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Einst galt Eko Fresh als eins der größten Talente, die die deutsche Rap-Szene zu bieten hatte. Jeder weiß das, nicht zuletzt deswegen, weil Eko selbst nicht müde wird, selbiges zu betonen. Jeder weiß auch: Lang, lang ists her. Niemand kennt sich damit besser aus als die unangefochtene Nummer eins unter den Stehaufmännchen.
Vielleicht geht er tatsächlich als "der erste Oldschooler unter 30" durch. Als Abend- respektive Album-füllendes Thema taugt die eigene (zumal verflossene) Großartigkeit trotzdem nur bedingt. Das scheint Eko allerdings herzlich kalt zu lassen. Er stopft mit nostalgisch verklärten Rückblicken auf vermeintlich bessere Tage und dem ewigen Lamento darüber, als missachtetes, verkanntes Genie nicht den Respekt einzufahren, der ihm eigentlich gebührte, nicht nur eine, sondern gleich zwei Platten voll.
Da er kaum etwas erzählt, das über "Wann merkt die Welt endlich, dass ich der Größte bin?"-Geheule hinaus geht, zieht sich der Weg "Ek To The Roots" ganz erbärmlich. Hätte Eko nur eine Auswahl getroffen! Material genug für eine (!) zumindest passable Platte fährt er durchaus auf.
Sein ratternder Vortrag aus dem "Rap Lexikon" mit angenehmster Oldschool-Attitüde in Beat und Style: schlicht grandios. "Keiner kann so reimen wie der Freeze-Mann. Das ist der Beweis. Hauste rein, Alter. Peace, Mann!" In solchen Momenten - oder, wenn Eko selbstironisch die markanten "Augenbrauen" rauft - möchte man das uneingeschränkt glauben.
Im Rahmen eines "Rap Tutorial" analysiert und illustriert Eko Reimschemata und erklärt im Vorübergehen noch eben den Storyteller: Das gefällt wohl kaum Hans Sarpei alleine. Vielmehr drängt sich die Frage auf, warum Eko das Geschichten-Erzählen bis auf eine nicht gerade originelle Dealer-Räuberpistole in "Manche Sind So" so penibel umschifft.
Einzig für "Der Gastarbeiter" holt Eko etwas weiter aus und berichtet vom Lebensweg seines Großvaters. Allerdings nur, um schon in der zweiten Strophe ruckzuck wieder bei seiner Person anzukommen. Dort pult er - wie überall sonst - ausgiebig im eigenen Bauchnabel. Ein noch so flüchtiger Blick über den Tellerrand des Egos: scheinbar nicht drin.
Statt dessen verwendet Eko Fresh viel Energie und noch mehr Zeit darauf, sich mindestens als "Euer Vater", als der Erfinder der Juice, der Punchline ... ach ... des kompletten Rap-Games, (wenn nicht zusätzlich des Rades!) in Szene zu setzen. Der König, der Don, der Mack des Westcoast-Rap. "Mein Eigener Chef", den alle anderen kopieren. Ohne Ausnahme. Dauernd.
Einen ausgesprochen durchwachsenen Eindruck hinterlassen die Feature-Gäste. Während Fredro Starr oder der Outlawz' Young Noble mit seiner Kantholz-Stimme in der herrschenden Stimmung Heimspiele feiern, lässt mich die R'n'B-Heulboje, die den "90er Drive By" beschallt so kalt wie die unmotivierte Versöhnungsnummer mit Bushido.
Farid Bang klingt auch in "Träumer" wieder wie ein Kollegah-Abklatsch, und Summer Cem begeistert - zumindest mich - erst in der türkischsprachigen Zugabe. Wenn ich von keinem der Beteiligten auch nur ein einziges Wort verstehe, gewinnen sie allesamt: bezeichnend.
Die Beatauswahl auf "Ek To The Roots" wirkt dagegen rundum wie aus einem Guss. Der Dank dafür gebührt in erster Linie Phat Crispy, der mit einer guten Portion Soul, staubigen Drums und allzeit dickem Bass je nach Bedarf schlanke Kulissen oder solche im Breitwand-Kino-Format auffährt, die allesamt den Geist der Golden Era atmen.
