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Sven Regener verteidigt die GEMA gegen Google und seine 'Hilfstruppen'.
München (ubr) - In einem Interview mit dem Radiosender Zündfunk sollte Sven Regener ein kurzes Statement zum Thema Urheberrecht abgeben. Aus dem geplanten Frage- und Antwort-Spiel wurde ein fünfminütiger Monolog, in dem sich der Element of Crime-Frontmann über den Großkonzern Google und seine Tochterfirma Youtube aufregt.
Dabei kritisiert er das Geschäftmodell des milliardenschweren Unternehmens, das sich weigert, seine Einnahmen mit den Künstlern zu teilen. "Ein Geschäftsmodell, das darauf beruht, dass diejenigen, die den Inhalt liefern, nichts bekommen, das ist kein Geschäftsmodell, das ist Scheiße."
Die Hilfstruppen von Google
Das Verhalten von Google ist ihm genauso ein Dorn im Auge wie die junge Generation, die nicht mehr bereit ist, für Musik zu bezahlen. Die Aussage, es sei uncool von Künstlern, wenn sie auf ihrem Urheberrecht beharren, sei "im Grunde nicht anderes, als dass man uns ins Gesicht pinkelt".
Jeder, der jammere, dass dieses oder jenes Video gesperrt sei, solle sich gut überlegen, ob er sich wirklich zum Lobbyisten von so einem milliardenschweren Unternehmen machen wolle. Internetkonzerne wie Google hätten ohnehin eine viel stärkere Lobby als etwa Plattenfirmen, und die brächten dann auch noch "als Hilfstruppen die ganzen Deppen ins Spiel, die sagen: 'Warum kann ich das Video nicht auf Youtube kucken?'".
Wie es richtig funktioniert
Plattenverträge sind laut Sven Regener notwendig, um als Künstler Musik produzieren zu können. Ansonsten würde man die Musiklandschaft wie wir sie kennen zerstören. Dabei verweist er auf das Aussterben vieler Indie-Labels. Das einzige, das auf Dauer übrig bleibe, sei "Volksmusik, deutscher Schlager und Rockmusik für die Älteren".
Von der Gema fühlt sich Regener gut vertreten. "Die Gema sind letztendlich wir, das sind die Komponisten und Textdichter." Deshalb seien alle Element of Crime-Videos nicht auf Youtube, sondern ausschließlich über die Homepage der Band zu sehen.
http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/regener_interview100.html
So nett ich seine Bücher fand, so undifferenziert und daher unnötig hier seine Aussage. Beide Seiten sagen immer nur "die anderen sind doof" - so geht es nun mal nicht weiter und Sven ist damit kein bisschen besser, als die anderen, über die er sich stellen möchte.
So nett ich seine Bücher fand, so undifferenziert und daher unnötig hier seine Aussage. Beide Seiten sagen immer nur "die anderen sind doof" - so geht es nun mal nicht weiter und Sven ist damit kein bisschen besser, als die anderen, über die er sich stellen möchte.
Regener hat absolut Recht! Ich kann das nicht nachvollziehen, warum Leute nicht verstehen, dass am Ende die Musiker am Arsch sind.
Wenn Musiker von ihrer Arbeit nicht leben können, weil YouTube und Co. sie nicht an ihren Milliardengewinnen beteiligien, obwohl sie mit ihren Werken Geld verdienen, dann bleibt am Ende nur Major-Kacke á la Lady Gaga übrig. Keine schönen Aussichten...
verstehe kein wort was lobby urheberrecht mein köpfchen raucht

Jemand bringe Cyclonos ein Bier!
Außerdem ist es die GEMA, die die Verhandlungen in den Sand gesetzt hat, mit exorbitant hohen Forderungen. YouTube bzw. Google waren/sind sehr wohl bereit, ein Abkommen zu treffen.
Und davon mal abgesehen ist YouTube GERADE für kleine, unbekannte Künstler gut. Die können über eine Seite, die eben jede Sau kennt, ihre Videos der breiten Öffentlichkeit präsentieren. Ich kenne auch viele Hobbymusiker, die YouTube eben genau dafür nutzen.
Übrigens: die ach so armen Plattenlabels schneiden sich doch ins eigene Fleisch, wenn sie sich durch die Gema vertreten lassen.
Einfache Logik: Label lädt Content auf YouTube hoch - Content ist gefragt, generiert viele Clicks - YouTube bietet eine Partnerschaft an - und zack, macht das ach so arme Label Geld.
