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Ob Eschenbach nun den leichten Weg oder gerade das genaue Gegenteil gewählt haben, ist eine Frage des Standpunkts. Beim Label des ehemaligen Onkelz' Stephan Weidner unter Vertrag, stehen sie eh schon mal unter Generalverdacht, und da Sänger Riitchy Schwarz stimmlich und textlich nicht gerade Lichtjahre vom W. entfernt ist, ähneln sich Fan- und Hater-Schicht entsprechend.
Die Nähe ist nicht zu verleugnen und doch haben Eschenbach ein eigenes Gesicht, das sich von Weidner und seiner (ehemaligen) Band deutlich unterscheidet. Das macht schon allein die Gitarrenarbeit von Philip Eschenbach deutlich, die weniger mit Deutschrock als mit Alternativ- und gerne auch mal diversen Metal-Riffs arbeitet und straight, geradeaus und mit einem ordentlichen Drive daher kommt.
Ähnlich sieht es auch mit Riitchys Texten aus. Klar finden sich ein paar sprachliche Bilder, die man ähnlich vom Weidner kennt, doch verzichtet der Eschenbach-Fronter auf das Pathos und die gewisse Selbstverliebtheit und scheint seine Themen ein wenig anders zu beleuchten. Parallelen wie in "Die Kraft Zu Träumen" bleiben zwar nicht aus, aber warum alles auf die Goldwaage legen?
Der Einstieg mit "Null Eins" ist musikalisch vielleicht nicht ganz optimal, geht mit dem interessanten Text aber durchaus in Ordnung. "Teufel Im Detail" wäre vielleicht der bessere Opener gewesen, denn der Track setzt sich in Windeseile im Gehörgang fest und macht mit seinem Partycharakter ordentlich was her. Diese Formel geht auch bei den von Philip gesungenen "Tage Voller Sonne" und "Geist Gegen Sucht" bestens auf.
Die rockigen Songs auf "Alles In Allem" sind durch die Bank gelungen, man stolpert nur immer wieder über ein paar schnarchige Backings wie in "Hassliebe", bzw. "Furie Aus Der Hölle" oder wundert sich über manche seltsame Artikulation wie im Chorus von "Renn". Klingt eher nach 'rain', denn nach 'renn'.
Balladeskes wie das eben erwähnte "Renn" oder das abschließende "Die Mit Dem Nebel Ziehn" haben beide mit dem Problem zu kämpfen, dass die Strophen auf den ersten Blick ein wenig dröge erscheinen und erst im Refrain wirklich Fahrt aufnehmen. Das es auch anders geht, beweisen das schöne "Horizont Der Gnade" und auch das schleppend mit einer gewissen Hip Hop-Note beginnende "Rettet Unsere Seelen".
War man auf dem Debüt noch nicht so ganz sicher, ob Eschenbach nun tatsächlich als Band funktionieren, ist "Alles In Allem" eine recht runde Sache geworden, die durchaus für sich allein stehen kann.
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"Alle Jubeljahre kommt eine Band daher, deren Musik schon beim ersten Hören unter die Haut geht. Eschenbach ist so eine Band." Ne, wat moi. Wenn mir jetzt noch jemand erklären kann, was ein "Deutschrock"-Riff ist und inwiefern sich ein Metal (Heavy, Death, Black?)-Riff davon unterscheidet, ist meine Freude über den nächsten Onkelz-Klon wahrscheinlich perfekt.
"Die Nähe zu den Onkelz ist nicht zu verleugnen."
Tja, von Zeit zu Teit gibt es halt immer noch Idiotenbands, die glauben, die Onkelz hätte musikalisch oder textlich jemals etwas Brauchbares herausgebracht....sie verdienen unser Mitleid. 
Abgesehen vom Produzenten, und dessen Zugehörigkeit zu der Band, sehe ich bei Eschenbach kaum Schnittpunkte mit den Onkelz. Musikalisch ist das deutlich anderes Terrain, da kann man lediglich noch die deutschen Texte als Gemeinsamkeit erwähnen (wenn man denn unbedingt auf die Verbindung Eschenbach - Weidner - Onkelz eingehen will).
Ich, als Musiker, würde mich jederzeit gerne und mit voller Vorfreude von Stephan Weidner produzieren lassen. Es gibt wenige Songwriter und/oder Produzenten die mal eben 20 Millionen Tonträger verkauft haben - irgendwas macht der Junge als schon richtig. Die Onkelz-Hater haben bis heute nicht verstanden, dass diese Band ab ihrem Album "Heilige Lider" einfach nur noch eine Geldmaschine war, die, dank Weidner, jahrelang Geld gedruckt hat.
@Eddy: Beißt sich ein wenig mit deinem Review-Text, aber ich werde gerne mal ein Ohr riskieren.
Bei den Onkelz stört mich gar nicht so sehr diese Rechts-Diskussion als vielmehr die Tatsache, dass die mir musikalisch einfach irgendwie nichts geben. Für Deutschpunk sind die mir nicht dreckig genug, für Metal zu weich und für Hardrock definitv zu simpel. Deutschsprachiger Pop-Punk-Rock mit leichten Heavy-Metal-Anleihen. (meine Meinung, muss niemand teilen)
@FloP: Meinst du nicht, dass man zum Hater wird, gerade WEIL die Band ne reine Gelddruckmaschine ist? Marketingtechnisch haben die Onkelz alles richtig gemacht. Die richtige Dosis Skandale, eine Corporate Identity bei den Fans geschaffen, öffentlichkeitswirksamer Beef mit musikalisch vergleichbaren (auch wenn man für diese Feststellung/Behauptung gerne verbale Prügel kassiert) Bands wie den Ärzten und den Toten Hosen. Aber das alles macht (für mich) noch keine gute Musik.
Total überbewertete Band . Ohne Weidner würde man die gar nicht wahr nehmen weil es belangloser Deutschrock ist......kann sich gleich zwischen Freiwild und Konsorte einreihen. Braucht kein Mensch der Weidner sollte sich endlich mal Bands widmen mit wirklichem Potenzial. Das Promo-Geblubber ist ja nicht zum aushalten.
Total überbewertete Band . Ohne Weidner würde man die gar nicht wahr nehmen weil es belangloser Deutschrock ist......kann sich gleich zwischen Freiwild und Konsorte einreihen. Braucht kein Mensch der Weidner sollte sich endlich mal Bands widmen mit wirklichem Potenzial. Das Promo-Geblubber ist ja nicht zum aushalten.
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