- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Bereits zum siebten Mal veranstaltet Stefan Raab seinen Wettbewerb und bietet dabei aufstrebenden, deutschsprachigen Künstlern eine große Bühne.
Köln (laut) - Am morgigen Donnerstag, den 29.09. schickt Stefan Raab wieder einmal 16 deutsche Bands und Künstler als Vertreter der einzelnen Bundesländer gegeneinander ins Rennen. Die siebte Auflage des Bundesvision Song Contests findet in der Kölner Lanxess Arena statt. Traditionell ermittelt ein Zuschauervoting den Sieger. Im Vorjahr gewann der unheilige Graf und holte den Contest somit erstmals nach Nordrhein-Westfalen.
2011 kann man kaum von eindeutigen Favoriten im Teilnehmerfeld sprechen - weder aufgrund von großen Charterfolgen noch wegen überragender Songs. Wir erlauben uns dennoch zu jedem Beitrag eine kleine Prognose und stellen euch alle Teilnehmer vor.
Sind die eigentlich gecastet? Blondes Frauchen mit langen Beinen und ein brünetter adretter Herr. Da dürfte das ein oder andere Männerherz höher schlagen. Und wie es leider bei solchen Combos häufig ist, fällt die Stimme genauso dünn wie die Figur der Dame aus. Der Beat klingt ebenso nach Massenware wie seine Frisur. Glasperlenspiel dürften im tiefen Elektropopschatten von Frida Gold untergehen. Macht aber eigentlich auch nichts.
"Zwischen Bosse und Unheilig" verortete unser Rezensent Andreas Bourani. Wenn das kein gutes Omen ist: Letztere haben den BuViSoCo 2010 immerhin nach Hause, respektive nach NRW geholt. Für den Schritt in die Fußstapfen des Grafen wirds nicht reichen. Immerhin lässt sich an Bouranis "Eisberg" weitgehend schmerzfrei vorbei-rammen.
Wenn es dieses Jahr überhaupt einen kleinen Favoritenkreis gibt, gehört Tim Bendzko mit Sicherheit dazu. In "Wenn Worte Meine Sprache wären" wandelt er teilweise auf den Pfaden Xavier Naidoos und macht dabei eine ordentliche Figur. Im Refrain lässt die Single aber leider deutlich nach. Mit ein bisschen Glück könnte der Newcomer den Titel dennoch ein drittes Mal nach Berlin holen.
"Es gibt Länder, wo was los ist", weiß Rainald Grebe. "Und es gibt Brandenburg." Der Kabarettist tritt leider nicht für das Bundesland an, wohl aber Doreen, der man ihre Casting-Vergangenheit bei Nu Pagadi kaum noch anmerkt. "Lass mich nicht im Regen stehen", fleht sie in einer sich in Tragik suhlenden Pop-Ballade der eher klassischen Art. Naja, wers mag ...
Nicht zum ersten Mal geht Bremen mit einem zauberhaften Beitrag ins Rennen: Flo Mega ist "zurück von dort, wo der Pfeffer wächst". Zwar lange nicht so durchgeknallt und farbenfroh, wie FlowinImmo mit seinen Freaqz (der weiland immerhin die Doppel-Eins holte, Platz 11), dafür mit einer Überdosis Soul. Wieder einmal schickt die Hansestadt Qualität in den Wettbewerb, vermutlich einmal mehr ziemlich chancenlos.
Thees Uhlmann wählte mit "Zum Laichen Und Sterben Ziehen Die Lachse Den Fluss Hinauf" einen denkbar sperrigen Songtitel. Qualitativ gehört der Opener seines Debütalbums aber zum Besten, was Stefan Raabs Show dieses Jahr zu bieten hat. Zum Sieg wird es mangels Popstar-Image nicht reichen, einen der vorderen Ränge hätte der Tomte-Sänger sich aber verdient.
Dass Eva Briegel jetzt nicht mehr die gepiercte Perfekte-Welle-Braut ist, sondern eine elegante Dame, sollte klar sein. Ihr aktuelles Album "Elektrisches Gefühl" beherrscht die Radiolandschaft und damit auch die Ohren der Hörer. Mit "Du Lügst So Schön" schicken Juli für Hessen aber eine abgeschmackte Ballade ins Rennen. Wobei die obige TV Noir-Version fast angenehm charmant klingt.
Immer derbe Rock'n'Roll sein wollen, und dabei doch nicht über den Tellerrand des VIVA-Mainstreams hinaus kommen: Darin sind Jennifer Rostock ganz groß. Als eine der populäreren Combos im Feld sind sie dennoch zweifellos ein Kandidat fürs Treppchen. Diesmal trifft die Sängerin wirklich einen Nerv: "Ich Kann Nicht Mehr". Nein, wirklich nicht!
