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Nach einem Konzert von De La Soul in Konstanz kam es gestern zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen den Rappern und einem Gast. Anschließend musste der Konzertbesucher ins Krankenhaus.
Konstanz (joga) - Die Schwergewichte von De La Soul verstehen keinen Spaß. Diese schmerzhafte Erfahrung machte gestern ein Konzertbesucher in Konstanz, dessen Besuch eines De La Soul-Konzertes im Krankenhaus endete.
Der Besucher hatte nach dem Auftritt von De La Soul in der Blechnerei in Konstanz ausgelassen mit seiner Freundin herum gealbert und dabei von der erhöhten Galerie Bier verschüttet. Dabei bekamen offenbar auch die Mitglieder der Rap-Crew etwas ab, denn kurz darauf forderte ihn der Betreuer der Band auf, herunter zu kommen und das "Problem" in einem Gespräch zu klären.
Unten angekommen, hatte der Gast jedoch keine Chance, sich für das verschüttete Bier zu entschuldigen. Einer der Rapper, die ihn am Fuß der Treppe erwarteten, eröffnete den argumentativen Austausch mit einem Faustschlag ins Gesicht.
Diesen erwiderte der derart Angegriffene noch spontan. "Dann sah ich schon die Flasche kommen", schilderte der Konzertbesucher die Geschehnisse heute gegenüber laut.de: "Ich sah die Flasche kommen, ich sah die Scherben, habe aber nicht richtig verstanden, was gerade passiert."
Ein weiteres Mitglied der Rapper-Crew, "der Kleinste der vier", hatte sich eingemischt und eine Bierflasche auf seinem Schädel zerschmettert. Angesichts der Kompromisslosigkeit, mit der die Rapper vorgingen, verlor der Gast jegliches Interesse, an einer weiteren Klärung des "Problems" mitzuwirken, und verließ den Veranstaltungsort.
Zunächst habe er kaum etwas gespürt, erst draußen vor der Tür hätten Freunde ihn auf seine blutüberströmte Kleidung aufmerksam gemacht und ihn aufgefordert, ins Krankenhaus zu gehen. Dort wurde die Platzwunde mit acht Stichen genäht.
Nach Auskunft der Veranstalter waren David J. Jolicœur von De La Soul und der Merchandise-Mann der Gruppe an der tätlichen Auseinandersetzung beteiligt. Allerdings besteht Uneinigkeit darüber, welcher der beiden den Fausthieb und welcher die Flasche zu verantworten hat. Auch von den Geschehnissen im Vorfeld gibt es verschiedene Darstellungen. Immerhin hätten die Angreifer sich später wortreich entschuldigt und ihr Verhalten damit begründet, dass sie sich angegriffen gefühlt hätten.
Trotzdem sind die Veranstalter natürlich sehr unglücklich über den Verlauf des Abends und wollen versuchen, irgendeine Art von Wiedergutmachung zu erreichen. Das würde womöglich auch den malträtierten Konzert-Besucher besänftigen, der sich bis Freitag Nachmittag noch nicht entschieden hatte, ob er Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstatten will.

was für ein unfug!
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