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"Vom Vintage Verweht" - großartiger Titel, nur von Dendemann selbst übertroffen mit "Metapher Than Leather". Ein alle Welt rücksichtslos vor den Kopf stoßendes neues Grusel-Outfit. Dazu eine ebenso unverwechselbare wie berückende Kombination aus Reibeisenstimme und einem vom Rap-Gott geküssten Händchen für Wort- und Satzbau-Spielereien: Die Sonne scheint.
"Das ist die Geschichte von dem mit den Geschichten mit den nichtigen Themen": Für einen solchen Einstieg liebe ich ihn. "Ey, bei dem zu Hause stapeln sich die Ideen." Ich glaube auch, ja. "Ich hinterlass' das Haus gerockt, doch besenrein." Ordentlich.
Allein den Entschluss, "die Freiheit einer alten Stratocaster" dem bewährten Ghettoblaster vorzuziehen, sich den Rücken künftig lieber von einer Rockband als einem tauglichen Plattendreher freihalten zu lassen - den kann ich nicht gut heißen. Jedenfalls nicht, so lange er in derart nervenkostümzerfetzender Soundästhetik mündet, wie sie "Vom Vintage Verweht" von vorne bis hinten auffährt.
Eine Singlelänge lang geht das gut. "Stumpf Ist Trumpf 3.0" rockte für sich genommen mit blechernen Drumbeats noch recht gut voran und weckt - zumindest unter uns Siebziger-Babys und Achtziger-Kindern - verschüttet geglaubte Erinnerungen.
Als zweiter Track nach dem komplett identisch ausgestalteten "Nesthocker" geht mir der Sound aber bereits leise auf den Keks - und es wird nicht besser. In "V.N.D.", einem derben Liebeslied in der schönen Tradition von "Lieblingsmensch", gesellt sich Gitarrengegniedel dazu, in "Freie Radikale GbRdH" zudem Klimperei auf dem Piano.
Findet die musikalische Untermalung, wie in "0 Robota", ihre Entsprechung in einem cleveren Text, lässt es sich leicht gnädig bleiben. Wenn sich der wenig später beschworene "astreine Garagen-Rap" dann aber auf eine plumpe Lobeshymne an die eigene Band beschränkt, man in "Tierisch" über eine unzusammenhängende Aufzählung von Viechern nicht hinauskommt oder man in "Petze" dieselbe nicht kreativer als mit zigfacher Wiederholung der Anschuldigung "du kleine Petze" schmäht, bekommt der Spaß Löcher wie ein Netzunterhemd.
Servierte Dendemann anfangs noch "Reime, so cool, dass das Mikro friert", unterschreibe ich im Verlauf des Albums höchstens noch den Titel "Es Geht Bergab". Lediglich die sprunghafte Zeitreise durch die Jahrzehnte in "I'm A Record Junkie Und Zurück" hält die Talfahrt auf. Die Nummer lohnt sich - zumindest für Vinyl-Freunde, die in ähnlicher Weise an der Nadel hängen.
Dende hätte, könnte, würde zweifellos ein wahnwitziges Rap-Album abliefern. Doch so lange im Hinblick auf die Beats stumpf Trumpf bleibt, hoffe ich, dass ihn der Trend, dem er mit seinem angerockten Retro-Klängen so meilenweit voraus zu sein glaubt, so schnell nicht einholt.
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aufgrund einiger Interviews kann ich mir nicht vorstellen, dass es wieder an älteres anknüpft... schön wärs jedenfalls.

Ach so.. naja.
Stilistisch weit auseinander, Stilmittel ähnlich - wenngleich Kollegah an Dendes Eloquenz bei weitem nicht ranreicht und ja, ich weiß dass viele diesen Kollegah feiern, mir gibt das nix - nur hier und da über punchlines lachen ist einfach zu wenig.
Dende ist echt, Kollegah nur ein Image-Rapper.
InNo, nicht immer so schnell solche Sachen interpretieren, bitte.
Natürlich ist Kollegah beim schreiben, bzw mit seinen Lyrics und Punchlines weit vorne. Aber er reduziert sich m.E. nach halt Thematisch auf sein Image und da fang ich selbst bei den witzigsten und kreativsten Lines an zu gähnen mit der Weile - es ist mir nicht locker genug, Dende schüttelt alles luftigleicht aus dem Ärmel.
Ich will Kollegah ja auch gar nicht runtermachen, fand den Vergleich von WO SIND GEGNAZ nur nicht so passend.
Dende is schon allerfeinst. Musste zuletzt nur irgendwie verwundert feststellen, dass die Pfütze des Eisbergs über die Monate hinweg n bisschen verloren hat. Könnt aber auch dran liegen, dass mein Geschmack ein wenig hin und her mutiert ist.
"Pfütze des Eisbergs" hat sich bei mir hingegen tief eingebrannt, sind echt etliche Zeilen hängengeblieben, über die Beats kann ich wohlwollend hinwegsehen. Endlich nichtschwimmer und dreinhalb Minuten sind einfach super, er so ich so, eh, undsoweiter.
