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Allein schon was die Vorberichte angeht, durfte man mit Großem rechnen: Ist es vom rein technischen Standpunkt her gesehen, kaum mehr notwendig, mit einem Orchester aus Fleisch und Blut zu arbeiten, ist es natürlich nach wie vor ein großes Ereignis für jede Band, diesen Schritt zu tun.
Der Bombast war bei den Norwegern stets ein enorm wichtiger Bestandteil des Sounds, und nachdem Keyboarder Mustis und Basser ICS Vortex der Band den Rücken kehren mussten, gab es doch einige Zweifler hinsichtlich der Qualität weiterer Songs. Diese dürften nun verstummen, denn "Abrahadabra" muss sich in keiner Weise vor irgendeiner früheren Veröffentlichung verstecken - ganz im Gegenteil.
Wenn etwa eine Combo wie Linkin Park davon faselt, dass das aktuelle Album als Ganzes betrachtet werden müsse, um über die einzelnen, schwachen Songs hinweg zu täuschen, so sieht das hier ganz anders aus.
"Abrahadabra" funktioniert definitiv als Gesamtkunstwerk und ist von vorne bis hinten aus einem Guss. Ausfälle? Fehlanzeige. Längen gibt es genauso wenig wie Füllmaterial.
Ein rundum perfektes Album also? Nicht ganz, aber nahe dran. Die Freude über die Koop mit großem Radioorchester und Chor scheint den Herren etwas zu Kopf gestiegen zu sein: Man hat den Eindruck, dass die orchestralen Parts im Mix fast wichtiger als Gitarren und sogar Kickdrum waren. So elegisch und ausführlich kam die Orchestrierung noch nie zum Einsatz, wobei der Bombast seltsamerweise trotzdem weniger aufdringlich klingt als noch bei "In Sorte Diaboli".
In seiner Gänze passt das Album - aber auch für sich allein bestehen sämtliche Songs. Hat man sich vor Jahren noch über den Klargesang von ICS Vortex aufgeregt und jammert diesem nun hinterher, werden sich viele auch am krächzendem Frauengesang von Agnete Maria Forfang Kjølsruds (Animal Alpha) in "Gateways" stören. Nach den ersten Durchläufen geht das dennoch voll auf.
Für zweifelhaften maskulinen Klargesang sorgt in der Bandhymne hingegen Snowy Shaw (Therion), der auch kurzfristig als neuer Bassist gehandelt wurde. Diese beginnt mit stimmungsvoller Atmosphäre und akustischen Gitarren, die tatsächlich von Blastbeats überrollt werden! Auch andernorts geben sich Dimmu Borgir gerne von ihrer harten und schnellen Seite, doch die Grenzgebiete des Black Metals haben Shagrath und Co. schon lange verlassen.
Wo sich beispielsweise Therion mit ihrem Theater-Metal mehr und mehr demontieren, zeigen Dimmu Borgir eindrucksvoll, wie man mit der Kombination aus Metal, Orchester und Chor in Sachen atmosphärischer Musik umgeht.
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Ich war mal vor dem Silo in Göteborg, in dem die band ihr "Progenies"-Video gedreht hat. Achja, Dimmu Morgir: Total witzig.
Also ich finde es auch ziemlich gelungen. Nachdem mir das letzte Album schon recht zugesagt hat, habe ich mir dieses auch gestern gekauft und muss nach 3-maligen durchlaufen jetzt sagen, dass ich es wirklich gut finde
. Den ein oder anderen Black Metal Puristen wird es vielleicht sauer den Magen aufstoßen, da es wirklich kein Black Metal mehr ist, wie ich finde, aber im Gesamtpacket trotzdem durchaus hörbar und empfehlenswert, für alle denen Black Metal zu hart ist und der rest irgendwie zu ''weich'' 
Ach mein Bauch sagt das selbe wie Onkel Eddy, In Sorte war zu perfekt und aalglatt arrangiert. Das die klassischen Einflüsse bei Dimmu nicht zu verleugnen sind wissen wir ja seit einigen Alben. Und trotz der querelen im LineUp in den letzten 1 1/2 Jahren und Wahrheit und Unwahrheit muss ich sagen, jeah Baby das is ne großartige Scheibe, die ich mir gern via Amazon im Vorverkauf gesichert habe. Ich mag diesen "kommerziellen" Black Metal, sofern die hartgesottenen das so sehen. Ich denk das gerade Dimmu das ausmacht dieses Genre zu durchloten und damit zu spielen, und das genieße ich mit Freude beim Hören. Welche Alternativen gibts denn? Gothic??? Klingt heutzutage nach Technokommerz... Death???? Wer ist da gut? In Flames?? nur noch Schatten Ihrer selbst und Geldgeil, Scar Symmetry ? zu balladesk und operettenhaft, Soilwork und Disarmonia Mundi?? Alles eine Sauße, auch leicht kommerzverdächtig... Bin mal gespannt was CoF im neuen Album abliefert... Amorphis neues Best of, läuft auch wieder zu altem Glanz auf.
