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Ein Meisterwerk! Ein Meilenstein! Nicht mehr und nicht weniger gelingt den Ärzten mit "Auch". Im gelieferten Pappkarton befindet sich ein wahrlich unterhaltsames Gesellschaftsspiel. Mit einer Drehscheibe, die in der Mitte der Spielfläche befestigt ist, wird gewürfelt. Die maximal drei Spieler zwischen sechs und 66 Jahren erleben ausgetüftelte Abenteuer auf dem spannenden Weg zum Ziel.
Doch was muss ich erschreckt nach dem dritten Spieldurchgang feststellen? Die Drehscheibe bricht heraus, das Ding ist kaputt und zu meinem Entsetzen ließen es sich die Ärzte nicht nehmen, die Rückseite mit Musik zu bespielen. 16 Hidden Tracks. Mist.
Mit der Musik ist es bei den Ärzten schließlich so eine Sache. Spätestens seit "Geräusch" zeigt die Kurve bedrohlich nach unten, "Jazz Ist Anders" kratzte schon an der Belanglosigkeit. Nun folgt nach der EP "zeiDverschwÄndung" mit "Auch" der erste Longplayer nach fünf Jahren Pause.
Gab es vor vielen Jahren noch zaghafte Versuche, vorsichtig zu altern, haben es die drei Berufsjugendlichen spätestens seit "Junge" komplett aufgegeben. So verweilen sie nun, zur Salzsäule erstarrt, als dreiköpfige männliche Version von Madonnas Jugendwahn. Dabei wäre ein vernünftiges Altern für den gepflegten Herren um die Fünfzig doch gar nicht so schwer. Die deutsche Punk-Rock-Nachbarschaft in Form der Toten Hosen führt vor, wie man unverkrampft an die Sache herangeht. Gut, musikalisch nähern sich diese auch immer mehr Silbermond an, aber wenigstens machen sie sich nicht mit Texten aus dem Revoluzzer-Handbuch für Sechzehnjährige zum Hannebambel.
Aber nicht alles misslingt im dreißigsten Jahr der Ärzte. Die Zopfigkeit des Vorgängers ist verschwunden, "Auch" geht straight und frisch nach vorne und verfügt über ordentlichen Druck. Ein Album das mit den Worten "Fick Dich und Deine Schwester" beginnt, kann gar nicht von Grund auf schlecht sein. Vordergründig kommt die Platte fast einer kleinen Frischzellenkur gleich.
Leider ist das Schema unter der Gurkenmaske über die letzten Jahrzehnte doch sehr angekrustet. Einem Song von Urlaub, folgt ein Song von Felsenheimer, folgt ein Song von González. So geht es dann im Groben die ganze CD lang. So weit, so vorhersehbar. Wichtig! Den Anfang markiert natürlich ein Lied, in dem irgendwie das Wort "Punk" vorkommt. Da kommt es schon einer Revolution gleich, dass Bela auf "Auch" kein Vampir-Stück zum Besten gibt.
Die Schlacht um die besten Songs gewinnt 2012 klar Farin Urlaub. "Ist das noch Punkrock?", "TCR", "M&F" und vor allem "Fiasko" und "Cpt. Metal" sorgen dafür, dass die Platte nicht vollkommen in musikalischer Einfallslosigkeit untergeht. "Cpt. Metal" bringt gezielt und ironisch jeden noch so doofen Posermetalbreak unter und schüttelt mal eben das beste Metal-Gitarrensolo seit 1989 aus dem Ärmel. Vielleicht der beste Ärzte-Track seit "Unrockbar". Dagegen steht die schnörkellose Einfachheit von "Fiasko". Schön auf die Zwölf.
Schwieriger gestaltet sich die Sache da schon bei Herrn Felsenheimer. Ohne Vampir scheint dem Grafen das Blut zu fehlen. Ein lustloser Song über Fernsehen im Bett ("Bettmagnet"), "Das Darfst Du" und die sackdumme Vorabsingle "zeiDverschwÄndung" lassen den Verdacht aufkommen, dass er seine besseren Lieder schon heimlich für den Nachfolger von "Code B" bunkert. Nur "Freundschaft Ist Kunst", eine schöne Breitseite auf rollkragentragende depressive Künstler, macht Laune.
