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Die eigene ist die beste: Was für Mama gilt, gilt für die Crew erst recht. Doch welche deutsche Posse hat die Nase vorn? laut.de stellt klar.
Rapdeutschland (laut) - Rap ist Mannschaftssport. Allein bist du nichts. Klar, dass im Wettkampf-geprägten Zirkus dann auch jeder die Truppe Nummer 1 am Start haben will. "Ich hab die beste Crew", behauptete einst Fler. "Scheiß auf deine Crew, keiner ist realer als der Dream, die überragende Gang", so Eko Fresh.
Bei den Kannibalen in Zivil darfs deutlich plastischer zugehen: "Meine Crew fährt raus, feiert schwarze Messen im Wald / Deine Crew löst sich auf so wie Schnecken im Salz." Doch welche Posse geht den nun als die einflussreichste, die wichtigste durch?
"Meine Crew gewinnt das Battle und danach die Schlacht", lautet die herrschende Meinung bei M.O.R. Das wollen wir doch erst mal sehen. Eins jedoch steht außer Frage: "Zwischen deiner und meiner Crew existieren Unterschiede wie Tag und Nacht."
Genau deswegen haben wir die Rap-Formationen dieses Landes genauestens unter die Lupe genommen. Wir haben Vorschläge gesichtet, uns - insbesondere in der Freundeskreis-Frage - gegenseitig die Schädel eingeschlagen und in bester Battle-Manier eine ... nein die einzige, allein selig machende Reihenfolge ausgefochten. Hier sind sie:
Es handelte sich wirklich und wahrhaftig um Freaks, die sich in den Reihen der Freaks Association Bremen zusammen fanden. Mit Rückendeckung von DJ Pee zelebrierten Ferris MC und FlowinImmo gelebten Wahnwitz. Immerhin brachten es die beiden auf drei Singles, eine EP, eine LP und genau ein Video, ehe der Drogenkonsum des einen und die Psycho-Probleme des anderen Rappers 1997 zum Zerwürfnis führten. Sehr schade.
Kinderzimmer Productions sind der Antipode des gemeinen Prolls, der mehr spuckt als spittet. Kommerzieller Erfolg blieb den Ulmern leider weitgehend verwehrt, so dass sie 2008 das Ende des Projekts bekanntgaben. Die musikalische und lyrische Intelligenz, der verschrobene Sound, die abstrusen Texte, die die Hörerschaft polarisierten - das alles machte KiZi so besonders. Entweder man feiert sie, oder man versteht sie nicht, dazwischen bleibt nicht viel. 2008 entschieden sich 400 Zuschauer in der Dortmunder Philharmonie für Ersteres. Kinderzimmer hatten zum Unplugged-Konzert mit Band geladen. Ein würdiges Ende.
Lange bevor "MFG" die Charts beherrschte, regierte in Hip Hop-Kreisen das Kürzel G.B.Z. Dean Dawson und Harris wissen, was die Meute braucht, als sie sich 1998 als "G.B.Z.-Oholika" outen: Gras, Beck's und Zärtlichkeit, das Ganze am liebsten "aus tash". Mit ihrem Leitspruch halten die Berliner die Fahne der Hauptstadt hoch, als von Bushido und Konsorten noch kaum die Rede war. Sie hätten Deutschrap erst hart gemacht, brüsten sich die Spezializtz später. Der Wahrheitsgehalt ist fraglich, Spaß hat ihr Arschtritt-Hip Hop trotzdem meistens gemacht.
Flashback gefällig? Aber immer! Der Deutschrap-Jünger kennt Minden als Heimatstadt von Lieblings-Exfreundinnen-Rapper Curse. Doch die Geschichte des nordrhein-westfälischen Städtchens hat Kopfnickern noch mehr zu bieten. Yesterday that was long ago ... Ach, es waren derbe Zeiten, in denen die Ultimate Chiefrockers Italo Reno, Germany und Lord Scan - zweifellos Deutschlands best producer on the mic - noch gemeinsam als Der Klan operierten.