Ehrlicher Indiepop ohne Schnörkel - Axel Bosse macht das, was man von ihm gewohnt ist. Im Duett mit Silly-Sängerin Anna Loos verlässt er trotz melancholischem Unterton den "Wartesaal Zum Glücklichsein". Das charmante Stück ist - wie so viele Beiträge - nicht sonderlich spektakulär, schafft aber zumindest eine angenehme Atmosphäre. Was spricht also gegen einen Überraschungsangriff auf die Plätze an der Sonne?
"Unsere Liebe ist aus Gold. Einfach so und ungestylt, einzigartig und weltweit." Einzigartig - wenn sie das nur wäre! Elektropop dieser Sorte gab es schon lange vor Frida Gold wie Sand am Meer - es muss also Fans geben. Kylie Minogue kann ja auch nicht alle alleine bedienen. Ein Kandidat auf die Titelverteidigung, auch wegen fehlender Textilien bei Alina Süggeler.
"ImmerFürImmer" ist ein eher belangloser Poppunk-Song, der trotz durchdachter Lyrics vergeblich versucht, den Hörer mitzureißen. Schade eigentlich, von Jupiter Jones hat man schließlich auch schon besseres gehört. Sicherlich ist der Song nicht schlechter als der Unfug, dem man in den Beiträgen vieler anderer Länder lauschen muss. Dennoch: eher Kandidaten fürs Mittelmaß.
Pierre Ferdinand Et Les Charmeurs verlassen sich ganz auf ihren Retro-Sound. "Ganz Paris Ist Eine Disco" kommt im funkigen 80er-Jahre-Gewand daher. Dabei sind die Bläsersätze leider um einiges fetziger geraten als die mit französischem Akzent vorgetragenen Lyrics. Das kleinste Flächen-Bundesland wird mit dieser altbackenen Nummer wohl kaum für eine Überraschung sorgen.
Beinahe unverschämt eingängig ist die Melodie von "Ich Will Nicht Nach Berlin". Die Vertreter für Sachsen wollen zwar nicht nach Berlin, musikalisch reisen sie aber irgendwie gen Hamburger Schule. "Randie Pop" nennen Kraftklub ihren Output selber. Im Text gibt es Hipster-Bashing par excellence und vermutlich sind sie auch die einzigen Vertreter, die sich trauen, "scheiße" zu singen. Damit dürfte ihnen die 'freche Außenseiter'-Position zufallen, ein Überraschungserfolg wäre dem augenzwinkernden Song dennoch zu gönnen.
Roy Black ist auferstanden. "Tu's Nicht Ohne Liebe" rät uns Flimmerfrühstück-Fronter Lothar und sieht dabei dem verstorbenen Schlagerstar gruselig ähnlich. Auch textlich spielt sich das ganze in der fröhlichen Welt der Carmen Nebel ab. Musikalisch gibt's ein Saxophon und Klavier im Fokus. Schlussendlich wohl kaum massenkompatibel genug, um einen vorderen Rang belegen zu können.
Vermutlich verpasst man den Act, der am Donnerstag vor Muttersöhnchen auf der Bühne steht, um sich innerhalb von drei Minuten mit Hochdruck zu betanken. Parodie hin oder her, anders wird Hamburgs Beitrag "Essen Geh'n" schwer zu ertragen sein. Die silbern und golden glitzernden Trainingsanzüge der beiden Protagonisten sagen ohnehin alles. "Essen geh'n, dann vielleicht auch mal was trinken gehen, wenn's gut läuft auch noch was f..... gehen!" Olé, olé, shalala.
Auf einen Kommentar eines Fans auf der BuViSoCo-Facebookseite, der die Thüringer als heißen Tipp für den letzten Platz sieht, reagierte die Alin Coen Band gelassen. "Letzter Sein hat bestimmt auch sein Gutes. Aber nicht Letzter Sein ist auch ok." Mit ihrem Liebeslied "Ich War Hier" bringen die Thüringer eine eingängige und gefühlvolle Nummer an den Start. Der Song verzichtet im Gegensatz zu vielen anderen Beiträgen auf Kitsch und ätzend aufgesetzte Texte. Trotz der musikalischen Qualität wird eine gute Platzierung wahrscheinlich an der mangelnden Popularität scheitern.
Uhlmann's Beitrag find ich super, die Lieder von Frida Gold und Juli find ich gut, Jennifer Rostock eher mittelgut und was zum Teufel ist denn bitte bei den Typen von Muttersöhnchen kaputt?