Die peilen gar nich, was für Möglichkeiten YouTube bietet.
dass künstler über youtube kein geld machen stimmt mal wirklich garnicht, seiens partnerschaften mit youtube,oder einfache werbeeinblendungen (diese blöden kleinen fenster unten im bild). klar sind das keine millionen die da zusammenkommen, aber gewisser stetiger gewinn ist schon drin...
Die Labels stellen ihre Lieder selber auf Youtube ein, natürlich nicht das ganze Album, aber die Single Auskopplungen, Live-Auftritte und andere nette Sachen.
Und wem das gefällt, kann direkt bei Youtube auf den "Bei iTunes kaufen" Button drücken.
Die Lieder sind nur in Deutschland gesperrt, in den USA und allen anderen Ländern kann man sie sehen. Das Problem ist nicht Youtube, sondern die GEMA, die übrigens Indiebands das Leben zur Hölle macht, selbst wenn diese GEMA-freie Musik spielen. Im Zweifel für den Angeklagten, von wegen.
Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen." (Aristoteles)
Ich gebe ihm in jeden Punkt Recht. Ich sage es selbst immer wieder. Dass die Leute die Sachen umsonst runterladen ist schon seisse. Aber dass sie das auch noch für vollkommen legitim halten und für ihr gegebenes Recht, ist asozial.
In einigen Sätzen kam es mir wie die direkte Antwort eines Künstlers auf die Luftpupse, die Stummerzeuge hier kürzlich abgelassen hat.
Wenn jetzt jemand meint, Sven Regner redet da für sich selbst und ist ein alter Sack, sollte wissen, dass er auf Facebook zumindest auch von Soap Skin Zuspruch bekommt. Und das ist sicher nicht die Einzige.
Tja, das mag ja sein und er kann sich eben noch so im Recht fühlen. Dann soll er eben seinen Job an den Nagel hängen, weil diese Entwicklung kann man sich dann als Musiker eben nur so auch entziehen. Ist eben so. Und was ist jetzt mit einigen Bands/Künstlern, die ihr Zeugs übers Internet selbständig vermarkten? Soll er eben auf youtube einen Channel einrichten, wo er dann seine echten Fans sammelt und für sich Werbung macht. Tut er auch nicht.
Urheberrecht an der Kunst. Da mag er auch recht haben, seine Konsumenten ticken eben anders. Kann ich noch so mit dem Zeigefinger erhoben darauf aufmerksam machen ... ich wiederhole mich in dieser Sache. Schon genug dazu geschrieben ...
Hier mal eine Seite, wo es exzellente Musik gibt - http://bandcamp.com/. Und für die Musik von diesem Regener-Typ wäre mir sogar meine Bandbreite zu schade. Braucht er zumindest keine Angst haben. Btw. @Azelia: wo bitte gibt Soap%Skin ein Statement auf ihrer Facebook-Seite ab. Dort ist nur der Artikel verlinkt. Das kann bedeuten, dass sie dieser Meinung ist, muss es aber nicht zwangsläufig ...
@Cylonos:
"1. mal macht youtube überhaupt keinen "Milliardengewinn". Tatsächlich haben sie sogar probleme überhaupt einen Gewinn zu erzielen. "
Die Milliardengewinne pro Quartal macht Google. Man kann Töchter- oder Mutterunternehmen übrigens auch ziemlich bequem arm rechnen, indem man die Gewinne abzieht, z. B. mittels Mietforderungen, und ihnen gerade so das Nötigste läßt. Hat auch schon bei anderen Unternehmen geklappt.
Tacheles: wenn sich youtube nicht in irgendeiner Form unterm Strich für Google rechnen würde, und sei es auch nur nach interner Leistungsverrechnung oder ähnlichem wäre die Plattform schon längst dicht und verrammelt, denn youtube hat auch nix zu verschenken.
"2. sind Musikvideos nun mal nötige Mittel um Künstler überhaupt mal bekannt zu machen. Die Musikindustrie und viele Künstler (wie z.b Deichkind) sind nicht sehr erfreut über die im 20. Jahrhundert hängengebliebene GEMA"
Das ist eigentlich ziemlich falsch. Deichkind haben sich vorrangig aufgeregt, daß zwischen der GEMA und youtube keine Einigung absehbar ist und deshalb ihre Videos nicht gesehen werden können. Daß die Videos von youtube selbst gesperrt werden, da die GEMA auf youtube kein Hausrecht haben dürfte, wissen die ebenso gut wie die meisten anderen Künstler.
