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Der Sommer geht dahin und nimmt dem Reggae das sonnige Plätzchen als Musikrichtung der Saison. Culcha Candela hingegen kommen. Mit ihrem dritten, schlicht selbst betitelten Longplayer begrüßen sie den beginnenden Herbst und rücken dabei etwas von ihrem bisherigen Reggae-Schwerpunkt ab. Stattdessen begeben sie sich mehr denn je in jahreszeitlose Hip Hop-Gefilde.
Kuschelig wie die kommende Zeit sind die Einblicke, die die sieben Mann aus der Hauptstadt gewähren: Die Texte sind privater und persönlicher. Der vorwitzige politische Zeigefinger bleibt zunächst eingeklappt in der Faust. So wird in der Singleauskopplung "Hamma!" dem ausziehenden Sommer mit einer fröhlichen autokorso-konformen Damen-Hymne nachgewinkt. "Außer dir und Mama gibt es keine mehr". Hier schlägt sich die Ambivalenz der sozialmusikalischen Verordnung von Culcha Candela nieder: gebildet und dennoch stets stolz auf ihre Herkunft, "Du bist ein Mix aus Studi und Ghetto".
Beim nachfolgenden "Chica" gewähren sie schließlich einen tieferen Blick unter die Candela’sche Bettdecke: "Hey du geile Sau" würdigt es einen da von der CD, und man möchte tatsächlich erfrischt geschmeichelt zurückrufen: Selber! Mit einem E-Gitarren-Zwischenstück gelangt instrumentelle Frische in den textlichen Unterleibs-Bereich. "Besonderer Tag" führt den Freudenkurs fort: "Das ist ein besonderer Tag, lass die Welt sich drehen wie sie mag".
Trotz hoch gepitchtem englischen Gesang im Refrain, ist hier die Instrumentierung nicht wirklich originell. In Bezug auf den Text jedoch macht der Song Sehnsucht nach dem dort besungenen Flow. "Stretch Your Mind" und "Ey DJ" frönen diesem ebenfalls auf ihre eigene Weise. Ersteres in jamaikanischer Sangesweise dem göttlichen Flow, letzteres auf Deutsch im Bashen eines unfähigen Discjockeys.
"A Who" fließt schließlich subtil hinüber in die Politik: Zuerst nehmen sie eine Bereinigung des öffentlichen wahrgenommenen Band-Status Quo vor: "Nicht der Vorzeige-Ausländer-Soli-Verband, sondern der aktuelle Stand eines neuen Deutschland". Dit neue Deutschland vereinigen sie zum Schluss charmant mit seiner uralten Hauptstadt: "Ick lass die Hunde raus". Gleich danach werden wirklich heiße Eisen auf den Silberling gepresst.
Jeder spricht an, was ihm weltpolitisch wichtig ist: Ob Belange, die eben nicht jeden Tag auf den Vorleseblättern der Nachrichtensprecher stehen, wie Kindersoldaten und ersehnter Frieden in Afrika ("African Children"), oder ein hübsch mit Ziehharmonika unterlegtes Plädoyer für die "Einigkeit Lateinamerikas" ("Quisiera"). "Revolution" spricht mit orientalischen Einlagen den Irakkrieg an. "Krayzee" changiert in interessantem Stakkato-Rhythmus zwischen Party und Innenpolitik: "Die Freaks rasten aus, die Coolen und die Spasten auch, die machen Faxen und die Glatzenköpfe platzen auf." "Extrajero Soy" verarbeitet als zarter Schlusstrack die klassische Geschichte des Fremden, der in ein Land kommt, in dem er niemanden versteht.
Leider geschieht dies alles mit recht uniformen musikalischen Mitteln. Alles klingt nach charakterloser Synthie-Produktion. Es fehlt die Echtheit, die mitreißende Instrumentierung oder zumindest die ein oder andere originellere Hook. Lediglich die verschiedenen Sprachen (spanisch, englisch, deutsch, patois) bringen etwas Farbe in die Produktion. Wo Tanzbarkeit und Tanzwille stets gewährleistet sind, bleibt dem Ohr außerhalb der Dancehall kaum ein Track besonders lieb.
Nur drei Lieder bleiben auch beim einfach so Hören auf Dauer im Gedächtnis. Das R'n'B-patinierte "Tara" wegen seines fesselnden Textes über den Tod des geliebten Bruders in der Ferne. "90-60-100" wegen des herrlich volkstümlichen Mexiko-Polka-Rhythmus' und seiner Fürsprache für den ordentlichen Frauen-, Pardon! -Arsch. Und "Vitamina": Weil es eine originelle Liebeserklärung enthält, die an der Sportfreunde "Du bist die Süßwarenabteilung im Supermarkt" ("Tu eres mi vitamina mujer me sanas el cuerpo") gemahnt.
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Würde mich doch mal interessieren, ob die Frau Scherle schon mal eine andere Culcha Candla-Platte gehört hat. Dafür ist mir ihre Bewertung noch viel zu nett.
Ich habe die anderen beiden Alben und bin von der neuen wirklich enttäuscht. Oder noch eher: Entsetzt! Musikalisch ist so gut wie nichts mehr davon übrig, was die Band mal spannend gemacht hat. Reggae, Soca, alles weg, übrig bleibt ein schmieriges HipHop-R'n'B-Gemisch mit 08/15-Beats.
Und die Texte erst, zum Gruseln. Früher merkte man den Jungs noch an, dass sie nicht zu den dümmsten Straßencheckern gehörten, und jetzt schlagen sie in genau diese Kerbe. "Ey du geile Sau" - ja, Mahlzeit!
Und das Schlimmste: Die Scheiße ist erfolgreich, viel erfolgreicher als zuvor. Da kann man wohl nicht davon ausgehen, dass sich die Gruppe auf dem nächsten Album wieder besinnt.
Ehrlich gesagt gefällt mir dieses Culcha-Album bisher am besten. Mag wohl daran liegen, dass ich genau dieses schmierige HipHop-R'n'B-Gemisch mit 08/15-Beats liebe.