Die Instrumentals von Isy B und Joshimixu fügen sich gut ein. Maestro addiert für "Mein Eigener Chef" eine Spur Western-Feeling. Spieldosensound im Walzertakt für "Scheiss Drauf" stammt aus dem Hause ZH Beats, die lässige, coole Begleitmusik für das "Fatale Trio" von Reef, melodische Synthies in "Still Alive" von Serious Sam.
Einzig im allzu breit angelegtem Rührtrommel- und Streicher-Aufmarsch ("Das Ghetto Nicht Aus Mir") geht Ekos Rap ein wenig unter, während er in "Von Unten" wieder munter über den ebenfalls von Monroe angerührten brodelnden Sumpf irrlichtert. Monroes Meisterstück allerdings steckt im schwungvollen Groove von "Gefällt Das".
"Ich mach' meine Mucke nicht, damit ihr sie bewertet." Das nehme ich Eko Fresh sogar ab. Ich schätze wirklich, dass er "Der König Ist Zurück" für "kein normales Gib-niemals-auf-Lied" hält, auch wenn dem Rest des Universums die Unterschiede zu den anderen Vertretern dieser Gattung vermutlich verborgen bleiben.
Eko hält sich vermutlich tatsächlich für ein Musterbeispiel an Glaubwürdig- und Geradlinigkeit, Authentizität und Realness. Ein wenig schizophren wirkt es aber doch, wenn ausgerechnet einer, der mit Ausnahme des Dschungelcamps längst durch jedes erdenkliche C-Promi-TV-Format tingelte, von Zeiten schwärmt, da man "als echter Rapper mit der Bravo nicht mal sprach", nur, um sich im nächsten Atemzug zu rühmen: "Ich brachte Rap zu 'The Dome'."
Ah, ja. Dann doch lieber gleich gar kein Zusammenhang: "Es ist sechs nach drei, ich hab' Ketchup bei, das ist Fettsack-Style." Mahlzeit!
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Warscheinlich wird "XAVAS" 5 Punkte kriegen,
nur weil es Savas ist. Und das hier ist ein super
Album!
Na ich mochte Ekrem schon vor "Urteil" Zeiten nicht von daher wird das x-te Release nix daran ändern. Vor allem wenn er im selbigen behauptet, dass er den Grundstein für alle, aber wirklich alle, Facetten von Deutschrap gelegt hätte.
Ich wäre dafür, dass sich Max Herre was von Eko abschaut, wie dieser Oldschool-Kopfnicker-Shit wirklich zu klingen hat.
Review war im Prinzip so zu erwarten... Mein Fazit kommt, wenn ich es etwas öfter reingehört hab. Bei den ersten zwei Durchläufen fand ich die Features allerdings auch durch die Bank unnötig. Da sticht ja sogar das Ding mit Bushido positiv hervor 
Der Verriss hier war m.E. nicht vorhersehbar, da laut.de ansonsten oldschool und gute Technik eher feiert. Nur 2 Punkte ist arm, alleine schon weil die Autorin der Rezension mehrere Tracks lobt. So sind Rap-Lexikon, Rap-Tutorial, Augenbraue, Oh Shit Alder, Wie die Zeit vergeht, Gefällt das, Es muss sein nur einige von absoluten Deutschrap-Highlights. Und das in diesem Jahr, wo Deutschrap wirklich noch mal ne Scheibe drauflegt. Beat-, Style-, Rap-technisch absolut klasse. OK, Füllmaterial hin oder her, so viele Highlights rechtfertigen schon 2 CDs.
2 Dinge hat die Autorin aber nicht verstanden oder zumindest zu einseitig ausgelegt (bzw. zu Ungunsten des Künstlers):
1. Höre ich der CD kein Geheule an - OK, es wird viel an der Vergangenheit gehangen - aber das ist mit den 90ern auch Konzept dieses Retro-Albums. Das Eko hier und da mächtig übertreibt und sich selber hochleben lässt dürfte in diesem Genre jedoch niemanden verschrecken, zumal Eko auf der ganzen Platte wenig engstirnig und erfrischend selbstironisch und locker daherkommt.
2. Die Line mit der Bravo: Damals war es ja tatsächlich so, dass man als echter Rapper mit der Bravo nicht sprach (Max Herre, Afrob: Exklusivinterview, Beginner, ganz Hamburg: K2). Ego hat das aber gemacht, bzw. ist bei the Dome aufgetreten. Er spricht ja gerade davon, dass er diese Kommerz-Pforten geöffnet hat. Das ist heute ziemlich normal - in den USA sowieso. Wo ist das die Schizophrenie??
