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Lady Bitch Ray will weniger ficken, Jan Delay hat ausgefunkt und Kimoe geht unter die Kurierfahrer.
Konstanz (dani) - Es läuft eine Fußball-WM im eigenen Land - und es scheint tatsächlich möglich, kaum etwas davon mitzubekommen. Das kann natürlich nur passieren, weil - die Welt zu Gast bei Freundinnen - diesmal die Frauen antreten. Die operieren beim Kicken von Bällen wie Reimen offenbar gleichermaßen unterrepräsentiert.
In einigen Fällen möchte man darauf mit Dankbarkeit reagieren. Lady Bitch Ray beispielsweise habe ich überhaupt nicht vermisst, vielmehr erfolgreich verdrängt - bis sie sich unlängst mit einem Auftritt bei Markus Lanz wieder ins Gedächtnis drängelte.
Nur dreimal ficken, bitte
Fotzenschleim als Gastgeschenk führte sie diesmal nicht im Gepäck. Is' wohl alle. Statt dessen plauderte sie über Burn-Out-Diagnose und Depressionen und tat erstaunliche Entwicklungen kund: "Früher habe ich 75-mal 'ficken' gesagt. Heute sag' ichs nur dreimal und denk mir den Rest." Aha. Sollte sie der Welt nach ihrer angeblich in Arbeit befindlichen Dissertation wieder eine Platte zumuten: Ich denk' mir dann auch den Rest.
Frauenpower? Ähem ...
Sollte aktuell tatsächlich Kitty Kat das Beste sein, das weiblicher Rap hierzulande zu bieten hat? Dann: Kein Wunder, dass von Frauenpower nix zu spüren ist. Es möge bitte auch so bleiben. Warum sich Chefket hierfür hergegeben hat: mir schleierhaft.
Look at her now!
Es kann nicht am fehlenden Y-Chromosom liegen. Anderswo bringt die Gesellschaft doch auch zungenfertige Frauen hervor. Man nehme nur einmal diese Lady:
Testosteron für alle!
Also, Mädels: Erst wird bitte heute die Damen-Elf beim Spiel gegen Nigeria angefeuert. Oléolé. Vielleicht versucht ihrs danach einfach mal mit dem Rap. Schlechter als so mancher Kerl könnt ihrs schließlich auch nicht machen. Dann müsste man an dieser Stelle auch nicht immerzu im Testosteron baden. (Übergeschwappt ist selbiges schon. Mein Chef hat soeben vor der Tür unter irrem Gelächter fremder Leute Gabelstapler gekapert. Kein Witz.)
Ausgefunkt
Jan Delay hat offenbar ebenfalls ein Tässchen Testosteron zu sich genommen: Funk und Soul erscheinen ihm künftig wohl zu weich, sonniger Reggae sowieso: "Ich will Rockmusik machen", erklärte er gegenüber der Hamburger Morgenpost. Mit einer Einschränkung allerdings: "Rockmusik, zu der Mädchen tanzen wollen." Eizi Eiz macht den Joe Rilla, der alte Haudegen ... Wunderbar, dann kann ich dieses Thema auch an einen der gitarrenfixierten Kollegen abtreten.
Willkommen in der Grauzone
Dann bleibt schon mal mehr Zeit für die wirklich interessanten Dinge. So hat beispielsweise das Berliner Duo Herr von Grau "Das Erste Buch Grau" angekündigt. Dass Chefket hier ebenfalls mitmischt: weniger erstaunlich.

Am 8. August soll das Werk erscheinen: Ein geschichtsträchtiges Datum, das einst schon den Niggaz With Attitude Glück brachte. Am 8. August 1988 veröffentlichten sie "Straight Outta Compton" ein Album, das seinen Meilenstein-Status redlich verdient hat.
Jetzt auch in Weiß
Weil ich mich - wie man sieht - ein bisschen in den Straßen Comptons herum gedrückt habe, hatte ich noch kein Ohr für Basstard übrig. Nach "Grau" (schon wieder!) und "Schwarz" trägt der letzte Teil seiner "Zwiespalt"-Trilogie folgerichtig den Titel "Weiss". Kritik dazu folgt noch, versprochen. Hier gibts erst einmal die Trailer-Serie. Eins, zwei, drei, vier.
Ich weiß nicht, warum ich euch so hasse ...
Gründe, Freiburg, seine Fahrradfahrer und Backgammon-Spieler zu hassen, gibt es sicher etliche. Escape gehört allerdings nicht dazu. Diese Geschichte ist doch - im Vergleich zu vielem, das einem so geboten wird - ganz gut erzählt:
Der Beat stammt übrigens von JAW, der mir persönlich zwar immer ein bisschen zu depri erschien. Hier passt es aber. Mehr von Escape gibts für Interessierte hier.
