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Blond, mädchenhaft hübsch, wohlgenährt – zumindest rein äußerlich ist Duffy mit Amy Winehouse nicht zu vergleichen. Seit Wochen folgt der ansehnlichen Waliserin das Attribut der "neuen Amy" überall hin. Der Waschzettel zum Debüt "Rockferry" behauptet tapfer, sie ähnele wohl am ehesten Dusty Springfield. Dennoch muss sich Duffy, allein schon bedingt durch Winos Omnipräsenz in diesen so vernetzten Zeiten einem Vergleich mit Amy stellen.
Der ist jedoch schnell gemacht: Beide schwelgen in den mehr als vierzig Jahre alten Sphären des Motown. Für sich allein betrachtet ist "Rockferry" wenn auch keine Perle, so doch ein hübsch funkelndes Modeschmuckteil. Der Titeltrack wird mit schwerem Klavier eingeleitet, dann setzen Jazz-Gitarren und Streicher ein, der tragende Rhythmus erinnert an R.E.M.s "Sweetness Follows". Der Hall wurde offenbar nach dem Motto "all you can take" geregelt: Die warme Schwere, die auch sämtliche weitere Stücke besetzt hält, dehnt sich akustisch über den ganzen Raum des Liedes aus.
Duffys Stimme, die ja besonders im hierzulande wohlbekannten "Mercy" schwer an Winehouse gemahnt, klingt hier nicht mal so soul. Vielmehr changiert sie ständig (bewusst?) zwischen kleinmädchenhafter Höhe, süß und zart, und zurecht quäkender, weil verlebter Jazzsängerin. In "Warwick Avenue" packt sie Norah Jones' Tonlage aus und übt sich recht reif in amerikanischer Lässigkeit. Erneut begleitet von Streichern und Gitarren wechselt sie charmant zwischen reduziertem Easy Listening-Jazz in Strophe und großer Pop-Ballade im Refrain.
Und so schlägt sie sich weitere acht Songs durch einen Urwald von Streichern, Gitarren, zarten Drums oder Percussion, wo wenig Moll (beispielsweise in "Stepping Stone") und viel schimmerndes Dur wachsen. "Hanging On Too Long" springt wieder sorglos zwischen den Stilen hin und her: Die Strophe zieht sich semi-rhythmisch reduziert dahin, im Refrain schlägt einem dann streicherschwangere Dramatik entgegen, die man tatsächlich auch bei Miss Springfield hätte finden können.
Auf das Hin und Her stößt man letztendlich auch unweigerlich, versucht man, Duffy genretechnisch ruhig zu stellen. Den zeitweisen Groove entleiht sie dem Motown, die Dramatik großem Pop, die Zartheit dem Norah Jones-Neujazz. Es entsteht ein nicht unbedingt virtuoses, aber doch ganz apartes Stück Musik, das an der Stimmen- und manchmal Stimmungsvetterin Amy Winehouse nicht gemessen werden darf.
Nicht, weil es gegen sie nicht ankäme – sondern weil einem so die anderen Nuancen von "Rockferry" entgingen. Mangels Mager- und Drogensucht bzw. dank Normalgewicht und potentiellem Langweilerleben bleibt Duffy ein goldiges britisches Mädchen. Wer, um Musik ernst nehmen zu können, auch die entsprechend dreckige Rock'n'Roll-Attitüde hinter und zwischen den Noten braucht, wird hier nicht glücklich. Winehouse mit leckerem Zuckerguss für den Hausgebrauch bekommt man aber allemal.
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Riecht es auch nach einem Winehouse-inspiriertem Produzenten, so hat diese Duffy doch unbestreitbar Qualitäten und Talent, wie man z.B. letzten Samstag [url=http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=846479,day=1,week=14,year=2008.html]auf Arte sehen und hören konnte.
Wenn auch noch nicht selbstständige Künstlerin, so ist jede musikalische Aufwertung in den Radioprogrammen und Fahrstühlen Europas nur zu begrüßen.
mittlerweile haben wir aus dieser richtung ja noch mehr , aber sie ist die einzige die mir wirklich gut gefällt, die songs sind einfach gestrickt, soundmässig so mischung mainstream motown -
es ist nicht mit amy zu vergleichen , auf keinen fall. ... amy ist pur , das ist ein wenig mit zuckerguss , aber es kommt gut.
finde sehr wohl, dass duffy mit amy winehouse vergleichbar ist. allein schon die single "mercy" beinhaltet erschreckend viele parallelen insbesondere zu "rehab".
nach dem kommerziellen erfolg von amy wollte universal wohl noch ein zweites pferd ins rennen schicken. mit erfolg: platz 1 in uk.
das album könnte genauso gut von mark ronson produziert sein, man würde keinen unterschied merken. stimmlich ist die winehouse duffy allerdings voraus. trotzdem: vor 1,5 jahren hätte man "rockferry" problemlos abfeiern können, denn die platte gibt ganz schön was her. einzig und allein amy's schatten nervt.
Was soll der ständige Quatsch mit diesen Amy Winehouse-Vergleichen? Die Amy, bei aller Wertschätzung, ist so gesehen ja auch kein "Original". Duffy also die Kopie einer Kopie? Lasst die jungen Leute doch mal in Ruhe.
Jeder Künstler heutzutage ist so gesehen mit früheren Acts/Stilrichtungen usw. behaftbar. Und dieses Recht soll man bittschön auch der liebenswerten Duffy zugestehen.
Tolles Album, tolle Stimme, tolle Songs. Richtung diverse Sixties, die Springfield-Geschichte lasse ich so (gern) gelten.
Seit ein paar Wochen steht Duffy auf meiner persönlichen Top 20-Liste der "Alben des Jahres 2008".
ach komm, arthur,
ein bißchen
kann man schon werden, wenn rough trade ein gesanglich talentiertes mädchen entdeckt und diese - oh wunder - einmal von der plattenfirma mit dem ehemaligen suede-co-writer bernard butler verkuppelt wird und beide urplötzlich ganz trendy ihre leidenschaft für den motown sound entdecken.
die songs klingen ohnehin nach butler.
arrangier mal die ersten beiden suede-alben oder die friends and lovers-cd um und bumm!
frau weinhaus hingegen steht von kindesbeinen an auf diese mucke und schreibt ihr halbes leben lang entsprechende songs.
butler ist ja ein guter komponist und britpopmiterfinder. die songs sind ja auch ok.
aber da ist nix von dieser küstlerischen manischen getriebenheit einer amy winehouse, deren songs aus leidenschaft entstehen.
Ihr habt doch alle keine Ahnung. Ich möchte Euch am liebsten nichtmal kennen!
"...künstlerische manische Getriebenheit..."
Ich würde es lieber mal künstlerisch-manisch-leidenschaftlich treiben mit Duffy als mit Pickel-Amy.
Amy kann dann gern im Hintergrund laufen. 
ja als frau.....
man, ich triebe es auch lieber mit duffy als mit keith richards. dennoch ist letzterer - wie frau weinhaus - authentischer im songwriting und seine künstlerische existenz keine reine entscheidung eines marktsegments.
wenn man nur performerin ist, muß man eben so einzigartig sein, wie sinatra oder tina turner.
wer braucht das sonst?

