- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Empfiehlt sich der Berliner Rapper für die Politik? In einem aktuellen Interview stellt er dies zumindest in Aussicht.
Berlin (ebi) - "'Schwuchtel', 'Schlampe', 'Nutte'! So ist nun mal der Sound des Raps. Das ist wie eine Rede halten, das hat was Demagogisches, aber das ist auch nicht in Stein gehauen. Politiker machen nichts anderes den ganzen Tag – darum kuck ich ja auch immer so gern Bundestagsdebatten auf Phoenix."
Das bringt große Prominenz im Unterhaltungsgeschäft mit sich: Die Welt, eines der konservativen Flagschiffe im deutschen Blätterwald, sprach am Wochenende mit einem Deutschrapper auch fachfremde Themen an. Natürlich liefert ein Bushido dafür stets selbst genügend Stichworte: Er macht längst in Immobilien, ist stolz ein Deutscher zu sein, will lieber eine Familie gründen, statt Drecksauparties feiern - und plant eine Politkarriere.
Die Eier von Frau Merkel
"Ich muss ran! Ich muss in die Politik – und ganz ehrlich: Das kommt auch. Ich weiß, ich hab das mal so aus Spaß gesagt, aber ganz ehrlich, ich glaube, ich würde echt Wähler bekommen. Deswegen werde ich es auch einfach mal machen. Ich werde definitiv eine Partei gründen, und ich würde versuchen, die Einstellung der Menschen zu ändern."
Denn seit Schröder nicht mehr Kanzler sei, wähle er nicht mehr, so Bushido. "Allein der ganze Piratenparteiquatsch: Mit Palästinensertuch beim Parteitag erscheinen oder den Freund als Chauffeur einstellen, die sind mir echt zu teeniemäßig unterwegs. Zu lasch mit der Verantwortung. Uns fehlt es an Eiern – damit will ich nicht Angela Merkel angreifen. Im Gegenteil, gerade jetzt in der Euro-Zeit hat sie mich positiv überrascht. Dieses oft so devote, duckmäuserische Deutsche, das hat sie nicht. Die hat Führungsqualitäten. Merkel finde ich cooler als Obama."
Ein bisschen Schmuck und eine schöne Frau
Nur gut, dass der Rapper im weiteren Gespräch nie Zweifel aufkommen lässt, woher er kommt, und um was es eigentlich ging: "Ich wollte ein Haus, ein teures Auto. Ich wollte ein bisschen Schmuck haben und 'ne hübsche Frau".
Heute wohnt der Hip Hopper gemeinsam mit Mutter, Freundin und deren kleinem Sohn in einer Villa im beschaulichen Berlin-Lichterfelde - und hält den Integrations-Bambi in der Hand. Ausgerechnet er, der einst Frauen und Schwule disste. Für Zeitgenossen wie Rosenstolz-Sänger Peter Plate und im Nachhinein auch Peter Maffay, die sozusagen auf einem andere Planeten wirken, natürlich ein unerhörter Vorgang.
"Rap ist intolerant"
Wie für andere Jungs von der Straße war das Ziel, sich um jeden Preis zum Selfmademillionär hochzubattlen: "Das ist Rap, Battle-Rap. Und Rap ist nun mal intolerant ... Es geht darum, den anderen verbal fertigzumachen, die dicksten Eier zu zeigen. Dazu sucht man das stärkste Bild, und das findet man eben im Krieg oder in der Sexualität."
Wer da alles wörtlich nehme, sei dumm: "Wenn Heino 'Hoch auf dem gelben Wagen' singt, springen die Leute auch nicht auf ihre Autos!". Und wenn ein Rapper auf dicke Eier macht und von einer Politikerkarriere träumt, muss man sich auch noch lange nicht um die Demokratie sorgen.
ich musss sagen bu(shido) wird mir langsam simpatisch. er hats echt drauf!! go bushido
ich musss sagen bu(shido) wird mir langsam simpatisch. er hats echt drauf!! go bushido
Würde seine Partei auch wählen, denke ich. Bubu ist ein Guter und natürlich kann man das ganze SChwulen- und Frauen-Gedisse nicht wörtlich nehmen, damals nicht und heute auch nicht. Er hat völlig Recht die Leute die ihn für sowas verurteilen als dumm darzustellen. Go Bubu!
