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Kaum ist die aktuelle Staffel des Casting-Zirkus' zu Ende gegangen, kriechen auch Deutschlands ehemalige "Superstars" wieder aus den Löchern. Mark Medlock hat ein neues Album in der Hinterhand. Elli Erl will es ebenfalls noch einmal wissen.
Die einzige Frau, die DSDS bisher als Gewinnerin verließ, bewies zunächst Rückgrat. Von Anfang an weigerte sie sich, sich in glatte Popschablonen pressen zu lassen, auch, wenn sie diese Standhaftigkeit mit mickrigen Verkaufszahlen bezahlte.
Warum die Suche nach dem eigenen Weg dann sklavisch ausgetretensten Pop-Folk-Rock-Pfaden folgen muss, verstehe, wer will. "Where am I, where am I going?" Na, sicherlich nicht in Gefilde, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat. Sollte dies tatsächlich, wie der Beipackzettel verspricht, Ellis "bisher kreativste und persönlichste Platte" darstellen, verspüre ich keinen Drang, Versäumtes nachzuholen.
Nicht ein einziges Mal bricht Elli aus klassischen Songstrukturen aus. Eine Mundharmonika hier, ein Akkordeon da, das täuscht nicht wirklich über abertausendmal gehörte Schlagzeug-Gitarre-Bass-Standards hinweg. Selbst dieses Set-Up böte eigentlich die eine oder andere Variationsmöglichkeit.
Statt dessen höre ich ein wenig "Come On Eileen" ("Wonderdrug"), die Oooh-oooh-oooh-oooh-Gesänge aus U2s "With Or Without You" ("Let Me Waste Your Time"), eine Spur "Every Breath You Take" ("Connected") und etwas "Knockin' On Heavens Door" (On My Mind") - und diese Nummern sind alle miteinander so ausgelutscht, wie es irgend geht.
Selbst, wo es ein klein wenig rockiger zur Sache gehen soll, bleibt der Gesamteindruck zahm, zahnlos, völlig ohne Biss. Gegen den angestaubten Eindruck hilft auch eine hilflos dem Technik-Zeitalter angepasste Schreibweise nicht. Fanpost bitte an smile@me.de, oder was soll der Blödsinn?
"I've got so much to tell you", heißt es in "On My Mind". Bloß - was? Auf einen Erkenntnisgewinn, der über die Tatsache, dass man sich selbst nur schwer los wird ("Run Away"), auch nur einen halben Schritt hinaus geht, warte ich einen langen Longplayer lang vergebens.
"Nothing But The Music" wagt gegen Ende wenigstens eine Spur von Funk. Auch hier scheint aber Sir Nose am Werk, und der öde Disco-Touch erstickt den netten Ansatz im Keim, noch ehe dies die Herzschmerz-Pianoballade "Would You?" erledigen kann.
Ideenbefreitheit zählt ohne Frage zu den dominantesten Eigenschaften von Frau Erls "Human". Schade um ihren Gesang, der, frei von jeglicher Anbiederei und stets haarscharf an der Grenze zur Kratzigkeit, immer noch Potenzial birgt.
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Sehr schöne CD von Ellitolle Stimme, klasse Frau, ich find's klasse
..das ist es wirklich.
unfassbar wie manche diese hier nutzlose kommentare wiedergeben.
habt ihr euch schonmal genauer mit elli befasst? wisst ihr was sie die jahre gemacht hat? wie sie sich entwickelt hat? sie hat schon die ganzen jahre musi weiterhin gemacht. und nur weil sie bei dsds mitgemacht hat, heißt es noch lange nicht, das sie kein talent hat! sie hat talent. sonst wäre sie ja jetzt nicht so weit gekommen, wieder ne platte aufzunehmen und viele konzerte in den staaten zu geben.
Vielleicht überlegt man mal vorher, guckt sich die geschichte von der tollen sängerin an und hört sich das album vernünpftig durch, OHNE den hintergedanken "DSDS".
Ich finds traurig das viele noch diese Vorurteile haben gegen diese wirklich tolle Frau. Sie hat ne außergewöhnliche Stimme.
Echt schade das daraus nicht schon mehr geworden ist. Ich drück ihr die Daumen das es für sie noch lange weitergeht und sie für ihre "wahren" Fans auch noch lange weitermacht.