Pure Doze, Der Lange und bis 2008 DJ Funky Chris haben als Too Strong so ziemlich jede Station der Deutschrap-Geschichte am eigenen Leib erfahren. Den Grundstein legte 1993 die EP "Rabenschwarze Nacht", mit "Intercity Funk" schaffte man 1996 Legendäres und fast 20 Jahre später schloss Too Strong mit "Rap Music Is Life Music" den Kreis. Als Silo Nation stellten sie sich konsequent gegen die starren Regeln der Torch'schen Zulu Nation-Schule und schufen in der sich zum Hype aufmachenden Szene ein selbstbewusst aufmüpfiges und sich genauso auf die kulturellen Grundwerte beziehendes Gegengewicht.
Formt das O für die Orsons! Als Rapdeutschland nahezu geschlossen eine verkniffen grimmige Fassade zur Schau trägt, rotten sich KAAS, Tua, Maeckes und Plan B zur einzig realen Boygroup des Genres zusammen. Auf Klischees, ungeschriebene Gesetze, aufgesetzte Härte und vermeintliche Coolness - den kompletten im Hip Hop üblich gewordenen Verhaltenskodex, eben - setzen sie nicht einen, nicht zwei, nicht drei, sondern vier dampfende Haufen. Tanzt den Positivity-Dance. Nehmt sie hin, die Herrlichkeit. In Ewigkeit. Orsons.
"Open up wicked brrraindoors for the No Rrremorze!" Ein DJ, ein MC? Pillepalle. "Hard, harder, the hardest hardcore" kommen in doppelter Besetzung. Erstmals in der deutschen Rap-Geschichte stellt eine Crew zwei Plattendreher an die Decks. Cuts und Scratches: im Brachial-Sound der Bremerhavener Britcore-Heroen entsprechend stark repräsentiert. Militant, kompromisslos und - wie ihr mutiges Label Buback einst warb - "beinhart unterhaltsam". I bet you want more! Ja? 2011 munkelt man, Rapper Crak arbeite an neuem Material.
Deutscher Hip Hop zu seiner Hochzeit in den 90ern: Eine Truppe aus dem Süden entert die Charts und sorgt für Aufsehen. Doch schon nach der Jahrtausendwende geht es nicht nur mit dem Stuttgarter Rap bergab, sondern eben auch mit den Massiven Tönen. Sie haben es vielleicht nicht ganz nach vorne geschafft, doch immerhin: Im Staub, den Showi, Ju, Wasi und DJ 5ter Ton aufwirbelten, keimten Kopfnicker Records und 0711-Booking.
Mit Beats aus der Playstation und Reimen aus der teils untersten Schublade servierten Sido und B-Tight als A.I.D.S. eine neue Version von Rap aus den Untiefen der Westberliner Unterschicht. Im legendären Royal Bunker gestählt und von der Bundesprüfstelle mehrfach geadelt, braute man sein ganz eigenes Bongwasser. Die Losung: Mach' du deinen Rap, ich mach' meinen. Als das Sägeblatt so richtig zu rotieren begann, sollte bald nichts mehr so sein, wie es einmal war.
Und dann standen 2007 plötzlich sie mit ihrem Debüt "Jetzt Schämst Du Dich" in der Auffahrt zur Garage namens Hip Hop: Kurt Hustle und Hulk Hodn. Schnell war von einer Westberlin-Maskulin- und M.O.R.-Kopie die Rede, differenzierte Stimmen sprachen hingegen höchstens von einer Hommage. Fest steht: Die Kombination aus maximal rückwärts gewandten Samples, staubtrockenen Beats und einem verkifft-nihilistischen Vortrag, der sich irgendwo zwischen Hochschule und Battle-Rap bewegt, brachte frischen Wind in eine zusehends verblassende Ära Aggro Berlin.
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer sind die dreckigsten Rapper im Land? Kool Savas, Ihr seid einer der Dreckigsten hier. Doch Feinkost Paranoia sind manchmal noch tausendmal dreckiger als Ihr! Sex ist nun mal schmutzig, wenn er richtig gemacht wird. Die dazu gehörigen Raps auch. Derber Wind aus Bayern.
"Wir schreiben das Jahr 1996: Das Rödelheim Hartreim Projekt ist Alleinherrscher der deutschen Sprechgesangsszene." Ein großspuriges Selbstverständnis, das die Fantastischen Vier später mit einem herzlichen "Scheiße!" kommentierten. Moses P. und Thomas H. flogen höha, schnella, weida als die noch kaum existente Konkurrenz. Rückblickend würde manch einer ohne Zögern sämtliche Glashaus-Ergüsse gegen ein weiteres RHP-Album tauschen.
