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Bass, Bass, wir brauchen Bass! Doch wer zupft den besten Groove? Wir verraten es euch.
Konstanz (laut) - Chemie ist, wenn es stinkt und kracht, und "einen guten Bassisten erkennt man daran, dass man hört, wenn er nicht spielt". Von Billy Sheehan stammt: "Bass spielen ist kein Geheimnis. Wenn der Drummer auf die Kickdrum tritt, spielt der Bass den entsprechenden Ton dazu." So einfach ist es also.
Von wegen! Es gibt da draußen jede Menge Bassisten, die beweisen, dass man auf den vier (oder mehr) Saiten gar bezaubernde Töne spielen kann. Die Mär von den tumben Trotteln, die dem Herren Gitarristen nur im Weg stehen, gilt schon lange nicht mehr, so sie denn überhaupt je Sinn ergab. Als großer Bestandteil des Rhythmus' ist der Bass aus keiner Musikrichtung wegzudenken. Wir zeigen euch, welche Koryphäen am Tieftöner das Musikbusiness zu bieten hat.

1994 vermittelt Smashing Pumpkins-Kopf Billy Corgan die schönste Frau am Bass an Courtney Love. In der Band der Kurt Cobain-Witwe ersetzt Melissa Auf Der Maur die an einer Überdosis gestorbene Kristen Pfaff. Mehrere Touren und ein Album ("Celebrity Skin") spielt sie mit Hole, bis Corgan sie 1999 zurück holt: Dort ersetzt sie D'Arcy am Bass. Doch Melissa möchte ihre Kunst nicht so eng fassen, in ihrem Solo-Projekt Auf Der Maur veröffentlicht sie zunächst an Gesang und Bass ein selbstbetiteltes Album mit prominenter Unterstützung von Josh Homme, Nick Oliveri (Queens Of The Stone Age), Twiggy Ramirez (Marilyn Manson, A Perfect Circle) und vielen anderen, um sich dann ihrem Multimedia-Projekt MAdM zu widmen, das neben einem Album ("Out Of Our Minds") und einer zeiteweise sehr küstlerischen Website auch eine Film hervor bringt.
Weapon Of Choice: 4-Saiter Fender

Einerseits bekannt mit Kyuss und Queens Of the Stone Age, andererseits wegen Gewalt- und Drogenexzessen. Dieser junge Mann ist nicht unbedingt das, was man als perfekten Schwiegersohn betrachtet. Vor allem, weil Josh Homme ihn aufgrund seiner mangelnden Agressionskontrolle nicht länger in seiner Band haben wollte. Von den Waffen und der Inhaftierung wegen häuslicher Gewalt mal ganz zu schweigen. Mit Kyuss Lives! hat der Mondo Generator-Frontmann seinen Neuanfang gewittert und sich fürs erste wieder dem Bassspiel gewidmet.
Weapon Of Choice: Neben Fender-Modellen, auch die klassische viersaitigen Rickenbacker 4003, Fernandes Atlas 4 Bass und einen fliegenden Dean Metalman V.

"Smells Like Teen Spirit" ist ein fraglos wunderbarer Song. Man musste jedoch nicht extra Kurt Cobain persönlich fragen, um herauszuhören, dass der Song neben der Laut/Leise-Dynamik und den stürmischen Frontalriffs auch einen brodelnden Basslauf auffährt, wie man ihn Jahre zuvor schon bei den Pixies vorfand. Dort am Bass: Kim Deal. Das Verdienst der Amerikanerin um den Viersaiter sind keine extravaganten oder schnellen Soli. Deal bevorzugt trockene, kraftvolle und scheinbar metronomisch getaktete Läufe, die in Indie-Klassikern wie "Monkey Gone To Heaven" einen neuen Maßstab für Indie Rock-Bands setzte.
Weapon Of Choice: Gibson Thunderbird

Auch wenn bei der Punkrock-Band The Clash lediglich drei Songs aus seiner Feder stammten, macht er sich als Musiker bei Supergroup-Formationen wie The Good, The Bad & The Queen (mit Damom Albarn und Blur) einen Namen. Simonon spielte in seinen frühen Jahren einen reich verzierten Rickenbacker, später aber einen Wal JG Custom Bass und dann, des fülligeren Sounds wegen, einen Fender Precision Bass. Einen solchen zertrümmert er auch auf dem dem Album-Cover von "London Calling". Mittlerweile hat er sich für einen Ovation Akustik-Bass entschieden. Man wird halt doch älter.

Simon Gallup kann sich rühmen, neben Robert Smith am längsten Mitglied von The Cure zu sein. Zudem überragte seine Frise nicht selten sogar die des Frontmanns. Sicher ist Gallup nicht der beste Bassist der Achtziger, es gibt kaum einen Basslauf von ihm, den man nicht in zwei Minuten raushören kann. Aber wer kann schon gut spielen, wenn der Bass nur knapp über dem Boden hängt? Cooler als Smith war er aber immer. Jeder, der vom Gothic Rock auch nur angehaucht wurde, wollte in den Achtzigern wie er sein. Und die Frisur. Die Frisur!
Weapon Of Choice: Gibson Thunderbird

Bevor Duff als Kolumnist für ESPN oder Seattle Weekly quasi in unsere Kollegenschaft aufstieg, spielte er in der feurigsten Rock'n'Roll-Kapelle der damaligen Zeit. Bei Guns N'Roses läutete er schon das Intro von "It's So Easy" mit seinem schneidenden Basston seines viersaitigen Fender Jazz gebührend ein. Zwischen Slashs Sahne-Soli und Izzys klassischen Rockriffs hielt Duff Songs wie "Paradise City" zusammen und groovte wie die Hölle. Das Solo im Intro von "Sweet Child O Mine" oder die Line von "Rocket Queen" überdauert auch noch jeden kommenden GnR-Zwist zwischen Slash und Axls Söldnertruppe.
Weapon Of Choice: 4-Saiter Fender

