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Farbenfroh strahlt einem das Cover von "Tomorrow's World" entgegen, doch mit plüschigem Yesterday-Sound haben Erasure 2011 nichts am Hut. Im Gegenteil: Als Sound-Kompagnon agiert Vincent "Frankmusik" Frank, dessen Kompetenz bereits Stars wie Lady GaGa, Ellie Goulding und den Pet Shop Boys auf den Plan rief.
Planscht "Be With You" noch in wenig innovativen Elektropop-Gewässern, tritt "Fill Us With Fire" nicht nur im Tempo überzeugender auf. Abseits von austauschbarem Disco-Tand arbeiten die Erasure-Stroboskop-Lichter hier mit sauberer Choreographie. Die Synthie-Parts hinterlassen einen angenehm schlanken Eindruck, der Song ist straff und punktgenau inszeniert.
Überflüssig dagegen das in ziellosen Beats herumdruselnde "What Will I Say When You're Gone?". Auch die Ballade "You've Got To Save Me Right Now" weckt leider keine großen Emotionen, sondern rauscht recht ereignisarm vorüber. Sobald Tempo ins Spiel kommt, machen Vince Clark und Andy Bell eine weitaus bessere Figur. Wie beim Trockeneisnebel-Discosound von "A Whole Lotta Love Run Riot", der mit effektiv gesetzten Samples und wohlig waberndem Echo-Hall glänzt.
"I Lose Myself" stampft etwas zu berechenbar über den Dancefloor und verbreitet die These "Electro Soul / it's only Rock'n'Roll". Mag auf andere Acts zutreffen, doch von aufmüpfigen Momenten findet sich auf dem nur rund dreißigminütigen "Tomorrow's World" nichts. Dafür mehr als nur angenehm: Andys wärmere und ausgewogenere Stimme. Zwar sucht der Sänger noch immer gern die hohe Tonleiter, dankenswerterweise verzichtet er aber auf das oft arg nervige Falsett der Vergangenheit.
Mehr Konsequenz hätte "Tomorrow's World" in jedem Fall gut getan: Entweder ein Aufgehen in totaler Retro-Seligkeit oder ein kompletter, sicher gewagterer Aufbruch zu neuen Ufern. So bleibt der Sound trotz der Spritze frischen Produzentenbluts weitgehend dem klassischen, eingängigen Erasure-Stil verhaftet. Selbst wenn die Regler-Justierungen klar in Richtung Neuzeit eingestellt wurden, ohne dabei verkrampft auf fresh und hip zu machen. Passend zum Songwriting findet auch im 2011er Soundbild zu wenig Überdurchschnittliches statt.
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Leider ein weiteres Mal ein langweilige Erasure-Album. Auch wenn die Sounds etwas aktueller klingen. Leider ist Erasure mitterweile einfach zu oldschool, um neue Hörer zu interessieren, Frankmusik hin oder her. Und die alten Fans sind wahrscheinlich schon lange abgesprungen, weil die zwingenden Melodien einfach schon lange abhanden gekommen sind. Schade, denn auf Ihrem gleichnamigen Album "Erasure" haben Sie gezeigt, wohin sich Erasure hin entwickeln hätten können.
Wie wahr, wie wahr. Spätestens seit 2000 geht es bei ihnen komplett bergab. Obwohl ich's eigentlich besser wissen müsste, hoffe ich immer noch darauf, dass sie nochmal ein Album im Kaliber von "Chorus" abliefern Das waren noch Zeiten... Der Sound von dem Album ist für mich immer noch der Hammer.
Schrecklich. Ja, das Album Erasure hätte den Weg zeigen sollen. Aber auch andere Wege wären möglich gewesen. Einfache GUTE Popsongs. Aber das hier ist der letzte Rotz. Die "neuen Sounds" klingen wie ein anbiedern, das verfremden der Stimme vollkommen fehl am Platz und nervig.
Immer wenn man denkt, sie schaffen es nicht mehr ihre Entwicklung zu unterbieten, hauen sie noch einen drauf.
Schade.
Ich habe das Gefühl, dass sie nur noch ihr Spartenpublikum, dass sich scheinbar mit jedem rotz abgiebt, bedienen wollen. Und das ist mir einfach viel zu wenig.
1/5
Und das ist wirklich nett gemeint.
Pfui!
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