Mal langsam.. das ist nur der Sound des deutschen Straßenraps, nicht der Sound von Rap allgemein, da gibt es noch weitaus mehr Spielarten. Wer Rap als Musik von geistig unterbelichteten betrachtet weiß NICHTS über Rap und ist mit sehr großen Scheuklappen und Vorurteilen behaftet. Dass die Ahnung von Rap bzw HipHop bei weiten Teilen der "Normal"-Bevölkerung nicht vorhanden ist, ist nicht weiter schlimm, aber es ist doch wie bei allem anderen auch: Wenn man keine Ahnung hat... eben. Rap und HipHop ist NICHT das was Bild, Spiegel, RTL und was weiß ich darstellt, das ist nur eine sehr wage und unvollständige Laien-Darstellung. Neulich kam auf ZDF ein Krimi (Fall für zwei, glaube ich) der angeblich in der Frankfurter HipHop-Szene spielen sollte. Was dort gezeigt wurde hätte nicht weiter von der Realität entfernt sein können.
Nun, sein Programm steht ja noch nicht fest. Aber es wäre für mich eine Alternative zu dem Karneval-Verein Merkel, Röttgen, Rössler, Westerwelle, von der Layen und Co. Falls Steinbrück kandidieren würde (!) ginge mein Kreuzchen evtl schon an die SPD, ansonsten wäre aber Bubu ein sehr interessantes und hoffnungsvolles "geringstes Übel" an der Wahlurne.
Bushido, der Minister für Business und Competition der Hamas Deutschland
naja sogar ich habe schon Rap gehört, der ohne o.g. Schlagworte auskommt. Aber pauschalisieren ist was feines.
zum Thema. Mit seinen Aussagen hat er ja Grundsätzlich recht (Beispiel auch Piratenpartei. Mir ein Rätsel wie man solche Kasper wählen kann, aber das hat nochmal nen anderen Grund)
Wie gesagt, so falsch liegt er nicht umbedingt. Ob er gute Chancen hätte: wer weiss. Ich würd ihn vielleicht sogar wählen. Wär mal sowas anderes... vielleicht hilfts ja. Allerdings kommt mir da bisl die "Ballade vom Hugo Sanders" von Mani Matter in den Sinn. ... mal sehn.
Oder Guttenberg und Bushido unterwandern den copyright-kritischen Flügel der Piraten.
Koenig-hedon: Dein Sieg-Heil-Beispiel hinkt ein wenig. Rap ist auch sehr oft pure Übertreibung, Zweideutigkeit, Provokation, Zwischen den Zeilen lesen, Ironie, Kopfkino, überspitze Darstellung des Lebens, etc pp. Es käme also schlicht darauf an in welchem Kontext man das "sieg heil" erscheinen lassen würde. Bei "Tunte, Schwuchtel oder Schlampe" ist allermeist ein imaginärer Gegner (der vielbeschworene Wack-MC) gemeint, oder aber es wird eine Geschichte erzählt - es ist also nicht der Herr Ferchichi der da Real-Talk betreibt, sondern die Kunstfigur, der Rapper Bushido. Bubu wollte nie wirklich "jede Schwuchtel verkloppen" (Track Berlin vom Debut), sondern eher Stuttgarter oder Münchener Mittelschichts-Rapper.
Na ja, trotzdem ist das eigentlich eher neutrale Wort ,,schwul'' da in einem negativen Kontext gebraucht worden und wurde zum Schimpfwort umfunktioniert. Vielleicht ist das Bushido klar, aber denkst du, dass das seinen Fans klar ist? Ich schätze mal, dass die meisten Fans das sehr wörtlich nehmen. Schwupps ist ,,Schwul'' synonym für ,,schlecht, verabscheuungswürdig etc.''. Das schafft Intoleranz auf 'ner unbewussten Ebene.
