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Buchmachers Liebling Loreen gewinnt deutlich. Roman Lob singt Deutschland auf einen achtbaren achten Platz.
Baku (aml) - Schmeißt die Windmaschinen an! Ganz Europa rückte gestern Abend für das große Finale des Eurovision Song Contests zusammen, um seine jeweiligen Landesvertreter anzufeuern. Auch, wenn die meisten Vorführungen schon in den beiden Halbfinalshows dargeboten wurden, konnte man sich auf ein buntes Spektakel aus der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku freuen.
Das eine schwedische Sängerin namens Loreen letzlich den ersten Platz belegte, war schon weit im Voraus vermutet worden. Schade eigentlich, dass eine klassische Schweden-Dancepop-Nummer gewonnen hat. Schließlich gab es dieses Jahr einiges an musikalischer Vielfältigkeit zu bestaunen.
Nach sowohl traditionellen als auch futuristischen Tanzeinlagen ergriffen die beiden Moderatorinnen, ganz in Weiß, das Mikrofon. Der ebenfalls zur Eröffnung aufgetretene Eldar, noch etwas außer Atem von seiner erneuten Darbietung des letztjährigen Siegersongs, gesellte sich etwas später dazu. Zusammen eröffneten sie die groß angelegte Musikveranstaltung unter dem laut verkündeten Motto:

Engelbert Humperdinck
Der elegante Brite, der mit seinem Lächeln wohl alles an den Mann bringen könnte, präsentierte seinen Song "Love Will Set You Free" in altbekannter Schnulzenmanier. Dass er laut Kommentator leider "noch nie hip war", bestätigte sich in seinem weniger glorreichen vorletzten Platz.

Compact Disco
Nur einen Platz weiter vorne landete die ungarische Musiktruppe mit ihrem 80ies-Pop-angehauchtem "Sound Of Our Hearts". Lag vielleicht auch an ihrem mäßigem Wiedererkennungswert.

Rona Nishliu
Die von vielen als "Schreihals" abgetane Sängerin überzeugte mit einer glasklaren Performance ihres inbrünstig-balladesken Songs "Suus" und landete überraschend auf dem fünften Platz.

Donny Montell
Obwohl man vor diesem altbackenen Mix aus Oper und Disko vielleicht wirklich die Augen verschließen möchte, reichte "Love Is Blind" für einen mittelmäßigen Platz 14.

Maya Sar
Im düsteren Transylvanien-Style trat die Bosnierin mit einem sowohl selbst geschriebenen als natürlich auch selbst vorgetragenen "Korake Ti Znam" vor dem Millionenpublikum auf und holte den 18. Platz.

Buranowski Babuschki
Wer hätte das gedacht? Naja, wohl jeder: Die älteste Gang des Contests traf zwar bei weitem nicht alle Töne, doch das "Party For Everybody" saß perfekt. Silber für Russland!

Greta Salome & Jonsi
Eine Violinistin des isländischen Sinfonieorchesters trat mit ESC-erprobter Verstärkung an und holte trotz traniger Langatmigkeit einen 20. Platz.

Ivi Amadou
Der la-la-la-lustige Bücherreigen mit plattem Text und Tanzakrobatik bekam von den Griechen zwölf Punkte. Wenigstens lieferte die 18-Jährige mit "La-La-Love" eine anspruchsvollerer Show als ihre griechische Konkurretin ab. Platz 16 für Ivi.

Anggun
Wie immer bestand "You And I" zum größten Teil aus Französisch. Zwar gabs viel Breakdance und reichlich Stoff, aber eher wenig Stimmvolumen. Vielleicht deswegen nur Platz 22.

Nina Zilli
Im feschen Blues- und Soulgewand gab die 32-jährige Italienerin ihr Bestes. "L'Amore É Femina" bestach mit wenig Firlefanz, Bühnenpräsenz der Sängerin und landete unerechtfertigt nur auf dem 9. Platz.

Ott Lepland
Estnisches Highschool Musical meets klassische ESC-Ballade. Auch wenn es für den 6. Platz reichte, mit seinem farblosen Auftritt kann sich der junge Herr nicht besonders rühmen.

Tooji
Norwegen setzte dieses Jahr auf die völlig überzogene Danceperformace eines Models und Sozialpädagogen. Der "iranische Prinz" erhielt am Ende für sein dünnes Stimmchen ein mehr als gerechtfertigtes Geburtstagsgeschenk: den letzten Platz.

Sabina Babayeva
Platz vier für den Gastgeber, der zwar nicht mit Ideen, dafür aber mit Federn am Kleid der Sängerin auffuhr. "When The Music Dies" musste hinter diesem Fummel einen großen Schritt zurück machen.

Mandinga
Kubanische Rhythmen in Rumänien? Dass das nicht so gut zusammenpasst, dachten sich wohl auch viele andere. Denn trotz knappen Röckchen gabs nur Platz zwölf.