Als Totalausfall, als wahrer "Sohn Der Leere", erweist sich diesmal Rod González. Seine Titel schwanken zwischen Schlaftablette ("Angekumpelt"), Peinlichkeit ("Tamagotchi") und Super-GAU ("Das Finde Ich Gut"). "Die Hard" schreckt im Text nicht einmal vor der Zeile "Ich bewerf Dich mit Wattebällchen" zurück. Ja, der Spruch war mal lustig. Drei Wochen, in der vierten Klasse. Wer so etwas von sich lässt, verabschiedet sich auch mit "Tschüssikowski" und lässt Phrasen wie "zum Bleistift" von sich. Eishockey. Kanu fahren. Wirsing. Guten Tacho!
Einen Reiz der Ärzte machte immer das Gegenüber der einzelnen Charaktere aus. Mal war Farin besser, mal Bela, selten Rod, einmal sogar Ihr-braucht-mein-Gesicht-Sahnie ("Wie Ein Kind"). Diesmal überwiegt aber mehr als zuvor das Gefühl, die zusammengeworfenen EPs dreier Solokünstler vorliegen zu haben. Kurz überkommt mich sogar die Frage, ob die drei überhaupt einmal gemeinsam im Studio waren? Ob sie sich bei den Aufnahmen mal gesehen haben?
Die Ärzte besitzen 2012 den Charme eines alten Haustieres. Süß waren sie, als ich sie damals mit "Das Ist Nicht Die Ganze Wahrheit…" das erste Mal mit nach Hause nahm. Ich bin mit ihnen groß geworden und sie haben einen großen Teil zum Soundtrack meines Lebens beigetragen. Sie waren immer für mich da, doch jetzt ist dieser Sechsbeiner alt und wunderlich geworden und nässt gelegentlich die Bude voll. Lieb hab' ich ihn trotzdem irgendwie. Doch die besten Zeiten liegen lange zurück. In stillen Momenten kommt der Gedanke, ob ein baldiges Ende nicht für alle Beteiligten einer Erlösung gleich kommen würde. Es gab mal einen Gott - BelaFarinRod.
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Einmal durchgehört (die Stücke auf ihrer YouTube-Seite)... kaum was hängengeblieben, kaum was richtig tolles. Cpt. Metal ist glaube ich das einzige, was einen leichten positiven Eindruck hinterlassen hat. Der Rest war eher... sehr neutral irgendwie.
Beim reinhören kam mir kein Song auch nur ansatzweise ernst oder nur reflektierend rüber. Nur wieder viel Blödelei mit Standardinstrumentierung (und manchmal pseudokritischer Unterton). Punkrockkiddies und Altfans, die mit den Ärzten aufgewachsen sind, wirds nicht stören.
Ich finde das Album deutlich besser als Jazz ist anders, aber dass hier die Geschmäcker auseinander gehen war zu vermuten.
Na, ganz so schlimm wie der Befindlichkeitspop der Hosen ist es nun auch nicht. Trotzdem ein wirklich schwaches Album. Den Charme und Witz der Live-Shows und der alten Scheiben haben sie wohl komplett verloren. Auch schade ist es um Bela, der einmal die coolste Sau war. Farin schreibt nun die besten Songs und hat musikalisch als einziger nicht nachgelassen.
ich kann der Kritik aus verschiedenen Gründen nichts wirklich abgewinnen, aber eine Kritik kritisieren ist ja zwecklos. Dem Album wird das Geschreibsel hier wahrlich nicht gerecht. Das ist mein Standpunkt. Album ist bei weitem besser als "Jazz ist anders".
Meinetwegen ist die Kritik weniger positiv (was ich nicht nachvollziehen kann, aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich), nur ist das für mich absolut keine seriöse und auch keine ernst zu nehmende Kritik. In der ein Song mit dem Wort 'sackdumm' bewertet wird - wirklich unfassbar.