Ich habe mir das Album sofort bestellt, als ich von dessen Veröffentlichung gehört habe, aufgrund der Qualität der ersten beiden Alben. Dementsprechend bin ich jetzt richtig enttäuscht, der Kauf hat sich definitiv nicht gelohnt... Die besten Tracks sind imho noch "A Who", "African Children" und "Revolution". "Chica", "Krayzee" und "Besonderer Tag" hingegen finde ich richtig ätzend...
hmmmmmmmmmmmm - Klingt ja alles ganz gut :-?
Dieses Hamma! geht mir aber so aufn Sack. Klang in meinen Ohren wie HipHop/RnB-Zeugs von Dieter Bohlen.
ich bin von der neuen platte auch sehr enttäuscht,muss ich doch sagen obwohl ich die candeleros eig sehr mag.bei mehrmaligem hören haben mir dann doch ein paar tracks gut gefallen,aber wie gesagt nur ein paar.
ausserdem sollte man wenn man schon cd-reviews schreibt wenigstens die titel der stücke richtig abschreiben!es heisst nämlich extranjero(ausländer) und nich extrajero. 
8/10 bei cdstarts....ich bin das albu7m mal durchgegangen und hab jeden titel bewertet, komme sogerade auf 4/10(waren iwie 3.8 oder so). Culcha haben einen weiten schritt nach hinten gemacht und dadurch einen riesen Sprung in die charts, schade. Leider kann man mit richtig guter musik (so z.b. auf Union Verdadera)keinen wirklichen Erfolg haben, sodass die Künstler um überleben zu können, ihren style ändern müssen. Aber wer wird es ihnen verdenken?
jajajajaja...ihr seit alle damn right!das album ist so gottverdammt schlecht.ich finde "[color=orange:827086fefc]hamma",was wirklich schon scheisse ist,noch am besten ey...
ich hab das album auch erstmal geladen weil ich ja schon im voraus dachte das wird richtig kacke,aber das es so schlecht ist,hätte ich ja nicht gedacht.
nix mehr von den schönen melodien der vorgänger(more peace,una cosa,no esigual,musica,chant as one)
kein salsa/soca einflüsse mehr!
ich bin zutiefst enttäuscht und hab ohne scheiss überlegt der band zu schreiben,wie kacke sie geworden sind ey...jetzt in der bravo und playback bei the dome...ich mein hallo was gehtn n das haben die eig. echt nicht nötig.
schade wenn geld über geschmack regiert...
wo ist das gut alte keep it real geblieben
,
laurensio,
c cya
Keep it real hat sich vom Geld ein Haus auf Hawaii und dazu noch die Liebe einer prominenten Frau erkauft...
Ich war nie wirklich Fan der Combo oder der Musikrichtung im Speziellen, allerdings konnte man sich die älteren Singles, in Kontrast zu den heutigen, gut anhören, ohne den Sender zu wechseln. Mich würde nur interessieren, wie die Hardcorefans zur jetzigen Musik stehen
hmm..."hamma" ist schreckliche Musik, bestehend aus schrecklichem Sprachgesang, aber um mal hirnlos beim Tanzen abzugehen doch ganz brauchbar. Das Album hab ich mir nicht reingezogen, kenn dummerweise auch die anderen nicht.
Allerdings muss man sagen ist "hamma" so grenzenlos dumm, das es fast wieder lustig ist.
"ich will deine nummer wiederwählen, denn die naacht war mir zu kurz."

ich kenne culcha candela seid uninon verdarera. ich bin extrem enttäuscht, dass sie nach dem album "next generation", welches ich das beste finde, so einen 08/15-Hipop-Kommerz-Scheiss machen. Unoriginell, schlechte Beats, langweilige Texte und Aggro-Niveau. Das ist echt enttäuschend. Naja, schade, Culcha Adé!
die neue single "ey, dj" ist ein ganz dreister und offensichtlicher klau von wu-tang's "gravel pit" - hoffentlich gibt es deswegen lizenzschwierigkeiten.
wenn ich mir die viel zu hoch gegriffenen wertungen bei den beiden laut-reviews angucke, kommt mir regelrecht das 


Schade, schade, wieder hat eine richtig gute Band das süße Geld gerochen... das Resultat sieht man auf dem 3. Album.
Zum Glück hab ich Culcha Candela schon 2x live gesehen als sie noch gute Musik gemacht haben, zum Beispiel auf dem Chiemsee Reggae Summer. So hab ich sie als tolle Band in Erinnerung, die ihr Publikum begeistern können.
Und die neue Platte ignorier ich einfach o.O
ich kenn culcha erst seit dem album (jaja, shame on me) und nach diesem schrott hätte ich nie vermutet, dass sie jemals was vernünftiges released haben.
aber dem is wohl so?
die single releases waren der absolute obergrottenmüll.
naja.
enttäuschung über enttäuschung... ich bin so schlecht drauf... diese vollidioten machen wegen geld alls kaputt, wenn die wieder auf den chiemsee reggae summer kommen, haben die veranstalter einen gast weniger.
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