"3. haben die meisten anderen Verwertungsgesellschaften der Welt Abkommen mit youtube. Nur die GEMA kriegt den eh schon zu voll gefressenen Wanst nicht voll."
Nope. Es sind die Verwertungsgesellschaften aus 42 Ländern weltweit nach aktuellen Meldungen, mit denen youtube Abkommen getroffen hat. In Euroland befinden sich neun oder zehn davon. Die meisten Länder haben keine Einigung mit youtube erreicht. Und faszinierenderweise gibt es sogar einige Verwertungsgesellschaften, die sich mit youtube geeinigt haben und dennoch die Klage der GEMA unterstützen.
Darüber hinaus bin ich mir auch gar nicht so sicher, ob das Problem tatsächlich die überhöhten Forderungen der GEMA sind. Ich tippe weit eher darauf, daß youtube mit einigen Bestimmungen des deutschen Urheberrechts nicht klar kommt.
"5. ist der Weg der GEMA eh schon eine ziemliche Sackgasse weil jeder mit nur 2 Gehirnzellen jetzt eh schon ein Programm installiert hat das Videos über einen Proxy laufen lässt. Die GEMA sieht da natürlich keine Kohle von und youtube wird nun auch keinen Grund mehr zum Verhandeln sehen. Das Zeitfenster ist zu und die GEMA hat ihren Künstlern keinen Gefallen getan."
Wie hätte sie anders reagieren sollen? Zu allem Ja und Amen sagen, was von youtube angeboten wird? Alle Rechte verramschen auf Teufel-komm-raus? Ich weiß nicht, welcher Künstler sich vertreten läßt von einem Verein, der auf der Stelle kuscht und seine Rechte gegen Appel und Ei auf den Markt schmeißt ...
Gruß
Skywise
@MachMaLauter:
a) Es ist fraglich, ob die GEMA die Verhandlungen in den Sand gesetzt hat; die überhohen Forderungen wurden meines Wissens jedenfalls von keiner der beiden Seiten bestätigt, wahrscheinlich aufgrund einer Stillschweigevereinbarung.
b) Was bringt es kleinen Bands im allgemeinen, Videos auf youtube einzustellen? Am Ende hast Du vielleicht 20.000 Abos, bestehend aus je zwei Leuten in 10.000 Städten weltweit und immer noch keine zwingenden Umsätze gefahren. Wie baust Du darauf eine Karriere auf?
c) Die Plattenlabels lassen sich nicht von der GEMA vertreten. Die GEMA ist ein Verein, in dem sich Komponisten, Texter, Arrangeure etc. organisiert haben.
b) Die Logik ist zwar schön, aber das trifft nicht den Kern des Problems, weil neben der Plattenfirma auch noch Urheber und Interpret bestimmte Rechte auf einen Anteil haben, nachdem sie öffentlich gespielt worden sind.
Gruß
Skywise
Find ich schon erstaunlich, wies Youtube geschaft hat, gegen die Gema Stimmung zu machen, obwohl kaum einer der Gemakritiker wirklich weiß, was die Aufgaben der Gema sind, noch eine Vorstellung davon haben, was "Urheberreecht" in Deutschland eigentlich bedeutet. Kleiner Tipp, (vor allem an Cyclonos...), bevor hier nochmal jemand irgendeinen sinnlosen Quatsch erzählt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrecht_(Deutschland)
http://de.wikipedia.org/wiki/Gema
Find ich schon erstaunlich, wies Youtube geschaft hat, gegen die Gema Stimmung zu machen, obwohl kaum einer der Gemakritiker wirklich weiß, was die Aufgaben der Gema sind, noch eine Vorstellung davon haben, was "Urheberreecht" in Deutschland eigentlich bedeutet. Kleiner Tipp, (vor allem an Cyclonos...), bevor hier nochmal jemand irgendeinen sinnlosen Quatsch erzählt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrecht_(Deutschland)
http://de.wikipedia.org/wiki/Gema
und @ cyclonos: was genau stört dich denn bitte? dass sich auch ein musiker aussuchen kann, mit wem er geschäfte macht?
