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Lassen wir den Labelslang mal links liegen (die "Greatest Hits" sei "ein weiterer Meilenstein"). Hier geht es nämlich vordergründig vielmehr um anderthalb Jahrzehnte Foo Fighters.
Das Gründungsjahr bleibt mit einem tragischen Ereignis verknüpft: Kurt Cobains Tod und damit Nirvanas Ende. Dave Grohl und seine neue Band befreiten sich in der Folge beeindruckend aus dem übermächtigen Schatten: "Wie konnte diese Band nur so verdammt groß werden?", fragte sich Grohl bereits selbst. Soll heißen: Sechs Alben mit Platinstatus in den USA, sechs Grammys und so weiter und so fort.
Rechtfertigt diese amerikanische Erfolgsstory nun eine "Greatest Hits"? Grohl selbst ist damit weniger glücklich, wie er jüngst der BBC verriet. Sie komme verfrüht, schließlich stehe man noch voll im Saft. Man habe das Produkt aber vor Jahren vertraglich zugesichert und dies nun nicht länger herauszögern können.
Drei unveröffentlichte Tracks fügte das Quartett der Compilation als eine Art Entschuldigung bei (die der Special Edition beigefügte Videocollection pimpte Sony mit vier bereits bekannten Liveaufnahmen): Die beiden neuen Nummern "Wheels" und "Word Forward" wurden unter der Regie von Butch Vig im bandeigenen Studio in Los Angeles eingespielt.
Letzteres bleibt in der Foo Fighters-typischen, auf Dynamik ausgerichteten Dramaturgie: Mitgrölalarm auf Profi-Niveau. "Wheels" geht die Sache entspannter an und erinnert im Refrain an die Highway-Atmosphäre Tom Pettys: Schöne Nummer, die - passend zum Text - live erstmals zu Ehren US-amerikanischer Kriegshelden gespielt wurde.
Nicht nur in den Refrains sind die beiden neuen Tracks gewohnt stark geraten - auch wenn sie an die Durchschlagskraft von "All My Life" und "The Pretender", das hymnische Moment von "Best Of You" oder das ungestüme "Everlong" nicht ganz heran reichen. Letzteres liegt der "Greatest Hits" noch als dritte unveröffentlichte Nummer in der von Konzerten bekannten Akustikversion bei - allerdings geht Grohl hier solo zu Werke.
Ansonsten stehen Bandklassiker "Monkey Wrench", "My Hero" oder "Breakout" neben einigen eher selten zitierten Stücken ("Skin And Bones") sowie einigen älteren Tracks ("Big Me", "This Is A Call"). Wie immer man die Trackauswahl bewerten mag, eines lässt sich hier in jedem Fall nachprüfen: Niemand braucht sich über den Erfolg der Foo Fighters wundern. Dave Grohl schon gar nicht.
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erst bei biffy und jetzt bei den foos, wobei ich dir in diesem fall zustimmen muss, was wheels angeht 




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