@Sancho
es klingt einfach nicht mehr so orientierungslos und hat mir gleich beim ersten Durchhören gefallen ( bei "Jazz ist anders" wurde ja das dubiose Sich- Erstmal-Dreimal-Durchhören beschworen)
Die Kritik ist mir zu polemisch; ungefähr so, als wollte da jemand einen besonders kreativen Verriss anstellen und sich profilieren
egal, egal, selbst kann ich auch keine Plattenkritik schreiben.
Also eigentlich müsste ich jetzt sagen,sag mal gehts noch?
das schlimme is ,er hat leider recht,ich hab mir jetzt das album 5 mal angehört,und abgesehn von
Ist das noch punkrock,tcr,cpt metal,mf und misststück ist kein song drauf wo gut is,mittlerweile schalt ich direkt zum nächsten lied wenn die wo ich genannt hab vorbei sind !
Und ich stell mir auch die frage ob es nicht langsam an der zeit is den hut zu ziehn,schon bei der jazz is anders ham mir überwiegend nur noch farins songs gefalln.Lieber macht jeder noch seine paar jahre solo weiter,bevor sowas rauskommt
was für eine schmähschrift. voller liebe u n d gift. rockt mehr als die platte.
die urlaubsongs wie imma der hammer, meiner meinung vor allem mf und cpt. metal, bela songs find ich teils gut allerdings teilweise auch einfallslos, rod songs in ordnung aba eindeutlich nicht auf gleichen niveaumit den beiden. album besser als der kack in den charts aber auch kein ärzte höhepunkt. FREU MICH AUF DIE TOUR WEIL LIVE SIND SIE WIRKLICH DIE BESTE BAND DER WELT
Ach weia! Ich muss leider sagen, dass ich zu 95% unterschreiben könnte, was in der Kritik geschrieben steht. Farin sagte ja auch in einem Interview, die Songs seien schon zum Großteil fertig gewesen, als sie sich diese gegenseitig vorgespielt und dann zusammen "ausgesucht" haben....
Bisher hab ich keine großartigen Unterschiede bemerkt, wenn es darum ging von wem die Texte sind. Bei diesem Album ist es für mich aber beim besten Willen nicht zu überhören, dass die guten Texte von Farin kommen.
Ich hab mir inzwischen einige Interviews angesehen und angehört und finde, Bela wirkt extrem gelangweilt und genervt (es wundert mich auch weiter nicht, dass der Text "ZeiDverschwÄndung" von ihm kommt - ich finde die Bezeichnung "sackdumm" sehr treffend).
"Es gab mal einen Gott - BelaFarinRod" - was für mich jetzt bleibt ist der Solokünstler Farin.
Danke für´s Lesen.
Ach weia! Ich muss leider sagen, dass ich zu 95% unterschreiben könnte, was in der Kritik geschrieben steht. Farin sagte ja auch in einem Interview, die Songs seien schon zum Großteil fertig gewesen, als sie sich diese gegenseitig vorgespielt und dann zusammen "ausgesucht" haben....
Bisher hab ich keine großartigen Unterschiede bemerkt, wenn es darum ging von wem die Texte sind. Bei diesem Album ist es für mich aber beim besten Willen nicht zu überhören, dass die guten Texte von Farin kommen.
Ich hab mir inzwischen einige Interviews angesehen und angehört und finde, Bela wirkt extrem gelangweilt und genervt (es wundert mich auch weiter nicht, dass der Text "ZeiDverschwÄndung" von ihm kommt - ich finde die Bezeichnung "sackdumm" sehr treffend).
"Es gab mal einen Gott - BelaFarinRod" - was für mich jetzt bleibt ist der Solokünstler
Farin Urlaub.
Danke für´s Lesen.
