Porträt

laut.de-Biographie

Cult Of Luna

Eine kleine Stadt in Schweden namens Umeå ist der Geburtsort manch einer großartigen Band wie The (International) Noise Conspiracy, Meshuggah, Naglfar oder Refused. Seit ihrer Scheibe "Salvation" dürfen auch Cult of Luna schon mal in einem Atemzug mit diesen Größen genannt werden. Seit 1999 mischen sie ein giftiges Gebräu zusammen, das verschiedene Musikstile vereint, um am Ende den Titel Post Hardcore verpasst zu bekommen.

Am Anfang stehen Sänger Klas Rydberg und Gitarrist Johannes Persson recht allein da, als sie nach der gescheiterten Hardcore-Band Eclipse etwas Neues schaffen wollen. Der Sound soll rauh, hart und zugleich emotional klingen. Somit sind auch recht bald ein paar experimentierfreudige Spielkameraden gefunden: Erik Oloffson ebenfalls als Gitarrist, Magnus Lindberg als Drummer und ein gewisser Frederik, der die düstere Sandburg aber schon bald wieder verlässt.

Ihr erstes Demo vom Januar 1999 enthält zwei Songs. Schon nach dem ersten Gig finden Cult Of Luna, dass der elektronische Part gewichtiger zu gestaltet sei. Somit wird aus dem Drummer ein Electronic Sounds–Tüftler. Die Schlagstöcke übernimmt Marco Hilden und den Bass hängt sich Axel um den Hals.

Der Erfolg des Debüts bringt ihnen 2002 einen Plattenvertrag mit Earache Records ein. Cult Of Luna gehen sofort ins Tonteknik–Studio und nehmen ihr zweites Album "The Beyond" auf. Ein erneuter Line Up–Wechsel wird für den Bass fällig, den nun von Andreas Johansson spielt. Nach der Veröffentlichung des Longplayers gehen Cult Of Luna mit The Haunted auf Schweden-Tour, mit Isis sind sie in England unterwegs, danach kommt mit Thomas Hedlund ein neuer Schlagwerker und mit Anders Teglund ein Keyboarder an Bord.

Mitte 2003 touren die sieben Schweden durch Europa mit der US-Hardcore Sensation Poison The Well. Ende des Jahres gehen sie nochmals in England auf Tour, mit Dillinger Escape Plan.

Anfang 2004 geben Cult Of Luna ein paar Heimspiele in Schweden und Finnland und nehmen das Album "Salvation" auf. Um etwas Abwechslung zu schaffen, laden sie den schwedischen Songwriter Tiger Lou ein, bei zwei Stücken mitzusingen. Mit diesem atmosphärisch, dunklen Stück Post-Hardcore erlangen sie mehr Aufmerksamkeit, und man ist auf die kommende UK-Tour, sowie Auftritte in Skandinavien und Europa gespannt.

Im April 2006 veröffentlicht die Band ihr drittes Studioalbum und startet eine Europatournee. Vor allem im heimischen Schweden sind sie schon bald gefeierte Stars, die sich gar nicht lange aufhalten, sondern 2008 ihr bis dato ambitioniertestes Werk "Eternal Kingdom" vorlegen.

Das Album handelt von einem Mann namens Holger Nilsson, der zuerst Frau und Kinder verliert und später auch seinen Verstand. Der krönende Abschluss dieser Thematik ist 2010 schließlich die Kombination aus DVD, Hörbuch und Buch in Form von "Eviga Riket", welches sie über ihr eigenen Label veröffentlichen. Anschließend gönnen sie sich erst einmal eine längere Pause von der Band, in welcher mehrer Mitglieder sich mit anderen Projekten beschäftigen.

Erst 2012 machen sie sich richtig an die Arbeit und liefern schließlich "Vertikal" ab. Das Album welches sich an Fritz Langs Filmklassiker Metropolis orientiert, erscheint Ende Januar 2013 über Indie Recordings und zeigt die Band klanglich reduzierter und stringenter.

Alben

Cult Of Luna - Vertikal: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2013 Vertikal

Kritik von Michael Edele

Auf den Spuren von Fritz Langs Filmklassiker "Metropolis". (0 Kommentare)

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Termine

Mo 28.04.2014 Berlin (C-Club)
Do 01.05.2014 Leipzig (Hellraiser-Darkland)
So 04.05.2014 München (Backstage)
Fr 27.06.2014 Lausanne (Festival)

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