Als Bassist der durchgeknallten Armenier, trägt Shavo Odajian natürlich einen wesentlichen Teil zum Image von System Of A Down bei. Das Bass-Genie streichelt seine Saiten meist ohne Plektrum und seine Performance gehört einfach zum kuriosen Bühnenbild eines SOAD-Konzertes.
Weapon Of Choice: Gibson Thunderbird IV

Es gibt kaum einen Bassisten, der so einen einzigartigen und prägenden Sound pflegt wie Hooky. Wie so oft, half der Zufall bei der Entstehung desselben. Es war sein viel zu leiser Verstärker, der das Gitarrespiel bei Joy Division nicht übertönente. Um dem entgegenzuwirken, benutzte Peter Hook, "der Bassist, der dachte, dass er Leadgitarre spielt", zunächst nur hohe Basslines. In den späteren elektronischen Zeiten von New Order wurde sein Spiel immer melodischer, der Klang näherte sich dem einer Baritongitarre. Heute tourt er getrennt von New Order unter dem Namen Peter Hook & The Light mit den Songs von Joy Division durch die Welt.
Weapon Of Choice (live): Eccleshall

Gründungsmitglied von Duran Duran und hauptverantwortlich für die Ausarbeitung von deren musikalischen Arrangements prägte das Bassspiel John Taylors die Anfang der Achtziger aufkommende New Wave-Szene. Sein größter musikalischer Einfluss war Roxy Music. Der ehemals 'Sexiest Male Popstar Alive' beeinflusste zahlreiche junge Bassisten des Jahrzehnts. In guten Momenten tat er dies mit seinem Bass-Stil, in schlechten mit seiner Frisur. Selbige ist wohl auch ein Grund, warum er so selten in Listen wie dieser genannt wird.
Weapon Of Choice: Aria SB

Es gibt wenige Bassisten, der auf mehr Hits den Tieftöner gezupft hat, als Joe Osborn. Unter anderem für Neil Diamond, Mamas & The Papas, Simon & Garfunkel, The Carpenters und The Monkees, zudem hat er seine Finger bei unzähligen Film- und TV-Produktionen im Spiel. So auch beim Musical "Hair". Zu seinen Hochzeiten als Session-Musiker hatte Osborn durchschnittlich zwei Top 10-Hits pro Woche in den US-Billboard-Charts. Teilweise musste er 20 Sessions die Woche spielen.
Weapon Of Choice: Fender Jazz Bass

Ohne ihn wäre Thin Lizzy wahrscheinlich nicht derselbe Ruhm beschert worden. Bis zu seinem Tod 1986 begeisterte er als Sänger und Bassist einer der bekanntesten irischen Bands sowohl mit Konsorten als auch alleine Publikum auf der ganzen Welt. In frühen Jahren führte er stets einen Rickenbacher 4001 und einen Dan Armstrong Lucite Bass mit sich. Erst später spielte er auf weiteren Modellen, wie einem Rickenbacher 4000 und einem Ibanez Roadstaar RS900. Desweiteren beherrschte er einen sechssaitigen Bass von Danelectro.

Colin Greenwood hat den Anschein des Unscheinbaren, seine Bühnenposition bei den Liveauftritten Radioheads ähnelt einem Nebenschauplatz. Während Thom Yorke vor ihm die Extase pflegt, nistet sich der ältere der Greenwood-Brüder in seinen Hoheitsbereich ein, artig neben Schlagzeuger Phil Selway und abgebrüht wie ein Stoiker. Gerade die Songs "Airbag", "Exit Music (For A Film)" und "Bloom" zeigen Greenwoods beispielloses Bassspiel auf. In "Airbag" lupft er seine Läufe hie und da in den zerrigen Spielfluss und hinterlässt verstörende Spuren. Kein Muster, mit denen er nach den Tönen greift, ist vom vorigen abgeleitet. Immer macht Greenwood einen haarscharfen Bogen darum. Für "Exit Music (For A Film)" spart er sich die Erhabenheit bis zu Yorkes Zerreißprobe "You can laugh / A spineless laugh" auf. Von da an herrscht bis zum letzten Ächtzen eine raue Schönheit, die von Greenwoods Fender Precision Bass in Partnerschaft mit einem Shin-ei Companion FY-2 Fuzz Pedal ausgeht. "Bloom" vom aktuellen Album "The King Of Limbs" ist ein glaubwürdiger Zeitzeuge, der Greenwoods emanzipiertes Spiel belegt. Hier wird Colin Greenwood ganz das, was er auch auf der Bühne darstellt: ein Ruhepol in der tönenden Hetzjagd der anderen.
Weapon Of Choice: Fender Precision Bass

Gail Ann Dorsey ist trotz ihrer Soloalben vor allem als Session-Musikerin bekannt. Die Mitte der 80er Jahre entdeckte Vollblutmusikerin hat sich in der Szene als Studio- und Tourbassistin längst einen guten Namen gemacht und ist vielen als die schwarze Bassistin von David Bowie bekannt, den sie seit Anfang der 90er Jahre immer wieder begleitete. Im Studio weilte die vielseitige Londonerin bereits mit Gwen Stefani, The The und Bryan Ferry, derzeit reist sie mit Lenny Kravitz um die Welt.
Weapon Of Choice: Lakland Hollowbody

Der am 8. Dezember 1955 in Philadelphia geborene Nathan East ist der Tausendsassa des Bass. Die Liste seiner Kundschaft liest sich wie ein Who Is Who des Musik-Biz: Superstars wie Lionel Richie, George Harrison, Barry White, Michael Jackson, Herbie Hancock und Babyface sind begeistert vom virtousen Spiel des schwarzen Künstlers. Sein Instrument spielt er wahlweise mit fünf oder sechs Saiten. Keine musikalische Ecke, in der Nathan nicht zu Hause ist: Die an Gegensätzen nicht armen Genres von Pop, Rock und Jazz finden wegen seines geschmeidigen Stils so stets einen gemeinsamen Nenner.
Weapon Of Choice: Yamaha Signature 5-Saiter

