laut.de-Kritik
Der Mindener hat einen extrem deutlichen und sauberen Rapstil
Review von Max Helke
Curse lebt nicht in Hamburg oder Stuttgart. Minden ist sein Heimatort und man hört deutlich, dass er nicht aus einer der beiden Hip Hop Metropolen stammt.
Die Texte von Curse unterscheiden sich ziemlich stark von den Party Tracks der Hamburger Fünf Sterne Deluxe oder etwa Eins Zwo. Curse verarbeitet nach eigener Aussage viele Erfahrungen und persönliches in seinem ersten Album. Schon bei seiner Single "Wahre Liebe", die auch auf dem Album zu hören ist, rechnet er mit Menschen ab, die ihn früher im Stich gelassen haben und jetzt in den Arsch kriechen wollen. Die ernsten und persönlichen Texte ziehen sich wie "ein roter Faden" durch die Scheibe. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel, "Leavin´ Las Vegas" feat. Der Klan und "Seance" gehen im Vergleich zum Rest der Scheibe schwer nach vorne los. Die nachdenklichen Songs schlagen auf Dauer ganz schön auf´s Gemüt, doch entschädigen die sehr professionell produzierten Beats einen dafür umso mehr.
Der Einfluß seiner amerikanischen Kollegen ist nicht zu überhören, die Beats von Busy und Scan erinnern sehr an New Yorker Größen wie Nas oder den Wu-Tang Clan (das ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber es geht in die Richtung).
Raptechnisch hat Curse einen einzigartigen Stil in Deutschland, extrem deutlich und sauber. Für mich allerdings ein bisschen zu hart und auch die Texte sind zum Teil: Zu persönlich.