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Die Phono-Akademie hat geladen: Helene Fischer führt durch den Abend, die Frei.Wild-Fans bleiben draußen.
Berlin (thü) - Nachdem die Schlager-Nudel Helene Fischer an einem Seil über das Publikum in die Halle schwebt und dabei "Let Me Entertain You" gesungen hat, begrüßt sie das Publikum und erklärt, warum der Echo so eine tolle Auszeichnung ist. Die Nominierungen beruhen auf den Verkaufszahlen der CDs, also liege die Entscheidung darüber, wer hier einen Preis bekommt, direkt in den Händen der Fans. Sprich: des Mainstreams.
Der Teufelsgeiger bringt die Loop-Maschine mit und bastelt sich so seine Version des Coldplay-Songs "Viva La Vida". Dieselbe Nummer, die er letztes Jahr schon bei Markus Lanz aufführte. Diesmal durfte er jedoch unzählige Tänzerinnen mit übermäßig langen Ärmeln mit auf die Bühne bringen.
Recht böse kommen die Jungs von Hurts daher. Der Typ an der Gitarre schaut grimmig in der Gegend herum, sein Kollege sieht aus, als sei er gestern verprügelt worden. Ein paar halbnackte Bräute gibts auch noch. Pure Unterhaltung, eben.
Funky, mit kleinem Swing-Orchester: Seeed. Und Peter Fox darf auch einmal wieder auf die Bühne. Inklusive Bootsy Collins-Brille. Macht ganz gut Stimmung. Hier das offizielle Video.
Die Ex-First Lady Frankreichs, Carla Bruni, lässt einen zwischen all den Pop-Konserven kurz durchatmen. Sehr angenehm.
Ein Suchspiel der besonderen Art veranstaltet Cro auf der Bühne. Unzählige Typen in Pandamaske stürmen die Stage. Welcher er ist – keiner weiß es. Witzige Idee, aber irgendwann verliert das Mysterium, wer wohl hinter der Maske steckt, hoffentlich auch seinen Reiz.
Die Seemanns-Rocker von Santiano sind alleine schon schwere Kost. Sich dann auch noch den österreichischen Schlager-Fuzzi mit Rockabilly-Tolle einzuladen, grenzt an psychische Folter.
Depeche Mode trafen mit ihren Singles eigentlich immer ins Schwarze. Aber die ruhige Nummer vom neuen Album kommt nicht so ganz in Fahrt, und dann auch noch playback ... Da hilft auch die Lässigkeit Dave Gahans nicht mehr.
Ein bauchfreier Jim Knopf hat aus dem Gala-Hit "Freed From Desire" ein neues Lied gemacht. Pop at its worst.
Umkreist vom Publikum und vom Piano begleitet singt sie ihre emotionale Ballade. Ein bisschen Gänsehaut-Feeling gibt es dann also auch noch.
Natalie Horler im nuttigen Glitzerfummel. Peinlich berührt, kommt einem das Eurovisions-Desaster wieder in Erinnerung.
Wenn man seine Sendezeit mit aller Gewalt überziehen möchte, kündigt man einfach noch ein Medley an und lässt jeden seine aktuelle Single anspielen, auch wenn das alles nicht so recht zusammen passt. Peter Plate, auch bekannt als die Heulsuse von Rosenstolz, beginnt den Terror. Lena Meyer-Landrut übernimmt auf einer überdimensionalen Schaukel mit ihrem Song "Neon (Lonely People)". Silly geben einem mit "Deine Stärken" den Gnadenstoß. Hier: die schnulzige Ballade beim NDR Talk.
Nachdem Hannes Wader den Preis für sein Lebenswerk bekommen hat, darf er auch noch sein bekanntestes Lied "Heute Hier, Morgen Dort" singen. Man erwartet einen schönen, ruhigen Ausklang des Abends, bis Die Toten Hosen meinen, den Klassiker noch etwas aufpunken zu müssen. Hätte man sich sparen können, auch wenn Hannes sichtlich Spaß dran hatte.
Die Gewinner des Abends heißen Die Toten Hosen. Gleich drei Preise räumen sie ab, unter anderem für das Album und den Ohrwurm (Hit) des Jahres. Die Pandamaske aus Stuttgart, Lana Del Rey, Helene Fischer und Unheilig greifen immerhin noch jeweils zwei Trophäen ab.
