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Funk Brother Bob Babbitt ist tot. Dafür leben Afrob, Harris, die Kolchose und dank Frank Ocean auch der R'n'B. Und Pandas? Gibts zum Frühstück.
Stuttgart (dhi) - Geheimniskrämerei wird dieser Tage im Hip Hop groß geschrieben. Zwar ist schon vor Wochen ein Bild von Cro ohne Maske aufgetaucht, der Pandamann zieht seinen persönlichen Karneval dennoch weiterhin eiskalt durch. Mit (kommerziellem) Erfolg. Dass Schmuse-Xaver und Savas daran anknüpfen werden, ist anzunehmen. Deren Kollabo-Platte dürfte wohl ...
Zumindest werden kommende Woche ein paar "Announcements gemaked", wie es Savas in seiner ihm ganz eigenen Sprache ausdrückt. Der Hobby-Linguist schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, interpretiert aber ganz richtig: Es gibt zeitnah offizielle Informationen.
Der Albumtitel oder das Releasedate des XAVAS getauften Projekts etwa. Letzteres datierte Savas allerdings schon im Mai bei einem Konzert in Zürich auf den September. Ob wir vor lauter Spannung bis dahin noch ruhig schlafen können? Man weiß es nicht.
Vielleicht tanzen wir vor Freude einfach durch.


Ähnlich wie der straßenkredibile Tänzer dürfte sich Cro Anfang der Woche gefühlt haben, als die Verkaufszahlen seines "Raop" durchsickerten. Die Hater haben es befürchtet, die Facebook-Mädchen gehofft: 60.000 verkaufte Einheiten reichen für Platz eins der Album-Charts. Außerdem platziert Cro insgesamt acht Singles in den Top 100. Am erfolgreichsten sind "Du" auf Platz neun und das mittlerweile doch arg durchgenudelte "Easy" auf Platz 24.
"Ich möchte mich gerne bei jedem bedanken, der sich das Album geholt hat. Das bedeutet mir viel, ich weiß, ihr müsstet das eigentlich nicht machen und hättet euch das auch ziehen können", kommentiert Cro den durchschlagenden Erfolg, der gleichzeitig die erste Nummer eins der Chimperator-Geschichte ist: "Als Dankeschön setze ich mich direkt ans nächste Mixtape und hau das wieder für umsonst ins Netz raus."
Bei allem Respekt vor Cros Erfolg, aber seinen albernen Panda verspeisen die wahren Maskenmänner des Hip Hop doch zum Frühstück. MF Doom etwa, der nach Madvillain und Dangerdoom die nächste Kollabo am Start hat.
Dieses Mal ist Vokalist und Produzent Jneiro Janel der Auserwählte. Das unter dem Decknamen JJ Doom veröffentlichte Projekt "Key To The Kuffs" erscheint in den USA am 21. August. Weil Deutschland in der Regel immer etwas früher dran ist, dürfte die Scheibe hierzulande einige Tage zuvor verfügbar sein. Der schon im Februar veröffentliche Vorgeschmack "Banished" lässt Hörstürze und wackelnde Zimmerwände befürchten.
Live ist Doom von August bis Oktober in fünf europäischen Städten zu sehen – unglücklicherweise nicht in Deutschland. Dafür kommt Labelkollege Madlib wenigstens in die Hauptstadt. Der Festsaal Kreuzberg sollte trotz eines Donnerstags am 11. Oktober Pflicht sein.

Was bei Doom Glücksgefühle auslöst, klingt bei Afrob fast wie eine Drohung. Das "Reimemonster" bastelt gerade an seinem neuen Album, wie er den Kollegen von berlinmusic.tv am Rande der Fête de la Musique verriet. Und Spezializtz' Harris? Der plant eine pädagogisch wertvolle Scheibe von rappenden Vätern für Kinder im Vorschulalter. Vermutlich ganz ohne GBZ.