Soluna Samay
Da gibts mal 'ne erfrischende Abwechslung, und kaum jemand nimmt sie wahr. Die Tochter eines Stuttgarter Straßenmusikers musste mit einem traurigen 23. Platz die Heimreise antreten.

Eleftheria Eleftheriou
Wie bereits erwähnt: gähn. Im kurzem Rock besang das knapp bekleidete Mädel den aphrodisierenden Einfluss eines Mannes. Dass das für Platz 17. reichte, ist eigentlich noch Glück.

Loreen
Die strahlende Siegerin des Abends legte eine perfekte Show aufs Parkett. Die "wilde Waldfee" schwang ihre Capoeira-Moves durch verwirrendes Schneegestöber und begeisterte die Massen mit ihrem Song "Euphoria". Die in Marokko geborene Loreen werden wir diesen Sommer mit Sicherheit noch öfter zu Gesicht bekommen.

Can Bonomo
Geballte Seefahrer-Männlichkeit trifft auf romantisches Liebeslied. Die hübsche Fledermaus-Schiffs-Irgendwas-Performance gabs grad noch oben drauf und errang verdient den siebten Platz.

Pastora Soler
Was zu Beginn noch etwas fad klang, entpuppte sich nach der Hälfte ihres Songs "Quédate Conmigo" als stimmgewaltige Ballade. Der pure Herzschmerz schaffte eine Punktlandung auf Platz zehn.

Roman Lob
Darauf kann der junge Industriemechaniker stolz sein: Platz acht in Baku mit einem mehr als soliden Auftritt. Dass er im richtigen Moment in die Kamera blinzelte, trug wohl auch ein gehöriges Stück bei.

Kurt Calleja
Backstreet Boys im Band-Gewand trifft es wohl am ehesten. Dank zahlreicher nicht eingestöpselter Instrumente blieb der Sound ziemlich unspektakulär. Platz 21.

Kaliopi
Dass diese erfahrene Sängerin mit Rockattitüde trotz mangelnder Massentauglichkeit überhaupt im Finale antreten darf, ist schon eine Überraschung. Daher: Glückwunsch zum 13. Platz!

Jedward
Dass die beiden Flummis an Nervigkeit ohnehin schon kaum zu übertreffen sind, ist lange kein Geheimnis mehr. Doch die angebliche Drohung Irlands, die beiden solange auftreten zu lassen, bis sie endlich gewinnen, ist grauenerregend.

Zeljko Joksimovic
Die balkanstämmige Trauerballade des sehr erfahrenen Künstlers verdiente aufgrund ihres hohen Grads an musikalischer Brillanz den dritten Platz.

Gaitana
Das ukrainische Blumenmädchen, das mit "Be My Guest" Eindruck schinden wollte, hat letzten Endes nicht nur an ihren musikalischen Möglichkeiten gespart. Platz 15 schien da wohl eine glückliche Fügung gewesen zu sein.

Pasha Parfeny
Der zirkustaugliche Balkanpop à la Shantel punktete nicht nur mit den adretten Tänzerinnen. Der charismatische Moldawier schaffte es damit auf den elften Platz.
Stimme nicht ganz mit den Meinungen des Autors überein. Island fand ich zum Beispiel super und Serbien grauenhaft. Im großen und ganzen stimmen aber die Aussagen: Italien und Albanien sicher die besten Teilnehmer gestern, Zypern und Griechenland (sie geben sich gegenseitig 12 Punkte, surprise!) mit Abstand die schlechtesten
@Zeuge: Also gut genug für meinen MP3-Player war da nichts, aber ein paar Sachen waren schon ganz gut. Montenegros Beitrag war find ich der beste, ein verarschender - nennen wirs mal Hip Hop Song mit ordentlich groovender Bassline und absichtlich derb schlechtem Flow, der sich mit geilem Text einfach nur über den Käse lustig gemacht hat.
Albanien fand ich noch gut, eine Ballade mit großartiger Stimme. Italien war dann auch noch ein guter Soulsong, Islands Ballade hat mir auch gefallen. Den Rest konnte man eher vergessen. Dass Lobs ziemlich ödes Standing Still wahrscheinlich noch in der qualitativ besseren Hälfte war, sagt schon alles. War halt die übliche Abwechslung zwischen langweiligen Balladen und widerlichem Dance-Pop.
Russland hätte gewinnen müssen! Hätte wenigstens zur Lächerlichkeit der Veranstaltung gepasst
. Der Siegersong ist ne Öde Calvin Harris Nummer (warum wird das überall mit David Guetta verglichen... ganz sooooo scheiße is der Song dann doch nicht). Und Deutschland zeigt mal wieder wie eine "Nicht-Show" aussieht, langweilige Präsentation zu langweiligem Song.
Ich wage zu behaupten, dass die Musik beim ESC schon lange keine
übergeordnete Rolle mehr spielt. Der Umstand, dass uns die meisten Künstler nach absolviertem Auftritt in diesem Leben nie mehr belästigen, spricht Bände. Ich mag den ESC irgendwie trotzdem. Er ist schrill und bietet gelegentlich ein paar Skurilitäten wie zB Brot backende russische Omas oder die österreichischen "Spurenscheißer".
Würde mir höchstens den Song der Italienier nochmal anhören, fand den ganz cool. So Musik die man nebenbei hört.
Griechenland hat optisch überzeugt, war schon ne Süsse.
der rest war schwach. schliesse mich stummerzeuge an, schweden hätte mal ne geile blonde ins rennen schicken sollen und nicht so eine tarot karten legerin
@Percy Flagge: Richtig. So sieht's aus, es geht ums Entertainen und nicht um die Musik. Daher freue ich mich ja so unglaublich, dass die Babuschkas auf den 2. Platz gelandet sind, die haben mehr Stil als dieser Schnulz vom letzten Jahr auf Platz 1. Je oller desto doller! Und mir hat Cypern übrigens total gefallen, aber auch nur, weil das einer der ersten Songs war, wo ich aufgewacht bin, manche Balladen waren echt zum Eindösen. Außer die von Albanien, die Sängerin sah aus wie aus Alice im Wunderland! 
Diese Heulboje aus Albanien war grauenhaft! Und der Song von den Russen-Omis war ja wohl auch billigster Ballermann-Sound UND schlecht live gesungen. Ich fand ja die Mädels aus Dänemark(?) cool mit der Drummerin, die total abgegangen ist 

