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Altmeister GZA liefert mit dem Compilation-Album "Pro Tools" altbekannte Klänge aus dem Wu-Tang-Universum. Angesichts wachsender R'n'B- und Pop-Einflüsse im aktuellen Hip Hop klingt das zwar angenehm straight, zeugt allerdings im Vergleich mit früheren Veröffentlichungen kaum von Entwicklung. Die lyrisch hochwertige Performance sucht nach wie vor ihresgleichen, aber musikalisch kommt ziemlich schnell Langeweile auf.
"All I need is a beat with a continuous loop, and a live vibe, that’ll hypnotize like the flute," beschreibt das Wu-Tang-Gründungsmitglied die Zutaten für seine Musik auf "Alphabets". Ein Hinweis auf eine reine Rap-Platte, die ohne eindrucksvolle Instrumentals auskommen will. Das Potential dafür ist auch vorhanden, nur rutscht die Kontinuität der Beats hier und da in Monotonie ab, was statt zu hypnotisieren eher einschläfert.
"Intromental" versetzt in schläfrig-entspannte Stimmung, was hier allerdings am harmonischen Sound liegt und nicht an eintöniger Produktion. Das folgende "Pencil" gehört zwar auch zu den weniger mitreißenden Tracks, aber der hauseigene Clan-Produzent Mathematics rüttelt einen wieder wach. Ungetrübte Freude kommt erst bei Songs wie "Groundbreaking" und "7 Pounds" auf.
Auf Letzterem versorgt Black Milk seinen Kollegen mit einem wesentlich melodischeren und komplexeren Instrumental, und animiert ihn damit zu ungewohnt dynamischen Flows. Die Hoffnung auf mehr wird allerdings von der nervtötenden Gitarre auf dem folgenden "0% Finance" sofort wieder zunichte gemacht. Schon nach ca. 20 Sekunden drückt man wie automatisch den Skip-Button, und bekommt auf "Short Race" düster-depressives Storytelling vorgesetzt. Eine Geschichte über einen Jungen mit drogensüchtiger Mutter und ohne Vater der zum Kleinkriminellen wird. Ein alter Hut, der von der Atmosphäre leben könnte, die aber nicht so richtig aufkommen will.
Das von RZA produzierte "Paper Plate" gibt da schon wesentlich mehr her. Der G-Unit-Diss ist zwar minimalistisch eingespielt, klingt dafür aber umso stimmungsvoller. Zusammen mit GZAs überragender Battle-Performance kommt so einer der besten Tracks des Albums. Zustande. Leider will die zweite Hälfte des Albums nach diesem Hammer nicht mehr so richtig zünden. Die Streicher auf "Firehouse" gehen zwar gut ins Ohr, aber die Lyrics schleppen sich scheinbar endlos lang dahin.
Auch das Sample auf "Path Of Destruction" klingt ganz viel versprechend, nervt dann aber nach kurzem Reinhören dank konsequenter Wiederholung. Selbst RZAs zweiter Streich klingt lediglich wie das Intro eines Tracks, der kurz davor ist so richtig loszulegen - tut er aber nicht.
Unterm Strich hinterlässt "Pro Tools" einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits ist deutlich zu hören, dass GZA den Namen Genius verdient, weil er außergewöhnliches Talent durch viel Arbeit in mehr als guten Rap verwandelt. Aber der teils zu eintönige musikalische Hintergrund verhindert leider, dass man diesen Umstand wirklich genießen kann.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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GZA - Pro tools | Infos (Lieferzeit/Service) | €6,95 | €3,90 | €10,85 |
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Gza - Pro Tools | Infos (Lieferzeit/Service) | €15,99 | €3,95 | €19,94 |
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Pro Tools | Infos (Lieferzeit/Service) | €16,99 | €3,00 | €19,99 |
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Gza - Pro Tools (Instrumentals) | Infos (Lieferzeit/Service) | €19,99 | €3,95 | €23,94 |
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