Denk zwischen den großen wird sichs entscheiden + eventuell Tim Bendzko.
raab, frida gold, rostock....dieselben gurken, die schon nix auf der lindi-unplugged gerissen haben....80 mio leute und die klappskallis sind alles?
Ich muss sagen, dass Kraftklub schon eine echte Chance haben. Die machen einen guten Mix aus Indie und Rap und wirken dabei noch sympathisch. Außerdem sind die bei Universal. Wenn man bedenkt, dass alle großen Plattenfirmen Callcenter bezahlen, damit diese beim "richtigen" Kandiaten anrufen, dann darf man gespannt sein...

die empörung i s t ja nicht gespielt.
die überraschung w ä r e gespielt.
ich sag ja nicht, dass ich das nicht erwartet hätte.
schade nur: raab ist eigentlich unabhängig genug - sowohl finanziell wie bzgl der connections - um hier zur abwechslung genau jener förderer der musik zu sein, als der er sich stilisiert. könnte und würde man ihn alles selbst fragen, so er sich traute, mit laut zu sprechen. aber den schneid hat er nicht jenseits der trutzburg von pro7.
Seit jeher holen die Favouriten den Preis: In Extremo oder Subway To Sally, weil sich da Fanclubs und Mittelaltermärkte zusammenraffen, Peter Fox weil den ja eh jeder kennt, und Leute die von seinen Affen- und Seehaussongs genervt sind und immer wenns im Radio kommt, abschalten, das Radio aufgrund des fast schon krankhaften Airplays gar nicht mehr einschalten. Ich würde es ja dem Thees oder Juli gönnen, auch wenn die gewählten Songs sicherlich nicht die besten ihrer aktuellen Alben sind. Wirklich gewinnen werden aber wohl die unmöglichen Jennifer Rostock oder der gehypte (wertefrei!) Tim Bendzko. Vielleicht noch Frida Gold. Thees kennt keiner, selbst mit Tomte nicht unbedingt, Julis "Hypewelle" (Achtung, Wortspiel!) ist, IMO ganz zu Gunsten ihrer Glaubwürdigkeit als Musiker, auch vorbei. Bosse und Jupiter Jones sind nicht unbekannt, aber ziehen gegenüber den prominenteren Vertretern den Kürzeren (v.A. Bosse). Von den diversen anderen Unbekannten ganz zu Schweigen. Wie gesagt: Prominenz, Hype, Fanaktionen hinter der Band und schon hast du den Titel. Eigentlich ziemlich langweilig.
eben, ihr beide.
genau das pisst mich auch an.
eben weil er die möglichkeit hätte, sich dem zirkus zu entziehen, anstatt dessen zugpferd zu geben.
andere wie robert redford oder michael douglas haben es vorgemacht: kommerzielle projekte mit dem ziel, genug mittel zu erwirtschaften, um echte herzensangelegenheiten produzieren zu können.
aber das kriegen die deutschen noch deutlich schlechter hin als andere nationen.
guckt mal nach france. die haben taratata (name der show). man kann also, wenn man nur will.
was für ein kontrast.
@sancho
die aehnlichlkeit ist verblueffend.
wenn es bei dem wettbewerb um qualitaet ginge, muesste thees uhlmann gewinnen. da es aber eher um popularitaet/beliebtheit im mainstream geht (ich erinnere an den sieg von unheilig letztes jahr) gewinnt dieser tiemo hauer-klon tim fatzko.
so jetzt ohne Wertung der Musik - ein reiner Tipp von mir: Tim Bendzko vs. Jennifer Rostock vs. Frida Gold, die werden es untereinander ausmachen. Ich tippe auf Jennifer Rostock (*würg*), hoffe dann von den dreien immer noch auf Frida Gold. Evtl. wird es auch ein Außenseiter - Doreen?!? (Kiddies am Telefon, Sido, usw.). Thees Uhlmann darf man aber nicht außer Acht lassen, dass er sehr viel im Fernsehen und Radio präsent war. Aber das kann ich mir nicht vorstellen, auch wenn er mir am liebsten wäre.
@sancho
tomte ja. aber thees als solokuenstler nicht sonderlich. gibt vielleicht welche die nicht gleich merken dass das der saenger von tomte ist.
mal alles durchgeklickt und gehört, da schlafen einem ja die Füße ein *gähn*, fast nur 0815-Songs, und das einzig abgefahrene wie Muttersöhnchen ist einfach nur schlecht (gut und abgefahren ist auch eine Kunst)
Rostock oder Juli gewinnen eh (was es NOCH langweiliger macht)
@JaDeVin: Korrigier mich, wenn ich falsch liege, aber das Publikum, welches Uhlmann schon mehr oder weniger kannte, gucken NDR und hören zu krankhaften Zeiten Radio. Und das dürften dann doch nicht so viele sein. Wie dem auch sei: Ich bin für den Thees und (ich kann es nicht oft genug sagen: Die als "Albenband" leider viel zu unterschätzten und ewig auf den einen Song reduzierten) Juli.
