- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
So schnell kanns gehen. Einst befreite sich Emiliana Torrini mit "Fisherman's Woman" vom Ballast der Elektronik und präsentiert sich instrumental fast nackt. Singer/Songwriter-Attitüde umschmeichelte ihre zarte und eindringliche Stimme. "Me And Armini" verbindet nun Stimmgewalt mit den Möglichkeiten der Elektronik und führt sie zu einem organischen Ganzen zusammen.
Eine fast chamäleonartige Verwandlung. Der recht konventionelle Beginn mit dem zurückgelehnten Opener "Fireheads" knüpft aber noch an den Vorgänger an. So hält sie zu Beginn den interessierten Hörer bei der Stange.
Spätestens mit dem Titeltrack öffnet Emiliana Torrini das Fenster und lässt eine frische Brise Sound herein, ehe der Verdacht aufkommt, ihre musikalischen Vorstellungen setzten eine muffige Patina an. Ein fluffiger Off Beat mit schön rollenden Dub-Basslinien, ein Besenschlagzeug, sparsam eingesetzte elektronische Beeps runden den wunderbar vor sich hin schlurfenden Track instrumental ab. So ein Gesang passt auch zu karibischen Rhythmen sehr gut.
Torrini ist sicher nicht mit den größten vokalen Fähigkeiten gesegnet. Dennoch bezaubert sie mit ihrem Elfengesang immer wieder aufs Neue, und unaufdringliche Detailverliebtheit schimmert ebenfalls immer wieder durch.
Man achte etwa in "Birds" auf die kaum wahrnehmbaren Vogelstimmen: "Let's stay awake and listen to the dark, before the birds, before they all wake up". Kitschig? Aber gerne doch. Zumal, wenn diese gesüßte Stimmung keine bemühte Diddlmausigkeit versprüht und absolut rund klingt.
So scheut Emilia Torrini sich auch nicht davor, den Song zwischendurch ein wenig ausfransen zu lassen und zart psychedelisch angehaucht auf Pink Floyds Spuren zu wandern. Sie kreiert eine sechsminütige Traumreise, die - trotz der für Pop-Maßstäbe schon ewigen Spielzeit - gerne doppelt so lange dauern dürfte.
Die Reisetätigkeiten in Gefilde unterschiedlichster Ausdrucksarten setzt sich nahtlos fort. "Jungle Drum" ziert nicht nur ein plakativer Titel. Offensiv wie nie zuvor trägt sie mittels eines tarantinoesken Western-Sounds eine zauberhafte Liebeserklärung an einen imaginären Herren der Schöpfung vor. Da darf sich jemand glücklich schätzen.
Keine Angst: Anhänger ruhiger Akustik-Nummern kommen auch 2008 dank einiger verträumter Kompositionen auf ihre Kosten. Aber die sind eben nur ein Teil des vollkommen runden Ganzen. Richtig spannend macht es Emiliana mit Songs wie "Gun", das mit düsterer Film Noir-Kulisse auf den Hörer eindringt. Nick Cave lässt grüßen.
So gelingt der Isländerin fast die Quadratur des Kreises. Das bislang abwechslungsreichste Album ihrer Karriere dürfte sämtliche Liebhaber ihrer unterschiedlichen musikalischen Facetten in einem einzigen Album begeistern. Wie ein Chamäleon eben!
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
Emiliana Torrini - Me and Armini | Infos (Lieferzeit/Service) | €13,10 | €3,95 | €17,05 |
![]() |
Emiliana Torrini - Me and Armini (Gold-Edition) | Infos (Lieferzeit/Service) | €14,99 | €3,95 | €18,94 |
![]() |
Emiliana Torrini - Me & Armini [12trx] | Infos (Lieferzeit/Service) | €24,99 | €0,00 | €24,99 |
[color=blue:fa89bea522]"So gelingt der Isländerin fast die Quadratur des Kreises. Das bislang abwechslungsreichste Album ihrer Karriere dürfte sämtliche Liebhaber ihrer unterschiedlichen musikalischen Facetten in einem einzigen Album begeistern. Wie ein Chamäleon eben!"
