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Anfang der 80er Jahre durfte Bassist Simon Gallup noch für The Cure Interviews geben und in einem fragte man ihn, welche Band er zutiefst verabscheue. Die Antwort kam pfeilschnell: "Ich hasse Depeche Mode. Ihre Musik und wie sie in ihren Anzügen rumlaufen, einfach lächerlich."
Wie lange Gallup anschließend noch öffentlich sprechen durfte, ist nicht verbürgt, mit seiner Meinung stand er in Großbritannien aber nicht alleine da. Die von Rockjournalisten dominierte Presse verhöhnte das Quartett aus der Londoner Trabantenstadt Basildon über Jahre hinweg, stichelte mit Fragen nach dem Drummer und ließ sich 1988 wahrscheinlich noch die Vorgruppen aus Kalifornien faxen, um den Lesern erklären zu können, wie sich 70.000 Menschen zu einem DM-Konzert nach Pasadena verirren konnten.
Trotz dieses Karriere-Höhepunkts deutete nichts darauf hin, dass der '87er Albumtitel "Music For The Masses" bald völlig ironiefrei Wirklichkeit werden, geschweige denn dass der "mit Abstand lächerlichste Heavy Metal-Titel, der uns eingefallen ist" (Martin Gore) zum bestverkauftesten DM-Tonträger in die Geschichte eingehen würde. Und schon gar nicht, dass ein Jahrzehnt später mit Johnny Cash ein Mann einen Song daraus neu aufnehmen würde, dessen Musik Gore gerade zwei Jahre zuvor im "101"-Film in einem Country-Plattenladen für sich entdeckt hatte.
Besagter Song ist das 1989 als Vorabsingle veröffentlichte "Personal Jesus", ein mit Pailletten bestückter Bluesbrocken, der Marc Bolan-Grooves mit Electronica vermählte. Es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, diesen Klassiker sofort verstanden zu haben. Es wäre von einem 15-Jährigen vielleicht auch etwas zu viel verlangt gewesen, der noch nie in seinem Leben etwas von Marc Bolan gehört, sich aber sechs Monate zuvor noch in Vorfreude auf alles Kommende das aktuelle Livealbum "101" zugelegt hatte. Aber das hier war etwas komplett anderes. Wieso spielten meine Helden plötzlich als Cowboys verkleidet Gitarre in Wüstenpuffs? Verstört hörte ich wochenlang nur die Single-B-Seite "Dangerous".
Und als hätte Martin Gore mein präpubertäres Unbehagen hinsichtlich des krassen Stilwechsels gespürt, wovon ich selbstverständlich seither ausgehe, ließ er mit "Enjoy The Silence" einen bittersüßen Crowdpleaser erster Güte folgen, sowas wie die Quintessenz der gesamten bisherigen Depeche-Karriere in vier Minuten: Dramatik, Grandezza, Dancebeats und eine Melodie, die in Wave-Discos, im Formatradio und an der Wurstbude funktioniert. Wo man sie bald auch überall antraf.
Mit der Distanz von mehr als 20 Jahren habe ich natürlich erkannt, dass die Klasse von "Violator" nicht nur darin bestand, dass das Album das exorbitant hohe Level der zwei Hitsingles halten konnte. Nein, es waren auch die richtigen Leute vor Ort: Mark "Flood" Ellis und Francois Kevorkian prägten die Mainstream-Marke Depeche Mode 1990 auf akustischer Ebene analog zu Anton Corbijns visuellen Großtaten.
Der damals aufstrebende Produzent Flood (U2, Nick Cave) redete der Band erstmal aus, dass es peinlich sei, die gleichen Sounds oder Samples mehrmals zu benutzen, was ebenso zum homogenen Albumsound beitrug wie sein Credo: "Wenn ihr Gitarren verwenden wollt, dann verwendet sie halt einfach." Die neuen Impulse des Rock-Producers ergänzte wiederum der aufgrund seiner Arbeit für Kraftwerks "Electric Café"-Album verpflichtete New Yorker DJ Francois Kevorkian hinterm Mischpult.
