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Wut ist hip. Wir malen Plakate, wir echauffieren uns, uns entfährt ein #aufschrei nach dem nächsten. Wir sind Wutbürger. Die ganze Welt ist so wütend, dass sich sogar die zahmen Foals davon anstecken lassen. Denn auch die sind jetzt wütend, sie schreien und grölen. "Inhaler", die erste Single zum dritten Album, tönte so laut und rau, dass manch einer erschrocken zurückwich. Sänger Yannis schreit seine innere Enge weg. Noch vor ein paar Jahren hätte er sie weggeweint.
Aber keine Sorge. Die beißen nicht. Breite Gitarrenwände machen noch lange keine ungestüme Rockband aus den Indiejungs. Dafür frickeln sie immer noch viel zu gerne an ihren Saiten herum, da bleibt alles beim Alten.
Und überhaupt: so konsequent sind sie gar nicht. Schon bei "My Number" bröckelt die Fassade der ungezähmten Wildfohlen, die sie mit verzerrten Gitarren mühsam in den ersten zehn Minuten aufbauen, von ihnen ab. Von Enge ist nichts mehr zu spüren, jetzt dominiert wieder die Liebe. So weich und leicht wie sie auch plötzlich wieder der Klang. Hier erinnern sie wieder an ihr altes Selbst, das ganze alte, beinahe zu "Cassius"-Zeiten.
Was den Foals immer zugute gehalten wird, ist ihre stetige Entwicklung. Vom nervösen Discopop der "Antidotes"-Platte bewegten sie sich hin zu melancholischen Schichtklängen auf "Total Life Forever". Auf "Holy Fire" vermengen sie beides und klingen in manchen Momenten so perfekt nach der Fusion, als hätten sie sich endlich gefunden ("Providence"). Tanzbarkeit wie zur leichten "Antidotes"-Zeit und der flehende Gesang der schweren "Total Life Forever"-Momente, dazu die großen Gitarrentöne der jüngsten Zeit – wer die Foals kennen lernen will, der möge diesen Song hören.
Manchmal aber verlieren sie ihren Weg wieder. Gerade in der Mitte scheinen sie nicht ganz zu wissen, wo sie hinwollen. So ziehen sich Tracks wie "Out Of The Woods" in die Länge, da sie ohne rechte Melodieführung gleichförmig vorbeischweben.
Dabei sind starke Melodien eigentlich ihre Paradedisziplin. Ob es der konträre Basslauf in "Late Night" ist, der mit all seiner Lockerheit gar nicht recht in das schwere Stück passen will und gerade deswegen so schön heraussticht, oder der bescheidene, natürliche Klang aus "Stepson". Auch hier schwummert der Synthie – "Spanish Sahara" lässt grüßen.
Am Schluss werden sie wieder ganz versöhnlich ("Moon"). Die Wut des Anfangs ist vorbei, Die Foals werden ihre Liebe für schwere Melodien nie verlieren. "Holy Fire" ist ein Album, das Blut und Wasser schwitzt, das laut beginnt und leise endet. Angeblich beschreibt Yannis die dritte Platte als "das Delta, Voodoo, der Sumpf, Sexualität, byzantinische Ikonografie und Musik, zuckersüße Rhythmen, die Berge, der Abgrund, der Niedergang von Bienenvölkern, Hip-Hop und Stoner Rock." Was war das mit den Bienenvölker? Was auch immer. "Holy Fire" ist nicht mehr und nicht weniger als der Entwicklungsprozess einer schon immer bemerkenswerten Band – gepresst in 50 Minuten.
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ich liebe dieses album, finde es noch besser als seine vorgänger. mit amok und arc bisher das highlight des jahres für mich. (james blake und woodkid folgen hoffentlich noch)
Endlich die Foals und dann nur 4 Punkte?! Wenn die Frau Rezensentin es besser kann, soll sie selber ne Platte aufnehmen! #Neid Vielleicht sollte Laura WEINERT mal besser recherchieren und weniger WEINEN, Foals sind nämlich total liebe Jungs!
Zurück zur Ernsthaftigkeit: Hab das Album noch nicht komplett gehört, aber bisher würde ich den 4 Sternen zustimmen. Inhaler und Late Night z.B. sind ziemliche Übersongs, My Number macht Spaß, gerät aber doch recht konventionell. Was ich sonst noch so gehört hab, ist nicht wirklich im Kopf geblieben, wird noch ein paar Durchläufe brauchen.
Vielleicht sollte ich auch erstmal wieder von Total Life Forever runterkommen, welches für mich die Messlatte einfach zu hoch setzt. 
Die Rezension find ich nicht sonderlich stark, die Platte aber schon. Ne gute 4/5.
Hab mir das wunderschöne Boxset vorbestellt. Klasse!
Ich hab das Album vor allem aus lauter Euphorie über die drei vorab veröffentlichten Tracks Inhaler, My Number (!) und Late Night vorbestellt. Leider kommt der Rest des Albums nicht ganz an die Klasse dieser Tracks heran. Teilweise plätschert es sogar ein bisschen belanglos vor sich hin, es wirkt manchmal wie eine Imitation von Total Life Forever, ohne dessen Intensität zu erreichen. Ich hätte es schön gefunden wenn sie tatsächlich ein bisschen mehr gewagt hätten, so wie sie es Yannis vorab in den Interviews ja angekündigt hatte und es anhand Inhaler auch zu erhoffen war. So ist das jetzt zwar ein ordentliches Album, mehr aber auch nicht. 3/5
Milk Black Spiders ist vllt. mein liebster Track von denen und die beiden Endtracks sind ein toller Kontrast zu dem Anfang, aber der Mittelteil ist irgendwie unschlüssig, irgendwie... pupsig. Ja, das ist das Wort, das ich suchte. Pupsig. 4/5
Hä? Wenn irgendwas von "Spanisch Sahara" abgekupfert ist, dann wohl "Late Night"!?