2 Punkte tun diesem Doppelalbum unrecht.
"Ek to the Roots"? Das soll heißen, Eko war mal Oldschooler? Zum Album kann ich nichts sagen, aber wenn Eko behauptet er hätte den früheren Deutschrap geprägt, dann sollen das von mir aus seine 16 Jährigen GD Anhänger glauben, ich tus nicht
zerissen, oh was für ne überaschung, eko hat seit Jahren mit den letzten Alben endlich was ordentliches gerissen und leistet hervorragende Arbeit, (mit Ausnahme von dem feat. mit bubu)
Aber egal "junge,denn es muß sein" läuft auf dauerrotation, weil man merkt der junge hatt bock zu rappen.. und macht das auch.
war klar das es aus prinzip eine schlechte bewertung gibt. habs noch nicht ausgiebig genug gehört, aber allein die tracks mit ami beteiligung sind schon garant für ne gelungene veranstaltung. eko überdies ein sympathieträger vor dem herrn und auch eine echte integrationsfigur. frage mich ernsthaft wie man den haten oder ihm größenwahn unterstellen kann...
Also den Doppelreim gabs schon bei Toni L und Torch und Punchlines hat er auch nicht als erster aus Amerika rübergebracht,auch wenn er das bei Falk behauptet. Find Doppel Alben immer ein wenig unnötig. Bis auf Pis Donnerwetter Album,TOA und Blauer Samt fallen mir keine Alben ein,die mit langer Laufzeit komplett überzeugen können - Lieber Qualität als Quantität,aber das hatte wohl auch was mit der Promistrategie zu tun,weil er so viele Videos rausgehauen hat,dass das bei 14 Tracks schwer geworden wäre
sogar Azad gibt ne Kaufempfehlung - http://www.hiphop.de/magazin/news/detail/2012/09/05/azad-stellt-sich-hinter-eko-beim-alten-beef-mit-savas-64312/
irgendwie wird Eko immer falsch verstanden. Leider auch auf laut.de (Wobei die letzten 2 Reviews in Ordnung gehen)
musikalisch finde ich "fatales trio" sehr chillig! neben hans sarpei gefällt mir auch!
hatte eigentlich noch einen anderen post hier verfasst, wurde der gelöscht oder war ich nur zu blöd ihn abzuschicken?
Azad merkt einfach dass kein Hahn mehr nach ihm kräht und braucht deshalb Aufmerksamkeit. Ist zwar peinlich aber verständlich, immerhin wird es nicht leichter mit Musik seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Hey Fr. Fromm, macht ihr keine rezi zu "bluexile-give me my flowers while i can still smell them"?? Das wär mal guter hiphop, so zur Abwechslung ..!
Ja 4s Punks war auch gut, auf jeden Fall besser als eko Fresh, gheddo chef^^
)Sehe es wie Sodi, Ek ist Sympath, Talent und ein zugegeben sehr später Oldschooler. Gutes Album, fast schon ne 4/5. Allein die Beats lassen Zunge schnalzen! Und Azad sollte die einfach die Finger von Kika-Scheiß wie Facebook lassen und mit seinem nächsten (bereits angekündigten) Album überzeugen - solange bleibt er der BOZZ.
Eyyy der argemongo is back !!
Das eko und Money Boy die selbe Wertung haben kann echt nicht angehen. Wäre daher für die Einführung eines 10 Punkte-Systems zur besseren Differenzierung!
Interessant, wie Eko im Video zu "Ich bin euer Vater" aus speziellen Winkeln und nur in Teilen gezeigt wird, damit nicht auffällt wie klein er im Vergleich zu den anderen ist.
Todi: Glaube nicht, dass Ek besonders klein ist. Besonders groß auch nicht, ich schätze ca. 175cm. Wie groß bist Du? Guten Morgen!Glückwunsch zu Platz 3 in Deutschland und der vierte in der Schweiz!
Jup, Ek to the roots ist von hoher Qualität und großem Unterhaltungswert. Eko ist ein guter Junge!
Jup, Ek to the roots ist von hoher Qualität und großem Unterhaltungswert. Eko ist ein guter Junge!
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