Porträt

laut.de-Biographie

Chris De Burgh

Über den Musikstil von Chris De Burgh findet man unterschiedliche Angaben. Teilweise ist da von Art-Rock oder auch Progressive-Rock zu lesen - zwei Definitionen, die schwer nachvollziehbar bleiben.

Chris De Burgh: Erstes Pop-Konzert im Iran seit 1979
Chris De Burgh Erstes Pop-Konzert im Iran seit 1979
Der irische Pop-Sänger Chris De Burgh wird als erster westlicher Musiker seit der islamischen Revolution 1979 im kommenden Jahr im Iran auftreten. Das erklärte der Manager der Arian Band, mit der De Burgh kürzlich ein Lied aufgenommen hatte. Eine Musikreise mit politischem Moment.
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Denn zum einen ist der Begriff Art-Rock schwammig gewählt (Art im Sinne von Kunst? oder im Sinne von Ab-art?), zum anderen kann von progressivem Rock beim Iren nicht die Rede sein. Keines seiner vielen Alben gilt als wegweisend oder gar seiner Zeit voraus. Fällt also auch dieses Adjektiv weg.

Bleibt Rock, was den Kern aber erst trifft, wenn ein weiches 'Soft' davor gesetzt wird. Da haben wirs dann. Soft-Rock, degressiver Soft-Rock, der seiner Zeit immer nachhinkt, sich aber auch nicht anschickt, sie einholen zu wollen.

Der Musiker kommt am 15. Oktober 1948 in Venado Tuerto, Argentinien als Christopher John Davison zur Welt. Als Sohn eines im Ausland tätigen Diplomaten lernt er Irland erst im Alter von sechs Jahren als Heimat kennen. Chris wächst im familieneigenen Schloß Bargy Castle in Wexford auf. Hier übt er sich auch erstmals am Spiel mit der Gitarre.

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Nach Beendigung der Schule wechselt er von 1968 bis 1971 zum Dubliner Trinity College, und belegt dort die Fächer Anglistik und Romanistik. Gleichzeitig vertieft er sich immer mehr in die Musik, absolviert Auftritte als Solist und gemeinsam mit einer Band.

Zwecks besserer Karrierechancen zieht Chris nach London, und entscheidet sich in der Namensgebung für den Geburtsnamen seiner Mutter - 1972 ist die eigentliche Geburtsstunde des Künstlers Chris de Burgh. Im selben Jahr nimmt ihn A&M Records unter Vertrag. Doch bis zum Erscheinen des ersten Albums muss er noch bis 1974 warten.

Das folklastige "Far Beyond These Castle Walls" enthält mit "Flying" gar einen Singlehit - der kurioserweise nur in Brasilien durchstartet. Dort steht die Nummer ganze 17 Wochen auf Platz eins der Charts. Der 1975 herausgebrachte Longplayer "Spanish Train And Other Stories" steigert seinen Bekanntheitsgrad nun auch innerhalb Europas.

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In Deutschland sorgt der Longplayer "The Getaway" 1982 für den Durchbruch. Von da an belegen die in den Folgejahren erscheinenden Alben stets Spitzenplätze in den Charts.

Musikalisch wandelt sich De Burgh vom ursprünglichen Folkrock-Storyteller zum massenkompatiblen Popsänger. 1986 gelingt ihm mit der Single "Lady In Red" ein Hit rund um den Erdball. Zum Liebling aller Deutschen bringt es Chris mit einem Auftritt innerhalb eines spontan angesetzten Konzertabends nach dem Fall der Berliner Mauer, bei dem er seinen Song "Borderline" am Piano interpretiert.

Für Schlagzeilen sorgt Chris danach weniger mit Musik (trotz weltweiter Verkäufe von über 40 Millionen Platten), sondern eher durch sein Liebesleben. Eine angebliche Affäre während einer Tournee in Südafrika wird vom Management allerdings schnell dementiert. Hätte aus Sicht seiner Hörer auf den Ehemann, dreifachen Vater und so braven Musiker wohl auch kein gutes Licht geworfen.

Umso lauter knistert es im Gazzettenwald, als seine Frau 1994 nach einem Reitunfall schwer verletzt ins Krankenhaus kommt und er im heimischen Domizil Zuflucht beim Kindermädchen sucht. "Blonde Hair, Blue Jeans" lautet das musikalische, von den Fans verachtete Ergebnis.

Für positivere Schlagzeilen sorgt die Familie neun Jahre später, als sich De Burghs Tochter Rosanna Davison den Titel der Miss Universe holt. "Ich habe keine Ahnung, woher ich mein Aussehen habe. Aber ich habe definitiv nicht die Richtung meines Vaters eingeschlagen", erzählt sie in einem Interview. Wer Fotos der beiden vergleicht, weiß, was sie meint.

Chris veröffentlicht derweil weitere Studioalben und bringt 2005 ein weiteres Livealbum auf den Markt. "Live In Dortmund" wurde während der "Road To Freedom"-Tournee aufgenommen und bringt es auf beachtliche 33 Titel. Etwas kürzer fällt das folgende Studioalbum aus: Auf "The Storyman", das im Okober 2006 erscheint, erzählt der Märchenonkel 12 Geschichten.

Mit "Moonfleet & Other Stories" und späteren Alben erinnert De Burgh 2010 noch mal ans künstlerische Potential der Anfangsjahre - doch der große Zauber ist längst verflogen.

Waren die Anfangsjahre noch geprägt von vielschichtigen Umsetzungen spannend gewählter und dicht erzählter Themen aus Geschichte, Legende und Mythen, halten seit den späten Achtzigern verstärkt simpel gestrickte Kompositionen Einzug.

Welten liegen zwischen dem Anspruch eines "Spanish Train" (1975), der von einem Kartenspiel zwischen Gott und dem Teufel erzählt, und Süßholzgeraspel wie "A Woman's Heart"(1999). Chris de Burghs Output steht exemplarisch für den Wandel eines ernsthaften Musikers hin zum schlichten Kommerzpopper.

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Termine

Di 21.04.2015 Hannover (Kuppelsaal)
Mi 22.04.2015 Bremen (Musical-Theater)
Fr 24.04.2015 Halle (Händelhalle)
Sa 25.04.2015 Leipzig (Haus Auensee)
Mo 27.04.2015 Stuttgart (Liederhalle)
  • Die Offizielle Seite

    Nur authorisierte Infos. Will ihm denn jemand an den Kragen?

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