"Diesmal überwiegt aber mehr als zuvor das Gefühl, die zusammengeworfenen EPs dreier Solokünstler vorliegen zu haben." Der Satz trifft es eigentlic hauf den Punkt wobei ich den Eindruck bei Geräusch schon hatte (was da aber noch funktioniert hat). Jazz ist anders udn auch zeigen das aber wirklich arg. Wenn dann auch nur in den meisten Fällen Farins Material funktioniert wird's echt schade um eine ehemals große Band
@brei dazu: ja und zwar vom selben 11-jährigen der auch für das album artwork zuständig war.
Anscheinend wollen fast alle hier, dass jedes Album von DÄ, eine Kopie der "13" ist. Die war ja so toll und deswegen soll jede Platte auch so klingen. Musikalische Weiterentwicklung, schonmal davon gehört? Das mag zwar nicht jedem gefallen, aber dieses Rumgehacke haben DÄ einfach nicht verdient. Und jeder "wahre" Fan wird das genauso sehen! Diese Rezension ist einfach nur beleidigend!Herr Kabelitz hat es weder verdient als "Fan" bezeichnet zu werden, noch glaube ich das sie ihm jemals am Herzen gelegen haben! Mich begleiten die Ärzte durch jede Lebenssituation, so wie keine andere Band. Bela hat mal in einem "Versöhnungsinterview" gefragt: "Warum findet Laut de. uns so kacke?" Ich würdes anders formulieren: "Warum ist Laut de. so kacke?" Macht euch mal Gedanken darüber und seid froh, dass es noch gute Musik gibt!
Also entschuldigung, aber schon was die alten Herren auf ihren Instrumenten abliefern ist der Wahnsin, da können sich noch einige eine Scheibe von abschneiden, gerade was die Vielfallt betrifft.
Von den Texten her kann ich nur schreiben typisch Ärzte, denn man braucht zeit ums sich rein zu hören.
Um sie zum abschluss noch einmal selbst zu zitieren: "Dies Ist Ein Lied Auch Für Dich, Weil Du Uns Schon Immer Scheiße Fandst
Ein Lied Auch Für Dich,
Weil Du Uns Nicht Leiden Kannst
Sind Wir Zu Kindisch? Aber Hallo!
Niveaulos Sind Wir Sowieso-
Na Und? Dafür Sehn Wir Besser Aus!
Und Unsere Reime Sind Auch Nicht Von Schlechten Eltern!"
Also entschuldigung, aber schon was die alten Herren auf ihren Instrumenten abliefern ist der Wahnsin, da können sich noch einige eine Scheibe von abschneiden, gerade was die Vielfallt betrifft.
Von den Texten her kann ich nur schreiben typisch Ärzte, denn man braucht zeit ums sich rein zu hören.
Um sie zum abschluss noch einmal selbst zu zitieren: "Dies Ist Ein Lied Auch Für Dich, Weil Du Uns Schon Immer Scheiße Fandst
Ein Lied Auch Für Dich,
Weil Du Uns Nicht Leiden Kannst
Sind Wir Zu Kindisch? Aber Hallo!
Niveaulos Sind Wir Sowieso-
Na Und? Dafür Sehn Wir Besser Aus!
Und Unsere Reime Sind Auch Nicht Von Schlechten Eltern!"
@ Sohn der Leere: Aaaalso... Erst mal solltest du dich nicht nach nem Song benennen, der beim besprochenen Album enthalten ist. Das wirkt immer so, als ob du dich nur angemeldet hast, um Dünnpfiff zu verzapfen und die Wahrscheinlichkeit, ernst genommen zu werden sinkt sofot um sagen wir mal 50%, sobald man den Namen liest. Du meinst also, jeder "wahre" Fan muss das Album so abfeiern, oder er ist keiner hm?
Am besten postet dann auch jeder "wahre" Fan so nen bescheuerten Text, in dem er deutlich zu erkennen gibt, nicht mit Kritik umgehen zu können, ja noch nicht mal mit welcher die ihn nicht selbst betrifft. Vielleicht geht es dem Rezensenten genau wie dir, ist aber enttäuscht vom Album weil er sich ne Meinung gebildet hat? Ach was fütter ich hier schon wieder Trolle...
