- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Es war für Musikjournalisten im Januar 2009 eigentlich unmöglich, am Namen Glasvegas vorbei zu kommen. Zwar hatte bis eben noch kein Mensch irgendwas von den vier gehört, doch in so genannten "Sound of 2009"-Listen wurde einem das Debütalbum schon recht marktschreierisch um die Ohren gehauen.
Hohe Erwartungen sind nicht immer hilfreich. Im Falle von Glasvegas wundert man sich bereits nach wenigen Songs, wie andere Medien wohl darauf kommen, den in teuren Studios fein polierten Lofi-Sound der Schotten ins Verhältnis zu Oasis zu rücken, bloß weil auch hier dominante Gitarrenlinien im luftleeren Raum schweben.
Mal abgesehen vom dahin kriechenden "Stabbed", gehören vielmehr ein ordentlicher Dialekt und Phil Spector-Gitarrenwände aus einer längst vergangenen Zeit zum festen Bestandteil der neun Songs, die die Band um den ehemaligen Fußball-Profistürmer James Allan seit 2006 zusammen bastelt. Ungefähr zu dieser Zeit verhalf Alan McGee, der wiederum sehr viel mit Oasis zu tun hat, Glasvegas zum Sprung vom Geheimtipp aus dem Glasgower Arbeiterviertel Dumbarton zu einem der heißbegehrtesten Signing Acts Großbritanniens.
Bekanntlich machte Columbia das Rennen, und nur die Minderheit der früh Eingeweihten, die beispielsweise die Single "Daddy's Gone" des alten Glasvegas-Labels besitzen, wundern sich seither, wieso der ursprünglich kratzigere Bandsound nun in derart viel Hall ersäuft. Musste da etwa ein Image her?
In Songs wie "Flowers & Football Tops", "Go Square Go" und der Single "Geraldine" geht das Konzept jedenfalls auf: Die Band spielt äußerst routiniert ihre Stärken aus und kombiniert melodische Indierock-Nummern mit hymnischem Chorgesang, ohne in Plattitüden abzudriften.
Wie Jesus & Mary Chain ohne nervenaufreibende Feedback-Attacken, dafür mit U2-hafter 80s Panorama-Soundästhetik. Ihre viel beschworenen Rockabilly-Wurzeln scheinen jedenfalls irgendwo zwischen Dumbarton und New York verloren gegangen sein.
Wird das Tempo mal heraus genommen, macht Sänger Allan nämlich keine so gute Figur mehr. Sein prätentiöses, immer wieder brechendes und im schlimmsten Fall hoffnungslos wimmerndes Organ macht es schwer, Songs wie "It's My Own Cheating Heart That Makes Me Cry" oder in "Polmont On My Mind" am Stück zu ertragen.
Vielleicht müsste man verstärkt auf die als neue Working Class-Prosa gepriesenen Texte achten. Musikalisch ist bei Glasvegas aber nach relativ kurzer Zeit alles gesagt.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
Glasvegas - Glasvegas | Infos (Lieferzeit/Service) | €6,96 | €3,95 | €10,91 |
![]() |
Glasvegas - Glasvegas | Infos (Lieferzeit/Service) | €9,99 | €3,95 | €13,94 |
![]() |
Glasvegas - Glasvegas | Infos (Lieferzeit/Service) | €11,99 | €3,95 | €15,94 |
Nein, das Album ist klasse. Als ich heute im Auto aber auf einmal Material von der EP hörte, war ich auf der einen Seite enttäuscht, dass ich die EP nicht besitze und auf der anderen Seite hellauf begeistert, was für ein Potenzial in dieser Band schlummert.
Und jetzt heirate ich Kevin! 
Endlich mal ein Thread zu einem grossen Debut! (na ja... ich hätte ihn ja längst schon selber eröffnen können...
).