Das heißt doch das Problem ist hausgemacht. Irgendwie kommt mir das so vor: Der Assistenz-Arzt, der die ganze Arbeit erledigt, beschwert sich über den Oberarzt, der mehr verdient, herrisch ist und nicht mal Schichten schieben muss. Aber sobald der Oberarzt ist, fehlt er sich genauso. Tja, vielleicht sollten die Musiker mal zusammentun. Geld ist noch genug da, na ja die Verteilung ist ähnlich schlecht, so dass eben die Saisonmusiker ganz unten stehen und einige immer noch ziemlich abkassieren. Wird nur schwer gegen Google anzukommen, die sind der Global Player und haben immer die Internetfreiheit auf ihrer Seite (solange sie dieses Argument für ihren Gewinn bringen können, ansonsten sind sie daher kleinklich). Und anstatt immer auf youtube zu schimpfen, warum setzt man nicht auch an den Providern an (Highspeed-Interneflats sag ich da nur).
Die Musiker verdienen doch beim CD-Verkauf eh nichts, das ist doch bekannt(http://www.basicthinking.de/blog/2008/04/09/musiker-und-ihr-gerechter-lohn/)... Geld wird durch Konzerte und Merchandise verdient. Und damit Konzerte voll sind und viel Merchandise gekauft wird braucht man Bekanntheit, welche man durch z.B. Youtube erlangt 
Ich fand die Brandrede geil. Gerade die Kommentare auf der Homepage einer grossen Wochenzeitschrift bestätigen ihn, also Leute die Regener als "Millionär" und "Geldgeil" bezeichnen. Solche Säcke, also echt. Dann möchte ich mal sehen was die so beruflich machen, und ob sie bereit wären, dafür schlecht bezahlt zu werden, so nach dem Motto "wenn Du an die Sache glaubst, musst Du nicht bezahlt werden". Das ist natürlich Unsinn. Die meisten Indie-Bands können nur sehr knapp finanziell über die Runden kommen, eben über Auftritte. Über dem Verkauf eher nicht. Dazu passt der Kommentar von Flugifant ganz gut.
Allerdings ist das alles nicht so einfach, denn Youtube kann, so wie früher MTV, eine Werbe-funktion haben. Ich habe unlängst ein Interview mit Daniel Lorca von Nada Surf gelesen, wo er die Band Blonde Redhead pries. Ich wurde neugierieg und hörte mir Aufnahmen auf Youtube an. Das gefiel mir so gut, dass ich dann sofort ein Album bestellt habe. Ohne den Clip hätte ich es nicht gemacht, auch nicht bei einer (meist sehr schlechten) Live-Aufnahme.
Und ich stehe der GEMA als klassischer Musiker mehr als skeptisch gegenüber. Nachdem Prinzip Idee gut, Umsetzung eher mies.
Regener hat übrigens damit Unrecht dass es die element of crime Videos nicht bei youtube gibt. Die gibt es da und dafür brauchst du noch nicht mal übern proxy zu gehen.
Und er kann nur machtlos zuschauen und sich darüber freuen. 
Jede Band hat die Möglichkeit, seine Videos auf anderen Portalen oder auf der eigenen Website zu hosten und über soziale Netzwerke zu teilen. Youtube ist nicht das Sprungbrett für unbekannte Künstler, zu dem es hier gemacht wird. Niemand ist darauf angewiesen.
Der Bandname "Element of Crime" geht übrigens auf den gleichnamigen Film von Lars von Trier zurück.
Mal abgesehen davon, dass es eine originäre Leistung in den allerseltesten Fällen gibt (wenn überhaupt) und dass wirklich ALLE kreativ schaffenden Menschen nur deshalb eine bestimmte Leistung erbringen konnten, weil sie eine gute Ausgangsbasis hatten, die selbstverständlich ein Bestandteil des neuen Produktes ist ? oder um Isaac Newton zu zitieren "Wenn ich weiter sehen konnte, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stand." (was, nur so am Rande, auch nicht von ihm stammt, sondern ein Zitat Didacus Stella ist, der wiederum auf Bernhard von Chartres zurückgeht).
Das heißt ? die freie Verwertung von Ideen und Wissen ist für den Fortschritt absolut essentiell!
Niemand spricht einem Künstler etc. ab, für eine erbrachte Leistung einen sinnvollen Lohn zu erhalten. Also Niemand (oder fast Niemand) möchte das Urheberrecht abschaffen. Aber die derzeitige Form des Urheberrechts und die Verwaltung durch Content-Verwerter ist ein zu Recht zu kritisierender Punkt, denn das stärkt mitnichten den Urheber (und das schwache Argument, dass "schüchternen" oder "marktwirtschaftlich minderbemittelten" Künstlern durch diese Industrie geholfen wird, kann ja wohl nicht sein ernst sein, da gibt es ja wohl tausend Gegenbeispiele angefangen bei DSDS bis hin zu den Beatles und Prince).