Also beim Durchhören konnte ich feststellen, dass zumindest Farin wieder Bock auf lustige Stücke hat, während die anderen versuchen, etwas zu sein, was sie nicht sind: Ernst und seriös.
Sieht man sich die ganzen Interviews und Konzerte der Vergangenheit an (auch in letzter Zeit), dann sieht man, dass die Band nach wie vor gekonnt und witzig rumblödelt. Wieso kriegt das nur Farin so auf die Platte drauf? Schon klar, dass ich nicht nur lustige Songs will, aber wenn schon ernste Songs, dann auch welche, dessen Themen nicht belanglos sind oder schon von tausend anderen Künstlern gekonnter und/oder besser umgesetzt worden sind. "Jazz ist Anders" war für mich der Untergang und die Beerdigung der Ärzte (KEIN Song, außer Junge, konnte überzeugen). "Auch" zeigt mir, dass zumindest Farin aus dem Grab auferstanden ist und wieder Gitarren alter Tage auf den Plan ruft. "Cpt Metal" ist der beste DÄ-Song seit "Geräusch". Verglichen mit fast allen Songs von "Planet Punk" ist es jedoch ein Song, der in Ordnung geht und auch untergegangen wäre (außer die geilen Gitarren-Parts!!!).
Ich bin normalerweise jemand der sagt, dass Bands sich weiterentwickeln sollen. Jedoch haben Metallica und die Ärzte eins gemeinsam: Über die langen Jahre des Bestehens haben sich beide Bands so weit weiterentwickelt, dass DIE MEISTEN Fans alter Tage nichts mehr mit der jeweiligen Band anfangen können. Metallica hat jedoch mit "Death Magnetic" erkannt: "Manchmal ist es doch nicht so schlecht, sich auf alte Tugenden zu verlassen" und das hat sich gelohnt. Metallica hatte ein super Album abgelegt. Vielleicht sollten die Ärzte das auch mal in Erwägung ziehen.
Und vielleicht sollte man die Kritik, die ihnen genannt wird auch mittlerweile mal ernst nehmen. Zu Tagen von "13" und "Runter mit den Spendierhosen, Unsichtbarer", welches mein zweit-liebstes Ärzte-Album ist, sah ich die Rufe "Damals waren sie besser!" als unbegründet. Heute sind sie mehr als angebracht und das sage ich als jemand der mit den Ärzten seit "Planet Punk" aufgewachsen ist und die lange Zeit mein absolutes Non-Plus-Ultra waren - bis "Geräusch" erschien. Aber wie gesagt: Die Ärzte haben sich an mir vorbeientwickelt. Leider muss ich heute sagen: Ich WAR ein Fan der Ärzte. Die alten Lieder beschallen hingegen nach wie vor mein Auto auf dem Weg zur Arbeit in voller Lautstärke, neben anderen Bands die ich liebgewonnen habe. Schade, dass nur "Cpt Metal" auf die Liste meines USB-Sticks hinzukommt... Vielleicht gewinne ich ja noch andere Songs lieb, jedoch sehe ich da schwarz.
Ich habe auch das Interview mit Bela auf laut.de gelesen: "Warum findet uns laut.de so scheiße" - Kann ich beantworten. Laut.de spricht wohl als einzige Plattform das aus, was andere Leute sich nicht trauen: Sie sprechen die Wahrheit, während andere Plattformen oder Print-Medien sich nicht mit den Fans anlegen wollen, um keine Konsumenten zu verlieren, oder sie waren immer Fans von Silbermond und finden, dass die Ärzte mit "Jazz ist Anders" endlich deren Niveau erreicht haben, was zu 4/5 führt - Kotz. Die Ärzte sind nach wie vor eine Macht, was Fans angeht. Nach den Reaktionen auf die Kritik zu "Jazz ist Anders" hätte ich vermutet, dass jetzt auch laut.de einknickt, aber sie beweisen Eier. Danke!