Der Grammy-Preisträger, der mit der von Chick Corea geleiteten Fusion-Band Return To Forever berühmt wurde, ist bekannt für seine ausgereifte Slap-Technik und seine Virtuosität. Zwar gilt Larry Graham von Sly & The Family Stone als Erfinder dieser Techik, doch Clarke verfeinerte sie und brachte sie im Jazzrock ein. Zudem war er einer der ersten Künstler, die einen elektrischen Piccolobass verwendeten.
Weapon Of Choice: Alembic

Ein weiterer Fall, der belegt, dass das abschätzige Verhalten der meisten Gitarristen den Bassisten gegenüber unangebracht ist. Alex ist eine der treibenden kreativen Kräfte hinter einer der erfolgreichsten Death Metal-Bands, Cannibal Corpse, und spielt vermutlich so manchen überheblichen Klampfer an die Wand. Obwohl Alex extrem technisch spielt, bleibt er doch immer songdienlich und versucht nicht, sich mit irgendwelchen Kabinettstückchen in den Vordergrund zu drängen. Dennoch ist und bleibt der Mann das Sprachrohr der Band. Kein Wunder, den Corpsegrinder versteht man ja eh nicht …
Weapon Of Choice: 5-Saiter Spector

Mit einer klassischen Ausbildung auf einem Cello begann für Jack Bruce die Karriere als Bassist. Schnell musste er zum Viersaiter wechseln, da keine Blues-Band der Welt ein Cello an Bord haben wollte. Seine Wurzeln hat er trotzdem nie vergessen, wie sein Ausspruch, Johann Sebastian Bach habe die besten Bassläufe aller Zeiten geschrieben, belegt. In seiner Zeit bei der ersten Supergroup Cream, in der er Gesang und Bass übernahm, liegt sein Ruf als außerordentlicher Künstler begründet. Sein Sound ist knurrig, bissig und aggressiv. Lange Improvisationen avancierten zu seinem Markenzeichen.
Weapon Of Choice: Gibson EB-3

Die Welt muss dem ehemaligen Queen-Bassisten eigentlich ein Denkmal setzen, da er sich dem unsäglichen Kokolores seiner Ex-Mitstreiter unter dem Banner "Queen" konsequent entzog. Oft wird nämlich vergessen, dass es das Verdienst des ruhigen Mannes an den vier Saiten war, das die Songs der Königin veredelte. Man stelle sich "Another One Bites The Dust" oder "Under Pressure" ohne deren kongenialen Basslauf vor. Undenkbar!
Weapon Of Choice: Fender Precision Bass

Längst besitzt der gebürtige Brite Roger Waters einen Status als lebende Legende. Als bahnbrechend und innovativ gilt nicht nur sein Umgang mit dem Bass. Auch als Sänger, Komponist und Texter nimmt er einen unverrückbaren Platz in der Hall Of Fame des Rock ein. Pink Floyd beeinflussten unzählige Musiker. Waters' Fingerspiel auf Rickenbacker und Fender Precision setzte Maßstäbe, obwohl er sich seine Kenntnisse einst als schlichter als Autodidakt aneignete. Als Inspirationsquellen dienten ihm dabei besonders Blues und Folk. Die Erfolgs-Alben "Wish You Were Here", "Dark Side Of The Moon" und "The Wall" von Pink Floyd zählen längst zu den Meilensteinen der Rock-Historie.
Weapon Of Choice: Fender Precision Bass

Höfner und Macca - ein Bund fürs Leben. Dieser Bass in Violinform legte den Grundstein der Beatles-Aufnahmen bis 1966 und stellte gerade in den Rock'n'Roll-Nummern der ersten Alben zu einem nicht unerheblichen Teil den Trademark-Sound der Gruppe. McCartney brachte dem rhythmisierenden Bass das Singen bei - meist mit einem Plektrum, bei dem ein kurzes Knacken mitschwang. Sucht man die Großereignisse, die McCartney in die Welt warf, liegt mit dem ersten Song ("I Saw Her Standing There") des ersten Albums ("Please Please Me") gleich ein Prachtstück edler Handwerkkunst vor. McCartney singt, seine Finger tänzeln dabei galant über das Griffbrett. Auf dem Beatles-Zenit "A Day In The Life" hat sich zwischen Harmonie und Kakophonie, die den Song umgeben, McCartneys emsiger Working Class-Bass ins Gedächtnis gebrannt. Sein sicherlich bekanntestes Statement war der Beitrag zu John Lennons "Come Together". Paul machte die mysteriöse Einleitung sprichwörtlich greifbar. "Band On The Run", sowohl Single als auch Album, lieferte die Bestätigung, wie ausgelassen und ungebunden sich ein E-Bass im Räderwerk des Pop anstellen konnte.
Weapon Of Choice: Höfner

Als einziger Kontrabassist unserer Liste darf Grischa für die komplette Rocka- und Psychobilly-Szene herhalten. Während der Kontrabass in der Rockmusik weitgehend vom elektronischen Gitarrenmodell verdrängt wurde, ist der Psychobilly ohne das wuchtige Saiteninstrument kaum vorstellbar. Stilles im Eck Stehen kommt hier aber nicht in Frage. So hat der ehemalige Heartbreak Engines-Bassist live einiges zu tun, wenn er mittlerweile mit Demented Are Go kreuz und quer über den Globus zieht. Egal, ob ein übermütiger Sänger auf seinem Instrument herum turnt oder er es von einer Ecke der Bühne in die anderen schleift, Grischa bleibt im Takt, lässt die Saiten klackern und sorgt ganz nebenbei noch für manch feuchten Slip unterm Petticoat.
Weapon Of Choice: Kontrabass aus tschechischer Handarbeit

