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Kleine Schweizerinnen kennen ihren Savas. Christen fahren auf Nicki Minaj ab. Marsimoto-Fans stören den Straßenverkehr - und Busta Rhymes will einfach nur kacken gehen.
Konstanz (dani) - "Hör auf zu zweifeln, denn gestern ist Vergangenheit / Und morgen ein Rätsel. Doch heut' vielleicht noch der beste Tag deines Lebens."
Ob es nun wirklich der beste Tag meines Lebens war ... Ich weiß nicht. Mit Superlativen sollte man ja in etwa so geizig sein wie mit dem Zücken der Höchstwertung bei Plattenkritiken, auch wenn das nicht jeder Kolllege weiß. Was Kool Savas mir am Dienstagabend in Zürich bescherte, geht jedoch jetzt schon durch als einer der ...

Nie, wirklich nie mehr werde ich das eidgenössische Mädel vergessen, das beim Konzert - "am Konzert" sagt man wohl im örtlichen Sprachgebrauch - des King of Rap im X-Tra in Zürich neben mir stand. Die Lady reichte mir knapp bis zur Schulter, etwa halb so breit wie ich, und konnte tatsächlich auch bei den alten Tracks jede verdammte Zeile mitrappen. Herzerfrischend der Anblick, als die Kleine aus tiefster Seele gen Bühne brüllte: LUTSCH MEIN SCHWANZ!!! Dafür danke und ein fettes Pfund Rehspeck. Schön wars.
Man könnte glatt den Eindruck bekommen, Frauen sollten sich im Rap doch stärker betätigen. Wieso haben wir in Deutschrap-Kreisen eigentlich keine Rapperinnen, die es auch nur ansatzweise mit Nicki Minaj aufnehmen können? Okay. Weil es niemand mit Nicki Minaj aufnehmen kann. Höchstens vielleicht junge Christen unterwegs. Wie wir bereits feststellten: Jesus tanzt!
Die Veröffentlichung ihres für den Valentinstag versprochenen Albums wurde zwar um zwei Monate auf Anfang April verschoben. Einen Vorgeschmack auf "Pink Friday: Roman Reloaded" gestattet Nicki aber mit der ersten Auskopplung "Stupid Hoe". Dass mir bloß niemandem die Augen aus dem Kopf fallen!
"Stupid hoe" - in etwa dieser Gedanke beschlich mich angesichts folgender Situation:
Woher kommt eigentlich das Anspruchsdenken, dass Prominente immer und jederzeit zur Verfügung stehen müssen? Scheiße, lasst den Mann kacken gehen! Eure Brut, um die ihr gar so besorgt seid, hat von Busta Rhymes in einer knappen Minute vermutlich mehr über Anstand gelernt als in den Jahren davor.
A propos Anstand: Was gibt es nicht für höfliche Graffiti-Writer. Keine Tags? Okay!

... und eine höfliche Gegenfrage wird wohl erlaubt sein:

Eher nicht um Erlaubnis gefragt haben die Fans von Marsimoto, die im mittelsächsischen Döbeln gleich zehn Ampelanlagen mit "Grüner wirds nicht"-Stickern verzierten.

Statt auf die Ampelpfähle (was auch schon als illegales Plakatieren durchgehen würde) pappten die Schlaumeier (etwa bekifft?) die Aufkleber gleich direkt über das Rotlichtsignal. Der Sprecher des Döbelner Ordnungsamtes erklärte gegenüber der Sächsischen Zeitung, dies erfülle zweifelsohne den Straftatbestand des schweren Eingriffs in den Straßenverkehr.
Ach, da war ja noch ein Duell offen: Wer hatte denn nu die Nase vorn - Marsi oder Vega? Klar, Vega! Zwar belegt Marsi Platz 3, Vega (immer noch fuckin' beachtlich, Glückwunsch!) Platz 5. Aber:

Ich mach' mir die Welt, wie-de-wie-de-wie sie mir gefällt.
Von "Freunde Von Niemand" zu "Hass Auf Alles Und Jeden" ist es nur ein kleiner Schritt. Unlängst purzelte eine aus EP der Post an die "Redaktion Doubletime", die sich ihrem unerfreulichen Titel zum Trotz als ziemlich hörenswert entpuppte. Toib nennt sich die in Dresden residierende Einmann-Crew mit (ein Hoch auf die Bratwurst!) fränkischen Wurzeln. So siehts aus:

... und so klingts:
Nicht handschriftlich, sondern per e-Mail meldete sich Whizz Kid. Klar, der Rap-Roboter (nicht zu verwechseln mit dem Reim-Roboter) benutzt lieber die Maschinen- als die Schneckenpost. 115 Views verzeichnet sein Track "Abgefuckt" bis jetzt. Das steigern wir doch, damit das Roboterherz nicht weinen muss. Los!
Ob der Rap-Nachwuchs noch die Schulbank drückt? Wir wissen es nicht - wohl aber, wie die DJ-Klasse aussieht, da, wo Hip Hop zur Schule geht:

Moses P. ging jedenfalls definitiv noch zur Schule, als er das hier raushaute:
Ein neues Album mit dem innovativen Titel "Geteiltes Leid 3" ist angedroht - und nimmt bereits vorzeigbare Gestalt an:

Youth is a state of mind, zwar. Dem schulpflichtigen Alter ist Lil Jon aber wohl trotzdem entwachsen. Er feiert am morgigen Freitag seinen 41. Geburtstag. Glückwunsch – und jetzt alle:
To the windoooooooooooooooooow! To the waaaaaaaaaaaaaaaaall!
Lisa Wörner, Stefan 'Wudo' Johannesberg und Yo Mama Fromm, sammeln und kredenzen wöchentlich Diverses aus dem Kopfnicker-Universum. Anträge, Blumen oder Punchlines an doubletime@laut.de.





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