Bald stellte sich heraus, warum die Düsseldorfer von dem Mann begeistert waren, denn Kevorkian arbeitete mitunter mehrere Tage an einem einzigen Hi-Hat-Sound. Das Ergebnis gab ihm Recht: Auf "Violator" fließen minimalistische Kühle mit natürlichem Instrumentarium so organisch zusammen, als wären die Genres Rock und Electro schon immer eins gewesen.
Allein für den Opener "World In My Eyes" müsste man Kevorkian nachträglich eine Sänfte bauen: Jede einzelne 808-Snare ein Schlag in die Magengrube, die begleitenden Hi-Hats mit der technischen Präzision eines Space Shuttle-Starts (oder eben einer ganz normalen Kraftwerk-Platte).
"Policy Of Truth" hört man Kevorkians filigrane Detailversessenheit ebenfalls an, die das einprägsame Gitarrenriff erst in einen akzentuierten Groove einbettete. Kurioserweise war der französische Technikfreak ausgerechnet am Über-Dance-Song "Enjoy The Silence" nicht beteiligt, aber DM hatten damals ja noch Alan Wilder, Gott hab ihn selig.
Bekanntlich darf man Wilder für den hymnischen Charakter der DM-Songs bis 1993 verantwortlich machen und meiner persönlichen Meinung nach erreichte er im dunkel-treibenden "Halo", das er in ein furioses Streicher-Finale peitschte, einen oft übersehenen Höhepunkt. Für den Basisgroove verwendete er nach "Never Let Me Down Again" abermals das Drum-Sample von Led Zeppelins "When The Levee Breaks", natürlich verfremdet bis dorthinaus, weshalb weder 1987 noch 1990 irgendjemand danach fragte.
Das Eintauchen in atmosphärische Spannungsbögen gipfelte schließlich im Abschlusssong "Clean", dessen repetitiv hämmernder Klangteppich die psychedelischen Pink Floyd in Erinnerung riefen. Und dann war da natürlich noch Dave Gahan, der zwar schon immer einen guten Job machte, auf "Violator" aber erst richtig zum Crooner aufsteigen konnte, weil er nicht mehr gegen zwanzig scheppernde Industrial-Spuren ansingen musste.
Auf textlicher Ebene fühlte sich Gore mal wieder von Unmoral, (körperlichem) Verlangen und Machtspielereien angezogen und beleuchtete Beziehungsthemen mit gewohnt anzüglichen Doppeldeutigkeiten, denen unsichere Teenager von Orange County bis Südbaden zwar nur ansatzweise folgen konnten, in ihnen aber dennoch ihr ganz persönliches Lebens- und Liebesdilemma gespiegelt sahen.
Heute stehen Depeche Mode als Dinosaurier in der Ruhmeshalle des Pop- und Rockgenres und werden, maßgeblich wegen "Violator" und "Songs Of Faith & Devotion", von so verschiedenen Bands bewundert wie Coldplay, Deftones, The Killers oder Linkin Park. So schön spirituell wie Ex-Chili Pepper John Frusciante im laut.de-Interview 2001 fasste jedoch bisher niemand die Kunst dieses Albums zusammen: "Für mich sind jene Energien, die einst Jimi Hendrix dazu bewogen, neue Sounds zu schaffen dieselben, die Depeche Mode überkamen, als sie 'Violator' aufnahmen; ein Album, das wie kein anderes Rockalbum zuvor klingt."
In der Rubrik "Meilenstein" stellen wir Albumklassiker vor, die die Musikgeschichte oder zumindest unser Leben nachhaltig verändert haben. Unabhängig von Genre-Zuordnungen soll es sich um Platten handeln, die jeder Musikfan gehört haben muss.
| Shop | Titel | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
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Violator | €14,99 | €3,95 | €18,94 |
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nein, aber im ernst, ein osteuropäischer freund hatte mich immer wieder genervt mit witzen über deutsche und depeche mode, wie wir sie ja wie götter verehren usw. jedoch hat er mir auch empfohlen mir die remastered edition von "violator" zu besorgen. und da ich damals noch zu jung für dave und co war werde ich eben diese cd direkt mal hervor holen, da sie sehr lange zeit nur als staubfänger gedient hat. 
mehr kann man dazu nicht sagen. jeder song hätte eine single sein können. es ist so erstaunlich, dass mir personal jesus immernoch nicht aus den ohren kommt. vor allem das wilder-geballer am ende ist gigantisch. was für ein werk.
