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Tatwaffe, Def Benski und Fader Gladiator gehörten einst in das Lager derer, denen ich wirklich gerne zuhörte. Die Firma, ehemals ein Garant für ehrliche, ungekünstelte und musikalisch solide Wertarbeit, schien allerdings über die Jahre eisern bestrebt, diesen Status - zumindest in meinen Augen - sorgfältig zu demontieren. Mit "Goldene Zeiten" ist dies nun restlos gelungen.
Übel stieß mir bereits beim letzten Album der Track "Die Eine 2005" auf, den mein üblicherweise mit recht klarem Urteilsvermögen gesegneter hochgeschätzter Kollege Gässlein in (anders kann ich mir das nicht erklären) hormoneller Verwirrung als "Liebeslyrik vom feinsten inklusive Gänsehautgarantie, ohne dabei auch nur ansatzweise peinlich oder schnulzig zu wirken" abfeierte. Bereits damals hätte ich mich schwungvoll übergeben mögen. Warum manche Menschen Talk-Shows oder eben einen öffentlich präsentierten Track als geeignete Bühne für einen Heiratsantrag betrachten, entzieht sich meinem Verständnis, tut mir leid. Offenbar fehlt mir dafür mindestens ein Pfund voyeuristische Veranlagung.
Dumm nur, dass "Goldene Zeiten" in diesem Punkt "Der Einen" noch die Krone aufsetzt. Insbesondere "Wunder" steigert den Brechreiz ins Unermessliche. Die Eine, mittlerweile ordnungsgemäß angetraute Ehefrau, ist schwanger und wirft. Meine Herren. Ich fühle mich, als sei ich in eine der allgegenwärtigen "Unser Baby"-Reality-Dokus hinein geraten, in der der Gebärenden am Ende die Kamera zwischen die Beine gehalten wird. Fehlt nur, dass wir die Amateurfilme, die der stolze Papa im Kreißsaal machte, später im Video wiederfinden. Ganz ehrlich: Ich möchte das so genau gar nicht wissen, und ich möchte auch nicht werdenden oder jungen Vätern beim Anjaulen des schwangeren Bauches ihrer Alten oder beim Übersprudeln ihrer Begeisterung für den eigenen Nachwuchs zuhören. Freut euch doch bitte in den eigenen vier Wänden über den geglückten Beitrag zur Erhaltung der Art. Ja?
Über das in seiner gezwungenen Offenheit unfassbar prüde wirkende "Es Geht Nix" breiten wir besser den Mantel des Vergessens, bevor ich vollends ausfallend werde. Als sei das nicht alles schon schlimm genug, lassen es sich die Mitglieder der Firma trotz inzwischen in Ehren erarbeiteten Bürgerlichkeit nicht nehmen, der Rap-Jugend erzählen zu wollen, wie der Hase auf der Straße läuft. Aus dem Fenster des Einfamilienhauses heraus: ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Die sich prügelnden Straßenjungs, die in "Bodyguards" heraus gekehrt werden, nehme ich den Hauptdarstellern des "Goldene Zeiten"-Movies schlicht und ergreifend nicht mehr ab. Die Art und Weise, wie in "Jung Sein" mit Lebenserfahrung und Altersweisheit gewedelt wird, trägt die wahrhaft unsympathischsten Züge des 'Werthers Echte'-Großvaters.
Die Begeisterung über die kleinen Nettigkeiten des Lebens feierten die Beginner in "Gustav Gans" wesentlich schwungvoller ab als die moralisierenden Firmenangestellten in "Glücksprinzip", auch, wenn mir hier die an eine Spieldose erinnernde Untermalung gut gefällt. Und den "Swimmingpool" teile ich dann doch lieber mit Nichtschwimmer Dendemann.
Musikalisch gibt "Goldene Zeiten" Einiges her. Mit Wucht in den Bässen geizte Daniel Sluga noch nie und fängt jetzt auch nicht damit an. Neben breitwandigem Sound beherrscht er allerdings auch die Klaviatur der leisen Töne. Die Beats können insgesamt, wie auch die technischen Fähigkeiten der Herren am Mikrofon, wenig dafür, dass mir die Lyrics den kalten Schweiß ausbrechen lassen. "Scheiß Auf Die Hookline II" begeistert mit Rockgitarrenriffs und angebracht grimmiger Vortragsattitüde. Schade nur, dass der gute Vorsatz des Titels in anderen Tracks mannigfach gebrochen wird. Ich sag' nur: "Lass Los".