Es fördert nämlich genau Megaunternehmen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit UND der Künstler bereichern. Wir erinnern uns aber sicher noch, dass das Urheberrecht auf 70 Jahre nach TOD des Künstlers ausgedehnt wurde, weil der Disney Konzern plötzlich die Hosen voll hatte.
Oder ein anderes Beispiel sind Patente, deren (bewusste) Verletzung von großen Unternehmen begangen werden können (Nokia, Apple), weil man leicht im Austausch einen Deal mit dem betreffenden Unternehmen machen kann ? Versuch das mal als kleines innovatives Start-Up ? viel Spaß!
Und dass Menschen bereit sind, für Content zu bezahlen sehen wir sehr gut an Steam, dem AppStore und Audible.
Wir haben also neue Content-Verwerter, die auch ganz gut verdienen -- die alten Content-Verwerter, die sich wieder einmal zu lange an alte Vertriebsmodelle geklammert haben bekommen jetzt Panik und es geht wieder nur darum eine ?alte? Industrie zu schützen, die mit dem Urheber aber auch rein gar nichts zu tun hat ? ganz wie damals bei Disney.
@Dave Bowman:
"Das heißt ? die freie Verwertung von Ideen und Wissen ist für den Fortschritt absolut essentiell!"
Komisch, ich komme nach diesem Zitat eher zu dem Schluß, daß die Vorarbeit der Riesen gefälligst gewürdigt werden soll. Von einer freien Verwertung von Ideen und Wissen ist da nicht die Rede. Abgesehen davon finde ich es faszinierend, daß gerade unter diesen angeblich ach! so quälenden Umständen wie etwa einem Urheberrecht solche Sachen wie technische oder musikalische Entwicklungen in den letzten hunnertnochwas Jahren gerade in Ländern wie Großbritannien oder Deutschland, gewissermaßen den Vätern des Copyrights/Urheberrechts abgegangen sind wie Zäpfchen.
"(und das schwache Argument, dass "schüchternen" oder "marktwirtschaftlich minderbemittelten" Künstlern durch diese Industrie geholfen wird, kann ja wohl nicht sein ernst sein, da gibt es ja wohl tausend Gegenbeispiele angefangen bei DSDS bis hin zu den Beatles und Prince)."
Was sollen mir diese Worte sagen?
"Es fördert nämlich genau Megaunternehmen, die sich auf Kosten der Allgemeinheit UND der Künstler bereichern. Wir erinnern uns aber sicher noch, dass das Urheberrecht auf 70 Jahre nach TOD des Künstlers ausgedehnt wurde, weil der Disney Konzern plötzlich die Hosen voll hatte."
Nein, wir erinnern uns nicht, weil wir nämlich keine US-Amerikaner sind. Wir Deutschen erinnern uns daran, daß die Verlängerung der Schutzfrist auf 70 Jahre nach dem Tod des Autors im Jahr 1965 stattfand. Disney war in Deutschland übrigens nicht involviert. Das Leistungsschutzrecht für Europa wird bald auf 70 Jahre nach Entstehung einer Aufnahme o. ä. verlängert. Ob Disney da die Finger im Spiel hatte, weiß ich nicht. Die Unterhaltungsindustrie aber ganz bestimmt.
"Oder ein anderes Beispiel sind Patente, deren (bewusste) Verletzung von großen Unternehmen begangen werden können (Nokia, Apple), weil man leicht im Austausch einen Deal mit dem betreffenden Unternehmen machen kann ? Versuch das mal als kleines innovatives Start-Up ? viel Spaß!"
Umgekehrt kannst Du als kleines innovatives Unternehmen auch ein Patent anmelden und wenn dann ein Großer kommt und Dir Dein Spielzeug wegnehmen will, hat *der* viel Spaß. Frag' mal Microsoft.
"Wir haben also neue Content-Verwerter, die auch ganz gut verdienen -- die alten Content-Verwerter, die sich wieder einmal zu lange an alte Vertriebsmodelle geklammert haben bekommen jetzt Panik und es geht wieder nur darum eine ?alte? Industrie zu schützen, die mit dem Urheber aber auch rein gar nichts zu tun hat ? ganz wie damals bei Disney."