mhhh, ohne den letzten bassisten ist das einfach nicht mehr das selbe. dem seine cleanvocals habens voll rausgerissen. habs mir noch nicht angehört. nur die erste "single", in dem so ein hexenverschnitt beteiligt ist. schauma mal
Wie kann man denn ernsthaft die aktuellen Alben von LP und DB derart miteinander vergleichen, ohne dabei journalistisch beschränkt zu klingen? Ich fürchte gar nicht.
"Wenn etwa eine Combo wie Linkin Park davon faselt, dass das aktuelle Album als Ganzes betrachtet werden müsse, um über die einzelnen, schwachen Songs hinweg zu täuschen, so sieht das hier ganz anders aus." - auf welche Aussage seitens Dimmu Borgir wird hier eingegangen? Es macht für mich - auch wenn es um Aussagen geht - keinen Sinn, genrefremde Künstler derart miteinander zu vergleichen. Wenn ein Rasenmäherverkäufer von Komfort spricht, ist die Aussage sicher nicht mit der eines Bentleyhändlers zu vergleichen, auch wenn sie das selbe Wort benutzen.
@chefsabby: Wenn In Flames, Scar Symmetry, Soilwork und Disarmonia die einzigen Death-Metal-Bands sind, die dir einfallen - kein Wunder, dass du keine guten kennst!
@orang-utan-klaus, das waren nur populäre beispiele, aber ich müsste in mich gehen welche ich noch kenne bzw. höre. hab ja mal mit sog. independent sachen wie dunkelgrafen und graveworm angefangen. bin dann damals nach nem tape von nem kumpel bei in flames hangengeblieben ohne zu wissen das die das sind... aber wie ich das schon in anderen foren oder wars n statement? gelesen hab, fuck of genres.. immer alles in ein starres korsett pressen müssen... hauptsache das ding rockt und geht gut ab. p.s. dann nenn mir doch n gutes album von einem interpreten..
ciao chefsabby
P.S....
Typisch foren user, entweder es gibt perfekt oder aber, den mache ich nieder...
Das Kompliment geht an dich zurück, bist immer wieder für eine Lacher gut, wie versuchst, hier einen auf ernsthafte Fachmann zu machen.
Was Kritik mit Heulen zu tun hat, erschließt sich wohl auch nur dir, sowie die seltsamen Vergleiche in deinen Reviews. Heulen kann ich über eine Kürzung seines Lohns oder so mancher Laut.de-Leser über das Leid der Welt. Man könnte dir auch ein paar Links zu Reviews im Internet schicken, die es verdient haben, ernst genommen zu werden. Kein Ahnung von Metal bei, was sich allein immer daran zeigt, mit was du die Musik oft vergleichst. Außer den bekannten Szene-Größen kommt da nämlich nicht viel - ob es jetzt passt oder nicht. Und wenn man nicht weiß, was man schreiben soll, als Redakteur mit beschränkten metallischen Horizont, dann holt man einen völlig deplatzierten LP-Vergleich ran - 0815-Plattitüden inbegriffen.
Und ob jetzt Dachkammer oder bei dir im verfilzten Kellerloch ist doch unerheblich oder?
Schreib weiter, mich amüsiert es ja und Aufmerksamkeit sei dir gewiss.
uärks - wie kann man sich so einen zirkusmetal reinziehen? *würg*
Das Album ist qualitativ gut, vermutlich sogar hochstehend. Trotzdem will es mir nicht recht gefallen. Ein echtes Orchester ist leider kein Garant für einen intensiven "Filmmusik-Black-Metal-Sound", wie ihn Dimmu Borgir ansonsten so gut beherrschen.
Ab und zu erinnert mich das ganze an ein Musical. Der wirklich lächerliche Klargesang unterstützt dieses Gefühl zusätzlich.
Vielleicht hören wir ja im nächsten Harry Potter einen Song dieser Scheibe.
Für mich der schwächste Output von DB. :-(
Ich mag das Album total gerne. Aber ich habe von Black Metal auch so ziemlich keine Ahnung und bin generell kein Freund von Genre-Käfigen. Also überlasse ich das Haten und Meckern den trven Nagelarmband-Trägern und freue mich über ein in meinen Ohren tolles Stück Musik.
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