Absolut gerechtfertigte Huldigung, meiner Meinung nach knapp vor SOFAD. Wobei "Waiting for the night to fall" unerwähnt bleibt, auch ein Highlight, dass mich seinerzeit auf mancher nächtlichen Autofahrt in seinen Bann gezogen hat!
Synthie Pop liebe ich aber ich HASSE Depeche Mode. Diese Musik hat mich nie angesprochen. Einzige Ausnahme: "Enjoy de Silence". Das find ich klasse. Ich ertage aber leider die Stimme des Sängers einfach nicht. Ich habe mich schon oft genug als grosser Pet Shop Boys Fan geoutet und hätte jetzt hier lieber eine Rezension zu "Please" oder "Behavior" gesehen muss diese "Niederlage" aber jetzt schlucken. Das ausgerechnet Depeche Mode den Meilenstein absahnen ist schon ziemlich bitter ;-) Ich tröste mich dann eben damit das die Boys dafür in England den Brit Award fürs Lebenswerk erhalten haben wovon DM immer noch nur träumen können.
ja, die violator hab ich auch (neben vielen anderen) im Plattenschrank stehen, muss aber sagen, dass ich die 80iger Werke noch besser fand, vielleicht auch nur weils mich an die alten zeiten erinnert, damals fings an mit 'construction time again, danach auch 'some great reward', beides zum erbrechen gehört in den mitt-80ies,
wahrscheinlich sogar überhört, denn danach hat es mich nie wirklich so ganz mehr gepackt, weiß nicht warum, aber ihren status als legende haben sie natürlich verdient, ohne zweifel
Ach ja, die Violator... Das erste DM-Album, dass ich zum Zeitpunkt des Releases auch direkt ernst nehmen konnte und schnell zu schätzen wusste. Wieder eine Meilenstein-Rezension aus meiner Erwartungsliste gestrichen. Auch wieder interessant und mühevoll geschrieben, die Rezension als Textform liegt dem Autor einfach spürbar mehr als die oft bemüht unter einen thematischen Zusammenhang gekehrten Bröselkolumnen.
In ähnlich emotional berührendem Maße haben mich DM tatsächlich nur noch mal mit "Ultra" dran gekriegt, vermutlich so als Ausklang der Pubertät. Das hier so abgefeierte SOFAD folgt in meiner Favoritenliste erst auf Rang 3... Mit der Hinwendung zum eher belangloseren Pop Anfang der 00er Jahre haben sich unsere Wege einige Zeit getrennt - bevor es mir mit "Wrong Turn" vom letzten Album zur Versöhnung reichte und ich sie wieder in meine All-Time-Greats-Liste zurück holte.
Die Band lebt auf Violator natürlich auch einmal mehr von Martin Gores musikalischem Genie und seiner Einsicht, allein mit seiner Stimme keinen Blumentopf gewinnen zu können, wohl aber mit der von Dave Gahan - ausgestattet mit einem Organ so einzigartig unter Millionen anderer, so eindringlich und unverkennbar... Echt eine meiner liebsten männlichen Gesangsstimmen, auch wenn ich den DM-Kram aus der Anfangsphase bis heute nicht ernst nehme und verachte - trotz seiner viel zitierten Pionierleistungen für den Synth-Klang britischer Wave-Bands.
@soul: viele wie du hier suchen ganz nachvollziehbar die brillianz zwischen dem teeniekram und dem allzu erwachsnenen pop DMs.
aber warum hat denn niemand je dieses grandios dunkle übergangsalbum 'black celebration' dazu auf der liste?
so ein richtiges spackenteil ist das doch nun auch nicht.
die hinwendung zu eher dunkel bis finsteren klangfargen....gores versteinerter triebstau 'question of lust' und der manische gahan mit seinem rattenfängerpop 'question of time' und dem geilen eleoktrodoom im titelstück?
der schritt ist anno 1986 in meinen augen künstlerisch mindestens genauso bedeutsam für diese noch sehr junge truppe, wie die spätere entdeckung des blues.
man hört es dem alten schinken nur nicht so vordergründig an, weil die gitarren plus grobkornästhetik im video noch fehlten.