Das Sieg Heil-Beispiel ist, wie alle Analogien aus der Nazi-Richtung, eher übertrieben. Die Argumentation, die König Hedon aufführt, finde ich aber dennoch nicht abwegig. ,,Abstraktionsfähigkeit'' wäre nicht unbedingt ein Schlagwort, das ich spontan Bushido zuordnen würde. Und selbst wenn, ergibt sich oben genanntes Problem. Rap hin oder her, ein bisschen Reflektion über das, was man da von sich gibt, hat noch keinem geschadet.
Geschockt bin ich dann doch, wie viele ihn tatsächlich hier wählen würden. Seine Aussage ist einfach die eines großen Kindes. Ich glaube kaum, dass er sich der Verantwortung in irgendeiner Weise bewusst ist.
Ich weiß nicht Lauti, wenn du so sprichst kommt es mir so vor, als ob alles was Rap ausmacht bzw in den letzten Jahren ausgemacht hat einfach nur ein großer Witz ist.
Und ich weiß zwar nicht wer von uns beiden hier die Scheuklappen anhat, aber bei mir in der Gegend gibt es genug Leute die diese Texte und das ganze Gehabe ernst nehmen. Und du kannst mir nicht erzählen, dass es nicht von vornerein geplant ist, diese Zielgruppe auch anzusprechen.
Das Rap nur für Idioten ist hab ich ja nirgends behauptet...
Schwul als Synonüm für Scheiße ist natürlich nicht tragbar. Hier muss man aber unterscheiden, dass es im Rap ein uraltes Stilmittel ist und zwar schon seit Ende der Achtziger. Ich will das nicht zwingend gutheißen, aber es ist schlicht Battle-Vokabular. Das hat Bubu nicht erfunden und er ist da auch nur einer von sehr vielen Rappern weltweit die das so nutzen. Auch die als sehr intellektuell geltenden Huss Hodn nutzen dieses Battle-Vokabular. Und natürlich, wie in vielen Teilen von Kultur/Kunst ist nicht davon auszugehen, dass man richtig verstanden wird. Verstehen die Kids Tarantino, verstehen sie Klassik, verstehen sie van Gogh, verstehen sie Hemmingway oder Shakespeare? Es kann nicht Aufgabe von Kunst und Künstler sein so harmlos wie möglich und so Vorbildhaft wie möglich zu agieren. Kunst lässt sich nicht beschneiden, einem Künstler kann man keine Vorbild-Rolle aufzwingen nur weil man seine Kunst nicht versteht, im Falle von Sraßenrap oft nichtmal verstehen will (was man immer wieder an unglaublich schlechten Artikeln in Stern, Zeit, Welt, etc pp sehen kann). Rap ist eine Untergrund-Kultur und wie so vieles aus dem Untergrund für außenstehende oft nur böhmische Dörfer. Und dass er (Bubu) als Mensch sehr wohl verantwortungsbewußt ist kann man erkennen, wenn man seine Interviews liest und sich ein wenig dafür interessiert was er sonst noch so treibt (wünsch Dir was z.B.). Das bei alldem auch ein wirtschaftlicher Gedanke, gerade bei Bushido, eine Rolle spielt und er die Kanacken-Welle surft und melkt bis nix mehr geht.. ja nun, es ist erklärtes und nachvollziehbares Ziel Geld zu scheffeln, wenn man derart aufgewachsen ist wie Bubu oder Sido.
Ja, die Piraten sind ein schlechter Witz, da würde Bushido ganz sicher mehr Ernsthaftigkeit, Überblick und Organisation mitbringen. Als Protest-Wahl auf jeden Fall das geringste Übel, wie gesagt. Und die FDP würde er stimmentechnisch wohl sicher in die Tasche stecken, soviel Wähler-Potential traue ich ihm zu.
@stummerzeuge
Ich verstehe, was du vermitteln willst.