"Hip Hop hab' ich einverleibt, ich bin seit vielen Jahren da / Seitdem mach' ich mit jedem Vers volle Punktzahl für mein Karma" - so und nicht anders schauts nämlich aus: Von ihrer Homebase am Goetheplatz aus revolutionieren David P., Glammerlicous und DJ Explizit seit 1990 nicht nur die Münchner Hip Hop-Szene. Mit Texten, die das Prädikat "deep" wirklich verdienen und nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Künstlern wie den Absoluten Beginnern, Dynamite Deluxe und Advanced Chemistry setzen Main Concept eine fixe Marke auf die Rap-Landkarte Deutschlands. Zu recht! Denn wer dem praktizierenden Arzt und Zahlenkünstler David 'Papo' P. einmal dabei zugesehen hat, wie er live aus beliebigen Zahlen in minutenlanger Reimarbeit die mystische Zahl 58 errechnet, weiß, warum ihm allein der Titel des "besten Freestylers der Republik" zugesprochen gehört. Auch 20 Jahre später sind und bleiben Main Concept vor allem eins: Coole Scheiße!
Mitte der Neunziger steigen aus den Tiefen der Bunkerwelt des Ruhrpotts Creutzfeld & Jakob herauf, um mit intelligenter und beinharter Wort-Artistik das Land für sich einzunehmen. Mit der Single "Partner" erlangen Flipstar und Luke Stylewalker erste Aufmerksamkeit, bevor DJ Edler und Till Tomorrow mit ins Boot steigen und sie 2000 mit ihrem Debüt "Gottes Werk und Creutzfelds Beitrag" in die deutschen Charts fahren. Kollege Dobler hats damals nicht begriffen - wofür er von der Rap-Abteilung noch immer regelmäßig verhöhnt wird. Jeden Mittwoch lachen wir ihn aus.
Der Fakt, dass es sogar noch im Jahr 2011 Rapper gibt, die mit Fettes Brot-Vergleichen dissen, spricht für eine unvergleichbare Relevanz. So wegbereitend wie gehasst leben die Hamburger Brote seit den frühen Neunzigern immer schön neben der deutschen Hip Hop-Historie. Seit der "Klasse von '95" agierten Doktor Renz, Schiffmeister und König Boris jedoch für die deutsche Rap-Szene als Slang-Erfinder wie E-40, Pop-Schweine wie Snoop, Mash Up-Macher wie Jay-Z und eben Hassfigur wie Ja Rule.
Viele haben es versucht, fast alle sind gescheitert. Die Idee von englischsprachigem Hip Hop aus Deutschland galt Ende der Neunziger, in der absoluten Hochzeit des Deutschraps, nicht nur kommerziell als ambitioniert. Der Rapper Ali Rasul und sein Beat-bastelnder Bruder im Geiste Iman schufen mit DJ Edward Sizzerhand, Back-Up MC Gianni Dolo und ihrem einzigen Album "Walk Of Life" 2001 einen Meilenstein des souligen BoomBaps. Die bajuwarische Übersetzung des hierzulande ach so geliebten und in etlichen Fällen bis ins Ekligste getrimmten Eastcoast-Traditionalismus. Bei Square One wurde Rap zu Soulmusik. Mit dem Tod von Ali nahm die Square One-Geschichte im letzten Jahr ein trauriges endgültiges Ende.
Die Singleauskopplung "Liebe & Hass" aus dem 2001er-lbum "Eins A" steht Pate für die Akzeptanz der fünf Münchner: Zigtausend Menschen lieben ihren reundlichen, sich stets treu bleibenden Output. Ähnlich viele - darunter nicht wenige Musiker-Kollegen - werden andererseits nicht müde, eine der dienstältesten Rapkombos Deutschlands mit dem Vorwurf der "Nettigkeit" zu diskreditieren. Beides beweist letztlich, dass Blumentopf ihre Stellung im Deutschrap seit der Gründung im Jahr 1992 zementiert haben.
Rap-Regeln nehmen und auf die ganz eigene Art und Weise kaputt machen, so lautet die M.O.R.-Maxime. Dazu wurde sich im Kreuzberger Royal Bunker großspurig an die Eier gefasst und whack MCs in Reihe geschlachtet. Die Bagage um Kool Savas nahm sich am kalifornischen Project Blowed ein Beispiel und lebte Rap in reinster Form. Konkret Finn mögen deutschen Battle Rap erfunden haben, M.O.R. haben ihn adoptiert, liebevoll aufgepäppelt und mit "NLP" in die Charts gebracht. Als man in Rap-Deutschland Berlin noch lange nicht auf dem Schirm hatte, war Rap in Berlin schon längst King.
