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Trash as trash can! Jeden Mai trällert beim ESC mindestens ein Kandidat für die Gurke des Jahres. Hier ist die ESC-Kompilation des Grauens.
Konstanz (laut) - Der Eurovision Song Contest ist immer wieder für Überraschungen gut. Und zwar für negative. Jedes Jahr harrt man der Dinge, die da kommen mögen. Seitdem der Gesangswettbewerb den sperrigen Namen "Grand Prix D'Eurovision De la Chanson" abgeworfen hat, stieg die Peinlichkeitsdichte der Darbietungen noch rapide an.
Monströse Kostümierungen, gehirnreduzierte Performances oder schlicht üble Gesangsleistungen: Alles schon gehabt. Bevor wir uns aber ganz tief in die Geschichte des ESC-Fails stürzen, hier ein kleines Beispiel für einen der Kelche, die an Europa vorbeigegangen sind:
Mister Fisto – "Rein Und Klar, Wie's Früher War" (Vorentscheid Deutschland 1986)
Und nun, Ladies'n'Gentlemen:
Ja, soll ja witzig gemeint sein, aber bitte: Off Beat meets balla balla? Die Jungs von Kreisiraadio kommen daher wie zwei Besoffene am Vatertag im Endstadium. Fehlt nur der Bollerwagen.
"Sieben sieben allolo, sieben sieben eins zwei, sieben sieben allolo, eins zwei drei. Sieben sieben allolo, sieben sieben eins zwei, sieben sieben allolo, eins zwei drei!" Macht zusammen 98.
Im letzten Jahr nahm Dana International erneut am ESC teil und scheiterte zu Recht im Halbfinale. Wieso sie 1998 die Trophäe mit nach Hause nehmen durfte, ist im Rückblick vollkommen schleierhaft. Der Song: Ein Bummsbeat-Inferno. der Gesang: Ochsenfrosch im Delirium. Grausam.
Am 4. März 1977 gibt es in Rumänien ein Erdbeben, bei dem 1.500 Menschen sterben. Am 27. des selben Monats kommen bei einem Flugzeugunglück auf Teneriffa 583 Menschen ums Leben. Und am 7. Mai des Jahres kommen in London beim ESC mehrere tausend Menschen gerade noch so mit dem Leben davon, als sie diesen Griechen beim Singen lauschen mussten.
1999 ging der Preis für die beste singende Aerobic-Presswurst an Marlain aus Zypern.
Ketil aus dem Norden zeigte 1986, was an den Achtzigern so furchtbar war: Pastellfarbene Sakkos, Schulterpolster der Marke Arnold Schwarzenegger und Choreografien der Jazztanzgruppe Hintertupfing.
Ja, die Schweizer. Heutzutage müssen sie sich für alles und jedes rechtfertigen. Für ihre Banken, ihren Fluglärm, ihre fremdenfeindlichen Wahlkämpfe ... Alles recht und schön und geschenkt. Aber für das hier gibt es keine Entschuldigung: Sechs Flummis on Ecsatasy beim ESC 1987 in Brüssel.
So. Jetzt aber mal aufgepasst. Wers noch nicht wusste: Remedios Amaya bringt alleine mittels stierem Blick und Flamenco-Gejodel Hoden zum Schrumpfen. Wers nicht glaubt, schaue her, ab 3:45 gehts ab, Alda! Komischerweise gabs hierfür nicht einen einzigen schimmligen Punkt. Schleierhaft!
Irgendwie klingt das, als hätte es Hape Kerkeling gesungen. Aber ganz weit vorne: die Klamotten. Minikleidchen und Stiefelchen sind 2012 wieder ganz weit vorne und Haute Couture.
Die Vier Musketiere meets Geisha meets Shogun meets Muppet Show. Man weiß gar nicht, wohin man als erstes schauen soll.
That sounds vielleicht für Josh Dubovie good, aber den Rest Europas erinnerte dieses Liedchen in all seinen Facetten an einen Rick Astley für ganz Arme, und das will was heißen. Definitiv NICHT gerickrolled.
Jean Paul Gaultier soll die Kostüme für die Ansammlung an musikalischen Flachpfeifen designt haben. Da muss das Schneiderlein im Drogenrausch gewesen sein. Wer drauf steht, wie Franzosen die englische Sprache vergewaltigen, lausche hier.
Die Gewinnerin eines Britney-Lookalike-Wettbewerbes trat 2006 für Island an. Nach dieser Performance ging es mit der Kreditwürdigkeit der Banken des Landes rapide bergab. Noch heute hat Björks Heimat unter den Folgen zu leiden. Wenn zum Ende von "Congratulations" die Tante gesanglich abgeht wie Kater Silvester auf Helium, möchte man ihr eine kostenlose Geysir-Dusche gönnen.