Ich meine damit: Sie haben im Grunde nur das aufgegriffen, was andere Bands viel besser gemacht haben. Und das noch nicht mal besonders gut. Ihre Tracks plätschern praktisch alle sehr beliebig vor sich hin. Klingt wie eine Stuttgarter 80er-Jahre-Tucke, die... Oh, nochmal. Klingt wie jemand sehr beschränktes, der sich gerade einen Synthesizer gekauft hat und auf ein paar Tasten herumdrückt.
Das Gefühl, die Emotionalität entspricht den gefühllosen 80ern, überzogen mit Plastik und beliebiger Eingängigkeit. Es eckt ja nirgendwo an und tritt niemandem auf die Füße. Nicht zuletzt findet man Depeche Mode vor allem da, wo sich seelenlose und uninteressante Mittdreißiger treffen, mit den Füßen wippen und billigen Sekt trinken.
DAS meine ich mit "ekelerregend" und "deutsch".
@Anwalt - Ach Quatsch, das ist GAR kein Spackenteil! Wollte sie nicht alle runterbeten, aber die black celebration ist neben der violator, SOFAD und Ultra die einzige DM-Platte in meinem Schrank. Alle anderen Releases hatte ich über die Jahre immer mal von einem DM-fan-Kumpel ausgeliehen und mich letztendlich gegen einen Kauf entschieden.
Für die schmachtende Gesangsmelodie in "Stripped" werd ich sie immer lieben, die dunklen Synth-Flächen und fast schon Industrial-anmutenden Percussiontupfer bieten eine der geschmackvollsten und wohltuendsten Plattenproduktionen der 80er, und zwar gemessen an sämtlichen musikalischen Sparten ihrer Zeit.
Die Nähe zur düsteren Atmosphäre der Analogsynth-Apokalypsen eines John Carpenter Anfang der 80er haben sie in DIESER Dichte danach nie wieder erreicht (oder erreichen wollen).
Da ich aber 1986 erst fünf war, gehört die black celebration zu den "aufgearbeiteten" Platten - die sind in subjektiver Wertung immer hinter denen, die einen zu bestimmten Lebensphasen geprägt haben, weil man die Band schon kannte und die Platte zum Release holte - also den "Zeitgeist" einer Platte selbst miterlebte.
Durch den Einfluss der Eltern fing ich zwar außergewöhnlich früh mit Musik an, holte meine erste eigene LP mit 7, aber meine Eltern hörten kein DM - auf die brachte mich mein älterer Cousin erst, als ich 9 war, mit seinem Kauf der Violator.
Ob man einen persönlichen Geschmack gleich zu einer Ideologie hochstilisieren muss, wage ich mal zu bezweifeln. Ich persönlich sehe Depeche Mode eben ausschließlich für diese Zielgruppe relevant. Jedes einzelne ihrer Alben habe ich mir schon ausführlichst angehört. Etwas Spannendes konnte ich allerdings nur sehr selten heraushören.
Ich sage nicht daß es schlimm ist, daß DM sich anderer Stile bedienten. Selbst die Beatles als einflussreichste Band des letzten Jahrhunderts haben sich diverser Einflüsse bedient. Ich sage nur, daß DMs Vorlagen doch von sehr viel höherer Intensität und Dichte sind als ihre Interpretationen davon.
Und was mein "Vorurteil" anbelangt: Ich sehe Depeche Mode heutzutage ausschließlich auf Depeche-Mode-Parties. Ihr wisst schon, diese traurigen Veranstaltungen, auf denen ausschließlich der Namensgeber gespielt wird. Außerhalb dieser findet man von Depeche Mode kaum etwas, vielleicht wird in einem Chartmix mal "Personal Jesus" o.Ä. gespielt. Daß DM fast ausschließlich auf Ü30-DM-Only-Parties gespielt und gehört wird, zeigt doch ganz eindeutig die tatsächliche Relevanz dieser Gruppe. Sie gilt nur innerhalb dieses kleinen Kreises.