Frei-Wild-Fans ausgesperrt
Um die Kategorie "Gruppe Rock/Alternative national" gab es schon im Vorfeld hitzige Diskussionen. Während der Verleihung erfährt das Thema Frei.Wild und der Ruckzug ihrer Nominierung keinerlei Aufmerksamkeit. Die Politik wird ausgesperrt, so demonstrieren die Fans der umstrittenen Südtiroler vor der Halle gegen die NPD. Nicht einmal die Namen der restlichen Nominierten fallen. Der Graf von Unheilig wird einfach gleich zum Gewinner ernannt.
Ziel erreicht? Google-Anfragen nach Kraftklub und Frei.Wild
Preis-werte Lebenswerke
Led Zeppelin bekommen den Preis für ihr Lebenswerk von Campino überreicht. Er hält eine sympathische Rede über die Band. Die ausdruckslosen Gesichter von Jimmy Page und John Paul Jones lassen aber vermuten, dass ihnen selbige keiner übersetzt hat.
Auch wenn die offizielle Zeit schon überschritten ist, lässt es sich Reinhard Mey nicht nehmen, eine extrem lange Laudatio über vergangene wilde Zeiten zu halten. Den Preis fürs "Lebenswerk national" geht an Hannes Wader.
Übertrieben gerührt bis egal
Die Dankesreden fallen höchst unterschiedlich aus. Einige Preisträger scheinen sich doch ernsthaft zu freuen und können vor Rührung kaum sprechen, so wie Lena Meyer-Landrut. Robbie Williams zum Beispiel hielt es nicht einmal für nötig anzureisen, um sich seinen Award abzuholen, und gibt sich in der Video-Botschaft großkotzig und gleichgültig.
Flache Witze aus dem Off
Oft wirkt die Show zwanghaft in die Länge gezogen. Wenn Helene Fischer vorführt, wie eine Loop-Maschine funktioniert und den ARD-Zuschauern den "Harlem Shake" näher bringen will, wandert der Blick unaufhaltsam zur Uhr. Auch wenn ein Musiker extra einen Kollegen ankündigt, nur damit dieser dann die Kategorie vorstellt, wirkt es wie pure Zeitschinderei. Bald erscheinen selbst die flachen Witze aus der Off-Moderation als das kleinste Übel.
Die Verleihung der Preise verkommt angesichts des Bespaßungsprogramms zur Nebensache. So drücken sich wie jedes Jahr die Schaumkronen der nationalen Pop-Musik gegenseitig das Mirofon in die Flosse. Über ein Dutzend Showacts versuchten, das zähe Prozedere am Leben zu erhalten. Mit mehr oder weniger großem Erfolg.
Gestehe, dass ich da immer mal nur mal zwischendurchdurch reingeguckt habe, während ich am Rechner saß. Hosen sind Liebewichte, den besten Song brachten Santiano. Lena Meyer ist ein so aufgesetztes, überzogenes Kannix-Schnepferl, dem man am liebsten mal den Arsch aufgrund ihrer Affektiertheit versohlen möchte. Wenn sie denn einen hätte, zu sehen ist bei dem dürren Klappergestell nämlich nichts. Nur Max Raabe brachte Stil und Eleganz in die Verleihung. Ach ja: wann protestieren Tierschützer endlich gegen Cro? Ich halte es für eine Schweinerei, unschuldigen Pandas das Fell abzuziehen, nur damit ers warm ums Kleinhirn hat. Jeder, der dazu schweigt, macht sich mitschuldig.
Der Echo und die deutsche Musikindustrie kann man sich als Hund vorstellen, der sich die Eier leckt.
Habe einmal kurz reingezappt. Campino hat gelogen, dass die Balken sich biegen. Von wegen "er wollte den Track, dieses Fussball-Gröhl-Lied" nicht auf der Platte haben - kalkulierter kann eine Fussball-WM-Mitgröhl-Hymne für die stumpfen Massen doch gar nicht mehr sein - ekelhaft.
Cros Maske ist aus Plastik, Andrack.
Muddi
Schöner und treffender Vergleich.
nuffsaid - Thread closed.
lena peinlich ohne unterlass (siehe Herr Andrack),
hannes wader einer der wenigen aufrechten)
naja, insgesamt fragwürdiger event, wie immer. betrachte es als "betriebsfest" der deutschen musikbranche.
die sätze zu frei.wild im berichtstext hätt ich rausgelassen. was soll die seltsame bemerkung FW-fans ausgesperrt ? die hat keiner eingeladen, logisch das sie dann draußen bleiben.