"Wer hats erfunden?" In aller Regel lautet die Antwort darauf: "Die Schweizer!" Nicht jedoch, wenn es um den Einsatz der Slap-Technik auf dem E-Bass geht: Die Pionierleistung hier erbrachte nach weit verbreiteter Einschätzung in den 1970er Jahren Larry Graham - auch wenn er selbst es vorzieht, von "Thumpin' and Pluckin'" zu sprechen. Graham muckte in den Reihen von Sly & The Family Stone, bis ihm Slys Drogenprobleme zu viel wurden. Er packte seinen Bass, gründete mit Graham Central Station seine eigene Band und spielte später, während Kollegen an der Weiterentwicklung und Verfeinerung der von ihm aufs Tapet gebrachten Technik feilten, unter anderem zusammen mit Prince - den er ganz nebenbei zum Glauben der Zeugen Jehovas bekehrte. Ob dabei sein göttlicher Bass im Spiel war?
Weapon Of Choice: Fender Jazz Bass

Klar, Iommi brachte die Riffs an den Tisch, doch den Kopf in den Headbang-Modus schaltete auch bei den Urvätern des Schwermetalls der Tieftöner. Terence Michael Joseph, oder schlicht Geezer Butler, ließ seinen Bass die Saiten fletschen, auf das Trommelfell einhämmern und soundtechnisch einen Spagat zwischen Donnergrollen und Wahwah-Wuscheleien vollziehen. Zusammen mit Iommi fiel ihm als einer der ersten ein, die Saiten runter zu stimmen und das Ergebnis abzuwarten. Schon war eine Legende geboren.
Weapon Of Choice: Fender Precision Bass

Steve hat den Begriff Basshure geprägt wie kaum ein anderer Mann in der Metalszene. Die Liste der Bands, in denen Steve die letzten Jahre ausgeholfen und mitgespielt hat, liest sich wie ein Who Is Who des Genres. Das geht von absoluten Härtnern wie Death und seiner eigenen Band Sadus über Testament und Iced Earth bis hin zum Ägsl Rose-Intimus Sebastian Bach. Lang bleibt Steve eigentlich bei keiner Band, dennoch wird sein Spiel quer durch die Szene nach wie vor geschätzt.
Weapon Of Choice: 6-Saiter (fretless) Thor

Die Reggae-Welt kann JoJo Hookim gar nicht genug danken: Mitte der 70er Jahre lädt der Produzent Robbie Shakespeare, der in Kingstoner Clubs längst einen exzellenten Ruf genießt und auch bereits den Bass zu Bob Marleys "Stir It Up" einpluckerte, in seine Studioband und stiftet damit eine musikalische Ehe, die nicht nur die jamaikanische Musikszene erschüttert: Robbie trifft auf Sly Dunbar. Zusammen bilden sie eine Rhythmusgruppe, die als die beste unter der Sonne gehandelt wird. Kaum jemand hat nicht mit diesen beiden zusammengearbeitet, kaum eine Reggae-Basslinie geht nicht auf das Konto des Mannes, den man Bassspeare nennt. Jahrzehnte im Groovegeschäft, buchstäblich Hunderttausende Produktionen, keine Verschleißerscheinungen. Gruselig!
Weapon Of Choice: Paul Reed Smith Bass

Auch wenn Leland aussieht wie Vader Abraham und man ständig nur auf den Flötenschlumpf wartet, gehört der Mann zu den stillen Monstern an der Axt. Sollte Dusty Hill bei ZZ Top mal ausfallen, wäre Leland die logische Wahl als Ersatz. Allerdings würde er den guten Dusty vermutlich an die Wand spielen. Drummer Frank Beard könnte zwischendurch sogar aufwachen, wenn der 65-jährige Lee richtig aufdreht. Phil Collins, Rod Stewart, Amy Grant oder Engelbert Humperdinck wissen jedenfalls, was sie an ihm haben. Die Musikwelt spricht mit größter Hochachtung von dem Rauschbart.
Weapon Of Choice: 5-Saiter Fender

Welch klingender Name, welch markante Fratze. Beides wurscht, denn der Typ handhabt den Bass wie kaum ein zweiter. Stilsicher in jedem Genre spielt er mit The Who genauso wie mit John Mayer, Jeff Beck, Paul Simon, D'Angelo oder Adele. Wenn Not am Bass ist, ruft die Elite nur den Pino. Sein melodischer Ansatz, verbunden mit viel Funk, macht ihn zum Inbegriff des modernen Sessionmusikers.
Weapon Of Choice: Fretless Music Man StingRay

Seit 1968 geistert die vielköpfige Funkformation Tower Of Power im Musikzirkus umher. Unumgänglicher Kern der Band sind Drummer David Garibaldi, selbst ein Meister seines Fachs, und Bassist Francis Rocco Prestia. Sein perkussiver und rhythmisch perfekter Stil verband sich mit dem "busy" Drumming Garibaldis zu einem knochentrockenen Funkgemisch, dessen Level selbst heute noch nicht so schnell erreicht wird. Funk auf höherer Stufe, mit einer Rhythm Section, dass die Ohren wackeln. Prestia führte die Spielweise der Bassmänner von James Brown konsequent weiter und konnte selbst die schwierigsten Synkopen mit abgeklärter Effizienz wie ein Kinderlied klingen lassen. Zu seinem Groove wird man noch lange tanzen.
Weapon Of Choice: Conklin Signature

Der Wüstenmagier Reeder diente den Jungspunden von Kyuss quasi als Rolemodel. Bei einer Tour mit den erfolgsbefreiten, aber wegweisenden Across The River lernten John Garcia, Josh Homme und Brant Bjork den ein paar Jahre ältern abgeklärten und ruhigen Farmer kennen, mit dem sie besser auskamen, als mit ihrem eigenen Bassisten, damalig noch Madman Nick Oliveri. Mit Reeder an Bord zerstörten Kyuss alles, was rockte. Die Riffs flogen in fetter Manier durch die Gegend, Reeders Fill-Ins fuhren mit allen anderen Schlitten, und in Josh Homme fand der Linkshänder einen ebenbürtigen Gitarrenfuchs, mit dem sich wunderbare Epen zelebrieren ließen. Supa Scooba and the Mighty Scoop.
Weapon Of Choice: Ibanez ATK 300

