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"Nein, da kommen keine weiteren 97 Teile in diesen Song" - laut.de präsentiert mit "Desperate Graves" einen brandneuen Track aus "Octahedron", dem kommenden fünften Studioalbum von The Mars Volta.
Konstanz (mma) - Woran hält man sich fest als Anhänger einer Band, die, alle Solo- und Nebenbuhlereien eingerechnet, einen Jahres-Platten-Output von fünf bis sechs hat, gern mal Ausflüge in fachfremde Genres wie Elektrokraut oder Instrumental-Soundtracks wagt und sich selbst darauf determiniert, "das nächste Album immer anders klingen zu lassen als den Vorgänger"?
Im Fall Mars Volta klare Sache: 1. an Omar Rodriguez-Lopez' recht einzigartigem Gespür für Atmosphären, seinen Gitarren- und Arrangement-Skills als Alleinherrscher im Tonstudio sowie 2. an Cedric Bixler-Zvalas enorm ausdrucksstarker Stimme nebst stets surrealer Lyrik. Das dynamische Duo hatte schon bei der allerersten EP sämtliche künstlerischen Zügel in der Hand und hat sie seitdem auch nicht mehr losgelassen.
Nun klopft noch fixer als in der Vergangenheit das bereits fünfte reguläre Album an. Und wieder haben die Voltaner ihren Plan, sich mit jeder Veröffentlichung neu zu definieren, konsequent umgesetzt. War der Vorgänger ein entropischer, über die Gesamtlänge extrem anstrengender und wenig greifbarer Hardrock-Bastard, postuliert "Octahedron" als Leitdevise die Reduktion.
Reduktion statt Barockrock
Ohne das Experimentierdiktat der bisherigen Releases unterwarf sich Produzent und Mastermind Omar der selbst auferlegten Herausforderung, "sich zusammenzureißen". Das kürzeste und eingängigste Werk im Schaffen Mars Voltas setzt auf Eindeutigkeit und Konzentration aufs Wesentliche: "Ich legte mir selbst Fesseln an, indem ich mir sagte: 'Nein, da kommen keine weiteren 97 Teile in diesen Song.'"
Damit erbringen die Texaner den lange geforderten Beweis, auch ohne eine externe Produzentenlegende wie Rick Rubin ("De-Loused In The Comatorium") eine kompromisslos direkte Offenlegung der eigenen Fähigkeiten bewerkstelligen zu können. "Octahedron" prahlt folglich wieder mit der eingangs erwähnten Skills, demonstriert sie sogar unmittelbarer als je zuvor. Der hier gestreamte Full-Listening-Track "Desperate Graves" legt davon beeindruckend Zeugnis ab.

Apropos fachkundiger Kommentar:
Schon strange, dass das neue the Mars Volta aufgrund EINES veröffentlichten Tracks himmelhochjauchzend bei laut gelobt wird, wobei das neue dredg nach gefühltem einmaligem Überfliegen als Mainstream und Tiefpunkt abserviert wird...
Back to topic: Schöner Track...
Die dreg rezension hat mir ehrlich gesagt das Herz gebrochen, ich find die Platte trotz aller liebäugeleien mit dem pop wirklich hervorragend.
Auf der englischen Promosite zu Octahedron kann man ja schon die komplette Platte vorhören, ich find das Ding ist ja mal total der Schritt in die richtige Richtung. The Bedlam in Goliath hatte eine handvoll hervorragender Momente (Ourboros) und viel, viel viel viel viel zu viel Unsinn (Askepios etc...).
Ich mag Octa soweit wirklich sehr, die Fans sind aber mal wieder in zwei lager gerissen. Das 'Die platte ist zu poppig und scheiße' Lager scheint momentan die Oberhand zu haben 
der song ist super. das letzte album war viel zu wirr. die songs waren live aber super.
und warum muss eine band immer gleich klingen? grade bei mars volta wäre das doch unheimlich langweilig. ich freue mich auch das konzert in 2 wochen.
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