da wäre ich nun wieder vorsichtig, ragy,
die logik funktioniert nicht. sie sagt mehr über die ignoranz der kinder aus, die ihre revolution gefressen haben.
die etablierung von gores immter etwas beladen wirkender sm-äthetik, das öffnen der massen für dunkle sounds aus der industrial- und goth-ecke sowie der zum exzess neigende fronter mit der charismatischen stimme haben so ziemlich alles, was in der welt bislang als subserviv galt, ganz selbstverständlich nach aussen gelebt. dasd ist ne große kulturelle leistung.
dass das ganze v d teeniepresse vereinnahmt wurde - dieser uncool-faktor - schmälert das in meinen augen nicht.
ein anderes beispiel: soll ich - deiner argumentation folgend - glauben, dass bands wie bauhaus insgesamt irrelevant sind, nur weil auf darkwave-floors die technoiden gothchicks reihenweise v d tanzfläche stürmen, sobald "she's in parties" ertönt.
nein, nein, wir leben leider in so oberflächlichen zeiten, dass nur noch jene dm-fans dass feiern, die ihre mucke gar nicht begreifen und eh auf prozac sind.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt etwas als Fakt dargestellt. Ich habe sehr klar gemacht, daß es meine persönlichen Beobachtungen und Meinungen sind. Das kannst Du noch so oft schreiben wie Du willst. Zu einer schlüssigen Argumentation gelangst allerdings auch Du nicht - aus zwei Gründen:
Erstens hältst Du Dich ausschließlich damit auf, angebliche Fehler in meinem subjektiven Geschmack zu finden. Das ist vollständig sinn- und zwecklos. Ein paar Semester Logik Argumentationstheorie würden Dir nicht schaden.
Zum Zweiten wirfst Du mir im Grunde nur das vor, was Du selbst praktizierst. Du schriebst von Martin Gore als einem "Genie" und von Gahans Stimme als "unverkennbar" und "einzigartig". Dies ließe sich - wenn man wollte und außer Acht ließe, daß auch dies sinnlos ist - ebenso als als Fakt verkaufte Meinung, Ideologie und unreflektiertes Gelabere hinstellen. Und auch hier kann ich behaupten, Du hast dies schon immer so getan.
Ebenso wie ich Dir Deine Meinung gelassen habe, solltest Du es mit meiner tun. Ganz besonders, da Du inhaltlich nicht einmal auf meine Punkte eingegangen bist und man so noch nicht mal zu einer SUBJEKTIVEN Diskussion gelangen kann, geschweige denn einer logischen.
@Anwalt: Das muss ich Dir selbstverständlich lassen. Man kann eine Band kaum an seinem Publikum messen. Vielleicht habe ich bisher einfach noch niemanden getroffen, der die Musik verstehen konnte und dementsprechend gefolgert, daß es da nichts zu holen gebe. Bislang empfand ich DM allerdings auch ganz persönlich als sehr unspannend.
wenn wir zusammen eine(n) rauchten und black celebration hörten, könnte ich dir in der knappen halben stunde das gegenteil beweisen, glaube mir.
......ich dachte schon, als ich dein posting über dem meinem las: "hat der gute rage mein posting nicht vertsnaden oder bin ich da zu derbe gewesen?" 


@soulburn: Tut mir leid, wenn ich Dich getroffen habe. Manchmal vergesse ich, daß Menschen manchmal empfindlich bei ihren Lieblingsbands sind. Wenn jemand meinen Elliott Smith, Frusciante, Tool oder wie sie alle heissen angreift, interessiert mich das normalerweise einen feuchten Kehricht.
War womöglich etwas zu vorschnell, meiner Abscheu für Depeche Mode freien Lauf zu lassen. Objektiv oder logisch lässt sich jedenfalls kaum über Musik und persönliche Eindrücke reden.
Ja, einen rauchen und Musik hören kann Wunder wirken ^^
@soulburn: Tut mir leid, wenn ich Dich getroffen habe. Manchmal vergesse ich, daß Menschen manchmal empfindlich bei ihren Lieblingsbands sind. Wenn jemand meinen Elliott Smith, Frusciante, Tool oder wie sie alle heissen angreift, interessiert mich das normalerweise einen feuchten Kehricht.