Mehr Nummer-eins-Hits hat er eingespielt, als die Beatles, die Stones, die Beach Boys und Elvis Presley - zusammen. Dennoch kennt den Namen des brillanten Bassisten kaum jemand. Die Supremes, Smokey Robinson, Stevie Wonder und zahllose andere Stars groovten auf seinem innovativen Basslinien zu Weltruhm. Erst Marvin Gaye brach mit seinem Album "What's Going On" mit der Unsitte, die beteiligten Studiomusiker unerwähnt unter den Teppich fallen zu lassen. Auf James Jamerson trifft der Titel der Dokumentation über ihn und seine Kollegen von den Funk Brothers absolut zu: "Standing In The Shadows Of Motown". Die erschien leider erst deutlich nach seinem mit 45 Jahren viel zu frühen Tod 1983. Davor war er, wie sein erklärter Fan John Entwistle, Bassist von The Who, es beschreibt: "the guy who played bass for Motown".
Weapon Of Choice: Fender Precision Bass

Man nennt ihn den Eddie Van Halen des Bass. Was kein zweifelhaftes Kompliment darstellt, denn der gebürtige New Yorker adaptierte einst die durch Eddie bekannt gewordene Two-Hand-Tapping-Technik von der E-Gitarre für sein eigenes Instrument. Sein Können stellte Billy unter anderem bei David Lee Roth und Mr. Big unter Beweis. Welthits wie "To Be With You" und "Wild World" (beide mit Mr. Big) veredelte er mit einprägsamen Basslinien. Vielseitigkeit heißt sein größter Trumpf. Stars wie Gitarrist Steve Vai oder Drum-Legende Cozy Powell nahmen - und nehmen - seine Dienste gern in Anspruch.
Weapon Of Choice: Sheehan spielt ca. 40 verschiedene Modelle.

Seid ehrlich, Rocksachverständige: Bis John Paul Jones nicht vor drei Jahren an der Seite von Dave Grohl und Josh Homme staubige Rockjams zimmerte, hatte man fast vergessen, was er zu Led Zeppelin beitrug. Jimmy Page gilt als Gott aller Sechssaitigen, an John Bonham kommt kaum ein Trommler-Award vorbei, und was ist mit dem zurückhaltenden Bassisten, der schon in den 70ern immer die schlechteste Frisur von allen Langhaarigen hatte? Er legte mit seinem Fenderbass spielerisch das Fundament, auf dem sich alle anderen austoben konnten, und brachte zweifellos den Schwung in den Zepplin. Und wie es mit Led Zepplin generell so ist, war er ein Vorreiter. Seine Finger beeinflussten ziemlich alles, das in dieser Liste bisher auftauchte oder noch kommen mag.
Weapon Of Choice: Fender Jazz Bass

Nicht nur auf dem altgedienten E-Bass beweist Les Claypool Virtuosität und Klasse. Dank ihm existiert auch das Instrument "Whamola" - die selbstgebaute Rock-Variante des in der Folk-Musik gern eingesetzten Waschwannen-Bass. Bei Primus agiert Les nicht im Hintergrund, wie so viele seiner Kollegen - hier gibt er auch den Sänger. Mit seiner einzigartigen Slap-Technik fusioniert er auf aufregende Weise Funk mit Art-Rock. Stlistisch verharrt Claypool ohnehin nicht in einer vorgefassten Genre-Ecke: In Form von Gastauftritten zupft er auch für so unterschiedliche Musiker wie Tom Waits und Limp Bizkit zielsicher die Saiten.
Weapon Of Choice: Carl Thompson 4-Saiter

Viele Musiker behandeln Justin Chancellor als Gott unter den Bassisten. Das Tool-Mitglied spielt sein Instrument wie eine Gitarre. Manch einer glaubt seinen Ohren kaum, welch rhythmischen Wahnsinn er auf Songs wie "Schism" treibt. Zahlreiche Effektgeräte helfen ihm, einen unglaublichen Sound für die bedeutendste Progressive Metal-Band zu kreieren.
Weapon Of Choice: Wal 4-String

So wie Snoop Dogg der einzige Mann ist, der ungestraft Zöpfchenfrisuren tragen darf, darf Bootsy Collins als einziger sternförmige Flicken auf die Knie seiner Hosen nähen. Wer seit Anfang der Sechziger den Funk prägt, mit James Brown und George Clinton zusammen gespielt hat, darf ohnehin einfach alles. Das mit vielen Effektenexperimenten besetzte Spiel des Exzentrikers ist vollkommen eigen und zum Zeitpunkt seines Entstehens ungehört. Sein Space Bass adelte, bevor er gestohlen wurde, jede P-Funk Platte.
Weapon Of Choice: Larry Pless Space Bass

Wenn ein Mann sein Basspiel ausschließlich in den Dienst eines Songs stellt, dann ist das mit Sicherheit Oliver Holzwarth. Oliver, der mit Sieges Even zum ersten Mal für akute Maulsperre nicht nur beim schreibenden Redakteur sorgte, spielt mittlerweile seit einigen Jahren bei Blind Guardian absolut großartig – und dennoch unter Wert. Wer miterleben durfte, wie unvergleichlich Olli die Gitarren von Markus Steffen und die Drums von Alex Holzwarth zu einem harmonischen Ganzen verbindet, wird das bestätigen: technische Perfektion, traumwandlerische Virtuosität und – wie die Gastspiele bei Paradox gezeigt haben – auch noch jede Menge Biss im Spiel.
Weapon Of Choice: 5-Saiter Sandberg

Ganz ohne Zweifel wären Rage Against The Machine ohne das Bass-Spiel Commerfords nur ein ambitionierter Haufen. Welche Power der großflächig Tätowierte seinen Mitstreitern beisteuert, hört man, wenn man sich seine kraftvollen Basslines einmal wegdenkt.
Weapon Of Choice: 4-Saiter Lakland