Ich hätte mir von alten Recken im Geschäft etwas scharfsinnigere Analyse des Phänomens "Hip Hop" erhofft, als ein "das Ding hier funktioniert nur, wenn ihr mitmacht". Man möchte das Genre, dem man Siechtum attestiert, retten. Einen konkreten Lösungsansatz bietet die Firma aber nirgendwo. "Was Kann Ich Tun?" Alter, ich weiß es nicht. "Wenigstens Ham Wirs Versucht." Na, danke. Das Gegenteil von "gut" bleibt leider immer noch "gut gemeint".
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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Ich hör DIE FIRMA schon seit vielen Jahren. Man sollte das Album vielleicht ein wenig mehr zwiespältiger anhören und bewerten.
Nach dem ersten Hören könnte man denken, dass ihnen rein textlich die Ideen/Inspirationen ausgegangen sind.
Auf der anderen Seite könnte man wiederum denken, dass die Leute einfach glücklich sind und das auf ein Album gepackt haben. Also sind sie so gesehen sich selbst treu geblieben. Sie schrieben Geschichten die sie erlebten oder gern erlebt hätten.
Ich denke man sollte das Album ein paar Mal mehr hören und auch seine anderen 3 Ohren (die Inneren)zum Hören heranziehen. Vielleicht ist es das was DIE FIRMA letztenendes dann doch wieder ausmacht....die Sinne ansprechen....und nicht von subjektiven Kritiken leiten lassen....
Rein musikalisch ist alles wie immer spitze und somit ist negative Kritik nicht angebracht.
Negative Kritik ist wg diesem EINEN voellig radioueberdudelten Schmalzer "Die Eine 2005" (kotz, wuerg) schon mal so was von GAR NICHT angebracht!!! Werter Herr Rezensent von laut.de, haben Sie denn eigtl schon mal in das zugehoerige ALBUM "Krieg und Frieden" reingehoert???? Das hebt sich naemlich von diesem EINEN Lueckenfueller in seiner kompletten Gaenze meterhoch ab, und die Scheibe hat ja sogar auch hier auf laut.de 5 Sterne Wertung erhalten!!! Also BITTE demnaechst etwas mehr durchdachte, weitlaeufigere Kritik anfuegen, OK??? Damit waere uns wohl allen hier geholfen. Danke
Naja, Die Eine zu kritisieren, was du ja selbst tust, hat ja mit der Platte grade wenig zu tun. Das war halt eine Randbemerkung. Warum allerdings wegen der Wertung des letzten Albums dieses hier besser da stehen sollte, will mir nicht in den Sinn kommen.
Prima Verriss, Dani 
ich finde auch, dass dani sich mehr in den hiphop reinhören sollte, bevor er sich traut, solche wertungen abzugeben.
mach mal die ohren auf, hör auf, deathmetal zu hören und hiphop-rezensionen zu schreiben und lass wen ran, der was von der materie versteht! 


Ich konnte aus Danis Rezension halt NUR den Bezug auf "Die Eine 2005" rauslesen, DAS fand ich absurd. Und zum Album: Ich finds halt schwach, DIE FIRMA dann deswegen irgendwie schlechtzumachen, von wegen dass sie "abgestiegen sind"!!! Die Lyrics von "Krieg und Frieden", seien sie politisch oder story telling, stehen fuer die Ewigkeit: "Bis wir uns endlich von dem Schmerz befreien, und die Letzten werden wieder die Ersten sein"... GEIL!!!
Um es kurz und klar auf den Punkt zu bringen: Ich haett die schlechte Kritik halt dann nachvollziehen koennen, wenn man sich im Vergleich aufs GESAMTE letzte ALBUM bezogen haette statt nur auf das eine Lied. Bingo? Oder noch irgendwas unklar?