"Dabeisein ist alles", dachten sich vier Trullas aus Mazedonien. Man stellt sich die Frage, ob das mazedonische Publikum beim dortigen Vorentscheid spontan das Gehör verlor, oder ob nur männliche Zuschauer mit Samenstau abstimmen durften. Manch ein Ton, der da erklang, wurde noch nie von einem menschlichen Ohr vernommen. Einzigartig.
Im Vorfeld des ESC 2002 wurde sie schon als Favoritin gehandelt. Warum nur? Ok, die Dame kann singen. Aber der Song bietet all das, was man eigentlich nicht hören will. Ein Text, gegen den Dieter Bohlens englische Verbal-Diarrhoe wie Shakespear-Sonette klingen und Ballerbeats, die ein Mickie Krause besser Produziert. Germany: 0 Points.
War mal bei DSDS. Pimperte später mit dem Produzenten David Brandes, der schon Vanilla Ninja verbrochen hat. Erkämpfte sich beim ESC 2005 mit vier Punkten den letzten Platz. "Run And Hide"? Aber hallo!
Alle Jahre wieder hauen die Briten so richtig einen raus. "Welcome aboard to this Eurovision Flight!" Da weiß man auf einmal, wo Flugangst ihren Ursprung hat.
In einem Hurricane aus gelb, rot und blau ging es für Österreich 1983 mit diesem Dingsbums sogar in die Top 10. "Ganz allein mit meinem Kummer, spazier ich durch die Straßen" singt einer der vier bunten Truthähne da. Froh sein konnten die Jungs, dass sie bei derlei Ausflügen durch den urbanen Dschungel nicht von der Polizei hops genommen wurden und so einer Einweisung in die Klapse vermeiden konnten.
Was? Dieser Beitrag wurde mit null Punkten Letzter? Kann man sich ja kaum vorstellen ...
"Hip hop the hippie the hippie to the hip hip a hop and ya don't stop!" Der Brite Daz Sampson ist real as fuck. Sieht man ja.
Stell dir vor, MeKaDo geben ne Party und keiner geht hin!
2009 kam der Wahnsinn aus Bulgarien. Krassimir Avramov bietet mit seinem Auftritt ein Fanal aus Feuer, Wallawalla-Klamotten, männlicher Kopfstimme und einer Prise gepflegten ESC-Wahnsinn.
Wer hats erfunden? Das Singen haben die Schweizer ganz sicher nicht erfunden! Piero und sein hysterischer Haufen zeigen auch, warum.
2000 startete in Israel ein großes Experiment. Man wollte einfach mal sehen, was dabei rumkommt, wenn man eine Bande rhythmisch minderbemittelter Nichtsänger zum ESC schickt. Voraussetzung: die Anwärter auf einen Platz in der Band Ping Ponng sollten die ganze Zeit mit den Armen fuchteln können. Das Ergebnis: immer noch besser als Frankreich und Belgien.
Dass Ralph Siegel auch heute noch eine Erektion bekommt, wenn er an seinen Sieg denkt, ist verständlich. Im Rückblick erscheint der von ihm geschriebene Song wie die musikalische Vorwegnahme der "geistig-moralischen Wende", die im September des unglückseligen Jahres 1982 dann auch tatsächlich kam.
Lou kann eigentlich nix dafür. Wollte halt auch mal im Rampenlicht stehen. Dass sie gegen einen Titel ankämpfen musste, der den Begriff "fremdschämen" in eine neue Dimension katapultiert, kann man ihr nicht ankreiden. Der Siegel wars ...
Hey, Verka Serduchka ist groß! Selten wurde eine politische Botschaft so behämmert präsentiert. Großes Kino.
Also Nicole is mit das schlechteste was es je gegeben hat? Ihr habt nen Vogel, demjenigen oder derjenigen die diese scheiss Liste verbockt hat gehört der Ralph Siegel 25 Stunden um die Ohren gehaut, bis nur noch Fetzen davonhängen...
@SAREK: Ich hätt' gern gesehen, wie jemandem Ralph Siegel 25 Stunden lang um die Ohren gehauen werden, bis von ihm nur noch Fetzen davonhängen ... kostet das Eintritt?
Ähm
@topic:
Es gab doch mal diese Mädchengruppe "Megasüß", muß dicht vor der Jahrtausendwende gewesen sein. Die hatten so einen Supertitel "Ich habe meine Tage" in der deutschen Vorausscheidung (selten war eine Bezeichnung treffeder gewählt) ... den vermisse ich in der Liste.
Gru
Skywise
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