Unsinn! Cro ist ein Pandamörder! Hinten sieht man immer das getrocknete, unschuldige Bärenblut. RETTET DIE PANDAS!
Wali
Lena muss mal ordentlich gepimmpert werden, damit die ihre bekackt kindliche Fake-Engländerinnen Art ablegt und erstmal 3 Tage O-Beinig laufen muss. Was für ein Kack-Weib.
Andrack
Cro ist der coolste Rich-Bitch-Motherfucker des Jahres - mehr Love und mehr Hate hat 12 keiner geschafft! Respekt dafür, er holt die Kohlen rein. Gangsta-Rap-Manier.
@ aki
campino sagt, wie es war! Oder warst du bei der prokution mit dabei, hä ? außerdem wo war denn dieses jahr eine fußball-weltmeisterschaft ?
ekelhaft wäre, wenn die maske von cro tatsächlich ein echtes panda-fell wäre und keine plaste.
können wir uns darauf einigen, dass es sich um ein
fell eines bereits gestorbenen südamerikanischen
faultiers handelt ? so wie es die eingeborenen dort im winter als eierwärmer benutzen.
frei.wild fans haben übrigens auf der demo gezeigt das die gutmenschen mal wieder daneben liegen...http://www.berliner-zeitung.de/musik/echo-frei-wild-demo-fans-von-frei-wild-demonstrieren-vor-echo-verleihung,10809182,22180120.html
@lauti: deine sexistischen äußerungen kannst du dir auch sparen.
Wali
Sei nicht naiv, die Hosen sind schon lange nur noch ein SChatten ihrer selbst und in der Musikindustrie und der ganzen Abzocke bestens angekommen - der Track war genauso geplant, natürlich kann ein Ex-Punk das nicht zugeben.
Die WM, oder EM, keine Ahnung, war letztes Jahr.
Sodi
Frei.Wild Fans sind genauso dumm wie der ganze Echo-Zirkus, so whut, alles Nulpen.
Und nein, diese Äußerungen spare ich mir nicht, die Alte braucht nen richtigen Riemen, damit sie aufhört so behindert zu quitschen, so ekelhaft!
Django:
Nein, nicht in den Playboy, real Nude Aufnahmen! Oder wie alt ist die? Ab 40 wäre Playboy ok, vorher zählt nur die Wahrheit.
ei,ei,ei
das faultier in südamerika wird "ai" nicht "ei" geschrieben; einige kennen es vielleicht auch aus der kreuzwortzrätselei.
@ aka
dürfen punkbands nichts planen ? hälst du die alle für chaoten, die in den bäumen hängen wie ais
? du magst keine hosen, meinetwegen. ich auch nicht so. aber das wars schon.
Auf jeden Fall ne milfige Bitch:
http://s1d3.turboimagehost.com/sp/be5eefdf09f1b26bd6f5c8d0e76f6c29/Helene_Fischer___________2__Hoderlump.jpg
campino feiert led zep. klarer kann er eigentlich nicht machen, wie weiter sich vom punk entfernt hat. schließlich waren es gerade bands wie led zep die diesem als feindbilder galten und aus dessen gegenbewegung punk entstand.
peinlicher alter streifenpulliträger.
Nun ja. Die Jungs von der Opel-Gang sind die Toten Hosen schon lange nicht mehr. Mit der "Kauf MICH!" habe ich damals das Interesse an der Band verloren. Dann kam "Opium fürs Volk" und Scheiße für die Massen, um mal eine andere Band zu zitieren.
Schrecklich, wie man über Leute herziehen muss, die man nicht kennt um sich selbst profilieren zu können.
Die Nominierungen beruhen auf den Verkaufszahlen der CDs, also liege die Entscheidung darüber, wer hier einen Preis bekommt, direkt in den Händen der Fans. Sprich: des Mainstreams.
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Ja klar aber nur so lange bis sich ein paar kindliche Bands dazu entschliessen das dicke Kind auf dem Pausenhof nicht mitspielen zu lassen... Eine Veranstaltung von Heuchlern für Heuchlern und dass die Hosen da so bereitwillig mitmachen zeigt mal wieder, dass sie schon lange keine Ounks sind sondern guten deutschen Sclager-Pop machen.