[quote:11916e5c9e="abesøn"]@ladies love pop j. sag mal, bist du echt 20?[/quote:11916e5c9e]
Stell dir mal vor, ja bin ich!! Was ICH MICH allerdings von Zeit zu Zeit hier frage, ist ob so mancher meiner "Hater" hier wirklich schon die 30 (!!) ueberschritten hat...
die review scheint mir sehr subjektiv! ist doch geschmackssache ob einem die sehr persönlichen tracks gefallen oder nicht! musikalisch, textlich und von den ideen her ist es aber einiges besser als massenweise, was in deutschland veröffentlicht wird.
aber hier wird ja ein subjektiver vergleich mit älteren alben bzw. tracks von die firma vorgezogen.
die review ist aber gut begründet und konsistent - trotzdem bin ich gar nicht damit einverstanden ... dies zeigt die problematik von musik-reviews...
na gott sei dank haben alle einen anderen geschmack .... und wem die musik von "die firma" nicht passt muß sie ja nicht hören ...
verstehe nicht warum man sich deswegen zo streiten muss ... ich persönlich höre die sehr gerne ... und mir ist völlig egal was andere darüber denken .... denn ich verstehe deren texte ...


ich kann nur sagen das ich das album echt geil finde .... und wie oben schon gesagt ... wer die texte von firma nicht versteht sollte es bleiben lassen ... denn in denn texten steckt zu viel drinn aals das man nach einmal reinhören so einen mist schreiben kann .... 
einen dank an zaubermaus, die diesen thread - mit welchen belanglosigkeiten auch immer - wieder in die höhe gehoben hat. hab nämlich seit meinem post hier gar nix mehr mitgekriegt und was ihr alle mit ll pop j anstellt, und er mit euch, ist ja ganz grosses synchronschwimmen, wunderbar....



Zusammenfassend in diesem thread muss man einfach nur folgendes wiederholen:
"wer die texte von firma nicht versteht sollte es bleiben lassen "
Das Album bringt das persönliche Leben der Frima nach Außen und zeigt das es auch andere Dinge als Kritik am System, der Umwelt, den Menschen und der "schlechten Schlampe" gibt.
Vor allem die Tracks über die ehemalige "Eine" und über die bevorstehende Geburt des Kindes sind richtige Gänsehauttracks in die man sich nur reinversetzen kann wenn man sie versteht und selber erlebt hat bzw. erleben möchte.
Alles in allem finde ich es ein gelungenes Album welches das Niveau der derzeitgen Releases im deutschsprachigem Raum enrom anhebt.
Das Album is Fett! Ihr feiert den ganzen Bushido scheiß, obwohl der seine Texte nichmal selber schreibt. Die Firma is noch einer der wennigen Bands die derben Hip Hop machen. Die Texte vermittel das was wirklich in den Leuten vorgeht. Zu dem Fatzke der den Artikel geschrieben hat, Wunder is ein Lied was wirklich Träume aufzeigt. Ich liebe die Firma wie Torch und all die die was aussagen und nich nur "ich fick dich alder".
Ich glaube die Qualität die ihr schätzt is nur dreck. Wirkliche Qualität is realer Hip Hop von den Künstlern die das leben und nichnur Fame und Money haben wollen!
Und ihr meint ihr habt Ahnung? nen scheiß habt ihr. Jeder der Bushido oder Aggro feiert is weder Hip Hopper noch ein Mensch mit Gribs.
Peace
Die Firma mit einem schwächeren Album. Trotz wahren Perlen wie "Jung sein", "Was kann ich tun" "Wenn wir uns sehn" oder auch "Wenigsten haben`s wirs versucht" und mein persönlicher Favorit: "Die neue Welt" kommt dieses Werk nicht an den Vorgänger ran. Obwohl mir Stücke wie "Glücksürinzip" oder "Wunder" als Einzelstücke sehr gerne hören, passen sie nicht zum Album, schon gar nicht neben Texte wie "Scheiss auf die Hookline" oder "Ihr wisst wie ihr heisst". Da ist auch das Hauptproblem des Albums. Im Gegensatz zu "Krieg und Frieden", "Das dritte Auge" oder "Das sechste Kapitel" fehlt hier ein roter Faden, ein Thema, die Konstanz. Einst von der Firma fast in Perfektion präsnetiert, wird dies hier schmerzlich vermisst. Deshalb geb ich em Album 3,5/5, da ich mich aber zwischen 3 und 4 entscheiden muss, gebe ich 4/5, aber nur weil "Es geht Nix" alle Tabus bricht 
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