Grossartiges Album, grossartige Songs, und der Akzent beim Gesang ist ja sowas von grossartig. Wird bei mir ziemlich weit oben in den Jahrescharts stehen.
tracklist:
01. flowers and football tops
02. geraldine
03. it's my own cheating heart that makes me cry
04. lonesome swan
05. go square go
06. polmont on my mind
07. daddy's gone
08. stabbed
09. s.a.d. light
10. ice cream van
und aktuell ja die ep/ das minialbum raus:
01. careful what you wish for
02. fuck you, it's over
03. cruel moon
04. please come back home
05. a snowflake fell (and it felt like a kiss)
06. silent night / noapte de vis 
wirklich gelungenes album:
dabei war ich anfangs noch nicht so überzeugt von "geraldine". schön eingängig und so, aber beim zweiten hören hat's mich schon etwas gelangweilt.
völlig hin und weg bin ich dagegen bei "It's my own cheating heart that makes me cry"(was ein titel) und "Lonesome Swan"(viieel zu kurz!). absolut unvergessliche melodien und meines erachtens die schönsten songs auf diesem album. die drei songs danach "go square go", "polmont on my mind" und "daddy's gone" sind aber auch verdammt gut.
sicher, allan & co. haben das rad nicht neu erfunden. dafür haben sie zumindest sehr gut bei anderen bands geklaut. zum einen bei tjamc(v. a. die riffs) und bei den rock'n'roll größen der 50er(vom gesang her). james stimme überschlägt sich dabei ja gefühlte 50 mal die minute. sei's drum, mir gefällt's und ich finde die mischung einzigartig.
eher missfallen hat mir die länge der platte. es sind gerade einmal 10 songs, darunter ein song, bei dem man james text einfach mit beethovens mondscheinsonate unterlegt hat. außerdem hätten ein, zwei songs deutlich kürzer ausfallen können. ansonsten wirkt die platte wie aus einem guss. homogen, aber nicht eintönig. so soll es sein. 
4 Punkte
so!
Stabbed? Einer der miesesten Songs, den ich mir seit langem antun musste.
I'm gonna get stabbed
The baltic fleeto,
Are up my arse...
No cavalry
Could ever save me
I'm gonna get stabbed
I'm gonna get...
You don't want to stab me
'Cos you don't know my family
I'm top man from birming-japan
You don't want to stab me
You don't want to...
und du willst mir hoffentlich nicht weis machen, dass du auf dem Album gehaltvolle Worte gehört hast?
Klar, Lyrics muss man nicht überbewerten, aber alles hat seine Grenzen und wenn der Sänger die dann noch so vorträgt ...
ok, das echt übel.
andererseits ist da dieser song, wo es um mord geht und james am ende "you are my sunshine" singt. auch typisch schottische riten werden da erwähnt. das ist zumindest nicht ganz banal oder gewöhnlich.
zum glück versteht man aber meist eh nicht viel von den texten. da hält die wall of sound ja gut gegen. 
der text von s.a.d. light mutet zumindest poetisch an:
Winter blues no love for you
Seasons change in a gothic way
10, 000 lux to light us up
In these winter nights if I'm wandering all alone
I'll turn on my S.A.D. light
As I'm staring at Alpha Centauri
All I can see is low it's glow seems so far
How did I get to this point of things playing
So heavy on my heart
Twinkle little star
How I wonder what you are
I'll turn on my S.A.D. light
wobei - richtig anspruchsvolle lyrics sind das natürlich nicht.
Es geht doch immer um die Definition von Mainstream. Und gerade diese hat sich doch durch Youtube, Myspace etc. komplett verschoben. Über die Manipulation von Youtube etc. möchte ich in diesem Zusammenhang aber garnicht sprechen. Wer den Zahlen noch wirklich Glauben schenkt, muss sich eh für nichts mehr rechtfertigen 
gerade durch youtube und myspace sind glasvegas noch mehr dem mainstream zuzuordnen. genauer: speziell diese beiden plattformen vereinfachen es doch immens, eine band dem mainstream näherzubringen.
kann deine argumentation nicht nachvollziehen.
ich habe mich lediglich daran gestoßen, dass der schlaumeier da oben meinte, die band wär ja nicht mainstreamgeeignet, ergo mehr so der untergrundshit (er kennt sie ja auch schon ne weile, ne).
jedenfalls.. scheißband 
guter Artikel
schön zu sehen, dass es noch Kritiker gibt, die Glasvegas als das erkennen was sie sind: Mittelmaß
"Geraldine" ist ja ein ganz netter song, aber mehr auch nicht und der rest des Albums erschließt sich mir auch nicht als die Spitzenklasse, die vom NME-Magazin erkannt worden sein soll
nicht jeder Hype ist gehaltvoll
die rezension von herrn schuh trifft den nagel auf:
viel musikalischer pathos und bombast ... erinnert mich irgendwie an das schlechteste, was die 80er zu bieten hatten. die stimme geht mir innerhalb kürzester zeit total auf den wecker ... ne, nicht meine band.
hones:" src="/grafiken/smiles/phones.gif" />
Format
Homepage: