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Zu den Schminktöpfen! Wir lassen die Killerclowns los, spielen Casper-Theater, suchen die beste deutsche Rap-Crew und erinnern an Cartel.
Konstanz (dani) - Crossover, Baby? Wenn jetzt schon die Metal-Fritzen damit aufhören, alt hergebrachte Genre-Grenzen zu respektieren ... wo kommen wir denn da hin? In Teufels Küche, Jungs. Wobei ... eigentlich sind wir doch alle gar nicht so verschieden: Mehr oder weniger lächerliche Gesichtsbemalung hat schließlich nicht nur im Black Metal Tradition.
Make-Up erfreut sich auch in Rap-Kreisen erstaunlicher Beliebtheit, und es ist bei weitem nicht nur Sido, der sein Gesicht gerne mal hinter einer Maske versteckt. Insbesondere in Horrorcore-Gefilden gehört Fassadenbemalung zum guten Ton.
Deswegen hier, with much motherfuckin' clown love, meine ganz privaten Spitzenreiter unter den metzelnden Clowns. Klick!
Er kommt dir strange vor, der Typ mit der Chainsaw? Mit Recht! Favorite pflegt, auch nachdem er die Harlekin-Schminke abgewischt hat, einen herrlichen Hau. Glückwunsch übrigens nachträglich, zur hervorragenden Charts-Platzierung, die "Christoph Alex" einfuhr. Vier! Ey!!
Dem House of Krazees entsprungen sind diese beiden, die sich - "Heartbroken & Homicidal" - wohl des ewigen Lebens erfreuen: "We don't die!", lautete schließlich die Parole. Nicht umsonst sind Twiztid aus Michigan dicke befreundet mit ...
... der Insane Clown Posse! Scheiß drauf, wie motherfuckin' magnets work. Dieses Duo hat stets something special zur Hand, das sich "In Yo Face" befördern lässt. Die Faust, eine Axt, Faygo ... Entdecke die Möglichkeiten! Nicht umsonst from Pluto to Ur-anus ... underground famous for doom and 808 bass booms.
Inzwischen ist auch dieser Mann meist ohne die ausgefeilte Gesichtsbemalung unterwegs. Dass das Einfluss auf seine Produktivität haben könnte, darf man sich aber getrost abschminken. Neues Tech N9ne-Album "All 6s & 7s" erscheint am 7. Juni, und da sich die überaus fähigen Kollegen von Rootdown Promotions darum kümmern, können wir uns darauf verlassen, dass wir es auch rechtzeitig vorgelegt bekommen.
Als meine Entdeckung der Woche geht - heißen Dank an meinrap.de - Block McCloud durch, der mir bisher irgendwie komplett entgangen ist. Zusammen mit R.A. the Rugged Man und Celph Titled hat er seine Nummer "Crazy Man" vom letzten Jahr aufgehübscht. Äußerst gelungen.
Heulsuse der Woche:
Um Aufnahme in die Reihe der anerkannten Spaßvögel buhlte diese Woche auch ein gewisser Hadi El-Dor. Never heard of that clown? Wir auch nicht, ehe er sich per Mail als Manager von Bizzy Montana outete - und gar bitterlich weinte. Über unsere Kritik an "Ein Hauch Von Gift", nämlich.
Die Vorwürfe - der Text sei "subjektiv", die Autorin "voreingenommen (...) was mich und meine Künstler betrifft", und sie habe natürlich "eindeutig nicht einmal mehr als drei Songs des Albums gehört" - fielen nicht gerade originell aus.
Wirklich witzig allerdings, dass Herr El-Dor offenbar glaubt, es gehöre zum guten Ton, eine Plattenkritik vor Veröffentlichung dem Management eines Künstlers zur Genehmigung vorzulegen. Der Endboss von einem Brüller steckte schließlich in dem Versuch, uns vorzuschreiben, mit wem wir künftig zusammen zu arbeiten haben: "In Zukunft...nichts mit Lisa ... so lange sie da ist...machen wir nichts...."
Kasperletheater!
Mit Lisa machen wir also nichts? Kasperletheater, was haben wir gelacht - und die Kollegin Wörner gleich mal weiter geschickt: Während wir Hadi El-Dor als Heulsuse der Woche ehren, trifft Lisa Wörner am Wochenende den einzig wahren Casper in Stuttgart. Wenn das daraus resultierende Interview nur halb so interessant wird, wie sich sein neues Album "XOXO" anlässt - Bingo.
Casper, falls es wirklich noch irgendjemand verpasst haben sollte, klingt so:
Teamgeist gefragt
So viel Spaß - da müssen wir am Ende natürlich noch eine ernste Sache nachschieben. Denn sonst, wie eingangs erwähnt: Wo kämen wir denn hin? Und was könnte ernster sein als die Erstellung unserer allseits beliebten Freitags-Listen? Die besten Rapper deutscher Zunge haben wir längst gekrönt, aber Hip Hop ist schließlich Mannschafts-Sport. Deswegen, los! Gerne her mit Vorschlägen zum Thema beste deutsche Rap-Crew. Was wir dann draus machen ... schaun wir mal.
Track der Woche:
Beim Graben in den Annalen des Deutschrap drängte sich die Frage auf: Was ist eigentlich aus Cartel geworden? Ihr wisst schon - die:
Naja, Google ist mein Freund - und was ich da fand, ließ mich fast vom Glauben abfallen: Offenbar gibts Cartel noch. Oder wieder? Oder was ist DAS? Spricht jemand Türkisch? Egal: "Spür den Einschlag, du weißt, wer wir sind!"
Icke, Yo Mama Fromm, Er, Maximum Brandl, oder der andere, KRM-One, sammeln und kredenzen wöchentlich Diverses aus dem Kopfnicker-Universum. Anträge, Blumen oder Punchlines an dani@laut.de, max@laut.de oder karim@laut.de.
Wieso regt sich Hadi denn so auf? Weiß doch jeder, daß die Indie-Plattform lauch.de in der Regel einen dicken Haufen auf deutschen Rap setzt. Unvergessen die ganzen Aggro-Berlin-Reviews damals.
übrigens ist die Überschrift eine ganz coole Anspielung auf ein Werk von Johannes Mario Simmel...
Hätt mir gern nen kleinen Artikel zu "Enkelschreck" gewünscht...
http://www.youtube.com/watch?v=7XrK-doVUPQfeature=feedf
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