Die Welt gehört Kimoe
Zu düster? Dann machen wir doch noch rasch einen Abstecher in den Dancehall - der ja bekanntlich Hip Hops kleiner Bruder ist. Einer seiner Jünger, Kimoe, hat zusammen mit Mellow Mark Pow Pows Everlasting-Riddim geritten und dabei gleich ein Video ausgebrütet - dessen Premiere wir pünktlich zu Kimoes Geburtstag am 11. Juli präsentieren werden. Vorausgesetzt, dass er uns die Kassette rechtzeitig liefert:
Track der Woche:
Wenn ich diese Woche (genau wie die Woche davor) einen Track rauf, runter und noch einmal quer durchgenudelt habe, dann diesen. Tolle Kombination, tolle Platte, toller Clip. Aber Obacht: Dass Eminem seinen Alias Evil mit Recht trägt, bestätigten nun auch die Mothers Against Violence. Hilfe!
Icke, Yo Mama Fromm, Er, Maximum Brandl, oder der andere, KRM-One, sammeln und kredenzen wöchentlich Diverses aus dem Kopfnicker-Universum. Anträge, Blumen oder Punchlines an dani@laut.de, max@laut.de oder karim@laut.de.
Sehr geehrte Frau Fromm,
zu suggerieren, in Deutschland interessiere sich keiner für Frauenfußball, nur weil Frauen daran beteiligt sind, ist unreflektiert und unreif.
Bei so etwas fühle ich mich sexistisch belästigt. Bitte versuchen Sie, in Zukunft derartige Belästigungen zu unterlassen und sich einem seriösen Journalismus zu widmen.
Mit freundlichen Grüßen,
ein Mann
Die Sache mit dem Desinteresse hat mich auch gestört, da im Moment so viel wie noch nie zuvor die Werbetrommel für den Frauenfußball gerührt wird. Und sei es nur das Playboy Special aber wer sich ein wenig mit der deutschen Medienlandschaft beschäftigt (Radio, Fernsehen etc.) kommt im Moment garnicht um die Frauen WM herum.
Todesposter geb ich auch soweit Recht, da ich denke dass es wirklich so ein unterbewusster Reiz ist nur weils Frauen betrifft interessiert es keinen. Ich dachte eigentlich wir hätten das hinter uns.
Reyhan Sahin... das ist mehr so die inpersonifizierte histrionische Persönlichkeitsstörung. Depression und Burn-out? Ja, aber nur, weil's mit Karriere und Bekanntheitsgrad nicht so geklappt hat wie erwünscht. Dissertation an der Uni Bremen? Jeder Insider weiß doch, dass er DA hin muss, wenn er kein Geld für Bayreuth und nicht die Kompetenz für echte Unis besitzt. Eigentlich tut man so einer Person (und sich selbst) den größten Gefallen, gar nicht über sie zu berichten, da besteht wenigstens Hoffnung, dass sie ihre vollkommen überblähte Persönlichkeit die nächsten 20 Jahre noch mal in den Griff bekommt...
Und Dani, du musst dich echt nicht auf dieses sprachliche (und journalistische Niveau) herablassen, um Klicks zu generieren. Die "Doubletime" zählt echt noch zu den Lichtblicken unter den Kolumnen auf laut, auch (und vor allem) ohne Fäkalüberschrift und Fr. Sahin...
Schade schade. Der Track von Escape fängt toll an - und dann so ein bescheuertes Tarantino-Ende.
Mal abgesehen davon, dass "Jugendsprache anhand der Darstellung in der Jugendkultur HipHop" sicher ein dankbares Thema für eine Magisterarbeit in Linguistik darstellt, und diese beflügelte Leichtigkeit sie jetzt mit "Semiotik der Kleidung" als Dissertationsthema (wohl auch dank Stipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung) auch auf die breite Empore weitgehender wissenschaftlicher Redundanz hinauf schwingt, gelten die Anforderungen im bremerischen Bildungsbetrieb gemeinhin nicht gerade als belastend oder einschneidend (siehe div. Uni-Rankings).
Das öffnet sinnlosen Ego-Titeln Tür und Tor, reiht sich aber ganz gut in die aktuelle Wissenschaftsdebatte.
Für ihre Musik-Karriere empfinde ich ihre Themenwahl im Wissenschaftsbetrieb hinderlich - abgesehen von fehlenden Skills ist sie wohl nicht gerade ein erfolgreiches Forschungssubjekt zur Stützung ihrer eigenen Thesen, was quasi ihr Scheitern auf zwei Gebieten gleichzeitig dokumentiert.
Aber lies ruhig selbst mal rein, die Magisterarbeit ist über den Brockmeyer-Verlag einsehbar...











@ soulburn: Ohne diese Bauhelfer würde es so manch Gebäude für Studienzwecke gar nicht geben...
Das Selbe gilt natürlich für andere Berufe wie Müllmann, Postbote etc. Ich hab aufgehört zu studieren und such mir jetzt ne Lehrstelle. Mein Selbstwertgefühl hat sich nicht verändert. So viel dazu.

