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Gangnam Style? Lambada? Chickendance? Es gibt tausend Möglichkeiten, sich tanzend zum Horst zu machen. Wir haben die besten rausgesucht.
Konstanz (laut) - Ein Tanz geht um die Welt. Es ist der Gangnam Style, den mittlerweile Tänzer in Tausenden von Youtube-Videos nachahmen. Sogar Britney Spears hats versucht, nur leider war ihr Bauch zu dick, ihr Rock zu eng und ihr Rhythmusgefühl selbst für diesen Pferdegalopp zu unterentwickelt.
Doch der Wahnsinn hat Methode, alle Jahre wieder kommt ein Bewegungsmuster in Mode, das niemand vorhersehen konnte und das bislang auch niemand vermisst hat. Selbst der hinterletzte Körperklaus versucht dann, mit verdrehten Extremitäten die Zensi von der Alm oder andere Mauerblümchen zu beeindrucken, was übrigens selten von Erfolg gekrönt ist.
Welche Moves man in den letzten Jahrzehnten erdulden musste, seht ihr hier:
So blitzartig, wie er weltweit Discos und Privatfeten in den frühen Siebzigern eroberte, verschwand er auch wieder: der Bump. Handfestes musste her - und so stießen Teens und Twens nach dem Motto "Hüfte, Hintern, eins zwei drei" im rhythmischen Takt ihre Unterleiber aneinander. In Deutschland feierte Penny Mclean mit ihrer "Lady Bump" eine kurzlebige Karriere, doch in den Staaten warnte Joe Tex alsbald "Ain't Gonna Bump No More (With No Big Fat Woman)". Vielleicht war das Ganze einfach auch nur tatsächlich für den Arsch. Besonders, wenn man sich dazu heute Gestalten wie Kurt Beck oder Hella von Sinnen als Anstoßpartner vorstellt. Wer mag schon blaue Flecken auf Hüfte und Allerwertestem?
Little Eva trällerte den Song 1962, Kylie Minogue kiekste ihre Version 1987. Macht den dazugehörigen Tanz aber auch nicht besser.
Die Inkarnation des One-Hit-Wonders: Die Men Without Hats aus Kanada und ihr unsterblicher "Safety Dance". Ein Song, der aus mehreren Gründen im kollektiven Gedächtnis hängen blieb: 1. wegen der Hitmelodie. 2. wegen des Videos, in dem eine Horde Mittelalter-Spinner wie auf Drogen durch die Landschaft hüpft. 3. wegen eines angeblichen Tanzes, den man seither im Video vergeblich sucht.
Nicht einmal Native Speaker hatten einen Schimmer, wovon diese Kanadier 1982 öffentlich halluzinierten. Songwriter Ivan Doroschuk stellte irgendwann klar, dass der Tanz nichts mit Safer Sex zu tun habe. Gut. Und jetzt: Everybody look at your hands! Häh? Egal: We can dance if we want to!
Der einzige Grimmepreis-Träger in dieser Liste. Ist auch nicht wirklich nervig. Höchstens genervt. So wie Bernd. Mist!
Chubby Checker startete 1961 mit seinem Superhit "Let's Twist Again" voll durch - und eroberte damit nicht nur die USA. Zum Rhythmus des Beats schüttelten Teenager weltweit Arme und Beine. Auch in der Nachkriegs-BRD zündete der Funke. Mit teilweise skurrilen Ergebnissen: Caterina Valente besang einen mexikanischen Esel in ihrem "Popocatapetl Twist". Die wilhelminische Kolonialherrschaft der Deutschen war zwar längst vorüber, doch einmal noch folgte ein gewagter Südsee-Besatzungsversuch. Die weibliche Dirk Bach-Vorläuferin Trude Herr fiel mit ihrem "Hula Twist" unerschrocken in eine unschuldige, ahnungslose Insel ein - und stößt auf begeistert mitgehende Eingeborene. Wäre doch nur die echte Kolonialzeit so abgelaufen! Einfach nur sehen, hören und mitstaunen.