kann man schon werden, wenn rough trade ein gesanglich talentiertes mädchen entdeckt und diese - oh wunder - einmal von der plattenfirma mit dem ehemaligen suede-co-writer bernard butler verkuppelt wird und beide urplötzlich ganz trendy ihre leidenschaft für den motown sound entdecken.Duffy?
Meine Güte. Ich glaube was Schlimmeres habe ich seit langem nicht mehr gehört.
Jedes Mal wenn das Gequäke im Radio läuft, möchte ich einfach draufschlagen.
Allein schon dieser billige Zug auf einen selbigen, bereits fahrenden aufzuspringen.
Dazu stellenweise billigster Sound. Wenn ich „Mercy“ höre, denke ich eher an diesen 80er Plastikversuchssoul als an irgendetwas anderes. Naja, ein Berni Butler ist halt nicht gleichzusetzen mit den Dap-Kings. Jedenfalls nicht auf diesem Terrain.
Und dann diese Stimme. Diese Stimme von der sie alle sprechen und die in den höchsten Höhen gelobt wird.
Wenn Anastasia Kermit der Frosch war, dann kommt an dieser Stelle der Name „[url=http://www.resimclub.com/data/media/285/sir_duffyduck.jpg]Duffy“ nicht von irgendwoher.
1/5
Göttergrütze.