Stuart Zender zählt Anfang der Neunziger Jahre mit Jamiroquai zu den besten Bassisten im Acid Jazz. Der Sound seines Basses war maßgeblich an dem Erfolg der ersten Alben der Band beteiligt. Es gibt nicht wenige, die der Meinung sind, dass Jamiroquai mit seinem Ausstieg nach "Travelling Without Moving", dem am meisten verkauften Funk-Album aller Zeiten, ihre Seele verloren haben. Nach seinem Ausstieg arbeitete er unter anderem mit Guru, Lauryn Hill, D'Angelo und den Gorillaz zusammen. Seit 2006 ist er Bassist und musikalischer Direktor für Mark Ronson.
Weapon Of Choice: Warwick Streamer

Obwohl technisch auf extrem hohem Niveau, ist John Myung doch so etwas wie der typische Bassist. Das Langholz knapp unterm Hals, in seinem Fall ein fetter 6-Saiter auf dem man bequem bügeln oder surfen könnte, immer irgendwo im Hintergrund geparkt, und wenn er mit dem Fuß wippt, ist er schon kurz vorm Ausflippen. Interviews mit John haben Seltenheitswert und auch sein musikalischer Einfluss auf Dream Theater dürfte eher gering sein. Dennoch ist sein Spiel immer äußerst akzentuiert und absolut songdienlich.
Weapon Of Choice: 6-Saiter Yamaha

Der Holländer hat sich in der Metalszene die letzten Jahre vor allem als Bassist bei Pestilence und Obscura einen exzellenten Ruf erspielt. Auf seinem fretless 6-Saiter legt Jeroen ein äußerst virtuoses Spiel an den Tag, das ähnlich wie bei Oliver Holzwarth oder Ralf Hubert, extrem songorientiert ausfällt. Wer der Meinung ist, dass technische Bassisten zu aufdringlich spielen, soll sich mal Obscura ohne Bass anhören. Man wird schnell feststellen, dass kaum eine Nummer mehr auf derselben Ebene funktioniert wie zuvor. Wie die beiden erwähnten Kollegen, hat auch Jeroen das untrügliche Gespür, einen Song logisch klingen zu lassen.
Weapon Of Choice: 6-Saiter (fretless) Warwick

"Bass Solo, Take One." Mit diesen Worten begann das Stück auf dem Debüt von Metallica, das aus der Reihe fiel, "(Anesthesia) Pulling Teeth". Die Legende von Cliff Burton, der einen wilderen und schneidenderen Bass-Sound hatte als so mancher Gitarrist, wurde von Lars Ulrich und James Hetfield von seiner Band Trauma wegverpflichtet und bediente bei den Bay Area-Thrashern fortan den Viersaiter. Seinen Einfluss auf Bassgezupfe im Metal kann nicht hoch genug bewertet werden, sein Wirken innerhalb der Band steht außer Frage. Als musiktheoretisch gebildet, schuf er mit den Instrumentalepen "Call Of Ktulu" und "Orion" oder dem Intro zu "For Whom The Bell Tolls" noch zu Lebzeiten kleine Denkmäler. Viel zu früh riss es ihn aus dieser Welt, wahre Bassgroßtaten erbrachte er in seinen 24 Jahren trotzdem sehr viele.
Weapon Of Choice: Rickenbacker 4001

Bei Rush ist er nicht nur für die tiefen Töne zuständig. Seit der Synthie-Ära der Achtziger bedient Gary Lee Weinrib, wie er bürgerlich heißt, die Tasten, 'nebenher' singt er auch noch. Manch anderer würde sich bei derlei Multitasking einen Knoten isn Gehirn spielen. Nicht so Geddy. Dass alleine schon die Bassläufe aus seinen Fingern alle Ehren Wert sind, verdeutlichen nicht nur seine zahlreichen Awards. Unzählige Bass-Eleven beißen sich an seinen Noten die Zähne aus.
Weapon Of Choice: u.a. Viersaiter Fender Jazz Bass.

In Musikerkreisen ist Marcus Miller eine Legende. Er ist auf über 500 Alben von so unterschiedlichen Musikern wie Jean Michel Jarre, Bobby McFerrin, Al Jarreau, Mariah Carey, Bill Withers, Elton John, Bryan Ferry, Frank Sinatra oder LL Cool J zu hören. Zudem hat er Miles Davis nicht nur als Tour-Bassist jahrelang begleitet, sondern auch die drei letzten Alben des Jazz-Genies produziert. Miller hat auch die Technik des Slapstils weiter entwickelt und die perkussiven Möglichkeiten des Instruments deutlich erweitert, indem er mit einem unglaublich harten und metallischen Anschlag reichlich Obertöne erzeugt.
Weapon Of Choice: 4- und 5-Saiter Signature Fender

Gerade technisch anspruchsvollen Bassisten wird oft vorgeworfen, einfach nur wild durch die Gegend zu mäandern, während die Gitarren etwas ganz anderes spielen. Wer aber wie Ralf Hubert eine klassische Ausbildung genossen hat, sich mit den Gesetzen der Musik und vor allem der Klassik bestens auskennt und die Spielräume und Grenzen im Schlaf erkennt, der kann über solche Vorwürfe nur lachen. Als kreatives Genie hinter Mekong Delta hat Ralf die Metamorphose aus Metal und Klassik schon zu Zeiten vollzogen, als Bands wie Rhapsody Of Fire oder wie sie alle heißen, noch mit dem Tennisschläger vor dem Spiegel posten und auch heute noch beide Stile höchstens nebeneinander stellen. Allein die Unart, einen Bass ohne Kopf zu spielen, sollte man dem guten Ralf bei Gelegenheit abgewöhnen.
Weapon Of Choice: 4-Saiter Steinberg (headless)