Spielen die da live? Wenn ja habens Kraftklub verdient, tolle live Band.
Sieht dieses Jahr leider sehr mau aus... Da waren andere Ausgaben deutlich besser besetzt, v.a. in der Anfangszeit.
Hätte nicht gedacht, dass ich das sage, aber unter diesen Umständen würde ichs Thees Uhlmann wohl noch am ehesten gönnen, Kraftklub vlt auch noch.
Naja, spätestens als letztes Jahr der Graf gewonnen hat, war das endgültig durch für mich. Schade eigentlich, die Anfangszeit dieses Formats war echt nicht schlecht.
auch wenns natürlich Kommerz ist - so muss man mMn doch zugeben, dass das Teil besser ist als der originale SongContest!
zweitens: wir Österreicher wären froh, wenn es etwas derartiges auch nur ansatzweise im österreichsichen Fernsehen gäbe.
Ich finde es sehr amüsant, wie sich hier darüber aufgeregt wird, dass hier natürlich immer die Favoriten (war ja tatsächlich immer so) gewinnen! Nur kann man sich hier nicht mal auf drei Favoriten einigen - also wirds es in dem Punkt so spannend wie noch nie! Ob man die Musik jetzt mag oder nicht, es ist die beste Mainstream-Musikveranstaltung im deutschen TV!
Gebt euch doch auch einfach mal mit kleinen Schritten zufrieden!
Es ist doch völlig egal, wer da letztlich gewinnt. Im Kern geht es doch den meisten Teilnehmern nur darum, ihre Musik einem deutlich größeren Publikum vorstellen zu können. Klar wird einer der bekannten Teilnehmer gewinnen, aber die anderen wissen immerhin, dass sie ihre Musik an deutlich mehr Leute bringen können als wenn sie in kleinen Clubs auftreten.
trallalapop vom langweiligsten. Jupiter Jones nimmt wenigstens ne Stromgitarre zur Hand. Ich glaub ich fand es noch nie soooo langweilig.
Die Banden hört man doch e den ganzen Tag im Radio...?
Was waren das noch schöne Zeiten, als Liedgut mit deutschen Texten im Radio noch eingeklagt werden musste (ausser Lindenberg natürlich). ;-)
Aufreger Numero Eins: Würde mich nicht wundern, wenn die ganzen Bauern für ihr eigenes Bundesland anrufen, damit es gewinnt. Ist da praktisch egal ob die übelsten Underground Black Metaler oder Hansi Hinter(n)seher antreten würden. Aufreger Numero Zwei: So langsam MUSS das Volk doch mal merken, was für eine arrogante, unfreundliche Schl... Lena wirklich ist. Ihre respektlosen und dummdreisten Kommentare nachdem sie mit den Interpreten geredet hat, macht mich krank. Niemand hat das verdient.
was fuern unsinn sich selbst 12 punkte geben zu koennen. war doch nur ein bundesland die sich selbst nicht 12 gegeben haben. eigentlich war thees man favo. aber flo mega war einfach wie der name schon sagt "mega". dachte nur zuerst : jan delay + udo lindenberg" au weier...aber super lied war das. die deutschfranzosen waren ja mal voll tuckig. prince fuer arme. und die weiber die da getanzt haben waren viel zu muskuloes. hat mich geaergert das tim gewonnen hat. auch wenn das schon vorher kla war...
War ja fast noch mehr Punktegeschachere als beim großen Vorbild und den Ostblock-Polkastaaten. Tim Bendzko - würg ... Frida Gold haben ganz schön abgekackt, was mich wundert. Ach ja und "Unsere Lena" war wieder mal zum Fremdschämen - in allen Belangen. So viel Arroganz bei so viel geistigem Durchfall - wie kann man so unsympathisch herumeiern und sich noch dabei fruchtbar humorvoll, hübsch und eloquent fühlen, wobei man eigentlich das dümmste Huhn darstellt, das jemals von der Leiter gefallen ist. Gott, so viel Wut überkommt mich bei der F****.
Wenn diese Interpreten einen repräsentativen Querschnitt der deutschen Musiklandschaft darstellen, ist es ratsam, in Zukunft das Radio auszulassen. So viel Belanglosigkeit und Selbstverliebtheit auf einem Haufen. Mir wird davon schlecht.
Format
Homepage: