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Die Nu Metal-Youngsters haben Grund zur Freude. Drei Jahre nach ihrem erfolgreichen Album "Fallen" melden sich Evanescence mit "The Open Door" zurück. Wie man schon nach der Vorab-Single "Call Me When You're Sober" vermuten konnte, verfolgen Evanescence auf ihrem aktuellen Album jene Strategie, die sie anno dazumal von einem Tag auf den anderen berühmt gemacht hat.
Amy Lee singt sich auch diesmal durch epische Songs voller Leidenschaft und einem Touch Gothic. Konsequent behalten Evanescence das Konzept bei, ausschließlich über ein melancholisch-tragisches Spektrum aus unerfüllter Liebe und schmerzhaften Trennungen, verzehrenden Leidenschaften und verletzten Gefühlen zu erzählen. Das drückt sich wie gewohnt in emotionalen Songs aus, die oftmals doch etwas zu viel Pathos aufweisen.
Im Spiel aus Verzweiflung, Trauer und Schmerz wechseln sich harte Gitarrenriffs mit spielerischen Pianopassagen ab, intensive und schwere Momente ergänzen sich mit zartfühlenden und sanften. Wobei auffällt, dass die Stromgitarren hier ziemlich in den Hintergrund treten. Klavierklänge leiten "Call Me When You're Sober" ein, bevor den Song fette Gitarren und Amys fast soulig anmutende Stimme tragen.
Während der erste Teil von "The Open Door" auf powervolle und kickende Songs setzt, dominieren in der zweiten Hälfte gefühlvolle Balladen. Amy Lee lässt dabei ihre Stimme spielen. In "Snow White Queen" haucht sie zu Beginn sentimental ins Mikro, um im nächsten Moment ihr kraftvolles Organ ausbrechen zu lassen.
Mit der nicht selten auftretenden Pianountermalung erweckt sie manchmal den Eindruck einer Barmusikerin. Im Song "Lacrymosa" übermitteln zarte Klaviermelodien und ein emphatisch singender Frauenchor tragische Gefühle, die Sängerin noch verstärkt. "Lithium" ist eine bedrückende Ballade, die sich so sanft über einen hinweg bewegt wie ein Unheil versprechender Windhauch. Irgendwann fällt dann leider auf, dass so viele von Herzschmerz geprägte Balladen auch ermüdend wirken.
Der Gesamteindruck ist trotzdem ein Guter, der vor allem aufgrund von Amy Lees Stimme zustande kommt. Übrigens ist dieser 'Soundtrack To Your Herzschmerz' in ein sehr ansprechendes Booklet eingebettet. "The Open Door" eignet sich für solche Stunden, in denen man die Muße hat, über die Wirrungen und Verwirrungen seines Liebeslebens nachzudenken. Gerade deshalb liegt man wahrscheinlich nicht ganz falsch, damit zu rechnen, dass Evanescence auch diesmal ein breites Publikum ansprechen werden.
Logisch, dass sich dieses wohl vorwiegend aus Zuhörern rekrutiert, die sich in einem Abschnitt ihres Lebens befinden, in dem man naturgemäß öfter über diese Dinge sinniert. Außerdem ziehen sie mit ihrem düsteren Gothic-Image und den doch eher soften Nu Metal-Riffs wieder genügend Anhängerschaft unter jenen an, die ein solches Düsterimage anstreben, musikalisch aber doch auf Nummer sicher gehen wollen.
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Iiiih. Evanescence. Langweilig. Bäh. Seelenlos. Psuedo-Rocker. Viel zu kommerziell. Mies. Schrott. Wo is mein Butterbrot?
Amy Lee und ihre Mannen müssen sich ständig mit ihren Kritikern auseinandersetzen. Auch die neue Scheibe wurde von einigen verrissen, auch wenn man einigen dieser Kritiken (z.B. der bei plattentests.de) anmerkt, dass da die Abneigung gegen die Gruppe zum Ausdruck gebracht, nicht aber die Platte bewertet wird.
Ein Fehler. Denn "The Open Door" räumt alle Fehler von "Fallen" aus dem Weg. Problemlos. Langeweile? Stellt sich nicht ein. Dem Massengeschmack angepasst? Hört auf! Gefühle? Oh ja. Sehr viele (soviel zum Thema seelenlos).
Amy Lee zeigt als Songschreiberin ihr ganzes Können. Titel wie "Sweet Sacrifice" oder "Weight of the World" sind nicht nur härter als das alte Material, sondern auch raffinierter, experimenteller.
