laut.de empfiehlt

Cloud Nothings

Teenage Angst und sonstige Entfremdungszustände bleiben wohl zeitlos dringende Popthemen. Wenn Cloud Nothings-Kopf Dylan Baldi sagt: "Alle meine Songs handeln von der Vergangenheit und vom Angepisstsein", entspricht das zunächst vielleicht einem breitgetretenem Klischee.

Man denke an Emo- bis Indierock, aber die Band aus Cleveland, die anfangs nur ein Ein-Mann-Projekt war, hat weit mehr zu bieten. Das 2010er Debütalbum "Turning On" etwa klingt wie ein Misfits-Konzert anno 1977.

Rotziger Lo-Fi-Indie-Rock poltert einem da entgegen. Dieser rohe Sound ist das Markenzeichen der Cloud Nothings, ebenso wie großflächig eingesetzte Mitsing-Refrains und eingängige Gitarrenriffs.

Generell pflegen die Cloud Nothings ihr Trash-Image und lassen sich lieber mit fettigen Donuts ablichten als im Parka oder in Punkrock-Posen. Genauso demonstrativ unprätentiös strahlen auch die Songs. Es gibt keine überflüssige Sekunde, keinen nebensächlichen Takt, keine halbherzig vorgetragene Silbe.

Baldis Emo-College-Rock-Hooks wachsen könnte dem Bombast doch nicht ferner liegen. Stillstand ist dennoch nicht Dylan Baldis Ding. Deshalb klingt das am 27. Januar erscheinende neue Album "Life Without Sound" etwas anders klingen als sonst, wie wir im Frühjahr auch live hörten. Wir freuen wir tierisch, dass die Herren noch mal zwei exklusive Shows nachlegen.

Termine

So 03.12.2017 Berlin (Bi Nuu)
Mo 04.12.2017 Köln (Gebäude 9)

Artistinfo

LAUT.DE-PORTRÄT Cloud Nothings

Teenage Angst und sonstige Entfremdungszustände werden als Popthema vermutlich niemals alt. Wenn Cloud Nothings-Kopf Dylan Baldi sagt "Alle meine Songs …

Noch keine Kommentare