Es kommt bei den Arten von Kunst aber darauf an, wer sie konsumiert. Wenn man die von dir zitierten Künstler nicht versteht, dann ist da auch nichts Fatales dran. Bei Bushido allerdings schon. Das sind zwei unterschiedliche Relationen imo. Wer Kunst produziert, der muss auch den Wirkungsgrad abschätzen. Bushido muss sich schon darüber im Klaren sein , dass solche Parolen missverstanden werden und dass er damit nicht unbedingt auf Gegenliebe in ,,anderen Kreisen'' stößt.
Ist wohl ein gängiges Problem von Kunst. Meinem Argument kann man jetzt auch entgegenhalten, dass es Kunst ist und dass sich um solche Belange dann nicht geschert wird, weil dadurch die Kunst eingeschränkt wird. Dann wird halt ,,Schwuchtel'' gesagt, ohne Rücksicht auf Verluste. Verstehe ich voll und ganz, vertrete ich aber nicht
Jedenfalls nicht bei solch ,,brenzligen'' Sachen.
Ja, dass es anstösst ist klar. Aber das tut Kunst, wie Du richtig erkannt hast, eh gerne. Auch Metal, Punk oder Raggae. Ich empfinde die ganze öffentliche Thematik "Rap" bzw "Gangster/Straßenrap" seit jeher (!) gekünstelt und mit wenig Wille zum Begreifen gesegnet.


@ Sancho
ich hätte es nie für möglich gehalten aber ich darf dir in all deine postings recht geben , danke 
Bushido und zu Guttenberg haben was gemeinsam.
Beide haben sie dreist geklaut und beide werden von den gleichen unterbelichteten Leuten abgefeiert.
was hier los? jahreshauptversammlung der vereinigten homo-opfer? dabei muss man sagen das infinite gute chancen hat sancho als filz-knilch des jahres abzulösen. alle labern hier nur schund. ausnahmslos alle. die richtigen ausfälle von bushido kennt doch keiner von euch. weil keiner von euch jemals cbr gehört hat. also hört auf zu spekulieren, ihr opfer!
ich hab mir das interview mal durchgelesen. meine güte, der typ ist vielleicht spießig, langweilig, konservativ und hat ein so unglaublich veraltetes, machohaftes frauenbild, furchtbar.

Ich persönlich würde ja gerne Helge Schneider wählen, und das trotz frauenfeindlicher Publikationen wie "Zieh Dich aus, Du alte Hippe" - aber der geht ja leider nicht in die Politik.
"Ich wollte ein Haus, ein teures Auto. Ich wollte ein bisschen Schmuck haben und 'ne hübsche Frau".
Das macht ihn noch unglaubwürdiger...
Er sagt das ja nur, damit er Promo bekommt :/
"Das ist Rap, Battle-Rap. Und Rap ist nun mal intolerant ... Es geht darum, den anderen verbal fertigzumachen, die dicksten Eier zu zeigen."
Ach, ist Rap das? NEIN, ist Rap nicht (nur) !
Rap ist auch politische Texte, persönliche Texte, "normale" Dinge!
Aber abgesehen davon... Sind gerade Retro-Diskussions-Wochen bei McLaut? Dieser ganze "Bushido-ist-homophob" und "Rammstein-Fans-sind-rechts"-Quark, den man hier in letzter Zeit liest, das ist doch alles so ausgelutschter, totgetretener Bullshit, das braucht doch echt kein Schwein mehr.
Haga hat Recht, im Prinzip braucht diese Diskussion niemand mehr. Wer 2011 Rap und den lieben Bubu immernoch nicht richtig einordnen kann dem ist wohl diesbezüglich eh nicht mehr zu helfen, bzw will derjenige sich nicht helfen lassen. Nuff said, wie der gute alte lautuser sagen würde. Wo ist der Pool, bitches?

Ne, Craze ist hete, das weiß ich genau. Der würde auch gerne mal in meinen Pool jumpen, whut.
Oh, jetzt hat Sancho mich hinters Licht geführt. Luke wurde mit dem Lichtschwert erdolcht. 
Format
Homepage: