Porträt

laut.de-Biographie

Die Prinzen

Bei 14 goldenen Schallplatten, sechs Platinauszeichnungen und bereits über fünf Millionen verkauften Tonträgern (Stand: 2001) steht fest: Die Prinzen gehören zu Deutschlands erfolgreichsten Popbands. Seit 1991 stehen sie nun schon im Rampenlicht, übrigens genau seitdem sie klugerweise den alten Bandnamen "Herzbuben" abgelegt hatten.

Mit jenem feierten sie allerdings in der Ex-DDR schon kleine Erfolge. Zur Band gehörten damals in den 80ern Sebastian Krumbiegel, Wolfgang Lenk, Jens Sembner und ab 1989 auch Henri Schmidt. Größter Hit: "Ich bin der schönste Junge in der DDR". Zum unnachahmlichen Stil entwickelte sich damals bereits der typische A-capella-Gesang, den alle Mitglieder schon in jungen Jahren in renommierten Leipziger und Dresdner Chören einübten. Strenge Erziehung und ein geregelter Tagesablauf im Internat bestimmten diese Zeit, in der die jungen Chorknaben allerdings auch schon im Westen singen durften.

Vor den Herzbuben spielte Krumbiegel noch in einer Schülerband mit dem coolen Namen Phoenix, während sein späterer Prinzen-Partner Tobias Künzel (der Blonde) bei der wenig cool klingenden Combo Amor und die Kids trommelte. Größter Hit: "Komm doch mit zu 'nem Ritt auf dem Sofa". 1990 dann die Umbenennung und das Schicksalstreffen: Annette Humpe (Ex-Ideal) wird auf die Band aufmerksam und verhilft den ostdeutschen Sakralsängern zum Durchbruch mit dem Album "Das Leben Ist Grausam", die Singles "Gabi und Klaus" und "Millionär" gehen mächtig ab. Natürlich hagelt es Preise, u.a. gibts den Echo und den Popcorn Award für die erfolgreichste deutsche Band 1992 und die Goldene Stimmgabel.

Weitere Popularität erlangt das Quintett durch die '92er Tour mit Rock-Opa Udo Lindenberg. Das zweite Album "Küssen Verboten" birgt die gleichnamige Hitsingle und verkauft immer noch stolze 800.000 Einheiten (zum Vergleich: die erste ging 1.2 Mio. mal weg). Im Mai '94 spielt die Band auf dem Leipziger Marktplatz ihr Abschlusskonzert der Tournee vor 50.000 Menschen. Auch "Schweine" wird ein Erfolg, obwohl erstmals Techno-Elemente in den Bandsound einfließen.

Erst 1995 kommt die Bande etwas von der Erfolgsspur ab, denn das ausgerechnet von Spürnase Stefan Raab produzierte, deutlich Gitarren orientiertere Werk "Alles Mit'm Mund" bleibt verkaufstechnisch hinter den Erwartungen zurück. Obwohl das Zusammentreffen des Spaßmachers der Nation mit den ironisch-frechen Texteschreibern eigentlich den Erfolg förmlich herauf beschwor. Doch das Album erreicht "nur" die deutschen Top 30, die Single "Alles Mit'm Mund" gerade mal die Top 100. Gerüchte um eine Auflösung dementiert die Band mit drei neuen Songs für das Best Of-Album "Ganz Oben".

In der Zwischenzeit arbeitet Künzel mit Lenk am eigenen Musical "Elixier" und Krumbiegel mit Prinzen-Drummer Ali Zieme am Projekt "Club Geheimrat". Deren Debutalbum "Kamma Mache Nix" erscheint jedoch erst 1999. (Zieme und Prinzen-Basser Mathias Dietrich sind seit 1992 bzw. 1994 Live-Prinzen und zählen seit 2000 offiziell zur Band). 1999 kehren die Prinzen vereint mit "Soviel Spaß Für Wenig Geld" wieder an die Chartspitze zurück. Im selben Jahr erscheint noch die Weihnachts-CD "Festplatte".

Kurz vorm Jubiläumsjahr 2001 zieht es die Prinzen wieder zu Aufnahmen nach Hamburg, wo schon die frühen Erfolge entstanden und wo sich auch die Geburtshelferin Annette Humpe wieder ins Produzenten-Team integriert hat. Auch A-ha-Produzent Andreas Herbig schaute im Studio vorbei. Erstes Lebenszeichen wird die Single "Deutschland", in der sich die Prinzen provokant mit ihrem Heimatland auseinandersetzen. Sex-Tourismus, Ausländerfeindlichkeit und Kriegsbereitschaft sind Themen, mit denen nicht alle klarkommen, u.a. auch nicht Schlager-Barde Heino. Das ist doch schon mal ein Erfolg. Im Oktober 2001 erscheint das siebte Studioalbum "D", die Jubiläumstour "10 Jahre Prinzen" führt die Band von Oktober bis Dezember auch wieder nach Österreich, Luxemburg und die Schweiz.

Nach dem die Korken alle geknallt haben und der Sekt ausgetrunken ist, machen sich die Prinzen an die Arbeit für ihr nächstes Studioalbum, das den Titel "Monarchie In Germany" trägt und im März 2003 auf den Markt kommt. Die ganz großen Hallen können die Prinzen mittlerweile nicht mehr füllen, aber ihre Anhängerschaft ist dennoch zahlreich und treu. Im Juli 2003 machen die Prinzen unbeabsichtigt Schlagzeilen. Sebastian Krumbiegel und Ali Zieme werden in einem Leipziger Park zusammen geschlagen. Zieme kann fliehen, Krumbiegel muss ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sebastian verarbeitet den Überfall im Song "Geh In Den Knast", der auf der Prinzen-Homepage für 50 Cent zum Download bereit steht. Die Einnahmen spendet er dem Verein Leipzig Courage, der sich gegen rechte Gewalt und Rassismus engagiert.

Sicher und gekonnt jongliert die Band abseits des prägenden A cappella mit stets wechselnden, musikalischen Accessoires. So enthält das 2008 erscheinende Werk "Die Neuen Männer" starke Einflüsse der sechziger Jahre, sei es in den Pop-Aspekten oder soulig angehauchten Arrangements. Ihre Vielseitigkeit ist das besondere Trumpf-Kapital der Band, die im Lauf ihrer Karriere immer mit echten Überraschungen aufwartet, was Song-Themen und auch Kollaborationen mit anderen Künstlern angeht.

So kommt es auch zur Zusammenarbeit mit Ich + Ich-Frontfrau Annette Humpe. Textliche Bissigkeit, gepaart mit charmantem Pop-Appeal: Neben den Kollegen der Wise Guys nehmen die Prinzen mit ihrer ganz besonderen Gesangs-Note eine einzigartige Stellung im deutschsprachigen Musik-Geschäft ein.

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D (2001)

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Live in Köln 2005 Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!

Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Echte Prinzen in einer Kantine gibt's nicht? Doch, und zwar hier!, Live in Köln 2005 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

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