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"Musik des Weltalls und Musik der Meister / Sind wir bereit in Ehrfurcht anzuhören / Zu reiner Feier die verehrten Geister / Begnadeter Zeiten zu beschwören." Vom Pennäler verachtet, vom Feuilleton geliebt: Das Glasperlenspiel von Hermann Hesse.
Dass gerade zwei 20-Jährige diesen Namen mitsamt Zeilen und Versen verfallen sein sollen, mutet daher umso erstaunlicher an. Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg heißen diejenigen, die sich nun aufs Glasperlenspiel berufen. Und das mit synthetischen Klängen.
Einige Male schwappte sie schon zu uns herüber, die vermeintlich perfekte Welle und spülte Bands wie etwa Juli und Silbermond an. Einige überstanden das, andere machten sich nichts daraus, manche nahmen es gerne an.
Dieses Duo entfacht nun keine neue Welle, aber vielerorts eine Wallung. Beispielhaft steht dafür ein beachtlicher vierter Platz beim BuViSoCo mit dem Hit "Echt". Stolz war das Ländle Baden-Württemberg auf seine musikalische Vertretung. Keine Frage, dass mit diesem Achtungserfolg Charts und Bestsellerlisten nicht lang auf sich warten ließen.
Mit intellektueller Musik jedenfalls punktet "Beweg Dich Mit Mir" genauso wenig, wie die Platte für Bewegungslegastheniker geeignet ist. Muss es ja auch nicht, schließlich geht es um den großen (Zitat-)Pop. Als ob man ihn herbeirief, geht auch Grönemeyer hilfreich zur Hand. "Mach dir keinen Kopf, komm tanzen", sang der alte Schlauberger weise. Und so verhält es sich hier - nichts schlägt über die Stränge, alles wabert im Gleichmaß. Das kann auf dem Tanzparkett berauschend wirken, in der Nüchternheit des Alltags geht dieser Effekt jedoch verloren.
Apropos Wirkung. "Und ich kann es noch gar nicht so richtig glauben / Doch du stehst hier direkt vor meinen Augen / Ich will, dass es zwischen uns nicht nur so ein Effekt ist / Ich will, dass das alles hier echt perfekt ist", gellt die überschwängliche Carolin. Wo sie sich diese Weisheit in "Echt" geborgt hat, ist nur schwer zu ahnen. Wohl eher beim Arztroman als bei der Weltliteratur.
Weil wir schon beim Zitat sind: "Monotonie ist wie ein Schuss ins Knie". Irgendwie flach, dieser Satz, aber doch wahr, wenn man von Liedern wie "Ich Bin Ich", "Freundschaft" und "Magnetisch" schwer getroffen wird.
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Um ehrlich zu sein find ich den Namen irgendwie gut. Muss mir die Musik ja zum Glück nicht anhörn.
immerhin hat der name mit hermann hesse einen hintergrund, der etwas aussagen mag.
trotz allem empfinde ich die zwei als gruselig und mag mir ihre musik nicht mal anhören.
selbst wenn es die tollste band der welt sein mag, diese deutschsprachigen musikkapellen der letzten jahre bringen mir mittlerweile ausschlag, bevor ich nur die erste note höre.
und die 0815 titel der lieder lassen auch die vermutung zu, dass außer dem bandnamen keine große verbindungen zu hesse bestehen.
Zuerst sollte das Album ja angeblich "Beweg Dich in mir" heißen - von wegen der Zielgruppe und so. Da haben bei Mutti Polydor aber wohl ein paar Leute kalte Füße bekommen.
Was soll das denn für ein Review sein? Konnte die Musik nicht mit mehr als "...mit synthetischen Klängen" beschrieben werden?
Grundsätzlich finde ich es schlecht wenn der Sänger kein Instrument spielt. Wenn eine 20 Jährige sich selbst noch nicht gefunden hat ist das Ihre ganz persönliche Story, dass bildet kein Fundament für einen Lösungvorschlag. Der Sog der Pubertät sollte mit 20 schon geschlossen sein.. finde dein Ego meine Liebe aber bitte veröffentliche keine Songs. Ich schäme mich zutiefst dafür, dass Ihr euer Kapital in ein halbgares Werk gesteckt habt. Bitte sammelt Erfahrung und entwickelt eine leidenschafft...
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