"Jede Sau hört LSD in Heidelberg!" Wahre Begeisterungsstürme hinterließ Torch auf Ko Lutes Anrufbeantworter, nachdem er zusammen mit DJ Defcon und den Brüdern Rick Ski und Future Rock das Ergebnis einer zwei Jahre währenden Frickelarbeit unters kopfnickende Volk entlassen hatte. Bis heute sucht "Watch Out For The Third Rail" mit seinem Sample-Wahnsinn im deutschen Hip Hop seinesgleichen und erteilt auch zwanzig Jahre nach seiner Veröffentlichung im Jahre 1991 noch eine gesalzene Lektion in Open Mindedness, Musikalität und Handwerkskunst. Um es mit den Worten DJ Stylewarz' zu sagen: "Wer LSD nicht kennt, solls Maul halten!"
Als Mitverantwortliche des größten Deutschrap-Hypes Ende der Neunziger lebt es sich schwer. Besonders, wenn man mit langen Locken und Cordhose irgendwas von Intifada, Allende und Esperanto labert. Dass Max Herre einer der besten Rapper dieses Landes ist und im Verbund mit DJ Friction und Instrumentalist Don Philippe die deutsche Pop-Hure so stylish wie wenige andere ritt, ist vielen auch 15 Jahre nach "Der Quadratur Des Kreises" nicht klar. Dabei wären die heutigen Erfolge von Clueso, Patrice und, ja, Jan Delay ohne FK undenkbar. Musikalisch kompromisslos, subkulturell verbandelt, seiner Lebenswelt stets bewusst und unbedingt auf Live-Tauglichkeit getrimmt - Freundeskreis leistete für die "neuen Deutschpoeten" Pionierarbeit.
"Wir haben das Land gefickt" - und wie! 2007 beginnt ein Hahnenkampf, den Rap-Deutschland bis dato noch nicht gesehen hat. Pogorap mit derben Texten, eine ordentlichen Portion Humor plus zum Hüpfen zwingende Elektro-Beats und Provokation, die ihresgleichen sucht, machen die Kannibalen in Zivil außergewöhnlich und unerreicht. Vier Bekloppte - ein Ziel: Rap-Deutschland aufmischen und Maßstäbe setzen.
Über Jahre war Hamburg das Mekka des deutschen Hip Hop. Die dortige Szene regierte gemeinsam mit Stuttgart über die hiesigen Headz. Ganz vorne dabei waren Eins Zwo, die besonders von Dendemanns Tiefgang und Wortwitz lebten. Namensgerecht entstanden aus der Kollaboration mit DJ Rabauke nur zwei Langspieler, die jedoch einen festen Platz im Olymp des deutschsprachigen Raps haben. Dendemann versucht sich seither als Solokünstler, was die Trauer über die Trennung des Duos jedoch nicht übertüncht.
Witzig und gut waren immer Attribute, die sich im hiesigen Hip Hop einfach nicht vereinen ließen. Und dann kamen Der Tobi und das Bo daher. Mit ihren Kumpels Marcnesium und DJ Coolmann kredenzte man im losen Verband der Mongo Clikke in der heimischen Hamburger Küche unterhaltsamste Feinkost - 5 Sterne Deluxe natürlich. Eimsbüttel wurde zum Nabel der Welt, "Sillium" die derbste Modedroge und Das Bo mit "Türlich, Türlich" sogar irgendwie zum Popstar. Was fast 15 Jahre später bleibt, ist unbestrittener Meileinstein-Sound, den sich auch heute noch nur schwer erklären lässt. Denn: "Warum der so geil ist, bleibt geheim wie ne X-File!"