Du magst es nicht wissen, aber das Urheberrecht ist zunächst mal eine Sache des Urhebers. Rein zufällig hat man auch einen Namen gewählt, der das in etwa aussagt. Das Urheberrecht besagt unter anderem, daß der *Urheber* für eine öffentliche Wiedergabe seines Werks entlohnt werden soll. Das Urheberrecht legt fest, welchen Schutz ein Werk genießt und wann der *Urheber* einschreiten kann. Es regelt, wie eine Sache zu bewerten ist, an der mehrere *Urheber* beteiligt sind. Es regelt, wie ein *Urheber* etwas veröffentlichen darf und welche Rechte sich zwangsläufig daraus ergeben. Die "Industrie", falls Du damit Plattenfirmen meinen solltest, greifen zwar auch auf das Urheberrecht zurück, hier jedoch im Teilbereich Verwertungsrecht/Verbreitungsrecht, aber im unumstrittenen Zentrum des Urheberrechts steht der *Urheber*.
Gruß
Skywise
"Erste grosse Überraschung: Das Internet ist kein Plattenladen. Sorry, aber da habense dich angelogen. Das Internet ist statt dessen so eine Art Radio- oder Fernsehsender. Merkt man schon daran, dass es Strom braucht. Du kannst da Sachen draus ?aufnehmen?, wie beim Radio, aber nichts draus wegnehmen (?stehlen?).
Zweite Überraschung: Es gibt kein Musikloch seit 15 Jahren, sondern geile neue Genres, die du aber wohl verpasst hast, weil du ja lieber Bekanntes hörst. Kein Problem damit, hör was du willst, aber beschwer dich nachher nicht, es gäbe nichts Neues, das so klingt wie das Alte. Ich hör inzwischen Dubstep, und hab auf dieser Grundlage ne neue Gitarrenband angefangen.
Dritte Überraschung: Ich lebe von meiner Arbeit als Urheber, vor allem als Journalist, mit Artikeln, die zu 100 % frei im Internet zu lesen sind. So leid es mir tut, das schon wieder sagen zu müssen, aber die Industrie-Ära ist vorbei, und mit ihr das Geschäftsmodell der massenproduzierten Kulturdatenträger. Viele Musiker auf der Welt leben inzwischen von neuen Geschäftsmodellen. Mach das doch auch, bitte.
Vierte Überraschung: Leute wie ich sind inzwischen aktiv in der Piratenpartei, weil nur noch hier ein Urheberrecht diskutiert wird, das auch den Urhebern nützt, und nicht nur den industriellen Verwertern. Sorry, aber als Autor oder Musiker kriegst du üblicherweise nicht mehr als 5 Prozent vom Endverkaufspreis. Auf deinem YouTube-Channel bekommst du 50 % der Werbeeinnahmen. Und wenn du den Deal direkt mit Amazon machst, 70 % des Umsatzes. Überleg dir das mal. Nur weil jemand Kunst macht, hat er kein Recht auf Geld dafür. Er muss die Kunst verkaufen. Er muss die Leute überzeugen, ihm Geld zu geben.
Fünfte und letzte Überraschung: Mensch, Alter, mach die Augen auf, die haben dich verarscht. Du warst zu oft mit den Unkreativen beim Biertrinken. Die Wirklichkeit ist: Noch nie war es für uns Urheber besser als heute, zu Zeiten von Internet und digitaler Kopie. Glaub mir. Ich weiss, wovon ich rede. Weil ich beide Seiten kenne."
Quelle:
http://11k2.wordpress.com/2012/03/22/sven-regener-du-erzahlst-unsinn-und-ich-erklar-dir-warum/
"Nur weil jemand Kunst macht, hat er kein Recht auf Geld dafür. Er muss die Kunst verkaufen. Er muss die Leute überzeugen, ihm Geld zu geben."
Das stimmt schon, aber wieviel Geld der Künstler dafür bekommen soll, sollte schon in der Hand des selbigen liegen oder zumindest Verhandlungsache sein.
