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Anis Ferchichi macht es einem nicht leicht. Der Erfolg auf zig Kanälen gibt ihm Recht – bleibt die Frage, ob das Volk immer den weisesten Richter stellt. Fest steht, dass er als einer der wenigen deutschen Rapper seinen bereits 2003 angekündigten Weg von relativ weit unten nach relativ weit oben mustergültig beschritten hat. Er wird seitdem ferner nicht müde zu betonen, dass ihn seine Marschrichtung dabei immer weiter weg vom Hip Hop geführt hat. Fein. Aber weshalb klebt dann immer noch das Prädikat Rap an der Marke Bushido?
Ich vermute, das ist spätestens heute dem massenmedial notwendigen Basis-Image geschuldet. Das zig TV-Moderatoren zitierende "Intro" von "Zeiten Ändern Dich" unterstreicht diesen Verdacht. Allein: Noch deutlicher hätte die letzte Phase der Metamorphose vom bissigen Provokateur aus dem Prekariat zum stinkreichen Promi in Hugo Boss nicht ausfallen können.
Sehr viel seichter obendrein auch nicht: Angesichts dieser schnoddrigen Präsentation des Gefühls-ABCs eines Berufsjugendlichen täte die FSK gut daran, neben dem 'Geeignet ab'- auch einen 'Geeignet bis'-Hinweis einzuführen. Bei Spielzeug ist dies längst gängige Praxis.
So queruliert Bushido als Sprachrohr einer unverstandenen, perspektivlosen und verzweifelten Adoleszenz, die – wohl nach seinem Vorbild – nur an sich selbst glauben, jedweden Kummer besiegen und letztlich 'die eine' sich bietende Chance nutzen solle.
Auffallend oft spricht er dabei jetzt ganz oben, bei Gott, vor, statt wie früher nach unten, gegen Hurensohnkiefer zu treten. Ein grundsätzlich edles Unterfangen – käme das neuerliche Verticken positiver Werte nur ein Stück weniger dogmatisch, naiv und stattdessen so souverän vorgetragen daher wie die "vergeben & vergessenen" Betäubungsmittel-Delikte von anno dazumal.
Aber wer weiß, womöglich klopft ja nach der CSU bald der Vatikan mit einem Jobangebot bei Ersguterjunge an. Nicht auszuschließen jedoch, dass Herr Ferchichi auch jenes Angebot dankend ausschlagen und sich "demnächst mal die Unterlagen besorgen" wird, die man braucht, um neben einer Partei auch eine eigene Religion zu gründen.
Was noch? Die Motivations-Single "Alles Wird Gut" bietet Eminem'sche "Loose Yourself"-Anleihen, während man die Zwanziguhrfünfzehn-Gefängnis-Soap "23 Stunden Zelle" mit einem Set Drama-Streicher aus der Dose illustriert. Die Produktion geht überwiegend wieder auf die tendenziell melancholische Kappe des Gastgebers selbst, was bedeutet: Die übliche Orchester-Melange plus – wo das tätowierte Electro Ghetto es verlangt – treibenden Basslauf. Den obligatorischen Glashaus-Auftritt inszeniert dieses Mal Intendant Moses P. höchstselbst, wozu sich zu mindestens 50 Prozent sagen lässt: Furchtbar schön.
Ödipales Gemurmel ignorierend bekommt nun mit "Nur Für Dich" auch Mama Ferchichi endlich ihre Exklusiv-Schnulze, bei der allerdings nach Karel Gott mein geheimer Feature-Wunsch Heintje leider nicht berücksichtigt wurde. Ansonsten hat nicht zuletzt Sido dieses Thema schon vor sechs Jahren zwar weniger geschliffen, dafür aber irgendwie origineller verpackt.
Der Umstand, dass man dann kurz vor Veröffentlichung aus nebulösen Loyalitätsgründen auch noch die Kollegah- und Farid Bang-Features gestrichen hat, raubt der Platte vermutlich das bisschen Farbe, die ihr mehr als gut getan hätte. Denn letztlich bleibt auch an Schoßhund Kay Ones Rapqualitäten genauso wenig zu beanstanden wie hervorzuheben. Zusammen mit Fler, der hier im direkten Vergleich zu Bushido übrigens einen Bomben-MC abgibt, rettet dann zumindest der etwas flottere Dreier "Battle On The Rockz" einen Hauch Verbalsport auf die Habenseite herüber.