Zwar hat der Stuttgarter Vierer deutschsprachigen Hip Hop 1989 nicht geboren. Wohl aber haben sie das Genre auf ganz neues Level gehievt. Die Fantastischen Vier waren, da beißt die Maus keinen Faden ab, die ersten mit einem Major-Deal in der Tasche. Wirklich ab gings dann 1992 mit dem Hit "Die Da!?!". Rund um die Teenie-Schwärme entwickelte sich eine Hip Hop-Szene, die immer mehr an Beachtung gewann - und auch immer besser wurde. Die Fanta 4 spielten in den 90er Jahren immer oben mit und landeten dann auch bei einer Generation später mit "MfG" wieder einen ultimativen Treffer. Sie gehören in die Deutschrap-Hall of Fame, eben weil sie schon in den allerersten Tagen am Start waren und Hip Hop in Richtung Mainstream brachten.
Noch bevor sich Alice Schwarzer öffentlich über Bushido, Orgi, Sido und Co. echauffierte, schickten Taktlo$$ und Kool Savas als Westberlin Maskulin ihre Battlereime durchs Land. Der ihnen unterstellte Rassismus und Sexismus juckte die beiden nie, erlaubt war, was Spaß machte, politisch inkorrekt und provozierend war. "Hoeys, Flows Und Moneydoes" von 1997 stellt so etwas wie den Ursprung des deutschen Battleraps und die Basis des Aufstiegs der Hauptstadt zum deutschen Hip Hop-Mekka dar. "Ohne Savas und Taktlo$$ wäre kein einziger Rapper aus dieser Stadt groß", urteilte schon Prinz Pi.
"Schlangen sind giftig, wenn Rap auf Deutsch, dann richtig", hallte es Mitte der 1990er durch deutsche Jugendzimmer. Die Stieber Twins hatten vom beschaulichen Heidelberg zur kulturellen Genese gerufen und gemeinsam mit Torch, Toni L und vielen anderen den Hip Hop voran getrieben. Die nachfolgenden Generationen nahmen den Vorschlag dankbar auf und formten über die Jahre ein vielseitiges Genre. Die Kultur, die Marshall Mar und Luxus Chris propagierten, ging mit der Zeit jedoch mehr und mehr unter – zumindest an der Oberfläche. Darunter lebt Hip Hop weiter. Genau wie die Stieber Twins. "Allein zu zweit, niemals solo."
"Dis is wo ich herkomm", würde Samy vielleicht sagen. Lange bevor er als Solokünstler die großen Charterfolge feiert, finden sich Ende der goldenen 90er DJ Dynamite, Tropf und Samy Deluxe im Hamburger Untergrund zum Trio Dynamite Deluxe zusammen. Professionelle Studioaufnahmen liegen noch in weiter Ferne, stattdessen heißt es: Selbermachen und Freestyle-Kassetten aus dem Rucksack verkaufen. Angeschoben von der sich immer weiter auftürmenden Deutschrap-Welle gehört Samy bald zu den bekanntesten MCs Deutschlands - und Dynamite Deluxe haben einen Major-Plattenvertrag in der Tasche. Zwischen 2000 und 2008 schreiten die drei auf Solopfaden - nur um dann für ein explosives Comeback-Album wieder zusammen zu finden.
In punkto philosophischem Tiefgang und atmosphärischer Dichte finden sich nur wenige ihres Kalibers. Neben Crews wie Too Strong oder Creutzfeld & Jakob rufen die MCs Aphroe, Galla und Pahel der Ruhrpott AG Mitte der 90er das Ruhrgebiet zum neuen Schauplatz des deutschen Hip Hop aus. Unvergessen noch immer.
Ohne die Beginner wäre der deutsche Hip Hop nicht dasselbe. Die drei Hamburger trafen mit ihrem Über-Album und Deutsch-Rap-Meilenstein "Bambule" so sehr den Zeitgeist, dass der Dreier tatsächlich "in den Charts stehen" übte. Umwerfende Beats, die unverwechselbare Stimme Eizi Eiz', Denyos Witz, die teilweise sozialkritischen Texte und die ganze Ohrwurm-Zucht, die die Beginner - absolut oder nicht - in die Gehörgänge der Hörer einpflanzten, machen sie unvergesslich. Die Eimsbush-Buben unterhalten und machen Spaß, denn "Langeweile schmerzt wie Pimmel im Waffeleisen!"
Ein bisschen Nostalgie gehört mit Sicherheit dazu, Advanced Chemistry auf den Spitzenplatz zu befördern. Als die versiertesten Rapper gehen Torch, Loni L und Linguist nämlich so wenig durch wie ihre Crew als Vorreiter in kommerzieller Hinsicht. Trotzdem: Als erste, die politische Inhalte servierten, mit den ersten Raps auf Deutsch und Torch als erstem von Afrika Bambaataa offiziell anerkannten deutschen Zulu King gelten AC als Ur- und Gründerväter des Deutschraps.