Ganz dolles Gang-Ding. Sieht aber immer noch eine Spur lächerlicher aus, wenn sich die ganz harten Jungs am V-Step versuchen, und übers Bordsteinpflaster eiern wie weiland Alkoholix.
Auch die Zukunft bleibt nicht verschont von Modetanz-Desastern. Im dritten Jahrtausend starten untertassenförmige Ramschiffe mit sechziger-Jahre-Bügeleisen in der Kommandokonsole zu Patrouillen am Rande der Unendlichkeit. Erholung von solchen Abenteuern bietet das Starlight-Casino, das ausgehfreundlich auf dem Meeresgrund stationiert, auf Besucher wartet. Während eine riesige, druckfeste Glaskuppel Einblicke ins fischige Tiefseeleben bietet, bewegen sich zu schrägen Elektro-Klängen Pärchen in Gummianzügen mit ruckartigen Hüpfbewegungen. Dance The Galyxo! So sieht also die Zukunft des Techno aus - viel wird sich demnach nicht ändern. Auf jeden Fall nötigt das Ganze die Crew des schnellen Raumkreuzers Orion zu ausgedehnten, alkoholvernichtenden Baraufenthalten. Nicht verwunderlich.
Kuba hält exquisiten Rum, Zigarren und andere Spezereien der Karibik parat. Von dort stammt auch der Rumba. Und wie man den tanzt und sich ordentlich zum Carlios macht, zeigt dieser Herr.
Sirtaki – der wohl idiotensicherste Tanz der Geschichte. Zwei mal rechts, zwei mal links, und kick und kick. Die Schrittfolge lässt sich beliebig variabel durchführen. Allerdings ist dieser Tanz nur an seine griechischen Vorgänger angelehnt. Im Original stammt Sirtaki vom Schauspieler Anthony Quinn, den er bei den Dreharbeiten zum Film „Alexis Sorbas“ 1964 choreografierte. Ein Kunstanz also, der sich trotzdem zum berühmtesten der Griechen mauserte.
Lässt sich hervorragend auf "Ding Dong Die Hex' Ist Tot" tanzen.
Nicht jeder heißt Josephine Baker und noch weniger Leute befinden sich im Besitz eines schmucken Bananen-Röckchens. Abgesehen davon, dass der Charleston ind den 20ern in den USA als absolut skandalöses Zappeln galt: wer zieht sich schon freiwillig einen Kreuzbandriss zu?
Den choreografischen Meilenstein zu seinem Song "Mach den Bibo" präsentierte Singer-Songwriter Olli Schulz zum ersten Mal beim BuViSoCo im Jahr 2009. Die deutsche Independent-Tanzszene hat sich seitdem merklich verändert: Berichtete doch selbst Leitmedium Bild über den Tanz-Hype. Die Bewegungen zum Musikstück sind zugegebenermaßen sehr einfach und definieren den Begriff Ugly-Dance wohl neu. Doch gerade die kindliche und unschuldige Gestik mach den Charme dieses Tanzes aus. Na dann, macht den Bibo, das Ufo, den Grobi, uh, uh!
Für hibbeligen Breakbeat macht der Herr hier eine erstaunlich entspannte Figur. Nichtsdestotrotz darf bezweifelt werden, dass der ambitionierte Nachwuchs-Nurejew seinen Kindern diesen Clip voller Stolz zeigt.
Tanzeinlagen mit gleichzeitigen mimischen Entgleisungen bietet uns dieser junge Herr hier. Da hätten wohl vor dem Betreten des Dancefloors wohl einige Lockerungsübungen nicht geschadet. Obwohl es zweifelhaft erscheint, dass er mit seinen Moves stilprägend war, hätte es doch einen Reiz, den Typen mal zu treffen. Vielleicht halt tagsüber und außerhalb der Disse.
