Musik für Kinder nervt - weil die meisten Menschen, die sich Musik für Kinder ausdenken, ihr Publikum chronisch zu unterschätzen pflegen. Dabei sind Kinder keineswegs blöd, haben sie doch ein angeborenes Gespür für alles, das rummst. Deswegen lieben Kinder Hip Hop.
"Was gefällt dir daran? Bass!" Deine Freunde wissen Bescheid - und sie nehmen ihre Klientel für voll. Deswegen lautet deren Devise: Kopfnicken und Spaß dabei. Karibik-Feeling, fluffiger Westcoast-G-Funk, ordentlich Synthiepop: Erlaubt ist, was rockt. Der Sound bringt Klein und Groß "Ausm Häuschen" und in schöner Einigkeit auf die Tanzflächen.
Deine Freunde rappen über Schokolade, Fangerles und Pyjama-Partys, hadern mit Spielverderbern, besetzten Schaukeln, Hausarrest und Fernsehverbot. Sie verteidigen das Chaos im Kinderzimmer gegen die aufoktroyierte Ordnung, hinterfragen frech den zu oft schon unbotmäßig früh auferlegten Leistungsdruck und herrschende Konventionen:
"Wenn Fluchen wirklich so verboten ist, sag mir: Wo bleibt die Polizei?" Wie Sido schon sagte: Hol' doch die Polizei! Die Ordnungshüter können gleich ihren Nachwuchs mitbringen.