"Ich wüsste nicht, wen sonst", so unser erstaunlich einhelliges Fazit in der Diskussion um den Thron. Wir haben eben alle unser Herz in Heidelberg verloren - und erklären Advanced Chemistry hiermit nicht zur besten, nicht zur erfolgreichsten, wohl aber zur wichtigsten deutschen Rapcrew, die Anke Engelke mit einem Gastauftritt in "Dir Fehlt Der Funk" bereits 1994 den Höhepunkt ihrer Karriere bescherte.
"Dass Max Herre einer der besten Rapper dieses Landes ist..." you made my day
wenn schon, denn schon. dann ziehts durch und schmeißt kiz gefälligst aus der liste! immerhin sind die erst nach 2002 an den start gekommen...2002? war da nicht etwas? ich muss überlegen....irgendwas mit rap in lederjacken...ach, was solls, war eh nciht relevant..."geh zu ner parkuhr, die kostet ne mark nur"...ihr habt recht, das war die krone der schöpfung...
Tolle Liste voller Golden Era/Backpack-Shit...sogar an RAG habt ihr gedacht, schön!
edit: Tatsächlich...die Beginner sind nicht dabei! Das ist aber ein Fauxpas! ABS könnte man vllt auch noch reinnehmen, aber dann wäre der gesamte Ruhrpott abgedeckt 
kopfschuss oder wat, die beginner sind platz 2. aber generell aus meiner sicht kaum ernstzunehmend die liste. Fanta4 vor EinsZwo, Freundeskreis vor Sekte oder CJ, KIZ vor M.O.R und dann noch die massiven vor irgendwem anders. Und Creme de la Creme taucht dafür gar nicht auf? Hätten am besten noch ASD vor Beginner setzen sollen...immerhin ja das besteee wenn es um rap geeeeht....
Gibt es etwa keinen Indie-Rock mehr?
War laut.de schon immer so Hip Hop-lastig?
Ernsthaft? Ihr habt einfach Sonny Black Frank White, sowie allgemein die gesamte Aggro Crew (jetz ma abgesehen von der Sekte ganz unten in der Liste) nicht in der Liste, aber K.I.Z. schon? Wie realitätsfern kann man eigentlich sein KIZ für einflussreicher zu halten als Aggro. Ich mein ich mag Bushido auch nicht, aber das ist schon echt ne inkompetente Frechheit.
MOR nichtmal in den top10? lächerlich! MOR gehört auf die 1 und wbm auf die 2. vor berlin gab es keinen deutschen rap! was sonst noch auffällt, nahezu alle crews sind inaktiv. indiz für den niedergang und die krise des deutschen rapbiz
Es geht aber um die gesamte dt. Rap-Geschichte, nicht (nur) um den Berliner 0815-Rap von heute...willste hier Aggro, CCN und so in der Liste haben?
Die Sekte, WBM und MOR reichen meines Erachtens völlig aus, die Liste bezieht sich zum Glück auf das komplette Rap-Spektrum.
Und Einfluss kann man so oder so definieren, kann mir keiner erzählen, dass Samy Deluxe keinen Einfluss hatte mit seinen damals noch recht neuartigen Doppelrhymes oder RAG mit der philosophischen, metaphorischen Herangehensweise etc.
No Remorze drin sehr gut, viel zu weit hinten aber. Und wo sind die Asiatic Warriors? RAG meiner Meinung nach auf die 1, 'Unter Tage' ist mit VBbzS das beste Deutschrapalbum aller Zeiten.
Uebrigens ist FlowinImmo wohl das versiffteste Dreckschwein, das es in der deutschen Musikszene so gibt. Er haengt gerne voellig verranzt am K-Pax in Berlin rum, falls ihm mal jemand Waidmannsheil wuenschen oder auf sein haessliches Hippiemaul hauen will. So sieht man aus, wenn es mit der Karriere eben wirklich nicht geklappt hat. Hundesohn.