So und nun komme ich zum Punkt (wird auch Zeit!): "Auch" ist in meinen Augen deutlich besser als "Jazz ist Anders". In vielerlei Hinsicht gleicht es sich, aber es ist ein Stück härter, was mir gefällt, es ist lustiger, was mir gefällt, aber wie laut.de's Kritik sagt: Das trifft meistens nur auf Farin zu.
Die Songs von Bela und Rod stinken ab, obwohl ich Rod dieses mal etwas besser finde. Zumindest von der musikalischen Komplexität her. "Tamagotchi" ist nach "Piercing" von "Geräusch" der neue Thron der Worst of die Ärzte.
Bela liefert hier, wie ich finde, seine schlechteste Leistung aller Zeiten ab, bis auf "Miststück", was ich wieder ganz nett finde.
Fazit: ungenügend für Bela, mangelhaft+ für Rod, befriedigend+ für Farin.
"Auch" ist besser als "Jazz ist Anders", aber dennoch ein schlechtes Album der Ärzte. Ich wünsch mir "Planet Punk 2"
Wertung: 3/6 oder 2,5/5
DAS REVIEW
@ LAUT
Das Review von Sven Kabelitz gefällt mir. Sensibel,Sachlich,Inhaltsreich. Vielen Dank! Wer nicht gern "mit Wattebäuschchen" wirft,könnte vielleicht beim nächsten Review für den "Soundtrack seines Lebens" eine weniger abgedroschene Phrase auswählen. Tschüssikovsky.
Ich bin gespannt und werds mir wie immer kaufen. Seit seinem Soloalbum kam von Bela nix gutes, aber Farin bringts zumindest auf den Ärzte-Alben immer noch zu zwei, drei Krachern. Und damit zu mehr, als viele andere Bands. Ernstnehmen braucht man die in diesem Leben nicht mehr, live ist es das Beste was geht.
Bela behält sich seine guten Songs vermutlich auf für seine nächste Soloplatte vor...schade...
Ein Lied das für mich den Gesamteindruck wirklich leicht trügt ist dieses grausame Tamagotchi...sie hätten dieses Lied lieber mit Quadrophenia von der Zeitverschwendung EP austauschen sollen 
Es war SCHON IMMER bei den Ärzten so, das einige Songs auf den Alben unterirdisch waren, andere dagegen genial. Das neue Album und auch schon die EP folgt dieser Tradition, es überwiegen aber klar die genialen Songs (im Gegensatz zu "Jazz ist anders")!
Naja, egal, Hauptsache die Toten Hosen sind unverkrampft gealtert...
=
Ich hab mich wirklich erst hier angemeldet nachdem diese schreckliche Rezension gelesen habe. Ich habe ja nichts dagegen, wenn einem die Platte nicht gefällt, Geschmäcker sind ja verschieden. Doch von Laut de. erwarte ich eine gute und profesionelle Kritik, die hier leider überhaupt nicht vorhanden ist. Songs werden als "sackdumm" bezeichnet, die Farin-Songs sind gut bis ok und die von Bela und Rod sind sind ohne vernünftige Begründung fast ausnahmslos scheiße,Klischees werden durch den Kakao gezogen ("der 1. Song muss ja von Punk handeln" und "Bela hat erstaunlicherweise keinen Horror-Song geschrieben"), dumme Sprüche ( "Ein Album das mit den Worten "Fick Dich und Deine Schwester" beginnt, kann gar nicht von Grund auf schlecht sein")und zu guter letzt das höhnische Lob für das Brettspiel. Ich meinte außerdem das "wahre" Fans diese Rezension zum Großteil genauso betrachten würden wie ich (siehe GB von Bademeister), war also nicht auf der Meinung zu "Auch" bezogen. "13" war übrigens auch nicht auf eure Kommentare bezogen, ich hab halt schon von einigen gehört die sagen, dass es seitdem bergab geht mit DÄ. Ich jedenfalls mag die Platte und freu mich aufs Konzert in Dresden.
naja die Ärzte...wie singen sie so schön: habt ihr nix besseres zu tun, als die Ärzte zu hören?....wahrscheinlich eine Vorahnung von ihnen. Aber - wenns weiter den Bach runter geht mit den Ärzten, (die waren ja einmal nicht so schlecht), nett zu Dero sein, der nimmt sie sicher mit als Vorband, wenn sie ihm nett bitten. So schlecht sind die ja wiederum auch nicht.