Wer hofft, hier zu erfahren, wofür zur Hölle eigentlich T.M. steht, der wird leider enttäuscht. Das weiß wohl allein Mr. Stevens. Eigentlich auch egal, denn der Mann ist ein wahres Monster am Bass, was nicht zuletzt der Verfasser diese Zeilen am eigenen Leib erfahren musste. Als er sich im zarten Alter von 17 Jahren bei einer Warwick-Aktion im heimischem Musikladen einen Satz neue Saiten leistete, schlossen sich plötzlich von hinten zwei Pranken um den B.C. Rich Ironbird-Bass und hauchten der Axt für einen kurzen Moment Leben ein, das der kleine Eddy in den folgenden Jahren entschlossen stümperhaft wieder abtötete. Wer wie T.M. mit Steve Vai, James Brown, Joe Cocker und 1.000 anderen Künstlern arbeitet, findet sich in allen musikalischen Genres zurecht.
Weapon Of Choice: 4-Saiter Warwick

Kaum einer verschmilzt Pop und Funk so wie Michael Balzary alias Flea. Bei den Anfangstagen der Peppers slappte er sich in rasender Geschwindigkeit durch die albernen Songs, und vermischte es mit ordentlich Punkrock-Attitüde. Dabei war er Ausgangspunkt fast jeden Songs, den die Chilis in den Achtzigern geschrieben haben. "Es begann immer mit einer Bassline von Flea", gab Sänger Anthony Kiedis zu Protokoll. Unzählige Weltumrundungen später hat sich der Sound der Red Hot Chili Peppers in den breitbeinigen Mainstream verlagert, Fleas Dominanz darin ist nach wie vor unverändert. Zweifel? Zuerst "Salut To Kareem" aus grauer Vorzeit, und danach "Ethiopia" vom letztjährigen "I'm With You" anhören.
Weapon Of Choice: Modulus Flea FB4

Dem gemeinen Rockfan vielleicht nicht sofort ein Begriff, lässt dieser Name Basskenner mit der Zunge schnalzen. In Sachen Technik und Daumengeschwindigkeit ganz weit vorn, treibt er sich meist auf Soloausflügen durch die Musikwelt oder tourt mit Bluegrass Bela Fleck. Wie auch Meistern anderer Instrumente, ist ihm die Spieltechnik und das Instrument schon nur mehr zweitrangig. Denn der Mensch macht die Musik. Das gilt auch für seine emotionale Version des Gospel-Klassikers "Amazing Grace", die mittlerweile legendär ist. Muss man als passionierter Tieftöner einfach kennen.
Weapon Of Choice: Fodera Monarch Deluxe

The Ox hat seinen Spitznamen von seinen stoischen Bühnenbewegungen, die den Fels in der Brandung gaben, während Townsend und Daltry zu den Parade-Wilden Hunden einer ganzen Generation wurde. (Und natürlich, weil er die meisten Drogen vertrug). Dass in einer Band mit Keith Moon und Pete Townsend irgendjemand für Stabilität sorgen müsste, war Entwistle dabei herzlich egal. Durchdringend zog er seine Basslines durch den Rock-Kosmos, zügelte Basszöglinge zu Zehntausenden, lehrte durch The Who-Scheiben wie "Who's Next" oder "Tommy" Millionen das geschmackvolle Bassspiel. Werkzeuge hatte er reichlich, immerhin ging ja pro Show mindestens ein Bass über den Musikantenjordan. Rickenbacker, Fender Jazz, Gibson – er hatte und zerstörte sie alle.

Was soll man über eine Kerl sagen, der seit 1975 das Ruder bei Iron Maiden fest in der Hand hält, die Band zu einer der größten Metalbands des Planeten gemacht hat, seinen eigenen Fußball-Club besitzt, auf seinem Grundstück eine eigene öffentliche Kneipe eingerichtet hat und in einer Band mit DREI Gitarristen auf seinem Bass mehr Melodielinien spielt, als so mancher Gitarrist in seinem ganzen Leben? Reicht ja eigentlich auch schon, vor allem wenn man bedenkt, dass Steve den Großteil der besten Songs von Maiden geschrieben hat. Fragt sich nur, ob der Mann eigentlich täglich den Cliffhanger vom Zehn-Meter-Brett macht …
Weapon Of Choice: 4-Saiter Fender

