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Ich gebe zu, mit dem Opener kriegen sie mich. "What You Deserve" beginnt nicht nur mit einer angenehmen Bassdrum und State Of The Art-Electrosounds, sondern ruft auch zärtlich und überhaupt nicht platt den alten Depeche Mode-Song "Nodisco" in Erinnerung. Als bewusstes Zitat dürfte dies zwar nicht gedacht sein, lange genug sind Steffen (Gesang) und Thomas (Keyboards) aber eigentlich schon im Geschäft, um die britische Referenzgröße mal frontal anzugehen.
Wirklich geändert hat sich im Sound von De/Vision natürlich wenig. Einschlägige Wave- und Synthie Pop-Magazine liegen sich darob in den Armen, dass das Duo aus Bensheim sich mit "Noob" wieder deutlicher als bislang der Elektronik zuwendet. Detailreichtum, der Menschen, die nicht alljährlich das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig besuchen, auf ewig verschlossen bleiben wird.
Außer dem Opener ist dem Duo auf ihrer neuen Platte noch "The Far Side Of The Moon" gut gelungen, was vor allem dem starken Refrain zu danken ist. Ansonsten fragt man sich leider wieder zu oft, ob man einen Song schon kennt und falls nicht, ob dies überhaupt von Vorteil ist. Viel Schatten, wenig Licht; eigentlich bieten De/Vision genau das, was Anhänger des vorwiegend dunklen Musikgenres lieben.
Dass "Noob" ohne Trance-Flächen und ähnlich peinlichem Schabernack auskommt, heißt nicht, dass es an den neuen Songs nichts auszusetzen gäbe. So fehlt Sänger Steffen nach wie vor die stimmliche Tiefe, um Balladen wie "See What I See" zu Gänsehaut-Highlights zu formen. Allzu oft passt sich sein gleichförmiger Vortrag auch den konservativ-mediokren Kompositionen an ("Life Is Suffering", "Living Fast, Dying Young").
Wer über Textzeilen wie "You've got to confess / that your life is a mess" hinweg hören kann und die aktuellen Veröffentlichungen von Mesh und VNV Nation gründlich satt hat, sollte dennoch nicht enttäuscht werden.
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Am 24. August erscheint das neue De/Vision-Album. Als alter Fan bin ich extrem gespannt, vor allem weil es so schnell nach dem unsäglichen "Subkutan" kommt. Wahrscheinlich hat die Band selbst gemerkt, dass es nur ein kläglicher Abklatsch ihrer intelligenten Synthie-Pop-Werke wie "Unversed in love" oder auch "6 feet underground" ist.
Aber ob sie mit dem neuen Album wieder die Kurve kriegen?
1. Es ist sinnlos sich über Geschmack zu streiten (Philosophisch gesehen). Auch bei D/V-Alben 
2. Noob klingt am ehesten wie Monosex. Sehr schön.
3. "Obsolete", "Life is Suffering" & "The Enemy Inside" haben sehr wohl radio-tauglichen Charakter, bzw. eingägige Melodien. Keine für die Ewigkeit festsetzende, aber dafür stets ein kurzweiliges Vergnügen. Wie immer halt.
4. Man kann nach zig Alben keine großen Kunststücke mehr von D/V erwarten. Ich freu mich über kleinere Perlen.
5. Die Rezi ist mal wieder Müll. Sorry. Jedesmal DM im Kontext zu erwähnen ist einfach peinlich. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich in Noob DM-Flair verspürte.
6. Der 13. Track fehlt.
7. Das Cover hätte man sich auch besser besorgen können. Lieblos.
8. Detailreichtum ist vorhanden. Aber wer nicht genau hinhört ...
9. Ich persönlich finde es sehr schade, wenn die Alben von D/V hier immer so lieblos rezensiert werden. Muss ja nicht sein ... mir gefällt das neue Album auf jeden Fall nach mehrmaligem Hören sehr. Hat halt rein textlich einen gewissen Wow-Flair 
Ich bin super enttäuscht. Irgendwie werden die Jungs immer langweiliger. Subkutan war schon grenzwertig, aber Noob (was ein beknackter Name) ist nun echt schwach. Dabei fängt es mit WHAT YOU DESERVE vielversprechend an. Danach dudelt es aber in einem ununterscheidbaren Einheitsbrei vor sich hin. Ich finde die Rezension passend, was bei laut eher selten der Fall ist.
JW
p.s.: [color=red:32536895a5]textlich wow-flair? guter witz. textlich waren d/v schon immer schwach bis oft lächerlich.
sorry wenn das dein weltbild zerstört, aber man muss wirklich keine zehn de/vision-platten im schrank haben, um eine halbwegs qualifizierte review zu schreiben. und meine formulierungen sind genau so gemeint: eine band, die sich musikalisch und ästhetisch so dermaßen offensiv auf dm bezieht, muss das auch aushalten. dabei war das hier ja als lob gemeint. aber das checkt man natürlich nicht, wenn man eh nur das haar in der suppe sucht. und was dein techno-argument angeht: 
...da zappt man durchs Netz, sucht ein paar Meinungen über das neue D/V-Album, stößt auf eine ernstzunehmende Seite, auf der sich scheinbar jede noch so abartige Scheibe irgendwie erwähnt findet ... man findet eine im Ansatz brauchbare CD-Kritik und ... ja, Lesermeinungen !!!!!! Richtige Meinungen ! 10 Stück ! Da haben Leute IHRE Wertung geschrieben, welche Lieder sie mögen, welche nicht und warum, Vergleiche mit alten D/V-Scheiben usw. ... sollte man denken. ABER NEIN - eine Horde Flachpfeifen machen sich gegenseitig an, wer aufs WGT geht, wer keine Ahnung hat und verabreden sich zum Saufen ! Hört mal, Kinder, könnte mir jetzt man irgend jemand ein paar verwertbare Hinweise, ob ich jetzt ins Plattengeschäft schlappe und das Ding kaufe ??
Danke schon mal - diese Aufregung zu später Stunde is halt nix mehr für mich ... bei so Geschichten sterben dem Thomas die Fans bald an Herzkasper weg ...
ich stimme sique zu. die schönheit von noob offenbahrt sich sicher nicht nach dem ersten hören. doch die scheibe hat eine langzeitwirkung und entwickelt nachhaltig den eindruck, gut komponiert und auch gut getextet worden zu sein. meinungen gehen auseinander, auch das ist klar. klar ist aber auch, dass noob soundtechnisch das maximal machbare darstellen, und die grundregeln mit hohem ausgangspegel bei niedrigem grundrauschen wurden ebenso eingehalten, wie etwa das nichts übersteuert ist oder unsauber ausgesteuert.
noob ist sein geld wert, und zwar für die hörer, die sich offen gestanden auch etwas zeit nehmen wollen, "reinzuhören". ist noob nur eine scheibe von 30 heruntergeladenen Alben, dann vergeßt es, und schmeißt sie gleich in den papierkorb.
für alle mit offenen ohren: viel spaß beim hören und anschließend beim genießen!
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