Apropos Festival: Im Schwabenland ist man so entzückt über die (kurze) Wiedervereinigung der Kolchose auf dem Hip Hop Open am vergangenen Wochenende, dass die Endorphine so manchen Blick in die Vergangenheit verklären. Zumindest tauchte einige Tage nach der Sause auf der Facebook-Seite des Stuttgarter Clubs Tonstudio obiges Bild auf. Natürlich ein Fake: Im Original prangt auf Ice-Ts Brust das übergroße Emblem eines bekannten Sportartikelherstellers aus Herzogenaurach.
Grandioser als das Shirt ist aber ohnehin der Pager am Gürtel – und der Ablauf des Festivals, meint Johannes von Strachwitz. Der Chef des Veranstalters 0711 Entertainment freute sich über 19.000 Zuschauer und ordentlich Stallgeruch: "Wir haben hier Elder-Statesmen wie Max Herre und die Kolchose und Newcomer aus der eigenen Wiege, die dem Festival gemeinsam diese eigene Note verleihen."
Zurück zum echten Leben: Zur Sensation des Jahres dürfte Harris' Kinder-Album wohl nicht gereichen. Wie man eine solche schafft, zeigt Frank Ocean. Der grandiose "Channel Orange" frisst sich derzeit wahrlich durch alle Kanäle. Von "California Noir" spricht die Süddeutsche, der Spiegel vergleicht die Scheibe mit Stevie Wonders "Music Of My Mind" und D'Angelos "Brown Sugar". Und auch der zuständige Teil der laut.de-Redaktion ist restlos begeistert.
Fast nebenbei hat Ocean außerdem den wohl besten TV-Auftritt des Jahres hingelegt – seinen ersten überhaupt, wohlgemerkt. Unterstützt von der Hausband The Roots ist in Jimmy Fallons Late Night-Sendung Gänsehaut pur angesagt. Ein Wahnsinn und der Beweis, dass es auch im Jahr 2012 noch guten R&B gibt.
Ob es solche Musik ohne Bob Babbitt überhaupt gäbe? Der Bassist war Teil der Motown-Studioband Funk Brothers. Kaum ein Album der legendären Plattenschmiede aus Detroit kam Anfang der 70er ohne seinen Bass aus. Er spielte mit allen Größen des Labels, von Stevie Wonder über Marvin Gaye bis zu den Temptations. Babbitt, mit bürgerlichem Namen Robert Kreinar, setzte Maßstäbe im Soul und darüber hinaus. Am Montag verstarb der 74-Jährige an den Folgen eines Hirntumors.
Lisa Wörner, Stefan 'Wudo' Johannesberg, Yo Mama Fromm und heute Soul-Man David Hilzendegen sammeln und kredenzen wöchentlich Diverses aus dem Kopfnicker-Universum. Anträge, Blumen oder Punchlines an doubletime@laut.de.
Wenn man ?uestlove glauben darf, muesste D'Angelo mit seinem kommenden Album aber auch wieder alles uebertreffen.
Mich nerven ja eigentlich diese anti-gegen-alles Leute, die etwas kacke finden, nur weil es andere gerade toll finden.
Aber im Fall von Frank Ocean kann ich die allgemeine Begeisterung echt nicht nachvollziehen. Leicht quäkige Stimme in Kombination mit einfallslosen Beats/Melodien, denen, wie in dem Video gesehen, selbst die formidablen Roots nicht wirklich Seele einhauchen können. Wo ist da die besondere Qualität? Zugegeben, er kann singen in dem Sinne, dass er die Töne trifft und es nicht schief klingt. Aber das kann doch nicht ernsthaft für den RnB Thron reichen?
kann das neue d'angelo album schon gar nicht mehr erwarten.
voodoo ist eines meiner absoluten lieblingsalben. nebenbei auch ein anwärter für die meilensteinrubrik 
Oh Gott, warum in drei Gottes Namen berichtet die Zeit mit ABSOLUTER AHNUNGSLOSIGKEIT über HipHop? Da passt ja mal überhaupt nichts zusammen, 100% Bullshit: http://www.zeit.de/kultur/musik/2012-07/neuer-hip-hop-usa/komplettansicht
Treffen sich ein strenggläubiger Christ und ein Vegetarier und machen ein Album zusammen...
Klingt wie ein Witz...
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