(gilt auch übrigens für die Hosen, wenn Campino den Dero lieb bittet....vielleicht nimmt er beide Bands mit auf Tour, einmal dürfen die Ärzte, einmal halt die Hosen die Oomph!Show eröffnen...)
hallo Sohn der Leere, willkommen hier. Ich kann gut nachvollziehen, was du hier durchmachst. (Es hat auch Zeiten gegeben, wo Oomph! hier von manchen nicht so toll kommentiert wurde...was sich ja mittlerweile massiv geändert hat), du darfst das hier nicht zu persönlich nehmen, ich finde ja auch, die Ärzte und Hosen waren sicher mal eine nicht unbedeutende Band, aber - momentan hat die Bedeutung halt abgenommen. Das muss man auch als Fan akzeptieren und darf sich nicht zu sehr von eienr Band oder der Meinung darüber abhängig machen und nur über diese Band schreiben oder sie verdeitigen und Kritik darüber nicht aufzunehmen. Du musst ein bisserl cooler an die Sache ran gehen und aktzeptieren, dass halt nicht alles so maßlos von deiner Band begeistert sind wie du es bist. Aber sonst wünsch ich dir eine schöne Zeit hier und wenn du Fragen hast kannst du micht gerne fragen.
Ich weiß nicht, was alle haben. Für mich sind die Ärzte qualitativ jetzt auf dem Niveau der Onkelz in deren Spätphase. Topp Platte!

sohn der leere, beacht Ragism einfach nicht. Ich mach das auch so, Trolle sollte man nicht füttern, er will sich hier ja nur wichtig machen und freut sich jedesmal, wenn er eine ihm geistig zu hochstehende Band beleidigt und hofft dann, dass man darauf reagiert. Einfach nicht beachten Sohn der Leere, Ragism nicht anfüttern!
Lob für die Rezension - ehrlich und ansprechend, wie es sein sollte. Das macht im Übrigen eine "seriöse" Rezension aus.
Mit den Ärzten ist es irgendwie mit den Stones. Es tut manchmal weh, ihnen bei der Ausführung ihres Hobbys zuzuschauen. Aber irgendwie wärs auch blöd, wenn sie von der Bühne verschwänden.
Ist ja lustig hier... ist mir ein Rätsel, warum Farin immer über die Onkelz abgekotzt hat. Seine Fans hatten doch den selben Deutschlehrer.
laut.de - kommt mal von eurem hohen Ross runter. Das ist ja nicht mehr zum Aushalten, nicht nur hier, auch andere Rezensionen tropfen nur so von einer völlig unangebrachten Arroganz.
Was befähigt den Autor eigentlich Rezensionen zu schreiben? Die Fähigkeit mit provokativen Formulierungen ganz intellektuel rüber kommen zu wollen?? Bezüglich des Songs tamagotchi stimme ich vollkommen zu - wirklich sehr schlecht. Und auch sonst kann man sicherlich von einer Entwicklung der Band sprechen - dass sich einige Fans der Planet Punk-Ära nicht mehr mit den 3 verbunden fühlen - alles kein Problem.
Aber wie kann man nur so überheblich sein und einen, offensichtlich ironischen, Song als "sackdumm" zu bezeichnen?
Und bezüglich der Verpackung: Andere Bands bringen nicht im geringsten so viel Kreativität abseits ihrer bloßen Musik mit - und das wird einfach zerrissen. Aber man kann das wohl nicht einfach als nette Zugabe für die Käufer und Fans auffassen, sondern als bewusste Ablenkung von den eigentlichen Songs.
laut.de - Möchtegerns...lest euch die Rolling Stone-Rezension durch - so wird das gemacht!
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