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MoneyBoy und Eko Fresh, Evolutionstheoretiker, Straßenmaler und Menschen, die Wände reinigen: Sind wir nicht alle irgendwie Hip Hop?
Konstanz (dani) - "The words of the prophets are written on the subway walls and tenement halls", das wussten schon die ganz und gar Hip Hop-unverdächtigen Simon & Garfunkel. Deswegen bringen wir heute - für den aktuellen Bezug - die neuen Ergüsse von MoneyBoy und Eko Fresh. Ansonsten gibts aber eher auf die Augen als auf die Ohren: Graffiti, vorwärts - und reverse.

Doch, ich möchte noch einmal drauf herumreiten: 15 Minuten Ruhm prophezeite Kollege Maximum Brandl dem aufstrebenden Unikat MoneyBoy. Höchstens. Die hat der möglicherweise skurrilste Rap-Export aus österreichischen Nachbarlanden zwar längst abgefeiert. Gut is' aber offenbar noch lange nicht.
Gestern entließ Mr. Drehdenswägauf sein brandneues Mixtape in den Äther. Kloßbrühenklar dreht sich auch diesmal wieder alles um "Money, Girls & Fame" - zum Download hier für Euch bereit. Auch, wenn mir nicht ganz klar ist, wie man den Swäg mit einem Kipp(!)schalter auf(!)drehen soll: Ich find' das T-Shirt immer noch grandios.

Gar wundervolle Shirts vertreibt übrigens auch mein eidgenössischer Lieblings-Graffiti-Künstler Bush aus dem idyllischen Interlaken, und zwar hier. Motive gibts reichlich - nicht nur für Schweizer.
Womit wir die Kurve in Richtung darstellende Kunst genommen hätten. Anlässe dafür gibts, wohin man schaut. Insbesondere stolperte ich heute über ein Filmchen, das die Dimension von Graffiti eigentlich fast schon sprengt.
"BIG BANG BIG BOOM" gestattet laut seinem Urheber BLU "an unscientific point of view on the beginning and evolution of life ... and how it could probably end". Zehn sehenswerte Minuten. Mehr? Man riskiere einen Blick ins Skizzenbuch.

Irgendwie fielen mir bei aus Wand und Boden rauskriechenden Figuren Straßenmalereien ein, die ich vor Jahren mal gesehen habe: Julian Beever heißt der Mann, der Abgründe schaufelt - nur mit Kreide.
Die optischen Täuschungen funktionieren ...

... allerdings nur aus der richtigen Perspektive:

Bei derart verzerrten Darstellungen, die - unter dem richtigen Winkel betrachtet - dreidimensional erscheinen, spricht man übrigens von Anamorphosen. Damit wir heute auch noch was gelernt haben - each one teach one.
Am verblüffendsten bleibt allerdings der Umstand, dass jemand, der ganz offensichtlich mit grafischen Talenten gesegnet ist, diese auf einer derart schauderhaften Website zur Schau stellt. Aber vielleicht hat das Vorgehen System, und der Mann will schlicht erreichen, dass man seine Kunstwerke direkt auf dem Pflaster betrachtet. Ist das denn noch Graffiti?
Ist Saubermachen Graffiti? Wenn man es richtig anstellt - wie Moose oder Alexandre Orion, dann schon. Dann ist es manchmal sogar eine Straftat. Gangster mit Putzfeudeln. Verrückte Welt.

Wenn man es richtig anstellt, ist eben alles irgendwie Hip Hop. Sogar MoneyBoy - und Eko Fresh sowieso. Für alle, die - wie ich - auch nach Tiefschlägen den German Dream immer noch nicht begraben wollen: Am 2. September erscheint das neue Album "Ekrem". Vorbestellbar ab sofort. Ekos Ankündigungs-Video: Ruhig mal ein Auge riskieren. 300 Bars waren offenbar noch nicht genug.
Sieht Eko nach Hip Hop aus? Wie muss man derzeit eigentlich aussehen, um den Szene-Codes zu entsprechen? Der Legende nach rekrutierten Looptroop bei ihrer Gründung mit voller Absicht ausgerechnet denjenigen ihrer Mitschüler, der am wenigsten wirkte, als könne er rappen. Auch nach seinem Wechsel ans Mic blieb Promoe aber der Disziplin verhaftet, aus der er eigentlich stammte: "Graffiti writers won't die because these walls don't lie. I'm dedicating this song to those gone, your memory live on."
Icke, Yo Mama Fromm, Er, Maximum Brandl, oder der andere, KRM-One, sammeln und kredenzen wöchentlich Diverses aus dem Kopfnicker-Universum. Anträge, Blumen oder Punchlines an dani@laut.de, max@laut.de oder karim@laut.de.
"Auch, wenn mir nicht ganz klar ist, wie man den Swäg mit einem Kipp(!)schalter auf(!)drehen soll: Ich find' das T-Shirt immer noch grandios" 
wie viel unwichtige scheiße ne plattform bekommt...
still menace war von der Idee und der visuellen Umsetzung her richtig gut. Die Raps leider eher mau.
ich hab nur nachgefragt, weil so ein griff ins klo war das jetzt nich für mich...finde eko's part geht schon klar....und ich mag es total wenn haft diesen laid-back style fährt bei dem sich am ende so gut wie keine zeile reimt.....lass mal joint drehen 
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