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"Well do ya do ya do ya wanna?", fragen Franz Ferdinand und nach kurzer Eingewöhnungszeit lautet die Antwort auf die Frage im Bezug auf ihr zweites Album eindeutig ja. Auch wenn sie behaupten, "And the Kunst won't talk to you", so ganz richtig liegen sie mit dieser Aussage nicht. Denn eine Kunst ist es ganz sicher, einem umwerfenden Debüt einen fast ebenbürtigen Nachfolger hinterher zu schieben.
Der smarte Vierer gibt sich abermals der Herrschaft des mächtigen Grooves hin. Die laute Proklamation "I want a car, I want a car" birgt eine logische, aber auch gefährliche Kosequenz in sich. Wer sich dem Risiko aussetzt, wild umher wirbelnde Song-Granaten wie "This Boy" im eigenen Schlitten anzuhören, muss damit rechnen, früher oder später an der nächstbesten Betonwand zu enden. Zu hoch ist das Fußzuck-Potenzial, mit dem energisch zwirbelnde Melodien über einem Rhythmus-Fundament durch den Äther stampfen.
Das Raumschiff Franz Ferdinand zieht nahezu im selben Orbit um den Groove-Planeten, in den sie vor eineinhalb Jahren einschwenkten. Zart angedeutete elektronische Spielereien verändern die Flugbahn um eine kleine Nuance. Auch im Rhythmus-Nachbrenner sammelt sich exquisiter Rückstand. Eine Lennon/McCartney-Ballade der Marke "Eleanor Put Your Boots On", akustisch getragen von Gitarre und Piano, schüttelt sich der beste Songwriter nicht einfach mal so aus dem Ärmel. Sehnsüchteleien und romantisch-kitschigen Sternenguck-Soundtracks schreiben die Schotten also auch. Schön. Einen Punkt mehr auf der Sympathie-Skala.
Sich wild abwechselnde Tempowechsel und filigran ausgearbeitete, gegenläufige Melodien lassen den Zuhörer nicht zur Ruhe kommen. Plumpe Einfalt hört sich anders an. Franz Ferdinand haben zwar die Eingängigkeit für sich gepachtet, ebenso bereitwillig geben sie sich aber einer Verschachtelung und Sperrigkeit hin, mit der die Songs ausgestattet sind. Sogar eine ungewohnt lüsterne Aggressivität schimmert durch die "night of our lives" von "Evil And A Heathen".
Hits galore purzeln wie überreife Früchte von den Bäumen. Deren Aufprall - vor allem auf dem Tanzboden - ist kaum zu überhören. Mit ein Grund, warum Franz Ferdinand nach wie vor zu den interessantesten Bands zählen, die die Musikszene momentan her gibt.



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