Er starb bereits am 21. September 1987 - doch noch immer thront der US-Amerikaner Jaco Pastorius bislang unerreicht weit über sämtlichen Bassisten-Kollegen. Jaco gab umjubelte Solo-Konzerte, ohne weitere Mitmusiker - er und sein Instrument reichten vollkommen aus, um Fans und Kritiker in den Bann zu ziehen. "Ich spiele Bass, als ob ich mit einer menschlichen Stimme spiele", erläuterte Pastorius einmal seine Vorgehensweise.
Bahnbrechend und revolutionär: seine einzigartige Interpretation des Spiels, für die er sich auch an klassischen Komponisten wie Johann Sebastian Bach anlehnte. Den Jazz bereichert er im Zusammenspiel mit Legenden wie Herbie Hancock oder bei Weather Report. Jacos wohl berühmtestes Instrument ist ein Fender Jazz Bass aus dem Jahr 1962, der einen besonders langen Hals aufwies. Höchst unorthodox setzte der umtriebige Musiker Equipment wie eine Fuzzbox fürs Spiel mit ein und erzeugte damit Klänge, die die Welt bis dato noch nicht kannte. Pastorius' Bedeutung in der zeitgenössischen Musik ist vergleichbar mit dem Status Jimi Hendrix' fürs E-Gitarrenspiel.
Zeitlebens rang der außergewöhnliche Künstler mit Drogen und Depressionen. Bereits 1975 erklärte er: "Ich bin der beste E-Bass-Spieler der Welt." Was in dieser Großmaul-Tradition Muhammad Ali fürs Boxen, ist Jaco für die Gilde der Bass-Zupfer: schlicht und ergreifend "The Greatest".
Weapon Of Choice: Fender Jazz Bass
kleiner tipp: nick oliveri ist schon wieder bei kyuss lives ausgestiegen.
alles, was mehr als 4 saiten spielt, sollte aus der liste gestrichen werden und ist nicht mehr als ein verkappter gitarrist. 
Aus meiner Sicht fehlen:
Mark King (Level 42) Ohne seine Basslines wären "Lessons in Love" oder "Running in the family" wohl keine Hits in den 80ern geworden. Dabei hat er noch mehr drauf, als er in den Songs zeigt.
Auch ganz eindeutig fehlt meiner Meinung nach Tony Levin. Lange Jahre Bassist von z.B. Peter Gabriel. Ohne seine Funky Fingers aus "Steam" fehlt auch was.
Robert Trujillo (Metallica) und Ryan Martinie (Mudvayne) sind auch keine Sesselpupser.
Cancellor und Zender! Gerade die beiden hab ich schon vermisst, als ich über die Hälfte der Liste durchhatte. Und dann auf Platz 17 (SKANDAL!) und Platz 13 (HAMMA)!
ABER:
Die Frau da, die bei Jeff Beck spielt...
John Wetton
Greg Lake
Colin Edwin
Verdine White
Tony Levin (nun gut, der ist wirklich nur n verkappter Gitarrist)
Oliver Riedel (Spaaaaass...)
wo sind die denn alle...
Scheissliste. Jetzt noch bitte eine mit Keyboardern, danke!
tal wilkenfeld!
die darf ja mal gar nicht unerwähnt bleiben:
http://www.youtube.com/watch?v=wf-J_sJB29Q
http://www.youtube.com/watch?v=xLEGQ4VO4Uo
shavo odadjan ist ein wirklich ziemlich jämmerlicher bassist.wie kommt man auf den? hat so gut wie keine nennenswert guten riffs auf den soad alben un wenn man ihn mal live bei seinem unsauberen fingernagel-geschrammel beobachtet verstärkt das den eindruck noch..btw hat auf dem soad-debut daron malakian die bass-parts eingespielt. ryan martinie fehlt (wobei jedoch ein bild von ihm vorhanden ist??)
Gute Liste diesmal,
evtl hätte ich noch
Gary Peacock (Keith Jarrett Trio)
Burnis Earl Travis (Bassist bei Gretchen Parlato)
Foley (Bassist von Miles Davis)
Jerry Jemmott (King Curtis the Kingpins)
Ist nicht euer Ernst, dass ihr Peter vergessen habt. Und das zwei Wochen vor seinem Todestag.
Abgesehen davon, finde ich schön, dass wir Viersaiter auch 'ne Liste kriegen. Aber, ohne Peter... neee. geht gar nicht 
@Bodenseenebel: Wir sind ja sonst nicht einer Meinung, aber Du hast Recht: Jeder Bassist mit mehr als 4 Saiten ist einfach nur ein verhinderter Gitarrist mit Minderwertigkeitskomplex.
Ich weiß, außer mir hat da natürlich keiner drauf geachtet: Tolle Titten.
Und ja, bevor ich das jetzt noch tausendmal beantworten muss: Der Bassist in der legendären Post-Punk-Formation Heydebreck bin natürlich ich. Glückwunsch an alle, die's erkannt haben.
http://www.youtube.com/watch?v=4ifs2Amw108
Lemmy hätte schon deswegen reingehört, weil er vergeblich versucht hat, Sid Vicious das Bass-Spielen beizubringen. Und Sid Vicious hätte schon auf Platz 50 gehört.
entwistle auf 1!
und leute wie billy sheehan, victor wooten und john paul jones finde ich stark überbewertet, hätt ich nicht in die liste aufgenommen.
gern gesehen hätt ich allerdings den typen von maximo park, 'a certain trigger' hat immer unglaublich beeindruckende basslines.
Ich bin großer Fan von dem zurückhaltenden aber groovenden Finger-Spiel von Colin Edwin. Aber andererseits bin ich auch einfach großer PT-Fan.
Nichtsdestotrotz, "Halo": http://www.youtube.com/watch?v=78go6Ym3VOk
Bassist zum Schlagzeuger: "Sag mal, was issen eigentlich eine Synkope?"
Schlagzeuger: "Deine Eins."
Pete Trewavas, Tony Levin, Neil Murray, Klaus Peter Matziol
Sting MUSS in die Liste und auch Mr Matt fuckin' Freeman: http://www.youtube.com/watch?v=J08skBDQ3C4
die verspeisen 99 % aller bassisten zum frühstück. technisch natürlich.
die verspeisen 99 % aller bassisten zum frühstück. technisch natürlich.Ben Shepherd, der vor allem im Songwriting Soundgarden maßgeblich positiv beeinflusst hat. Selbiges für Eric Avery bei Jane's Addiction. Und wo zur Hölle ist Abraham Laboriel? Der Mann hat das ALf-Thema eingespielt!
Ein Deutscher fehlt hier eindeutig, Herrschaften: Hattler!
Und wer James Jamerson so weit hinten platziert, hat wohl vergessen, dass selbst Bootsy ihn vergöttert und alles nach ihm so nie passiert wäre!
Aber mit Kritik habt ihr sicher gerechnet 
Ein Deutscher fehlt hier eindeutig, Herrschaften: Hattler!
Und wer James Jamerson so weit hinten platziert, hat wohl vergessen, dass selbst Bootsy ihn vergöttert und alles nach ihm so nie passiert wäre!
Aber mit Kritik habt ihr sicher gerechnet 
Cliff Burton nur auf Platz 9???
So ist die Liste unbrauchbar, sorry!
Wieder mal so eine typische Anheizerliste zum diskutieren. Ist doch die pure Absicht Weltklasse Bassisten wie Stanley Clarke, Les Claypol oder Bootsy Collins zwischen Platz 16 und 35 zu platzieren, während man einen 4 Takt MetalKasper auf Platz 2 hyped.
Von daher vollkommen wertfreie Liste zum schmunzeln.
Format
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