dass wir wieder einen Kandidaten schicken werden, der seine Teilnahme ernst meint. Nachdem sich die osteuropäischen Länder ohnehin die Punkte zuschachern werden, sollte man es eigentlich wie die Iren machen: Einen Quatschbeitrag hinschicken & Spaß haben. Und komischerweise hat das in den vergangenen Jahren ja punktemäßig doch deutlich mehr gebracht als die Künstler (?), die ständig was von "Ehre, dabei zu sein" usw. geschwafelt haben.
Gut, dann formuliere ich es mal so: Es gibt sehr viele kleine Länder im Osten/Südosten Europas, die sich gerne hin und wieder den ein oder anderen Punkt überlassen, weil man da entweder denselben Musikgeschmack (?) pflegt oder sich aus politischen Gründen zusammengehörig fühlt, während im Westen die Nachbarschaft zweier Länder noch nicht bedeutet, dass man sich gegenseitig 12 Punkte verpasst. ^^
Dass der ESC nichts mehr mit guter Musik zu tun hat dürfte nicht erst seit gestern klar sein. Aber dieser Jahr schießt echt den Vogel ab (...)
Ich guck mir den Firlefanz eh nicht mehr an, daher kanns mich nicht jucken. Ich kann mich daran erinnern dass vor ein paar Jahren Scotter sich mal "beworben" haben. Die müsste man dahin schicken. Ob man ihre Musik mag oder nicht - sie sind erfolgreich und das nicht nur in Deutschland. Und allemal besser als so ein komisches gerupftes Huhn sind sie. Wobei..vielleicht sollten die ein Duett machen. "Dustin, the rainbow painted turkey on fire who knows how much the fish is". Oder so.
Lexi

Erinnern wir uns:
2000 Sieger: Dänemark (D: Stefan Raab)
2001 Sieger: Estland (D: Michelle)
2002 Sieger: Lettland (D: Corinny May)
2003 Sieger: Türkei (D: Lou)
2004 Sieger: Ukraine (D: Max Mutzke)
2005 Sieger: Griechenland (D: Gracia)
2006 Sieger: Finnland (D: Texas Lightning)
2007 Sieger: Serbien (D: Roger Cicero)
Die letzten 8 Jahre (Erstplatzierte Nation und - nur so zur Erinnerung
- der Interpret des deutschen Beitrags).
4 Sieger aus dem "Ostblock". 50%... bisschen wenig für mafiösen Einfluss finde ich.
die sollten in belgrad aufpassen dass da keine molotov cocktail schmeissenden hooligans auftauchen... "kosovo je srbija" dürfte das gebot der stunde sein.
andererseits mit ein paar mollies käme etwas "feuer" (sorry couldnt resist
) in diese dröge parade der halbnackten dauergrinser.
Wenn ich ein Musiker wäre und man mir die Teilnahme an Grand Prix anbieten würde, dann wäre das eine Beleidigung, bei den Nulpen und Flitzpiepen die da rumlaufen. 
Beim Eurovision Song Contest sollte wieder in der Muttersprache gesungen werden müssen.
Dann wär's doch viel lustiger.
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