In Los Angeles wurde gestern der wohl wichtigste Musikpreis des Jahres verliehen.
Los Angeles (thü) - Am Sonntag fanden die 55. Grammy Awards in Los Angeles statt, wie im Jahr zuvor wurde die drei Stunden-Show von Grinsebacke LL Cool J moderiert. In insgesamt 81 Kategorien wurde die Trophäe verliehen - aus deutscher Sicht reussierte nur die Deutsche Grammophon mit der besten Opernaufnahme des Jahres: eine Produktion von Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen".
Auf der Bühne drückten sich die großen Namen der Musikszene die Klinke in die Hand, etwa Elton John, Justin Timberlake, Jay-Z, Jack White oder Frank Ocean. Bruno Mars, Rihanna, Sting und die beiden Marley-Sprösslinge Damian und Ziggy widmeten dem großen Bob zudem ein Medley.
Song Of The Year
Die Indiepop-Band Fun. aus New York holte sich für "We Are Young", das so ziemlich auf jeder Radiostation in Dauerschleife lief, den begehrten Preis. Auch die Auszeichung für den Newcomer des Jahres ging an die Band.
Record Of The Year
Für die Aufnahme des Jahres werden nicht nur die Interpreten, sondern auch die Produzenten und Toningenieure ausgezeichnet. Dieses Jahr erhielten Gotye und sein Team den Preis für "Somebody That I Used To Know".
Album Of The Year
"Babel", das zweite Album der britischen Indie-Folk-Gruppe Mumford & Sons hatte bei den 55. Grammy Awards die Nase vorn.
Best Traditional R&B Performance
Dieses Mal durfte Beyoncé nur einen Grammy mit nach Hause nehmen - da stehen ja auch erst 16 der vergoldeten Auszeichnungen. "Love on Top" heißt die beste traditionelle R&B-Performance.
Best Rock Album
Die Black Keys mussten quasi gleich fünf Mal auf die Bühne. Einmal wegen "El Camino", dann zweimal wegen "Lonely Boy", Dan Auerbach wurde noch als bester Producer geehrt und zu guter letzt performten die Keys noch live.
Best Alternativ Music Album
Auch Gotye räumte doppelt ab. Mit "Making Mirrors" brachte der belgisch-australische Künstler noch das beste Alternative Music Album des Jahres heraus.
Best Rap Album
Der Rapper Drake ist stolz wie Bolle. "Take Care" ist das Rap Album des Jahres - und die nächste Platte soll schon diesen Sommer folgen.
Best Rap Song
Für den Hit "Niggas In Paris" wurden Jay-Z und Kanye West belohnt. Zusammen mit Frank Ocean und The Dream holte sich Jay-Z außerdem noch einen Preis für Best Rap/Sung Collaboration für "No Church In The Wild" ab.
Best Urban Contemporary Album
Odd Future Crew-Member, Frank Ocean wurde für "Cannel Orange" ausgezeichnet.
Und zum Schluss: Justins Live-Comeback
Mr. Timberlake und Jay-Z performen den Song "Suit And Tie" von Justins kommendem Album.
Und auch LL Cool J griff zum Ende der Show zum Mikro: Gemeinsam mit Tom Morello, Chuck D, Travis Barker und DJ Z-Trip gabs einen Tribute für den verstorbenen Beastie Boy Adam Yauch.
Ich finde die Black Keys irgendwie überbewertet. Solide Rock Band keine Frage aber dafür dass sie immer so krass in den Himmel gelobt werden sind sie etwas zu eintönig und haben garantiert das Rad nciht neu erfunden.
MTV, Oscars, Grammys und Co sind ja eigentlich alles eitle Kackveranstaltungen zur Selbstvermarktung der Cash Cows der Industrie. Naja, aber schön trotzdem für M+S als Best Album, den "Indie"-status sind sie dafür jetz wohl für immer los. Black Keys hätten für das beste Video ausgezeichnet werden sollen