Wenn er es umsonst unter die Leute bringen will (was auch die ach so tollen Deichkind und Jan Delay komischerweise nicht machen), dann ist das sein gutes Recht. Soll er machen. Eber man kann und sollte ihn nicht dazu zwingen. Wenn er Geld dafür haben will, auch. Wenn es dann keiner haben mag, ok. Mal über den Preis oder das Produkt nachdenken. Aber man kann diese Entscheidung ob jemand einen Obulus für sein Werk bekommt nicht einfach entreißen und ihn noch dafür beschimpfen. "Ich nehm' dir jetzt dein Werk weg und wenn Du etwas sagst, dann bist du Arsch ein veralteter Spießer."

Jaja. Wer sich Filmchen auf Youtube anschaut, der ist selbstverständlich gleichzusetzen mit einem vollwertigen Konsumenten. Deswegen treffen sich Menschen auch zu einem Youtube-Abend, bei dem Wein ausgeschenkt und gepflegt über das außergewöhnlich hochwertige Material diskutiert wird. Das erkennt man ja allein schon an den niveauvollen Youtube-Kommentaren, wie viele ernsthafte Kunden Herrn Regener da durch die Lappen gehen.
nee Sven , wenn sich kunst nicht mehr in Geld umsetzen lässt, ist der Markt eben abgewickelt. So funktioniert die freie Marktwirtschaft. Copyright haben sich die fetten Konzerne ausgedacht. s. Pharmaindustrie, um Ihren Profit zu halten.
Wer in China billig produziert, und sich dann wundert, dass sein Produkt "made in China" im Nachbarcontainer von der Konkurenz geliefert wird, hat seine Marktkompetenz verloren. Das wird seit über 10 Jahren an jeder Wirtschafts- Uni gelehrt und jeder Künstler, der heute lieber "von" anstatt durch seine Arbeit leben will, ist ein Verkäufer und hat "wahrhaftig" ein Problem - fehlende Marktkompetenz. Geh auf die Bühne und spiel Dir den Arsch ab, und wenn keiner mehr kommt, dann mach´s Dir selbst. Mit Copyright hätten die Gebrüder Grimm auch keine Märchensammlung rausgeben können.
Noch einer der das Copyright mit dem Urheberrecht verwechselt...
und ausserdem nicht über den Tellerrand der Popmusik hinausblickt. Es gibt übrigens durchaus Bereiche, in denen es nicht üblich ist, daß der Komponist mit auf der Bühne steht. Wieso sollte er auch dem Zwang unterliegen, in jedes seiner Stücke einen part für ein Instrument, dass er bedienen kann, rein zu schreiben.
Übrigens, der Vergleich hinkt ganz gewaltig: "Wer in China billig produziert, und sich dann wundert, dass sein Produkt "made in China" im Nachbarcontainer von der Konkurenz geliefert wird, hat seine Marktkompetenz verloren. "
Bei Musik ist die Kopie schließlich kein Nachahmungsversuch irgend einer Coverband. Und Markt ist erst keiner mehr da, wenn nicht mehr runtergeladen wird. Das die Möglichkeiten vorhanden sind, relativ einfach das Urhebberrecht zu umgehen kann kein Argument dafür sein, daß der Urheber kein Recht mehr an seiner Musik haben kann.
^^Egal! Soll die ganze Industrie verrecken (die habens nicht anders verdient, beuten sich ja selber gegenseitig aus... gerade letztens ging ein langjähriger Rechtstreit zu Ende in dem Sony beschuldigt wurde seinen Künstler nicht genügend Tantiemen zu bezahlen... es gab eine aussergerichtliche Einigung... Sony hat 8 Mio. bezahlt).
Und wieso erwartet irgend so ein Vogel, dass er für ein Liedchen, welches er in ein paar Stunden zusammengezimmert hat, ein Leben lang bezahlt werden soll.
^^Egal! Soll die ganze Industrie verrecken (die habens nicht anders verdient, beuten sich ja selber gegenseitig aus... gerade letztens ging ein langjähriger Rechtstreit zu Ende in dem Sony beschuldigt wurde seinen Künstler nicht genügend Tantiemen zu bezahlen... es gab eine aussergerichtliche Einigung... Sony hat 8 Mio. bezahlt).
Und wieso erwartet irgend so ein Vogel, dass er für ein Liedchen, welches er in ein paar Stunden zusammengezimmert hat, ein Leben lang bezahlt werden soll.
Ja, und der Gedanke, dass die Herrschaften über 40 Jahre später immer noch Geld dafür verdienen und wenn die mal gestorben sind, deren Kinder Geld daran verdienen, ist einfach nur lächerlich.
Und ich bin Black Sabbath Fan. Ist also nicht so, dass ich was gegen die habe.
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