Kann ich bedenkenlos unterschreiben.
Sehr schönes, stimmungsvolles und hochkarätiges Pop-Album. Findet recht sicher den Weg in meine Top 20 des Jahres.
Hälfte Hälfte würd ich sagen. Die Hälfte der Stücke klingen nach Fishermans Woman, die anderen nach Pop mit Elektroeinflüssen.
Kommt aber an die ersten beiden Alben leider nicht heran.
ich hätte mir noch mehr elektro- und indie-einflüsse gewünscht. LOVE IN THE TIME OF SCIENCE bleibt ihr bestes album. trotzdem: volle punkte. das konzert gestern war ein echtes erlebnis. danke!
"Torrini ist sicher nicht mit den größten vokalen Fähigkeiten gesegnet."
Wie kann es sein, dass jemand nicht nur offenbar selbst wenig Ahnung von Gesangstechnik hat(und sich dennoch zur herablassenden Rezensenten-Pose hinreißen läßt..), darüber hinaus auch noch versäumt, sich wenigstens die Informationen zu holen, die laut.de selbst zur Künstlerin gibt?!?
Dort ist nämlich was über ihre Opernausbildung nachzulesen. Ganz schön doof, das. Geschmack ist eine Sache. Darüber zu schreiben, der Sinn einer Rezension. Blasierte Gönner-Attitüden in Rezensionen dagegen sind mir ein Gräuel.
also Alex, wenn ich da diese CD anhören hätte müssen da hätte ich gleich auf JungleDurms setzen würden, so Aktien auf den Song oder Wetten, das das mal super Hit wird, hast du denn das nicht gehört? Ich hab das nach so ca. 5sec schon gehört als ich es erstesmal gehört habe...sowas hört man doch sofort!
also ich hab Jungle Drum das erste Mal im Radio gehört und muss sagen dass das Teil wie ne 50er Jahre Nummer daher kommt. Mächtig. Also ich weiß nicht ob das ne gut gemachte Kommerz Nummer is, die mitten in das Retro- Bedürfnis unserer Gesellschaft hinein fährt, oder nur per Zufall so sehr den 50er Jahre Schlagern aus Deutschland zum Verwechseln ähnlich sieht und hört.
Boah wie mir dieser Hype um "Jungle Drum" auf den Sack geht.
Nicht falsch verstehen, ich mag den Song und gönn der guten Emiliana auf jeden Fall den Erfolg. Nur diese Reduktion einer Künstlerin bzw. eines Albums auf einen für den Gesamtsound alles andere als repräsentativen Song geht an sich gar nicht klar.
Tod den Topmodels und vorallem der Frontsau-Hexe 
Emiliana Torrini sieht im "Jungle Drum"-Video irgendwie aus, wie so 'ne Mitarbeiterin vom OBI-Baumarkt. Und dann ist sie bei Interviews auch noch so schön schüchtern.
Aber leider auch wieder so ein klassischer Fall, dass eigentlich annehmbare und außergewöhnliche Songs im Radio totgespielt werden. Sprich, dass aus Indie- von den Sendern Pop-Songs gemacht werden.
Man sollte eh kein Radio und "Musikfernsehen" konsumieren. Halte das seit Jahren so - mir hat noch kein Sender was totgedudelt.
Naja, Emiliana ist auf jeden Fall der Shit, Me and Armini ist, wie die Vorgänger, einfach wunderschön!
als ich zum ersten Mal "Birds" hörte. Es beginnt sehr sachte und endet ebenso, doch zwischen durch.... ich dachte wirklich: "Wow, das ist mehr Pink Floyd als "Learning to fly" und "Keep talking" zusammen! Und das ist als Kompliment gemeint.
Eine sagenhafte Scheibe, die schwer einzuordnen ist,da sehr ideenreich, jedoch definitiv Lust auf mehr macht!
Format
Homepage: