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Die Vögel zirpen, die Blumen sprießen und die Temperaturen steigen. Kurz gesagt: der Frühling ist endlich wieder ins Land gezogen. Doch inmitten dieser fast schon kitschig-hippiesken Stimmung landen bleiern-schwere Kompositionen fünf Nordrhein-Westfalener in meinem Player, die sich ohrenscheinlich wenig aus Friede, Freude und Eierkuchen machen.
Das Quintett fährt mit einem Konglomerat aus Düsternis und Schwere auf dem Debüt "A Hole In The Shell" direkt unter die Haut. Schon der Opener "Bless The Broken" steckt so voller Reminiszenzen an Zeitlupen-Heroen der Marke Crowbar oder Corrosion Of Conformity, dass dem lauschenden Hobbycowboy Tränen des Glücks ins wüstenverstaubte Gesicht kullern. Fette Gitarren, ein pumpender Bass und markdurchdringende Stockschläge paaren sich mit einer verrauchten, im örtlichen Saloon trainierten Stimme, die irgendwo zwischen Kirk Windstein und John Garcia pendelt.
Ein hohes Maß an Abwechslung ist Burden wichtig. "Done With Denial" scheppert in bester Kyuss-Manier durchs Unterholz, wirkt in seinem Grundaufbau überraschend lebensbejahend und solide. Die Tür in den "Black Room" ist zäher zu öffnen. Lavastromartig fließen die tief gestimmten Instrumente durch die Gehörgänge und paaren sich immer wieder kongenial mit den schmerzerfüllten Vocals von Ausnahmesänger Thorsten, der sich keinesfalls vor den Vorbildern Burdens verstecken muss.
Mit "Man Of No Account" und "The Slug. The Drag. The Misery." haben Burden auch die beiden Tracks ihrer EP “Man Of No Account" auf ihren Erstling geparkt. Die Weiterentwicklung spürt man zu jeder Sekunde, sind die beiden älteren Tracks doch stark von Black Sabbath inspiriert und allgemein Doom-lastiger als das neue Material. Zur intensiv zelebrierten Klangdichte vermengen Burden aber auch viel Atmosphäre ("About The Veil And The Wound") und Rockattitüde ("Stampede"). Hauptsache dreckig, Hauptsache staubig, Hauptsache Anti-Mainstream.
Die wahren Schmuckstücke sind im letzten Drittel vergraben. "Process (Into The Nothing)" überzeugt mit kathartischer Wirkung und üppigen Soloeinlagen, "The Fool" ist ungewohnt schnell und progessiv geraten. Das abschließende "Conflict" klingt wie ein Liebesleid für all die Nachdenklichen und Verdrängten – sozusagen die ideale Wüstenballade.
Burden gelingt mit "A Hole In The Shell" ein guter Einstieg, der außerdem mit fett drückender Produktion und einer liebevoll gestalteten Digipak-Version punktet. Hätte man die Spielzeit von einer knappen Stunde noch auf Konsumentenfreundlichkeit gedrückt und zumindest einen Song mit mehr Tempo garniert, würde ich hier sogar zum Blindkauf raten. Den Stoner/Sludge/Doom-Rockern geht das Teil sowieso runter wie Öl. Im Ruhrpott rumpelt es immer noch am Besten.
| Shop | Titel | Info | Preis | Porto | Gesamt |
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A Hole In The Shell | Infos (Lieferzeit/Service) | €9,99 | €3,00 | €12,99 |
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Burden - A Hole In The Shell | Infos (Lieferzeit/Service) | €10,99 | €2,99 | €13,98 |
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Burden - A Hole in the Shell | Infos (Lieferzeit/Service) | €11,99 | €3,95 | €15,94 |
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Burden - A Hole in the Shell (Incl.Dvd) [Vinyl LP] | Infos (Lieferzeit/Service) | €22,99 | €0,00 | €22,99 |
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