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Die erste Hälfte ist geschafft. Mit "Addicted" liegt das zweite von insgesamt vier Alben vor, die Devin Townsend unter dem Banner 'Devin Townsend Project' veröffentlichen wird. Teil drei soll bereits Anfang nächsten Jahres folgen und den Härtegrad nochmal deutlich nach oben schrauben.
Naja, lassen wir uns überraschen. Mussten wir mit "Addicted" ja auch tun, denn viele alte Fans halten "Ki" nach wie vor für ein recht schwaches, fast schon enttäuschendes Album. Und das nicht nur wegen der fehlenden Härte, sondern auch wegen der mitunter belanglosen Musik.
Folglich durfte man "Addicted" ein wenig skeptischer gegenüber treten. Leider erweist sich das auch dieses Mal erneut als notwendig.
Dabei gerät der Einstieg mit dem Titeltrack gar nicht mal so schlecht. Das Riff ist ordentlich, Devin röhrt ein kurzes 'Oh Yeah', und nachdem auch Anneke van Giersbergen (Aqua De Annique/Ex-The Gathering) kurz trällern darf, entwickelt sich der Song zu einer wirklich wütenden Midtempo-Nummer.
Auch das beinahe nahtlos anschließende "Universe In A Ball" zeigt Devin teilweise von einer exaltierten Seite und arbeitet mit ein paar harten Gitarren. Letztendlich sprechen aber die Triphop-artigen Drums und die zahlreich verwendete Elektronik eine andere Sprache.
"Addicted" soll das Rockalbum sein - und das ist es auch. Die Songs besitzen zwar oftmals einen gesunden Einschlag in Richtung Metal, die Produktion ist aber aalglatt, die Drums zu klinisch und auf Bässe würde zugunsten von zahlreichen Keyboards und elektronischen Spielereien fast verzichtet.
Devin wäre natürlich nicht Devin, wenn er mit diesen Elementen nicht auch ein paar großartige Melodien zaubern würde und mit der bereits erwähnten Anneke steht ihm eine exzellente Sängerin zur Seite, die ebenfalls für ein paar Gänsehaut-Augenblicke (allen voran in "Numbered") sorgt.
Doch die wirklich tiefgehenden, emotional bewegenden Momente sind auch auf "Addicted" relativ rar gesät. Zwar lassen sich hin und wieder durchaus Parallelen zu "Oceanmachine" ausmachen, doch "Addicted" zieht im direkten Vergleich dazu den Kürzeren.
Damit ist auch "Addicted" kein wirklich schlechtes Album. Im Vergleich zur bisherigen Schaffensphase von Mr. Townsend bleibt es aber nur eine Randnotiz und vom Meilenstein weit entfernt.
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Hab mich ja schon im Band Thread unbeliebt gemacht. Aber ich finde das Album größtenteils furchtbar langweilig. Ich hab kein Problem mit den eingängigen Melodien vielmehr mit deren Umsetzung. Gerade die Produktiopn strahlt absolut kein leben aus.
Und auf stumpfes, so in der Art von Prong abgekupfertes Riffing kann ich auch verzichten. 2/5 Punkte für einige ganz passable Ohrwürmer.
Kann die ganzen Negativ-Aussagen nicht nachvollziehen. Das einzige was man an der Platte anlasten kann, ist das sie zu spät kommt. Wenn jetzt noch Sommer währe könnte ich mir das Grinsen garnicht mehr aus dem Gesicht wischen.
Unehrlich? Unvermögend? Townsend ist aus der Hölle seiner eigenen Weirdness raus und mach einfach mal Gute-Laune Musik. Und das auch noch richtig gut. Bend it like Bender haut einen weg, und das zweitverwertete Hyperspace perfektioniert den besten Song von Ziltoid. Ki war schon klasse. Addicted ist besser. Townsend ist jetzt ganz anders. Ich nehm's ihm nicht übel.
kack dich nicht gleich ein. Der Kommentar ging nicht gegen die Meinung eines Rezensenten. Ich glaube einfach, dass das was Townsend mit seinem Projekt macht sich jeglicher Beurteilung entbehrt und entsprechend völlig ungeeignet für Rezensionen ist. Da hat Edele als Rezensent nichts falsch gemacht.. wie gesagt.
Ich finds knorke. 4/5 hat das Werk schon verdient.
Die Kritik an der bassarmen keybordlastigen Produktion kann ich voll nachvollziehen, das war aber schon immer so auch bei Synchestra und Ocean Machine. Das macht die Musik nicht schlechter von der Konzeption und der Komposition, nur etwas anstrengender zu konsumieren.
Hab ja meinen Senf auf schon zur Genüge auf im Band-Forum kund getan, aber dann halt auch nochmal hier.....
Also Pop-Rock-Platte funktioniert die Scheibe ausgezeichnet. Überproduktion hin oder her.
Man darf/sollte halt keine Parallelen zu den früheren Werken ziehen. "Terria" ist sowieso unerreicht, aber der eine oder andere Song auf "Addicted" hätte in ähnlicher Art und Weise auch auf "Accelerated Evolution" oder "Biomech" funktioniert.
Und mal ehrlich, die ersten 2 Songs von Addicted rocken wieder ordentlich. Über den Rest lässt sich zanken, aber gute Hooks hat "Addicted" allemal am Start.

Ich finde es gut dass Devin Leute die nach 13 Jahren noch Ocean Machine-Aufgüsse verlangen vor den Kopf stößt. Der Mann ist ein neugieriger Grenzgänger und wenn das aalglatt sein soll oder gar angepasst, dann habe ich da eine andere Vorstellung.
Ich kenne keinen Musiker mit so großer Bandbreite von Ambient über Progressiv und ja auch Pop (den gabs schon immer > Christeen, Life, Traveller, Stagnant, Sunset) bis Heavy funckin Metal. Wenn seine Songwriting mittelmäßig sein soll dann zeigt mir Produktionen aus 2009 die Supercrush oder Numbered auch nur ansatzweise das Wasser reichen können.
mastodon? crack the skye???
ich mag mastodon, und das album ist auch gut. aber die songs sind technische batzen, an denen man sich die zähne ausbeißen muss. townsend schreibt ohrwürmer. über geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten. ich jedenfalls weiß was für mich der besser geschriebene song ist.




Das Problem bei Devin liegt m.E. mehr als eindeutig in seiner persönlichen Entwicklung, welche sich zwangsläufig auf seine Musik niederschlägt...sorry, aber für mich ist das so.
Dieser einst so geniale Freak hätte niemals, und ich wiederhole das gerne, niemals den Joint beiseite legen und stattdessen den Friede-Freude-Familien-Weg einschlagen sollen. Man merkt nur allzu deutlich wie die Richtung auf Synchestra gefährlich kippt.
Ziltoid war vielleicht noch ein Glückstreffer, aber mehr auch nicht, doch alles was nun folgt wird -mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit- kein Meilenstein mehr werden.
Auch wenn ich mit dieser Meinung allein dastehe, Devin ist und wird nie wieder ein Künstler sein, er bleibt von nun an "nur noch" ein Musiker von Vielen. Traurig aber wahr!
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