Balladen gibt es auch. Oh ja. Und zwar ziemlich gute. "Lithium" zum Beispiel. Oder das wirklich sehr schöne "Lacrymosa" mit Mozart-Melodien. Bis hin zum fünfeinhalb-Minuten Abschluss "Good Enough".
Die Platte klingt deutlich reifer als der Vorgänger. Größer. Weiter. Dramatischer. Besser. Danke Amy!
kann mir mal jemand erzählen , was an dieser musick so toll ist? ich bekomme gänsehaut von dieser mucke...lol
gute platte. das gibt jetzt abzüge in der credibility, aber ich fand fallen schon ganz nett. die neue ist aber wesentlich besser und lässt die aktuelle lacuna coil ziemlich alt aussehen.
Ich mag Evanescence. Der Opener vom neuen Album ist der absolute Hammer, für mich ist die gute Amy sowas wie ein weiblicher Maynard James Keenan.
Die Gesangslinien sind streckenweise wirklich erstklassig, manche Songs versinken leider in Belanglosigkeit. Atmosphärisch aber in jeder Hinsicht top, zum Nebenbeihören optimal!
Achja, die Kritiken auf laut.de sind ohnehin nicht ernst zu nehmen. Als Beispiel einfach mal ein Zitat aus der Kritik zu "Fallen", dem Vorgängeralbum.
Auch textlich ziehen Amy Lee und Songschreiber Ben Moody alle Register. "My wounds cry for the grave / My soul cries for deliverance / Will I be denied Christ / Tourniquet / My suicide".
Interessant, da wollte der Rezensent wohl die Band schön lächerlich dastehen lassen. Zu dumm, dass genau diese Textzeile ursprünglich von Soul Embraced stammt und der ganze Song eigentlich ein Cover ist.
Mir persönlich ist es völlig egal, was irgendein Redakteur bei laut.de (ein paar kompetente gibt's ja) von einem Album hält, aber ich erwarte zumindest, dass die Kritik inhaltlich richtig, sachlich fundiert und einigermaßen nüchtern formuliert ist. Sonst disqualifiziert man sich nämlich selbst.
Abgesehen davon das ich die neue Platte gar nicht kenne und mit dieser Art von Musik sowiso nichts anfangen kann, kann ich ja wenigstens meinen Unmut zum Erstalbum Ausdruck verleihen. Die fand ich nämlich richtig zum kotzen.
Evanescence=Konsum und nicht gut.Garnicht. Finde ich.
Und bitte nicht sagen, dass Amy Lee der weibliche Maynard James Keenan ist, die beiden haben nun garbichts gemein. Da tut mir der Meister bald leid.
ja klar und cindarella ist der weibliche terminator
ja klar und cindarella ist der weibliche terminatorJaja, ich bin schon in der Schäm-Ecke.
Konsum und Kommerz kommen aufs Gleiche hinaus.
Hmpf wie soll ichs denn ausdrücken....
Ich denk mal der jeweilige Leser weiß, was ich meine.
ich hab das neue album zwar noch nicht, aber da mir der/die vorgänger von 'the open door' auch schon zugesagt haben werd ichs mir bald schenken lassen
leider scheinen hier n paar den thread nich ganz ernst zu nehmnen, also bitte: wenn ihr was gegen die musik oder die band habt, und nur spammen wollt dann RAUS!
so und nun btt
thnx, chey 

eine bekannte hat mir das album mal zum anhören ausgeliehen. ganz nett. mehr aber auch nicht. hört sich ein bisschen an wie "nightwish" für arme, sorry.
Fürs erste Album hab' ich mich bereits früher als bekennender Gutfinder geoutet, und habe mich auch sehr auf das neue Album gefreut.
Aber das läßt mich völlig kalt, und, ich gestehe: Noch gar nicht richtig von vorne bis hinten durchgehört. Die Songs angespielt...und da war bislang nichts, was 100 % gefiel. Klar: Toller Sound, toll eingespielt, aber - irgendwie so steril und lieblos. Im Moment tut mir das ausgegebene Geld dafür echt leid.
Im Laufe der Woche gebe ich dem Ganzen nochmal eine Chance auf voller Länge. Aber viel Hoffnung ist da nicht...
eigentlich sind evanescence richtig toll...ich hör die band seit 7-8 jahren....und dieses album hat mich total enttäuscht....das ist einfach nicht evanescence....schon alleine diese neue einstellung....
hmm... keine ahnung was hier manche unter musik verstehen^^
Die Platte is absolut HAMMER und na ja ok.. mit den alten alben kann sie für mich zwar nichtganz konkurieren,... dennoch..
..songs wie 'LITHIUM' oder CALL ME WHEN YOU´RE SOBER machen es echt wahnsinnig gefühlvoll!
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