2/5 für dende...
aha okay. also ich hab das album nicht gehört aber wenn dende 2/5 bekommt, muss er ja schon krass viel falsch gemacht haben, was ich mir schwer vorstellen kann, und darauf wird in der review ja gar nicht eingegangen, es wird nur gesagt dass die beats nerven, also bitte...
an das schlagzeug muss man sich schon gewöhnen, aber nur deswegen das album so schlecht zu bewerten is schon komisch. ich muss zugeben, dass ich es noch nicht gehört habe (ich warte sehnsüchtig auf den feierabend und hoffe, dass die cd dann auch schon angekommen ist), aber stumpf ist trumpf 3.0 gefällt mir nach startschwierigkeiten (wie gesagt das gewöhnungsbedürftige schlagzeug) ziemlich gut. und papierkrieg wird hier nicht mal erwähnt. genialer track. naja, ich bin mal gespannt, was das album dann noch zu bieten haben wird.
habs mir gestern nacht noch geholt. nach mehrmaligem durchhören kann ich auch ein paar der genannten löcher nachvollziehn aber nur 2 von 5 riecht für mich doch eher nach album nicht verstanden als wirklicher bewertung der qualität. ich würd ihm objektiv mindestens 3 geben, 4 nach persönlichem geschmack...
voll die Unsinige Review sorry Dani, aber für heute haste bei mir verschissen!
2 mickrige Pünktchen für DENDE, komm schon jedes 3 klassige Casting- Opfer krigt bessere bewertungen und liefert größeren scheiß ab! OK ich kann verstehen, wenn man die Beats nicht mag aber das hier wird dem einfach nicht gerecht. 3/5 wär objektiv akzeptabel weils Dende ist und mir auch gefällt 4/5!
Komplett dran vorbei gehört würde ich sagen. Wer "Tierisch" nicht versteht als das was es ist, kann nicht wirklich Zeit gehabt haben die Platte zu hören oder hat sich keine Mühe gegeben. Mein Eindruck ist sehr gut und ich denke er wird noch besser werden.
Wer die Platte nicht mag, den Dende aber trotzdem gern hat sollte es mal live erleben. Jan Delay macht ja inzwischen auch nur noch Platten um auf Tour zu gehen.
bei "tierisch" hat se wohl echt vorbei gehört. "petze" nervt allerdings wirklich ein bisschen. album ist echt geil geworden. wenn man sich erst mal auf das rockigere einlässt, geht die cd ziemlich gut rein. metapher than leather und papierkrieg sind bombastisch. 4 Punkte von mir.
Stumpf ist Trumpf find ich klasse... aber ich hab eigentlich keine Lust ein ganzes Album von Dende in dem Stil zu hören.
Kaufen ja/nein... ich weiß es nicht :/
Der musikalische Tapetenwechsel tut dem Dende gut. Die Beats von "Die Pfütze des Eisbergs" waren dermaßen grottig, dass konnte nur besser werden. Und der scheppernde Schweinerock auf dem neuen Album passt hervorragend zu Dendes Reibeisenorgan.
4/5 von mir.
also bitte, sollte die review ein verspäteter aprilscherz sein, oder wie?
jeder mist wird gehyped (siehe gentleman, method man) - und dieses album dann verrissen? sind eure zielgruppe nur noch maximal 12-jährige?
holt euch eure klicks künftig woanders, auf meine beihilfe dürft ihr verzichten! die hip hop sparte ist hier eh für die mülltonne
Meiner Meinung nach eines der interessantesten Alben in der letzten Zeit. Ich hätte es langweilig gefunden jetzt noch einmal eine ähnliche Scheibe zu hören, wie "Pfütze des Eisbergs", Dende hat sich neu erfunden und beherzigt damit ein Prinzip, das viel zu viele Rapper nicht zu kennen scheinen: "Wer nicht mit der Zeit geht, muss mit der Zeit gehen" ...
Sicher - viele haben den alten Dende gefeiert, aber auch wem der neue Sound nicht gefällt, muss sich eingestehen, das die Platte textlich starke Rapmusik bietet. Vielleicht ist der neue Rockanstrich gewöhnungsbedürftig, aber er ist sicherlich nicht schlecht. "Vom Vintage verweht" ist für meine Begriffe ein typisches Album, dass man mindestens zwei Mal hören muss, um es cool zu finden. Ich hab das gemacht und würde deshalb sagen: 4/5!
Was regt ihr euch auf? Dende macht den selben extremen Wackness Fehler wie all die anderen Rapper die sich neu erfinden wollen. Ich finde das ganze Album Krach. Er rappt kaum, von Flow kann nicht die Rede sein zu Public Enemy mäßig das ganze, dann dieser Hamburgerschule-Pop/Rock Einschlag, den der Produzent von Tocotronic dem Album verpasst hat. Geht mir alles garnicht ab. Das beste sind noch die Drums, aber davon hat man auch nach paar Tracks genug.
Achso und nur der Name Dendemann gilt nicht als Argument für min. 3 Punkte. Ein Scheiss Argument, wack is wack, da helfen keine Pillen.
Max Herre war auch wack, da half es auch nicht, das es Max Herre ist, dem wir einige der grandiosesten Deutschrap Tracks aller Zeiten zu verdanken haben.
Jup, Dani hat sich in die Nesseln gesetzt, bzw vorschnell geurteilt, ist ja auch die erste verfügbare Kritik. Lieber nen paar Tage warten und so ein Werk mit Geduld ein paar mal hören.
Was Wombaz schreibt ist Unsinn, natürlich rappt Dende und PE mit ins Spiel zu bringen kann ich nur als Lob an Dende interpretieren.
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