War womöglich etwas zu vorschnell, meiner Abscheu für Depeche Mode freien Lauf zu lassen. Objektiv oder logisch lässt sich jedenfalls kaum über Musik und persönliche Eindrücke reden.
Ja, einen rauchen und Musik Hören kann Wunder wirken ^^
@Swingmaster: Bist du etwa Brite? 
@Anwalt: "Gores versteinerter Triebstau", harr! Wenn du so willst. Hast natürlich Recht: Für 1986 war "Black Celebration" schon ein sehr gewagtes Album, einflussreicher als "Music For The Masses" würde ich sogar sagen.
@Soulburn: BC war bei mir auch ne augearbeitete Platte. Würde auch nicht sagen, dass "Violator" jetzt unbedingt besser ist, aber vielleicht das kompletteste Album. Würde auch noch BC und SOFAD als Meilensteine vorschlagen, werde dann aber wohl entlassen 
@ragism:
ich glaub du hast die depeche mode parties völlig fehl interpretiert. diese parties sind viel mehr ein phänomen als eine traurige veranstaltung. es würde diese parties nicht geben, wenn depeche mode nicht so zeitlos wären. ich bin 23 und devotee seit ich 4 bin, wenn man das so sagen kann. wenn du elliot smith, frusciante und tool hörst, dann sind depeche mode vielleicht auch nicht unbedingt in deiner hörbreite. ich zb finde die chilli peppers maß´los überbewertet. deswegen würde ich die aber nicht ansatzweise so schlecht machen. mein gott, wenn eine band sich wie DM so lange halten kann und seit jahren kein ein einziges wirklich schlechtes album produziert hat, dann muss man auch ganz neutral sagen können, dass an dieser band wohl etwas dran ist. pet shop boys, tears for fears, the cure, erasure konnten alls nicht so lange so gute musik liefern wie depeche mode. oder denkt mal an REM. die sind jetzt ja nur zum kotzen. außerdem ist das letzte editors album der beweis, dass DM immernoch relevant ist.
@matten: Nein, ich hatte mehrfach das traurige Vergnügen, solche Parties besuchen zu müssen. Wenn Mottoparties ein Anzeichen für Zeitlosigkeit und Qualität wären, dann müsste doch auch Volksmusik mit Marianne und Michael zeitlos und hochklassig sein. Depeche-Mode- und Volksmusik-Veranstaltungen sind beide in erster Linie nostalgisch, verbohrt und selbstverliebt.
Ich habe nur spontan ein paar Künslter aufgezählt, welche in meinen Geschmack fallen. Die Red Hot Chili Peppers kann ich übrigens auch nicht ausstehen. Näher an DM wäre da z.B. The Cure, welchen ich jederzeit vor DM den Vorzug geben würde (auch wenn sicherlich viele derselben Klischees auf The Cure zutreffen wie auf DM). Ich will jetzt aber auch nicht schon wieder Gefahr laufen zu erläutern, woran das liegt. Jedenfalls konnte ich auch und gerade wegen solcher Verweise auf DM mit den Editors nichts anfangen.
Das mit dem "People Are People" wusste ich natürlich schon. Die Coverversionen auf dem "eMotive"-Album von A Perfect Circle zeichnen sich aber dadurch aus, daß sie den Originalen vollkommen andere Seiten abgewinnen. Von einer klassischen Cover-Version kann man hier kaum sprechen. Im APC-Werk ist es mit Sicherheit nicht ihr bestes Stück, allerdings empfinde ich auch das sehr viel internsiver und spannender als das Original.
@Zapato: ich kann es den Briten zumindest nachfühlen. Depeche Mode ist für mich eine der meist überschätzten Bands überhaupt. Wenn man die letzten Jahre sieht und hört müsste ja eigentlich jeder feststellen das dem so ist. Dieser Meilenstein hier liegt mit aber indertat sehr schwer im Magen. Aber Meinungen weischen ja immer mal wieder ab. Ich denke das ist auch gut und richtig so.