Falls sich noch wer, wie ich, gefragt hat, wo sich Frida Gold bedient haben:
http://www.youtube.com/watch?v=KUDSTQxifsk
bla, bla , bla
Ich habe die Show gar nicht gesehen. Bei all dem Gesülze wäre es aber doch nett gewesen, wer welchen Echo nun bekommen hat. Einfach so zur Info.
@ dulf:
Musikhistorisch hast Du ja schon recht, aber wollen wir jetzt wirklich die (musikalischen) Schlachten der 70er Jahre immer noch schlagen?

bands die im radio totgespielt werden bekommen von mir sowieso nichts als bedingungslose verachtung..
bands die im radio totgespielt werden bekommen von mir sowieso nichts als bedingungslose verachtung..
Am meisten haben mir die ganzen Playback Auftritte gefallen... top.
am erbärmlichsten sind eh die freiwild fans. einfach lächerlich wie sie auf die ganze sache reagieren.
Na, dann mal schnell gegen die Rechten demonstrieren wie ein Gutmensch, yo. ;()
Die unabsichtlich krassesten Gewinner des Jahres sind Frei.Wild - Onkelz-Kopie-Strategie geht BESTENS auf, genau wegen solcher Aktionen wie dem Ausschluß vom Echo werden schlagartig doppelt so beliebt, Bravo! Hätten sie den Echo bekommen, DAS wäre eher negativ-Werbung gewesen. Herje..
Eine mit Echos überhäufte Helene Fischer moderiert den Abend. Das wirkte irgendwie seltsam. Personalnot? Sie hat das allerdings, ohne Starallüren zu zeigen, äußerst charmant gemeistert.
Auftritte von Weltstars per Playback können nicht toleriert und somit nur mit einer glatten 6 benotet werden. Sei die Note nun für die TV-Produktion oder für die Künstler selbst.
Das Abschluss-Medley war nur peinlich. Ein sichtlich bemühter Peter Plate mit einem fürchterlichen Lied, als Lena dann ins Bild kam, war mein Fernsehabend aprubt beendet. "Deine Schwächen sind auch Stärken" von Silly höre ich schon oft genug im Radio und habe ihn längst als unerträglich eingestuft.
Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen für die Sendung. Wurde in meinem Leben schon schlechter unterhalten.
!
die blödheit der einen, sollte die anderen nicht aufwerten.
freiwild werden ja nicht deshalbt geniessbarer, nur weil alle anderen auch pappnasen sind....
alles keine helden!
Habs mir wegen Seeed angeschaut. Abgesehen von derem dopen Auftritt wars ne eher widerliche Veranstaltung. Ich find Freiwild auch total scheiße und unerträglich (ihr könnt mir jz erzählen, was ihr wollt, aber für mich wirken die durchaus nach ner eher rechten Band), aber was die Verantwortlichen hier gemacht haben, is schon grenzwertig: Man kann doch bei einem Preis, bei dem es um Verkaufszahlen geht, dann nicht einfach einen Nominierten rauswerfen, obwohl er die nötigen Verkaufszahlen erreicht hat. Freiwild mag zwar rechte Texte von sich geben, aber ganz sicher nicht verfassungswidrige (denn das wär wohl die einzige Begründung um nen Rauswurf zu rechtfertigen).
warum nicht einfach größe zeigen und über der sache stehen? so mache ich das zumindest wenn mir ungerechtfertigterweise dinge angedichtet werden.. einfach gedanklich auf die gutmenschen bzw untermenschen koten und gut ist.. die freiwild fans peilen ja noch nicht mal wie sehr der band die promo nutzt, zumindest viel mehr als so ein dämlicher echo award..
Auch wenn ich Martenstein sonst sehr schätze, so hat er sich bei dieser Kolumne nicht mit Ruhm bekleckert, denn man merkt, dass er sich nur sehr oberflächlich mit der Debatte auseinandergesetzt hat. Lustigerweise wird eben jene Oberflächlichkeit von Frei.Wild und deren Fans als Qualitätsjournalismus angepriesen. Denn das ist die einzige Form von kritischem Journalismus, die sie akzeptieren, wenn sie selbst nicht kritisiert werden.
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