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Die vielleicht bekannteste Synthie-Band der Welt veröffentlicht das mittlerweile zwölfte Studioalbum. Das heißt "Sounds Of The Universe". Bescheidenheit sieht anders aus. Die ist bei den drei Briten im Moment aber auch gar nicht gefragt. Depeche Mode backen vorzugsweise große Brötchen. Live präsentieren sie die neuen Songs im Sommer deshalb ausschließlich in Stadien, zum ersten Mal in der Bandgeschichte: Willkommen in der Champions League der Popmusik.
Als ob die Erwartungen nicht schon groß genug wären, gießen Depeche Mode selbst kräftig Öl ins Feuer. "Das mag jetzt verrückt klingen, aber wir finden unser neues Album so gut, dass wir am liebsten jedes einzelne Stück live spielen würden", sagte Martin Gore kürzlich im Interview mit laut.de. Gut, dass es nicht soweit kommt. Licht und Schatten liegen bei den 13 Tracks mitunter dicht beieinander. "Sounds Of The Universe" verzückt weder, noch verschreckt es. Um im Bild zu bleiben: Im Fußball würde man eine solche Vorstellung wohl als "routiniert" umschreiben.
Die neue Professionalität bei Depeche Mode kommt alles andere als überraschend. Bereits der 2005 veröffentlichte Longplayer "Playing The Angel" muss als erster Schritt in diese Richtung gewertet werden. Nach langjährigen Drogeneskapaden und teilweise wüsten Beschimpfungen innerhalb der Band kehrte Ruhe ein. Die Rollen waren neu verteilt, Dave Gahan etablierte sich als zweiter Songwriter und alle Beteiligten zeigten sich interessiert am Fortbestand der Band. Das Projekt Depeche Mode war gerettet, die Leidenschaft auf der Strecke geblieben.
Oder etwa doch nicht? "In Chains" eröffnet das Album mit viel Melancholie. "Hole To Feed", eine Komposition von Dave Gahan, baut mit seinem dunkel-rockenden Groove konsequent Spannung auf. "Wrong", die erste Singleauskopplung, treibt diese auf die Spitze. Ein kraftvoller Auftakt, den die analoge Schmusenummer "Fragile Tension" und die sanfte Ballade "Little Soul" gefühlvoll auffangen: ein starker Einstieg. "Wrong" besitzt zudem bleibende Qualitäten, die den Song bereits jetzt für zukünftige Best-Of-Compilations empfehlen.
Danach ist aber erst einmal die Luft raus. Titel wie "In Sympathy", der Instrumentaltrack "Spacewalker" oder "Come Back" verharren im Stadium des Skizzenhaften. Klangtechnisch suchen sie mit ihren betont analogen Sounds die Brücke in die 80er Jahre zu schlagen. Spätestens die einfallslosen Melodien und schnell zu Papier gebrachten Songtexte karikieren jedoch das Unterfangen. Die Kompositionen im Mittelteil kommen nicht über vielfach beschrittene Gemeinplätze hinaus. Die Lyrics suchen ihr Heil ein ums andere Mal in plumpen Reimfolgen, so dass einen ernste Zweifel beschleichen, ob man es hier wirklich mit Native-Speakern zu tun hat.
Mit "Miles Away/The Truth Is" und "Corrupt" setzen Depeche Mode noch zu einer kurzen Schlussoffensive an und sorgen so zumindest für einen versöhnlichen Ausklang. Überzeugende Auftritte sehen allerdings anders aus. Bis die Band im Sommer zu ihren Konzerten nach Deutschland kommt, dürften solche Zweifel längst wieder vergessen sein. Dann geben Klassiker wie "Enjoy The Silence" und "Everything Counts" den Takt vor. Songs wie "Wrong" bleibt da höchstens noch die Statistenrolle. Das ist in der Musik nicht viel anders als im Sport: Wer als Neuling reüssiert, der muss sich erstmal mit den alt eingesessenen Platzhirschen messen.
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Gerade letztere möchte ich aber schon wieder mal hören. Dann halt mal zum Kochen 

Gerade letztere möchte ich aber schon wieder mal hören. Dann halt mal zum Kochen 


Gerade letztere möchte ich aber schon wieder mal hören. Dann halt mal zum Kochen 

Schon mal die ersten 3 Stücke sind wirklich gelungen, obwohl ich bei Wrong zu viele Ansätze zu Personal Jesus finde, einfach etwas lahmer dargebracht. Was den Rest angeht: keine schlechten Songs, aber wie schon hier erwähnt wurde: dieser würde auf Ultra passen, derjenige auf Exciter und da gibts ja noch was als Faith-Anhängsel. Das ist nicht nur negativ zu werten, denn klanglich sehe ich doch mehr Experimente als seit dem Weggang des Soundmastermindes zu hören war.


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