Auch ex-Drummer hier.
Ab und zu mal zwischen 2 und 4 nen Stick drehen oder werfen und fangen hab ich auch noch hingekriegt, aber der Typ in dem Video ist der Wrestler unter den Drummern. Man muss kein Stück kämpfen können, nur auf die Show kommmt es an. ^^
Die Personen, die sich darüber echauffieren, dass die schwedische Sängerin nicht blond, sondern brünett war, sind beim ESC ja richtig aufgehoben - so hohl und sexistisch wie die Veranstaltung selbst!!!
Ihren Sieg halte ich für vertretbar, obwohl mir Albanien und Mazedonien wesentlich besser gefallen haben, aber leider kaum Massen kompatibel zu sein scheinen, wie man am Ergebnis ablesen kann - Künstlichkeit wird beim ESC noch immer der Kunst vorgezogen!
Hätte ja eigentlich ganz gerne Ralph Siegels Facebooksong vorne gesehen, dann wäre das Niveau des Siegersongs wenigstens gleich mit dem Siegersong von DSDS gewesen. Nun liegt es doch tatsächlich ein klein wenig höher.
Bei dem Schweden-Lied da warte ich eigentlich nur noch auf einen Avicii-Remix und dann gehts ab in die Clubs, ya!
ist doch ein guter Song, wird sicher ein Hit, gibs nichts zu meckern. Ich hätte mir gewünscht, dass die Omas gewinnen, weil die Schwedin das wäre sowieso ein Hit geworden...also 2 Gewinner. Aber, ist schon in Ordnung und wird man noch oft hören das Lied. Auußerdem eine beachtliche außerwgewöhnliche Performacne, eigenartiger Danzstil aber sehr effektiv, und sie sieht auch sehr gut aus...obwohl sie nicht blond ist. Sehr apart finde ich. Aber den Omas hätte ich es auchgegönnt, schon wegeen des tanzenden Ofens, und auch ein eingänglicher Hit, hab ich noch immer im Ohr: Party for evrrybody.....; den Trakis hätte ich auch einen großen Auftritt vergönnt und so Platz 10-13 hätte durchaus drinn sein können....die eine mit dem Seemanshut ist mir auch positiv in Erinnerung geblieben, was ist die den geworden eigentlich?
---übrigens, weil ich hier sehe und somit herzlich für den Reentry begrüße: Thelema!!!!!! Sie ist mir schon sehr abgegangen und ich habe ihr oftmals Grüße ausrichten lassen. Schön, dass du wieder mal da bist, Thelema!!!!

So eins muss ich hier mal loswerden: Peter Urban: Du bist ein Hundesohn. Er hat wirklich gute und individuelle Performances durch seine behinderten und geistesabwesenden Kommentare kaputt gemacht. Ich saß mit 8 Leuten zusammen und wir haben uns so über diesen Kommentator aufgeregt; Ganz ehrlich wenn ich sein Chef wäre, würde ich ihn hochkant aus dem Büro schmeißen lassen. Ich kenne niemanden der seine Kommentare lustig findet oder gar qualitativ. Der Typ is einfach nur dumm in der Birne.
Peter Urban ist oft der einzige Grund, sich den Quatsch überhaupt anzuschauen und geht jedes Jahr als einziger wirklicher Gewinner aus dem Wettbewerb hervor. Allein für "Der fröhliche Hufschmied und seinen tanzenden Lampenschirmen" hätte ich ihn knuddeln können.
Das ist einfach nur unangebracht. Der sollte sich da mal hinstellen und vor Europa singen. Komisch irgendwie wusste ich dass mir widersprochen wird haha

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