MfG
oh. es ist wieder fangirl-alarm 
bitte geh zurück ins wendy-forum.......
ich schau mal wo's das gibt 
ne quatsch. ich bin kein hysterischer fan.
ich find einfach die musik gut. und wenn einer daherkommt und schreibt "die musik ist scheiße" oder "wollen die aus der jetzt ne punkerin machen?" das sind für mich sinnlose sätze, die in den raum geworfen werden. das ist einfach kindisch. man kann sagen, okay ich hab mir das album angehört, ich find ihre stimme nicht gut/scheiße und ich mag diese frau nicht. aber nicht ohne begründung: "sie ist scheiße".
was soll das?
man kann auch respektvoll mit Künstlern umgehen. Ich sag auch nicht Tokio Hotel oder Lady Gaga sind total scheiße die können nicht singen. Die haben beide Riesen Erfolg und da kann man nicht behaupten das sie mega kacke sind.
Klar ist das immernoch ein riesen Unterschied zu Elli. Aber sie macht auch ihren eigene Weg!
Und den sollte man nicht gleich so verurteilen.
Und Kritik anderer sollte man nicht mit so Sachen wie "geh ins wendy forum" zitieren. Denn das finde ich kindisch.
MfG
Kaum zu fassen was hier unter laut.de als sogar möglicherweise ernst gemeinte Kritik eines Kunstwerkes veröffentlicht wird (ich habe 2009 kaum eine bessere Platte gehört als Ellis Human).
Dem Autor scheint nur Musik als hörenswert zu gelten, die nie zuvor ein Mensch auch nur andeutungsweise gehört hat.
Vermutlich wird er also die letzten Werke eines sagen wir mal Bob Dylan oder Nike Lowe als wenig hörenswert bezeichnen müssen. Denn auch hier kann man ja nicht von neuen Gefilden sprechen, die nie zuvor ein Mensch gesehen bzw. gehört hat. Wöre hier 12Tonmusik zu kritisieren würde
sich der Autor wahrscheinlich beschweren, dass die looserin es wieder nur auf die alten 12 Töne gebracht hat.
"Nicht ein einziges Mal bricht Elli aus klassischen Songstrukturen aus."
Warum sollte sie, wenn die Lieder einfach klasse sind?
"... Selbst dieses Set-Up böte eigentlich die eine oder andere Variationsmöglichkeit". Dem Autor ist anscheinend entgangen, dass hier
jeder Song ein Unikat darstellt, jeder ein potentieller Ohrwurm usw.
Die Vergleiche einzelner Titel mit bekannten Liedern anderer Popgrößen aus der Vergangenheit scheinen etwas gewollt.
Was hat etwa "Connected" mit "Every breath you take" gemeinsam? Rätselhaft.
"smile@me als hilflos dem Technik-Zeitalter angepasste Schreibweise".
Kein Kommentar außer diesem.
Der Autor erwartet anscheinend Erkenntnisgewinn aus Popmusik. In einer Zeit in der selbst Philosophen nichts Neues mehr zu sagen haben muss dieser Anspruch dringend in Frage gestellt werden. Ich würde ihn dreist zurückweisen.
Ansonsten: man weiß ja nicht was der Autor sonst so an Musik zu schätzen weiß, aber sagen wir mal wo würde man von Erkenntnisgewinn sprechen bei zumindest nicht ganz hoffnugslosen Liedern wie:
De do do do, de da da da
Gimme!Gimme!Gimme!
I wanna hold your hand
I can't get no satisfaction
Love me tender
Jeder kann die Liste relativ "ideenbefreiter" Lieder wahrscheinlich erheblich erweitern.
Immerhin wird auf "stimmliches Potential" hingewiesen. In Wirklichkeit ist die Stimme natürlich super.
Warum schreibe ich das hier eigentlich? Es ist wahrscheinlich der Drang dem Unsinn zu wiedersprechen wo man ihn antrifft.
bis zum nächsten mal
[url=http://www.opaquelucidity.com/facepalm.jpg]Mehr bleibt nicht zu sagen!
Wie in der Review gesagt, die Stimme hätte was, wenn sie mit der Musik nicht so untergehen würde. Ein perfektes Beispiel, wie man alles falsch machen kann.
Ich kann das kaum bis gar nicht ertragen.
Angehört habe ich es mir auch nur aufgrund des Hinweises, dass sie sich wohl nicht gleich ins Bohlen'sche Universum pressen ließ.
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