@Swingmaster Jazz
Lustig das du gerade die PSB gut findest und DM hasst. Gerade die PSB sind doch eingefleischte Fans von DM. Violator galt als Role-Modell für Behavior. Darüber hinaus ist es lächerlich mit dem Brit Award zu argumentieren, welcher laut Neil Tennant eher DM verdient hätten. Allerdings glaube ich nicht, das DM den Award abgeholt hätten. "Old Bastard Award"
Da hat Lucy Recht, PSB sind Fans von Gores Fetischclub, lies mal die PSB-Interviews hier. Außerdem ist hassen so ein hässliches Wort. Ich finde, man sollte jedem Meilenstein Respekt entgegenbringen und nicht so verallgemeinern. Ich muss doch den Wu-Tang Clan nicht geil finden, um seine Relevanz zu akzeptieren. Anyway, it's only Rock'n'Roll ...

@Alex
Sondern? Kraftwerk ist auch Rock n Roll. Ich glaube viele Leute verstehen den den Begriff nicht. Rock n Roll ist nicht Rock.
@Zapato: ich würde hassen in dem Fall als weniger lieben als ... definieren. Aber hör mal: Ob die PSB jetzt DM oder Gores Fetischclub oder sonstwen Gut finden darf doch für mich kein Argument sein. Meine Liebe zu den PSB geht jetzt nicht so weit das ich auch deren Musikgeschmack teile. Da sehe ich mich schon als eigene Person mit eigenem Geschmack.
@Lucy: Der Hinweis auf den Brit Award war mehr als scherzhafter Seitenhieb gemeint als Ernst. Aber ich würde wetten das ihn sich DM doch holen würden wenn sie ihn denn bekämen.
@Zapato: ich würde hassen in dem Fall als weniger lieben als ... definieren. Aber hör mal: Ob die PSB jetzt DM oder Gores Fetischclub oder sonstwen Gut finden darf doch für mich kein Argument sein. Meine Liebe zu den PSB geht jetzt nicht so weit das ich auch deren Musikgeschmack teile. Da sehe ich mich schon als eigene Person mit eigenem Geschmack.
@Lucy: Der Hinweis auf den Brit Award war mehr als scherzhafter Seitenhieb gemeint als Ernst. Aber ich würde wetten das ihn sich DM doch holen würden wenn sie ihn denn bekämen.
@Swingmaster Jazz
Glaub mir, die schicken den Fletch hin und das wars. Gahan wirst du auf so einer Veranstaltung nicht sehen.
Du schreibst ja auch beim RHCP Album, das du die Musik normalerweise hasst. Ich mein, es gibt natürlich Bands und Sänger, die man hassen kann. Allerdings würde selbst jemand der DM oder RHCP nicht mag niemals so ein hartes Wort benutzen. Dafür sind diese Bands einfach nicht schlecht genug, selbst sehr sehr kritisch betrachtet.
Ok streichen wir das Wort Hass. Bezieht sich ja auch eigentlich mehr auf die Musik als auf die Band selbst.
@Lucy: kleiner Nachtrag zu dem was du über die PSB geschrieben hast bezüglich Violator und Behavior. Wenn du beide Alben kennst ist aber schon klar das sie vom Stil her doch recht unterschiedlich sind. Ich erkenn da nicht so viele Parallelen.
Und warum ist es lustig das ich PSB mag und DM nicht? Beide kommen zwar aus der Synthie Ecke aber die Musik könnte kaum unterschiedlicher sein. DM gehen doch mehr in die Rock Ecke (was ich eben nicht so mag) während die PSB doch glasklaren Pop abliefern. Sogar "Reveal" ein Album das doch ziemlich Gitarren lastig ist geht in die Richtung. Es kann also schon sein das ein PSB Fan DM nicht gut findet. Ich beweise es doch gerade oder :-)
also die pet shop boys haben bezüglich ihrem "behaviour"-album selbst "violator" erwähnt. ich kann mich sogar an einem remix von den pet shop boys erinnern, in dem sie personal jesus zitiert haben. es ist also bescheuert, diese bands gegeneinander auszuspielen.es muss einem nicht beides gefallen, aber die bands verstehen sich untereinander.
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