Wenn schon der Welttanzkongress in Clacton-on-Sea den Hoppel Poppel als besten Partytanz kürt, muss ja was dran sein, oder? Na dann mal los!
HP Baxter und seinen Statisten gelingt immer wieder etwas, das sie im Rampenlicht hält. Und sei es nur albernes Rumgehopse. Aber das macht sich in einer Zwölfer-Reihe in der Großraumdisse deines Vertrauens sicher ganz schick. Go!
Klappe zu, Affe tot!
Etikettenschwindel!! Es hat noch niemand etwas von brasilianischen Schäfern gehört, die etwas vom Lamm baden verstünden.
"It's fun to stay at the Y.M.C.A", jeder kennt ihn, jeder singt ihn und ziemlich viele tanzen diesen Evergreen. Eine Hommage an die "Young Men's Christian Association", die jungen, männlichen Reisenden damals für wenig Geld eine Unterkunft zur Verfügung stellte. Die schwule Casting-Band Village People landet damit einen Nummer 1 Hit und der dazugehörige Tanz ist bis heute in aller Munde. Geht auch ganz einfach: Cheerleader-mäßig die Buchstaben nachformen, that's it!
Man hätte der besungenen Dame dicke Warzen ins Gesicht gewünscht, hätte man gewusst, dass zwei alternde Spanier eine Ode an Macarena singen. Die dazugehörigen Trockenübungen entstammen ganz sicher aus den geheimen Testlabors des FBI und dienen dazu, den Betrachter für die Entführung von Außerirdischen gefügig zu machen. Scully where are you?
Über 430 Millionen Views? Nominierung fürs Video des Jahres 2012? Das Teil muss gut sein. Singin' ya ya yippie yippie yeah!
Das englische Äquivalent, der Chicken Dance, wird neuerdings auf sehr unkonventionelle Weise getanzt: In Slow Motion. So jedenfalls macht es She & Him's Zooey Deschanel. In der Serie "New Girl" windet sie sich auf einer Hochzeitsfeier sanft zu Phil Collins' "Groovy Kind Of Love". Hinzu kommt, dass die Klatschbewegung durch einen typischen Huhn-Kopf-Move ersetzt wird, was das ganze doch sehr lustig aussehen lässt.
Die Hände machen eine Schnabelbewegung, die Arme schlagen wie Flügelchen und der Po wackelt – welches Tier das wohl sein mag? Zu den ältesten und nervigsten Tänzen zählt der Ententanz. Man kann kaum dämlicher aussehen beim Versuch, ohne große Tanzkünste auf dem Parkett mitzumischen. Die nur im angeheiterten Zustand ertragbare Melodie stammt übrigens vom Schweizer Komponisten Werner Thomas aus dem Jahr 1957, und hat sich weltweit bisher über 40 Millionen Mal verkauft.
Dejott Ötzerich hat sich 2003 bitterlich darüber beklagt, dass sein "Burger Dance" nicht im Radio lief. Bei derlei Hirnrissigkeit wünscht man ihm, dass er mit einem mittel-lauten 'fump' implodieren möge.
Da habt ihr doch tatsächlich den Batusi vergessen!
Achja, zum Thema Charleston: http://www.youtube.com/watch?v=c_DUs4LiU7o
aber echt mal lambada ist sexy! wie der schwarze kleine mit dem weissen kleinen: arschwackeln auf hohem niveau. aber holy moly die musik nach dem offiziellen teil bei lambada
ich denke mal dazu würde jede tanzeinlage bescheuert aussehen, wenn mans dazu nicht kann kommt wohl sowas dabei raus
Der Burger Dance ist auf so vielen Ebenen grauenhaft, dass es schon bösartig ist.
Melodie, Musik, Interpret, Thema des Texts, der Text selbst, die eingebaute Werbung, Gesang, Produktion, Video, Tanz, die Verkaufszahlen... einfach alles an diesem Machwerk ist grässlich!
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