- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Sie können es noch, das bedächtige Kammerspiel in intimem Rahmen, das Kleinod, das von innen heraus glänzt. Und sie finden sie noch, die einfache Melodie, die Stimmung, die dir das Herz zusammendrückt. Nach einem Opener, dessen sphärischer Auftakt bald in einem Klangbrei aus Keyboardklängen und Gitarrenwänden erstickt, beginnt "What If" mit Stimme und Klavier sehr minimalistisch.
Doch wie in den meisten anderen Stücken bricht spätestens im Refrain das Unisono los, und dieser kleine funkelnde Diamant von einer Melodie versinkt in einem Meer aus Sound und Kitsch. Gewiss, sie könnten es noch: wenn sie nur wollten. Oder dürften.
Über die hohen Erwartungen an ihr drittes Album hat Sänger Chris Martin sich ja mehrfach bitter beklagt. Doch offenbar haben Coldplay ihre neue Rolle als Stadionrocker auch selbst akzeptiert. Mit Tracks wie "Square One", "White Shadows" oder auch "Talk" machen sie Musik für die Massen, nicht mehr für einsame Seelen. An Stelle der Liebe zum Detail scheint eine gewisse Großmannssucht getreten zu sein. Das große Gefühl entsteht nicht mehr aus der kleinen, überraschenden Wendung und behauptet Größe nur, anstatt sie zu zeigen.
Weh tut dies dem Coldplay-Liebhaber besonders dann, wenn die Stücke zunächst andere Erwartungen wecken. "Fix You" etwa wächst als Sensibelchen auf, um doch als Grobian zu enden. Das Schlimme daran ist nicht, dass sich beinahe jeder Track in ein lautes Orchester-Tutti aus Synthies, Gitarren und Backgroundgesang hinein steigert. Das Schlimme ist, dass die Stücke sich nach oft hoffnungsvollem Beginn kaum noch weiter entwickeln. Hier fesseln fast nur noch Momentaufnahmen, das ganze Album am Stück zu hören, war mir kaum möglich. Stadionhymnen brauchen keine Ideenvielfalt. Klingeltöne auch nicht.
Die pompöse Produktion hebt die geduldige Arbeit am Detail nicht hervor, sondern ersetzt sie. Sie ist fett im negativen Sinne, hat einen kleinen Wohlstandsbauch angesetzt, der sich in Texten spiegelt, die seltener von purer Verzweiflung und häufiger von Verlustängsten handeln.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Coldplay machen immer noch schöne Musik. Sie finden wundersam eingängige oder, wie die FAZ schreibt, absolut notwendige und logische und unverzichtbare Melodien, so dass man sich fragt, wo denn diese Melodien vorher waren. Coldplay malen immer noch in vielen Farben, aber eben nicht mehr mit dem feinen Pinsel.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
![]() |
Coldplay - X & Y | Infos (Lieferzeit/Service) | €6,78 | €3,90 | €10,68 |
![]() |
Coldplay - X & Y | Infos (Lieferzeit/Service) | €8,99 | €2,99 | €11,98 |
Interessant, ich dachte immer Coldplay erzeugt andere Gefühlsschwingungen. 
Ähhm bist du zu blöde die dir entsprechende CD einzulegen oder hast du einfach den Schuss nicht gehört? Chris Martins Stimme sollte wirklich anders beschrieben werden...
@ dave grohl fan nr.2:
Ich denke, es ist durchaus gerechtfertigt, Coldplay megalangweilig zu finden. Wenn einem die Musik nicht zusagt, ist es nämlich genau so!
Ich muss mich da wohl nochmal richtig reinhörn, mich ham damals diese ganzen traurigen Selbstmordanreiz-Songs so abgeschreckt, dass ich irgendwann kein Bock mehr auf die Band hatte. Aber man ist ja älter geworden und hört neuerdings ganz andere Sachen 
oder wenn man auf wirklich gute Musik steht...Coldplay sind keinesfall nur depri
Auf keinen Fall zweifel ich an deinen guten Musikgeschmack. Ich hör nich den ganzen Tag Depri-Zeug...aber schöne traurige Songs die von folgenden Bands kommen, kann ich einfach nicht wiederstehen:
Porcupine Tree
tool
coldplay
John Frusciante

Yellow
Ach mensch wahre Männer hören solche Musik nicht...von wegen! Nebenbei ist dieses Songpicking von vorne rein nicht zu empfehlen. Wenn ich mir eine neue Band zu eigen mache, hör ich grundsätzlich ganze Alben(soweit vorhanden). der Ipod-Dj hat bei mir keine Chance.
naja, das war in einer Zeit, wo ich noch Musik-Fernsehen geschaut hab. Da kannte man nur die Singles. Aber da neue ruhige Sparta Sachen mit Coldplay verglichen wurden, muss ich wohl nochmal reinhörn 
Journalistische Vergleiche sind eh selten zu beachten! Hype oder nicht Hype, dass interessiert kein Schwein.
*achtung schleimspur* Ich hör nur auf Rezies von meinem Buddy Alex!
x&y geht imho völlig klar.
coldplay haben ein bisserl herumexperimentiert und ich fand das ergebnis ziemlich gut sogar. besser als ein 2tes a rush of blood...
Parachutes - A Rush Of Blood To The Head = X&Y
Also das erste war mal echt toll, auf A Rush Of Blood... waren einige tolle Songs drauf, manche Sachen kann ich echt nicht mehr hören. Zum Beispiel an jeder Straßenecke Clocks... *sick*
Und X&Y... äh. Danke.
hm, wenn gruppen erfolgreich und bekannt werden, hört man sie unter umständen an jeder straßenecke ... damit werden sie aber nicht automatisch scheiße ...
ich mag x & y
und finde es seltsam, das manche leute erst eine gruppe hypen und sich abwenden, wenn sie ihr ziel erreicht haben.
so nach dem motto: die kennen jetzt außer mir zu viele, die sind ab sofort für mich gestorben und scheiße
ähnlichen trend habe ich damals bei "gang of four" erlebt.
@DKMF
X&Y fällt im Vergleich zu den Vorgängern nun einmal doch ziemlich deutlich ab, wie ich finde. Nette Musik, aber nichts Großes mehr.

daniel, dass mit dem hype war eine allgemeine these und nicht auf dich und coldplay bezogen !!!
ich finde coldolays x & y und auch die ersten scheiben von u 2 gut 
schade, dass "fix you" so schlecht weg kommt. das video ist einfach der hammer:
http://www.youtube.com/watch?v=jBEYyHGbwto
danke, trilos
ABER: das gegenteil ist auch möglich: wenn man den song long road to ruin von den foo fighters anhört, findet man es einfach nur mittelmäßig - doch das video zieht alles so ein bisschen ins lustige, denn das video ist große klasse.
Format
Homepage: