Nach erfolgreichem Debüt und allerhand Preisen in der Heimat machten sich die dänischen Herren und ihre Herzensdame auf, den Rest des Globus mit ihrem selbsternannten "Indielectrock" zu beschallen. So verließen sie das kleine Städtchen Skive, zogen weiter in die Hauptstadt Kopenhagen und landeten schließlich in Berlin.
Das Ergebnis:"Enter Metropolis", das mit altbekannter Mischung zwischen Indie, Pop und mächtig Synthies aufwartet, schick aufpoliert, aber leider etwas überschaubar. Elf Tracks machen 45 Minuten, die sich doch recht schnell durchspielen. Da gibt es Abzug, vor allem was die inhaltliche Seite angeht: Zu schnell ist die Platte durch, zu ähnlich zeigen sich oft Songaufbau und Melodien.
Es fehlen die rauen, unbändigen, grandiosen Momente des Debüts. "We Are In There You Are Out Here" ließ viel Potential erkennen und überraschte mit einigen Knallern: das drängende "Bloodlines" oder das eingängige, dance-lastige "John Wayne Vs. Mary Chain" etwa, das zurückhaltende "Dry Lips" nicht zu vergessen. Derart viel Abwechslung bietet "Enter Metropolis" nicht.
Hitverdächtig ist hier vielleicht "Heat", das langsam einsteigt, das Tempo mal rauf- mal runterschraubt und mit eingängigem Refrain aufwartet. Ähnlich fetenfest kommt "Final Party Of The 21st Century" daher, das ganz Bass und Synthies sprechen lässt.
Songs wie "Heiress Of Valentina" oder "Victim Of The City" klingen leider viel zu beliebig. Und wo zum Teufel kommen neuerdings diese Disko-Stampf-Beats her? Vor allem letztgenannte Stücke wirken so mehr als vorhersehbar.