frauen die rappen? wie wärs z.b. mit nazz
http://www.youtube.com/watch?v=DCvH85rm9I8
http://www.youtube.com/watch?v=PTqZ-ze3AaY
es gab mal eine zeit in der es - bei fußball wie bei rap - kaum technisch versierte frauen gab. aber das is echt lange her
@ mr.soul: dein rückzug vom bremen bashing hat dich nochmal gerettet, burny.
als die sahin dort studierte, hielt ich mich dort auch gelegentlich auf. die sozialheinis und jurazombies waren damals nachbarn im selben nach bohnerwachs und erbrochenem ausdünstenden trakt.
....eine ganz furchtbare ansammlung gestörter war das. einerseits mehrheitlich zum maoistischen ökofaschismus tendierende nixwisser samt roibooostee - daneben autistisch-egomanische diplomatenkoffer-wixxer und genausolche real-life-dünnbrettbohrer wie ein ehemaliger minister.
ganz hartes brot, dort zu absolvieren - viele zerbrechen auf dem weg.
beim käffchen war die gute reyhan eigentlich immer ganz knorke. zumindest damals konnte sie die rolle an- und ausknipsen. das finde ich aber allemal besser als diese heerscharen verhuschter türkinnen, die mit der stopuhr von der sündhaften uni der ungläubigen abzischen.
selbst wenn sie nen weichen keks haben sollte. hat marilyn manson auch. für amerika ist er dennoch wichtig.
als mutige frau, die den parallelgesellschaften mal den spiegel vorhält - vor allem den ganzen krassen checkern und selbstdarstellern, die sich gleich einnässen, wenn die eigene schwester mal zu ner party will - finde ich die provo-bitch ganz ok.






ja genau, soul. das ist definitiv zumindest anteil der rolle. die ist nämlich gerade nicht eine kampfansage an uns, die wir alles kennen und sahen. das ist die praktische einforderung des rechts der muslimischen frau darauf, genauso frei (und prollig) zu sein, wie es der männliche teil ganz selbstverständlich praktiziert.
dort liegt der spiegel. ihre philosophie ist dabei, genauso unerträglich zu sein, wie die maskulinen kollegen, bis man es sebstverständlich findet - auf türkischer seite.
das ist wie knorkator als realkonzept
ja genau, soul. das ist definitiv zumindest anteil der rolle. die ist nämlich gerade nicht eine kampfansage an uns, die wir alles kennen und sahen. das ist die praktische einforderung des rechts der muslimischen frau darauf, genauso frei (und prollig) zu sein, wie es der männliche teil ganz selbstverständlich praktiziert.
dort liegt der spiegel. ihre philosophie ist dabei, genauso unerträglich zu sein, wie die maskulinen kollegen, bis man es sebstverständlich findet - auf türkischer seite.
das ist wie knorkator als realkonzept
Ma was anderes, Hr. Anwalt:
Ich mein, klar, du hast schon ein gewaltiges Arbeitspensum auf laut, wenn man sich deine Rezensionen und Interviews mal vor Augen führt... Besteht denn kein Interesse deinerseits, vielleicht auch mal ne regelmäßige Kolumne für laut zu verfassen? Ich finde, diesbezüglich ist laut.de noch etwas schwach auf der Brust, die "Doubletime" wie erwähnt noch häufig als Lichtblick... Und ich finde, nicht nur deine musikkulturellen Anekdoten würden dich dafür ausreichend qualifizieren...
die autorin hat doch völlig recht - zwar wird in den medien suggeriert das die wm n ganz großes ding sei, ich für meinen teil hab aber bis jetzt noch kein schwein - weder bei mir im hotel, noch privat, noch in ner bar - darüber reden hören ! die ergebnisse werden morgens gshwind bei google news wahrgenommen, wenn ses packen ist schön, aber jucken tuts doch wirklich nur ne minderheit !
soein cooler name und so eine mimose, todi?
kolumnen leben von zuspitzung. warum ausgerechnet hier so bierernst?
jajaja, jetzt kommt wieder die: ist doch alles nur mediale Provokation-Nummer. Nee, ehrlich, ich komm mit Frauen wunderbar klar, und wenn ich gestern Abend Zeit gehabt hätte, hätte ich das Spiel auch gekuckt.
Aber Sexismus, von Frauen kommend, erlebe ich fast täglich (und nein, ich bin nicht das Opfer), und ja, ich finde, nur weil Männer das vor 60 Jahren getan haben, heißt das nicht, das das jetzt als Wiedergutmachung den Frauen zusteht.
Und Anwalt, es gibt durchaus auch Kommentare von dir in manchen Threads, die nicht von der Witzeseite sind, ne?
ich glaube, ich verstehe deinen ansatz hier einfach nicht.
wo liegt denn hier die ernsthaft sexistische provokation?
mit allem, was du dazu schreibst, hast du ja recht.
nur warum passt das echauffieren hier?
der kontrast in der öffentlichen wahrnehmung ist einfach da. das darf man dann doch auch sagen.
das ist hier doch eher ironisierende desillusioniertheit und mediale verbitterung von weiblicher seite. das kann ich in bezug auf das sujet (und wie männer mehrheitlich sonst darauf abgehen) verstehen.
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