Hm ... ich weiss nicht warum, aber ich hätte mir irgendiwe mehr von der Kritik erhofft. Ich mein es ist schon fast 2 Wochen her seit die Platte erschienen ist. Find ich ungenügend. Na ja... Die LP is super, hört sich flüssig weg, Melodien sind angenehm und es baut sich Atmosphäre auf. Für mich kommt das mit den beiden Vorgängern gleich, somit würde ich 5/5 geben. Hab's gekauft und bereue es nicht.
Gefällt mir ausgesprochen gut, besonders Inhaler und My Number, Milk und Black Spiders ist nicht ganz mein Ding, dafür reißt Late Night alles wieder raus. Geiler Song 
Muss mich vielen der anderen Kommentatoren anschließen - 3 Übersongs, wobei mich persönlich eine Platte ganz im Stil von "Inhaler" wohl sehr viel mehr begeistert hätte.
Der Mittelteil des Albums wirkt häufig wirklich unausgegoren, und trotz gut 7-8maligem Hören fühlt es sich immer noch an, als sei das Pulver mit "Inhaler" gleich zu Anfang verschossen worden - zumal die Songs, die sonst noch gut sind (z.B. eben "My Number"), stilistisch in eine ganz andere Richtung gehen.
Dennoch, um das hier nicht zu negativ klingen zu lassen: Foals haben jetzt hintereinander 3 durchaus brauchbare Alben gebracht und bleiben für die Zukunft absolut spannend. Allein eine solche Konstanz in musikalischer Qualität plus die vielbeschworene Weiterentwicklung machen sie zu einer wirklich außergewöhnlichen Erscheinung im derzeitigen britischen Indie-Zirkus.
die muss man öfters hören...bis jetzt sehr durchwachsen
Einige Bombensongs sind drauf - aber so Langweiler wie Everytime (trotz nettem Neo-Psychedelica-Einschlag). Vier Punkte ohne Frage - darüber braucht man wohl kaum diskutieren. Hier wird aber auf hohen Niveau gejammert - nennt mir mal ein Album 2013, das besser ist. Lass mich gerne überraschen.
Sei jetzt mal dahingestellt ob diese Platten wirklich besser sind als die neue Foals, jedenfalls ist das Jahr auch noch jung und selbst wenn in den bisherigen acht Wochen auf dem Indierock-Sektor noch nix besseres releast wurde, macht das Holy Fire auch nicht zu einem Meisterwerk. Jammern tut ja auch niemand, ein ordentliches Album ist es auf jeden Fall.Hab gesehen, dass es bei Spotify drin ist und werd es mir dort mal in Ruhe anhören - die Review liest sich aber schonmal gut.
By the way: Bin ich der einzige, der das neue Album von My Bloody Valentine total verpasst hat? :O
Und warum gibts noch keine Review?
http://www.mybloodyvalentine.org/
komische Zeit für die Art Kommentar und sicher nur meiner derzeitigen Insomnie geschuldet... aber beim Lese der Kommentare ist mir aufgefallen, dass in diesem Thread FAST jeder gepostet hat, den ich auf laut.de gern lese (außer jenzo, Dude... Die anderen, die ich hier noch gern lese, hören aber ganz sicher nicht foals...).
Gleichzeitig aber definitiv noch NIEMAND, der mir regelmäßigere Besuche hier durch seine/ihre Kommentare vermiest... episches Gefühl, muss das gleich in den Kalender eintragen...

so fasse mal noch die Konkurrenz zusammen - ausschließlich Rock/Indie:
- Foxygen (schlechteres Tame Impala 2-3 Punkte)
- Biffy Clyro (3 Punkte)
- I Am Kloot (2-3 Punkte)
so woanders habe ich nicht reingehört. Das MBV-Teil - wundert mich auch, dass das hier "verloren" ging. Selber noch nicht reinhören können. Aber war noch nie so der Fan von Shoegaze.
ich persönlich finde dieses Album verdammt gut, mir gefallen vor allem "Late night" und "Milk Black Spiders, jedoch gibt es von mir dennoch im Moment nur 4/4,5 Sterne, weil ich das Album einfach schwächer finde als Total Life Forever und Antidotes, Kein Track, außer die oben genannten, hat mich bis jetzt im gleichen Maße wie Spanish Sahara, Black Gold, After Glow, Blue Blood, Alabaster, Heavy Water, Two steps twice oder wie Red Socks Pugie begesitert. Bis jetzt finde ich alle "gut", aber eben nich hervorragend,
vielleicht kommt das ja auch noch
nee 2 Trees ist auch meiner Lieblinge hatte ich vergessen zunennen (:
Also auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger, auch wenn Total Life Forever nicht ganz erreicht wird. Allerdings fand ich persönlich die zweite Hälfte von TLF eher etwas langweilig, die ersten vier Songs sind allerdings kaum zu übertreffen, da ist das ganze auf dem neuen Album etwas ausgeglichener, wenn auch auf etwas niedrigerem Niveau meiner Meinung nach.
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