Zu Dank vepflichtet ist man in diesem Zusammenhang vor allem Djorkaeff & Beatzarre, die für "Airmax Auf Beton" den mit Abstand lässigsten Beat des Albums liefern und dadurch dem spürbar gereiften Duo Sonny Black & Frank White einen Moment lang die Möglichkeit geben, entfernt an eine Durchschlagskraft aus grauer Vorzeit zu erinnern – auch wenns ein bisschen cheesy daherkommt. Gutes Ding.
Summa summarum ist "Zeiten Ändern Dich" im Gegensatz zum Vorgänger ein treffend gewählter Titel für das neunte Album, das letzten Endes mit ganz ähnlichen Schwächen zu kämpfen hat wie der gleichnamige Spielfilm. Bushido selbst ist endgültig in Dieter Bohlens Deutschland angekommen. Je nach Geisteshaltung mag man ihm dazu gratulieren oder eben nicht – zur deutschen Rap-Landschaft hat das hier allerdings per se nichts mehr beizutragen. Aber das will es ja auch gar nicht – insofern: Alles wird gut.
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Der ganze Mittelteil des Albums, von "Vergeben Vergessen" bis einschließlich "Selina", geht mir so derbe auf die Nüsse wie noch nie zuvor irgendwas von Bubu. Da frag ich mich echt, was die Zielgruppe für solche Tracks sein soll?
schlechte review. bewertung geht zwar klar aber es wird überhaupt nicht klar gemacht wie lächerlich die scheibe dann doch is...
hab das intro (was gar nicht allzu whack is), 23 stunden zelle (fremdschäm track nr. 1), der (zum glück nicht langweilige) glashaus track, der (zum glück, vor schmalz, nicht triefende) mami track, airmax auf beton (wo fler mich überrascht hat, der track an sich aber langweilig hoch 10 is) und öffne uns die tür (beat is okay, rest...naja kacke halt), gehört und kann nur Pi zitieren: "alles gleich, gleich, gleich monoton".
bushido, bitte! nerv uns weder mit filmen (ich hab ihn mir ernsthaft angeguckt, verschwendete 1 1/2 stunden), noch mit deinen immer gleichen alben und am wenigsten mit größenwahnsinnigen drohungen, wie die gründung einer partei. meine fresse...
p.s.: das neue laut nervt mich übertriiiieben
also mal abgesehen von den tatsachen, dass die fsk keine cds einstuft und das cassandra steen nicht auf dem album ist, ist ist das ne ordentliche review. das neue laut lutscht übrigens bälle...
dieter bohlen ist halt das idol für 40-50jährige muttis aus wanne eickel mit stützstrümpfen, cellulite und brei im kopf.
bullshido ist das adäquate idol für deren töchter: 13-17jährige gören mit zahnspange, erster regelblutung und dem unglaublichen wunsch, sich einfach mal in einer dunklen dreckigen ecke von bushidos rudel vergewaltigen zu lassen.
ich wär dafür, statt ner fsk freigabe ein "verboten für männer" drauf zu pappen. das ist nämlich eine gefährliche mischung aus schlagerschnulze, debiler gefühlsduselei, fremdschäm-opfer und ausgelutschter plastik-hochglanz-poperei, die sich ein bissel straßendreck über den samtbezug geschmiert hat.
das macht einfach die männer weich -.- bald bringt bushido den ersten tampon für männer auf den markt.
ihr habt doch alle keine ahnung. der film ist mal richtig geil - einfach auch mal auf den inhalt, die message und den supptext achten!!! bushido ist einfach nur real und ihr seit nur neidisch dass ihr nciht so an die weiber rankommt wie er und leute die so sind wie er (bspw. garret, ich, sodhan und lautuser) er kommt von der straße aus dem gettoh und macht einfach nur geile musik die mir aus dem herzen spricht bzw rappt
ich finde das gut, es ist übersichtlicher und man wird nicht von lautisodigarri totgespammt. sehr relaxed so

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