@Django77
also sei mal ehrlich aber der berlinerrap ist wohl zurzeit praktisch überall präsent, auch wenn er natürlich auch zurücktritt. egal ob frankfurt, hamburg oder im ruhrpott. selbst ins ausland nach wien ist der stil übergeschwappt. CCN war einfach wegweisend, für mich einfach unverständlich diese liste. man hätte sie eher "was den laut autoren am besten gefällt", nicht welche rapcrews sind die wichtigsten nennen sollen.
@48stunden: diskutier nicht mit dem hahn, sonst kommt er vorbei in deine hood und macht drive by dies das. mit der einen hand zeigt er das westberlin-W und mit der anderen knallt er dich mit seiner uzi ab. brät! brät!
ich blicke in die zukunft: sodhahns antwort wird die worte "schnappi", "deine(-n)", "tracks", "lächerlich", "musst", "noch" und "üben" beinhalten
klar sind zur Zeit die tonangebenden Einflüsse nicht groß bei den Beginnern oder Fettes Brot zu suchen, logisch, der aktuelle Rap orientiert sich ja auch an anderen Vorbildern. Trotzdem waren sie zu Ihrer Zeit Einflussreich und haben ihren Teil des Raps mitgestaltet. Dasselbe tut Bushido heute auch und in 10 Jahren sind wir wahrscheinlich an nem Punkt, wo der als tonangebendes Vorbild auch längst die Bühne verlassen hat und sobald man erwähnt, dass er mal wichtig war, wird man dann von irgendeinem Kid zu hören bekommen, dass man doch nur ein Genrefremder ist.
Übrigens, ich kenn ne ganze Menge von Konkret Finn, und ich bin ganz froh drüber, dass deren Einfluss im Bezug auf Battle Rap so verschwindet gering war.
@sancho: nein. mir tun eher solche schrammelbrüder wie du einer bist leid. warum schliesst du dich eigentlich nicht mit schnuppu zusammen? wenn dann irgendwann mal eine liste der schlechtesten rap crews veröffentlicht wird, dann seid ihr beiden experten mittendrinn statt nur dabei!?
wissenschaftlich bewiesen: sodi hat den größten cock im stall. zudem hat er den längsten schwanz in seiner hood. er muss nur gegen deine wand spritzen und sie sieht aus wie frisch gestrichen. man munkelt hier und da, dass seine cumshots mit solch immensem druck geschossen kommen, dass man erblinden kann, wenn seine ergüsse die augen treffen
wenn sodhahn in seinem viertel rumläuft, darf man sich nicht mehr bewegen und muss beginnen zu salutieren. wenn dies nicht der fall ist, zückt er seine shotgun und knallt die person ab. natürlich hält er die gun nur mit einer hand. die linke hand benutzt er, um das gangzeichen, dessen zugehörige gang ihn als den "Boss" bezeichnen darf, zu zeigen. und dann gehts bababababam bababam brät! brät! in ein paar jahren stürmt er den bundestag und wird deutschlands diktator #2.
es folgen potenzielle gesetzesänderungen.
gesetzesänderung 1: des cocks wort ist gesetz
gesetzesänderung 2: jeder, der eine andere meinung vertritt als die des hahns, wird mit der uzi gekillt. dabei sind die geräusche "bababam", "brät" und "mutterficker", wobei das "u" in "mutterficker" durch eine überbetonung hervorstechen muss.
gesetzesänderung 3: musik, in der es nicht um die streets und um die zugehörigen probleme in der hood geht, und musik, in der nicht aggressiv und mit weniger als 10 mal "hurensohn" und "deine mutter" zu rechen ist, wird verboten.
gesetzesänderung 4: zottelträger und indies bekommen ghettolektionen
gesetzesänderung 5: der, mit dem größten cock, besitzt die höchste autorität
gesetzesänderung 6: nur, wer "sod" in seinem namen trägt, darf sich als "der mit dem größten cock" bezeichnen.
anhang:
gesetzesänderung 7: die kommentare von intro darf der hahn 1:1 übernehmen. es ist ihm gestatten die texte aus dem party chaos threat zu kopieren und so zu tun, als hätte er sie geschrieben.
intro
25. März 2011, 14:19 Uhr
@Schnuppu09
Aber gerade bist du doch kein Stück mehr überlegen, Freund - eher völlig unsouverän.
Grab lieber wieder das Mic und spitte ein paar heiße Lines, yeah, MC Schnuppsel am Mikrofon, deine Katze in der Mikrowelle, chüar, tough-rough Battlelyricism mit deepem Einschlag.
Format
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