Heul doch! 
Oha! der böse "du hast dir das ja gar nicht angehört" kommentar.
niedlich. auf den hab ich ja nur gewartet.
Übrigens geht aus meinem Text sehr wohl hervor, das ich mir die Scheibe, zumindest zum Teil, angehört habe.
"Dazu stellenweise billigster Sound."
war schon auf die Gesamtheit der Platte gezielt.
wow... das ist wohl eine der schlechtesten cd-kritiken, die ich in letzter zeit gelesen habe...
voreingenommener kann man wohl nicht sein... ein wenig subjektivität ist ja teilweise angebracht, aber hier wohl etwas übertrieben...
Wieso fällt bei dem stimmlichen Vergleich eigentlich niemand Carmel ein? Gerade die Älteren (in Richtung Andrack schiel) sollten doch die wahre Referenz dahinter sehen. Und wer mir irgendwas von einer Authentizität von Amy Weinhaus erzählen will und das sie die Musik schon ewig macht, der sollte sich mal ein wenig anhören, was die gute davor gemacht hat... das sieht auch schon verdammt danach aus, das sich da Jemand ganz gehörig an ihr verbrochen hat...
In Abstrichen muss ich der Kritik ja recht geben, aber 3/5 sollten da schon mindestens drin sein. Schon alleine wegen einiger echt guten Songs. Mir gefällt die Kritik auf Plattentest da deutlich besser.
also ich kann diese vergleichsakacke nicht mehr hören. Dieser ganze Hype um Amy "schnupf,Spritz, sauf " Weinhaus, die ja, ach so authentisch sein soll......klar ist ihr album gut, aber ist es um
einiges besser als das von duffy? finde das genre einfach geil und bin froh, dass die zwei diese musikrichtung bedienen. andererseits bin ich gespannt, wie lange Weinhaus sich im musicbuissness halten kann, da sie ja im mom auf selbstzerstörrerischer mission unterwegs ist. klar duffy ist halt eher der brave typus und vielleicht fürs showbiz etwas bieder und spießig. Wer hat denn was von ner coolen, dreckigen "rocksau", wenn die vorm zweiten album schon tot ist ?

Mercy und der Dunproofin's Thankful Mix auf der Bonus CD sind einprägsame tolle Lieder, die man mit Winehouse vergleichen kann.
Beim Rest wünsche mir, dass die Dame endlich ihre Klappe hält. Die Tracks wechseln zwischen langweilig und nervtötend.
2 von 5 Punkten. Geht's nur mir so? Naja vielleicht muss ich einfach noch n paar Mal drüberhören bis ich mich an den Stil gewöhnt habe.
Ja musst du. Stepping Stone ist groooooßartig!
http://www.youtube.com/watch?v=Eg59bewggow
Wieviele Jahre ist es her,dass ich das letzte mal in der lautbar war?
Mein bisheriges Album des Jahres verdient aber einfach einen Beitrag
Mercy, Delayed Devotion und Warrick Avenue...
Sie wird eine ganz große Nummer...that's for sure
hones:" src="/grafiken/smiles/phones.gif" />
[url=www.jazzthing.de]JaZZthing Juni-August'08:


ich bin skywise' meinung. das ganze mutet unheimlich flach an, vorallem im kontext mit den presseaussendungen und den von duffy höchstselbst getätigten äusserungen, sie hätte jetzt über fünf jahre lang an dieser scheibe geschrieben. angenommen, sie hat überhaupt beim musischen die finger drin gehabt, ist das ein armutszeugnis sondergleichen, denn die songs hören sich meiner meinung nach grösstenteils wie an einem nachmittag hingerotzt und von klassikern abgeschrieben an...
liegt vielleicht auch daran, dass ich mehr auf die wegbereiter des rhythm n blues und des soul stehe und es nicht verstehen kann, wie man jemanden in meinen augen derart uncharismatischen (denn genau da ist ihr amy natürlich drei nasenlängen voraus) mit so einem dickgepackten historischen rucksack vor die leute hinstellen kann, wenn das material schlicht und ergreifend nicht an die urgesteine herankommt.
ich bin wahrscheinlich auch einfach nur angepisst, weil ich mir mehr davon erwartet hätte. der vergleich zu amy wurde ja schon VOR dem single-release gezogen und irgendwie hatte ich ziemlich hohe erwartungen, die ganz und gar nicht erfüllt wurden. will nicht sagen, dass amy in irgendeiner weise mehr rockt, als duffy es tut, aber es war halt einfach was "neues" in anführungszeichen, weil chronologisch gesehen schon lange kein ur-soul-künstler mehr die charts gestürmt hat. plötzlich kommt aber nochmals jemand, der diese ambition auch hat... whatsoever, ich missgönne ihr auf keinen fall, dass sie erfolg hat. für mich persönlich hätte es nur irgendwie charismatischer und originärer ausfallen dürfen.


So ähnlich dachte ich es mir.
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